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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig, 10. September 2007
Rezension bezieht sich auf: La Bohème (Audio CD)
Einzigartige Aufnahme. Die beste Boheme-Einspielung des 20. Jahrhunderts, dabei technisch 1A Qualität.
Allein mit dieser Rolle hat Pavarotti die Unsterblichkeit verdient. Das Sänger-Ensemble - perfekt, wie meist bei Karajan, hier 100%ig.
Karajan in seinem Element: der Oper.
Wer Oper und Puccini liebt, sollte sich diese CD nicht versagen.
Tempi, Phrasierung, Dynamik, alles aus einem Guß, vom ersten bis zum letzten Ton.
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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Karajans Bohème - Eine Sternstunde des Belcanto, 6. September 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: La Bohème (Audio CD)
Am 13. März 1893 trafen sich die beiden jungen Komponisten Giacomo Puccini und Ruggero Leoncavallo in einem Mailänder Kaffeehaus. Beide hatten vor kurzem ihre ersten Erfolge auf der Opernbühne gefeiert, Leoncavallo mit "I Pagliacci", Puccini mit "Manon Lescaut". Sie begegneten sich als befreundete Konkurrenten und trennten sich am selbigen Tag als Todfeinde. Der Grund für die unkittbare Entzweiung war der Roman "Scènes de la vie de bohème" des französischen Schrifstellers Henri Murger. Leoncavallo hatte Puccini auf die reizvolle Geschichte aufmerksam gemacht und ihm eine Vertonung angeraten. Als dieser dankend ablehnte, ging Leoncavallo selbst an die Komposition. Puccini hatte den Rat seines Freundes wohl vergessen, als ihm der Roman wieder in die Hände fiel, jedenfalls beauftragte er die Librettisten Giuseppe Giacosa und Luigi Illica sofort mit einem Textbuch zu der Geschichte, die ihn diesmal sofort elektrisierte. Als Puccini dem Kollegen seine neuen Pläne offenbarte, reagierte dieser verständlicherweise ziemlich wütend. Der Streit verlagerte sich bis in die Zeitungen und Puccini verkündete, er wolle das Publikum entscheiden lassen. Selbiges entschied, und zwar gründlich. Leoncavallos "Bohème" ist zweifellos ein wertvolles Stück, im Gegensatz zu Puccinis Oper verliert sie das Rennen jedoch um Längen.
Der fand hier den idealen Stoff für seine Veranlagung und seine Fähigkeiten. Er sah sich als "der Komponist der kleinen Dinge" und als solcher schildert er jede Einzelheit so liebevoll, wie kaum jemand zuvor. Den zu seiner Zeit vorherrschenden Verismus überwindet er ebenso wie die Romantik, verwendet jedoch aus beidem, was er für seine Komposition benötigt und gelangt so zu einer ihm völlig eigenen Tonsprache, die seine weiteren Werke so einmalig machen wird.
Ein Großteil des Erfolges ist auch den Librettisten Giacosa und Illica zu verdanken, die Murgers etas umständlichen Roman in eines der besten Operntextbücher überhaupt verwandelten. Die Figur der Mimi wurde von ihnen aus mehreren Frauengestalten erschaffen, einige theaterwirksame Bilder hinzuerfunden, so daß ein musikalisch brillantes und lebenspralles Stück entstand.
In diesem Sinne ging Herbert von Karajan 1971 an die Aufnahme. Er holte sich die besten Sänger, die man zu dieser Zeit bekommen konnte und spielte so eine "Bohème" ein, die man als für den Opernfreund unverzichtbar bezeichnen muß. Karajan steckt hier voller Ausdruckswillen, neue Klangaspekte interessieren ihn noch nicht. Er möchte die Geschichte erzählen, so wie sie geschrieben und vertont wurde. Karajan verlegt die Akzente auf die nicht vorhandene Bühne, so daß sie beim Hören unweigerlich vor den Augen entsteht und jagt die Berliner Philharmoniker durch einen knapp zweistündigen Parforceritt, der mitreißt und bewegt. Wer bei dieser "Bohème" nicht weinen muß, ist entweder Operndirektor, oder hat ein Herz aus Stein.
Die Sänger tun das Ihrige zu dieser rundum gelungenen Aufnahme. Im Studio Emotionen auszudrücken ist immer schwierig und nur Sänger mit viel Theaterblut vermögen zu überzeugen. Daß dieser Aufnahme nichts steriles anhaftet, ist auch dem groß aufspielenden Ensemble zu verdanken.
Mirella Freni war für ihre Mimi schon berühmt, als diese Aufnahme entstand. Die tapfere kleine Näherin hat sie so sehr verinnerlicht, daß sie eine uneingeschränkt glaubhafte Darstellung zeigt, ohne je auf die Tränendrüse zu drücken oder in den berüchtigten Puccini - Kitsch zu verfallen. Stimmlich wie schauspielerisch ist sie einfach nur Mimi und das genügt, um den Hörer im Innersten zu erschüttern. Nicht einmal die Callas kann ihr in dieser Rolle das Wasser reichen.
Mit Luciano Pavarotti steht ihr ein Traumpartner zur Verfügung. Pavarotti war 1971 auf dem Höhepunkt seiner Kunst angelangt und diese Aufnahme legt beeindruckend Zeugnis davon ab, was für ein einzigartiger Sänger dieser Mann einmal war. Er ist ein Impulssänger, fackelt und überlegt nicht lange, sondern verleiht dem Rodolfo instinktiv das richtige Maß Emotionalität. Dazu kann er stimmlich noch aus dem Vollen schöpfen. Um einen Rodolfo von ähnlicher Qualität zu finden, muß man weit in die Vergangenheit zurück, um bei Gigli oder gleich bei Caruso zu landen.
Dem lyirschen Paar steht in der Bohème das "veristische" Paar Musetta / Marcello gegenüber. Der koketten Musetta leiht hier die früh verstorbene Elizabeth Harwood ihre Stimme. Sie nimmt den Hörer sofort mit ihrem girrenden Mezzosopran für sich ein. Großartig gibt sie die flatterhafte, lebensgierige und magisch anziehende Halbweltdame, die allen den Kopf verdreht, mit ihrem Liebsten Marcello streitet, daß die Fetzen fliegen und schließlich zur treu sorgenden Freundin der Mimi wird.
Marcello wird hier gesungen von Rolando Panerai, lange Zeit ein Mann für alle Fälle, der hinter Gobbi, Cappuccilli, Taddei und Konsorten immer etwas im Hintergrund stand. Unverdienterweise, wie man hier vernehmen kann. Als erdiger Gegenpart zu Rodolfo wie als leidgeprüfter Liebhaber der Musetta überzeugt er auf voller Linie und bringt seine ganze Erfahrung ein, ohne allzu routiniert oder gar gelangweilt zu wirken.
Die beiden weiteren Bohèmiens sind mit einem witz - und geistreichem Gianni Maffeo als Schaunard und dem bestens aufgelegten Nicolai Ghiaurov als Colline (wunderbar seine tragikomische Abschiedsarie an einen alten Mantel) luxuriös besetzt.
Einen Extrapunkt verdient sich der Charaktertenor Michel Sénéchal in der Doppelrolle als lächerlicher Hausbesitzer Benoit und Musettas ältlicher Liebhaber Alcindoro (beides eigentlich Baßrollen, was dem Vergnügen allerdings keinerlei Abbruch tut).
Mit dieser Einspielung ersteht man eine äußerst lebendige und bühnennahe Version, die, was die musikalische Qualität und die Klasse der Sänger betrifft, die Meßlatte für andere Aufnahmen in beinahe unerreichbare Höhe hängt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man schaltet nicht mehr ab, 14. Juli 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: La Bohème (Audio CD)
Es gibt diese Aufführung auch als DVD. Das ist einer der seltenen Fälle wo ich beides gekauft habe, denn es ist ein Ohrenschmaus. Wenn ich anfange, diese Oper in dieser Besetzung zu hören, schalte ich ab, aber die Musik läuft bis zum Ende und ich will nicht gestört werden.
Traumhafte Stimmen, gutes Zusammenspiel, eine schöne Oper.
Eine wunderbare Inszenierung.
Es ist die beste Aufnahme, die ich je gehört habe
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig!, 6. September 2007
Rezension bezieht sich auf: La Bohème (Audio CD)
... ganz ehrlich: mit Herrn Karajans Tempi bin ich nicht immer so einverstanden. Vieles ist doch "ungewohnt" langsam.

Aaaaber: welche Athmosphäre, welche Stimmen. Ein Klangtraum - und trotzdem Verismo, Dramatik... und ein Pavarotti, der nie besser besetzt war.

Kurz und gut: diese CD ist ein Muss!!!! Definitiv die Referenz für "La Bohéme" (neben der Einspielung von Toscanini, die ich - als Vergleich - gleich mit empfehlen möchte). Das sind DIE beiden Aufnahmen dieser Oper!

Mein Vater hatte sie seit Erscheinen als LP. Ich habe sie jetzt als CD... und gebe sie nie wieder her! Hören Sie mal in die Musik-Ausschnitte rein... selbst in dieser Qualität macht das Lust auf mehr.

5 Sterne... ich würde auch 6 geben!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die besten Opernaufnahme überhaupt!, 3. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: La Bohème (Audio CD)
Zu dieser Aufnahme gibt es eigentlich nicht viel zu sagen: Man muss sie gehört haben.

Es gibt wenige Aufnahmen, an denen nichts auszusetzen gibt. Diese ist so eine. Zwar handelt es sich um eine Studioaufnahme, gleichwohl besteht von Anfang bis Ende eine Spannung, wie sie sonst eigentlich nur in ganz wenigen "live" Aufführungen zu Stande kommt. Pavarotti singt einen herrlichen jugendlichen Rodolfo, Freni ist die klassische Mimi schlechthin. Harwood, Panerai, Ghiaurov vervollständigen die ideale Besetzung. Karajans Dirigat ist wie so oft erstklassig, wobei sich hier die Berliner selbst übertreffen.

Dies Aufnahme steht bei weitem heraus und selbst die Klassiker mit Bjoerling/de los Angeles, Freni/Gedda, Domingo/Caballe verblassen gegenüber dieser Aufnahme. Ich würde auch 10 Sterne vergeben...
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oper mit Pavarotti, 17. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: La Bohème (Audio CD)
La Boheme - diese Aufzeichnung ist ein Juwel, nicht nur für Opernfans. Ein Muss !! Ich würde sechs Sterne vergeben...
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La Bohème
La Bohème von Elizabeth Harwood (Audio CD - 1991)
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