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am 2. November 2013
Solti und Bach, geht das wirklich gut? Meine Zweifel bestanden, weil der Sir vorwiegend mit den großen sinfonischen Werken des 18.-20. Jahrhunderts sowie mit den Opern Wagners und Verdis reüssierte. Chicago Symphonie Orchester und Bach? Gleiche Bedenken! Der Chor aus Chicago? Doch eher unbedeutend!

Schon die ersten Takte des Eingangschors ließen mich alle Einwände über Bord werfen und meine Begeisterung nahm beim weiteren Hören stetig zu – am Ende: Donnernder Applaus und ein vielfaches Bravo für diese meisterhafte Einspielung!

Solti trifft mit seiner Auffassung, wie die Matthäus-Passion zu spielen, zu singen (und zu besetzen) ist, exakt meinen Geschmack, ähnlich wie Peter Schreier mit seiner Dresdener/Leipziger oder Rudolf Mauersberger mit seiner Leipziger/Dresdener Aufnahme: Ein Bach der Mitte, kein Breitwandsound im Samtmantel à la Richter oder Karajan, aber auch kein Parforceritt durch die Partitur wie bei Gardiner.

Solti nimmt Bach beim Bibelwort: Die Textaussage bestimmt den Vortragsstil, was dem Bekenntnischarakter dieser Musik sehr zugute kommt.

Den Chor hat Solti nach eigener Aussage für diese Aufnahme auf 80 Personen reduziert, immer noch recht üppig und deutlich größer als die für Bach damals verfügbare Sängerschar.
Aber: Er ist in allen Sektionen vorzüglich besetzt, klingt homogen, leicht und luftig und, wo angebracht, getragen, kräftig und ausdrucksstark.

Meine persönliche Referenzteststrecke „Sind Blitze, sind Donner“ bewältigt er mit „summa cum laude“ – besser geht es nicht! Höchst beweglich wobei die größere Besetzungsstärke dafür sorgt, dass die Donner auch richtig kräftig grollen. Dieser Effekt bleibt kleineren Besetzungen verwehrt.

Die beiden Orchester spielen mit warmen Klangbild auf modernen Instrumenten in einer Streicherbesetzung von 6-4-2-2-1 und verrichten ihren Dienst einwandfrei.

Bei der Besetzung der Gesangspartien zeigt sich Soltis überragender Geschmack sowie seine Überlegenheit gegenüber dem Kollegen John Elliot Gardiner. Gardiner greift bei seiner Einspielung der Matthäus-Passion ein Jahr später immerhin auf drei Protagonisten der Solti-Aufnahme zurück: Anthony Rolfe Johnson, Anne Sofie von Otter und Olaf Bär.

Allerdings setzt er Johnson als Evangelist ein, eine Fehlbesetzung (s. auch meine Rezension der entsprechenden Aufnahme)! Bei Solti dagegen glänzt Hans Peter Blochwitz in dieser Rolle und reiht sich direkt hinter Peter Schreier und Christoph Prégardien als eine absolute Referenzbesetzung ein.
Olaf Bär gibt hier einen wunderbaren Jesus, sein Bariton vermittelt mit einnehmendem Timbre Stärke und Verletzlichkeit, Gardiner hingegen versteckt ihn in einer Nebenrolle als Pilatus/Petrus und zieht ihm unverständlicherweise den guten, aber nicht ebenbürtigen Andreas Schmidt vor.

Kiri Te Kanawa neigt leicht zu einem etwas manieriertem Vortrag, ein schmaler Grad, geht es doch schließlich in den lyrischen Arien darum, Ergriffenheit und Trauer zum Ausdruck zu bringen. Dieser Gefahr unterliegt Barbara Bonney bei Gardiner nicht, allerdings eben auch auf Kosten der Ausdruckstiefe – letztlich ist das natürlich Geschmackssache. Für mich geht dieses „Duell“ unentschieden aus.

Die Solti-Einspielung gehört zu den absoluten Highlights der zahlreichen Aufnahmen der Matthäus-Passion und findet für meinen Geschmack viel zu wenig Beachtung- wahrscheinlich wegen der auch von mir im Vorfeld gehegten Vorurteile.
Also, Ohren auf für diesen „Geheimtipp“!
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am 4. März 2016
1987 hat Sir Georg Solti sich einen langen Wunsch erfüllt und die Matthäuspassion von J.S.Bach aufgenommen, ein Werk, das er seit vielen Jahren kannte, liebte und immer wieder aufführte. Obwohl mehr als Dirigent großer Opern und Symphonien weltberühmt, hatte Solti eine tiefe Verehrung für Bach, dessen Musik er zum Schönsten zählte, was jemals komponiert wurde. Dies galt besonders für diese Passion, die Solti mit dem damals von ihm geleiteten Chicago Symphony Orchestra, dem dazugehörigen Chor (Leiterin: Margaret Hillis) und einem auserlesenen Solistenensemble bei DECCA aufnahm.
Es gibt wenige Aufnahmen, bei denen die Solisten so hevorragend aufeinander abgestimmt sind: Hans-Peter Blochwitz als Evangelist ist überragend, sicher einer der besten, die je diese Partie gesungen haben. Olaf Bär als Christus ist ebenso gut. Kiri Te Kanawa und Anne Sofie von Otter sind umwerfend gut, sowohl einzeln als auch im Duett. Anthony Rolfe-Johnson und Tom Krause kommen nicht ganz an diese Qualität heran, sind aber dennoch sehr zufriedenstellend.
Der Chor ist mit 80 Sängerinnen und Sängern für heutige Verhältnisse immer noch riesig, singt aber durchwegs klar und transparent, dabei natürlich absolut perfekt im Einsatz und in der Intonation. Man höre die berühmte Stelle "Sind Blitze, sind Donner ..." - aufregend gut! Lediglich die Choräle sind mir persönlich ein wenig zu dick aufgetragen.
Das Orchester wurde von Solti in einer kleineren Besetzung zusammengestellt und spielt auf modernem Instrumentarium - man möchte beinahe sagen - natürlich perfekt.
Im Hin und Her zwischen den verschiedenen Aufführungstraditionen hält sich Solti in einer angenehmen Mitte: man könnte also sagen: "philharmonischer" Stil, aber nicht wie Karajan oder Klemperer, sondern eher orientiert an (dem jüngeren) Karl Richter, dabei besonders im Vortragsstil des Evangelisten bisweilen dramatisch. Mit einem Wort eine ausgewogene und zeitlos gültige, dabei technisch großartige Aufnahme, die meines Erachtens viel zu lange im Schatten anderer Aufnahmen steht und leider auch nicht mehr im deutschen Katalog der DECCA zu finden ist. Das sollte sich bitte schnellstens ändern ...
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am 17. August 2005
Ich habe schon viele verschiedene Matthäus-Passionen gehört, aber dies ist mit Abstand die schönste Aufnahme. Wie mein Vorredner bereits ausführte, ist die priesterliche Energie in dieser Aufnahme aufs Feinste herausgearbeitet. Eine wahre Freude auch der Evangelist und Jesus (Olaf Bär). Der Preis? Was spielt das bei einer solchen Aufnahme für eine Rolle, an der man jahrzehnte lang Freude haben kann.
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am 15. September 2000
Solti vermag dem pietistischen Charakter der Passion viel Raum zu geben. Der Chor ist nicht zu groß. Als erfahrener Operndirigent kann er die Dramatik gut herausarbeiten.

Hervorragende Solisten sind zu vermelden, an der Spitze Blochwitz als Evangelist, aber auch die anderen Solisten sind eindeutig in der Spitzenklasse einzuordnen.

Leider zu einem Preis, für den man heute an die dreißig Bach-Kantaten bekommt !
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