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am 21. Juli 2010
Um ganz ehrlich zu sein: Sobald ich das Wort "Operette" höre, setzt bei mir ein starker Fluchtinstinkt ein. Operette verbinde ich mit einem Höchstmaß an Kitsch, sinnfreier Handlung, belangloser Musik, sowie einem abgesungenen Rudolf Schock und einer gackernden Erika Köth. Unterhaltung für die Massen aus Zeiten, in denen es noch kein Internet und kein Privatfernsehen gab.
Eine rühmliche Ausnahme bildet "Die Fledermaus". Bei dieser Operette stimmt einfach alles: Das Textbuch ist witzig und schwungvoll, bewegt sich auf der Ebene einer sehr guten Komödie (woraus das Libretto auch entstanden ist). Die Figuren haben zwar allesamt keinen sonderlichen Tiefgang, sind aber liebevoll gezeichnet und lebensnah und versinken nicht allzu sehr im Klischee und Johann Strauss' Musik erhebt das Werk zusätzlich über all die anderen Operetten (mit Ausnahme einiger weniger anderer Werke), die im 19. und frühen 20. Jahrhundert geradezu in Massenproduktion entstanden. Jede Musiknummer aus der "Fledermaus" ist ein Volltreffer, für die Sänger eine dankbare und nicht zu unterschätzende Aufgabe, und besitzt eine unwiderstehliche Ohrwurmqualität. Zwar war auch der "Fledermaus", wie so vielen anderen Meisterwerken, bei der Uraufführung kein triumphaler Erfolg beschieden (der Börsenkrach 1873 hatte eine Wirtschaftskrise ausgelöst und den Wienern die Feierlaune verdorben), aber das Werk eroberte sich im Laufe der Zeit seinen festen Platz in den Spielplänen, selbst die elitäre Wiener Hofoper nahm es ins Repertoire auf und deklamierte es zur "komischen Oper", um keine Reputation einzubüßen. Wann immer das Publikum erheitert werden soll, eine "Fledermaus" - Inszenierung ist eine sichere Bank.
Eine nicht ganz einfache Aufgabe ist es, eine wirklich gute Aufnahme zu finden. Entweder ersteht man eine Aufnahme mit zwar guten Sängern, aber schwachem Dirigat (ein Placido Domingo beispielsweise sollte sich meiner Meinung nach vom Pult fernhalten), oder man bekommt eine grandiose orchestrale Fassung (wie bei der DG unter Carlos Kleiber) mit sehr diskutabler Sängerauswahl (unwienerischer als Hermann Prey und Julia Varady geht es wohl kaum, über Ivan Rebroff sei der gütige Mantel des Schweigens gebreitet). Diese Probleme hat man mit dieser Einspielung wahrlich nicht. Herbert von Karajan dirigiert die wie immer hervorragenden Wiener Philharmoniker (die das Werk wahrscheinlich auch im Schlaf noch spielen könnten, das aber lobenwerterweise nicht tun) schwungvoll und mit viel Esprit. Das Sängerensemble besteht zum größten Teil aus aufeinander eingespielten Mitgliedern der Wiener Staatsoper, für noch die kleinste Rolle hat man hier die Idealbesetzung gefunden.
Waldemar Kmentt, lange Jahre der lyrische Tenor schlechthin und vom Charakterfach bis zur Operette überall einsetzbar, ist ein hervorragender Eisenstein, der die nicht eben anspruchslose Partie voll ausfüllt. Gesanglich befand er sich im Vollbesitz seiner Kräfte (er war gerade mal 31) und gibt dem Eisenstein sowohl die nötige Arroganz, als auch die Anzüglichkeit, ohne dabei jedoch unsympathisch zu wirken.
Auch die beiden großen Frauenrollen kann man kaum besser besetzen. Hilde Güden war langjähriges Mitglied der Wiener Staatsoper, galt als ideale Mozart - und Strauss (Richard) - Interpretin und war für die Rosalinde geradezu eine ideale Besetzung. Sie wirkt zwar immer nobel und löst die großen Ansprüche der Partie mit Bravour, verliert aber nie die Bodenhaftung, die für die Rolle sehr wichtig ist. Eine große Rosalinde mit viel wienerischer Erdigkeit. Die vorhin von mir geschmähte Erika Köth befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme ebenfalls noch auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit, die koloraturlastige Partie des Stubenmädels mit höheren Ambitionen meistert sie hervorragend, ohne in das gefürchtete Gackern zu verfallen, das sich in späteren Jahren einschlich.
Walter Berry und Eberhard Waechter füllen die Rollen rachsüchtigen Notars Dr. Falke und des fidelen Gefängnisdirektors Frank sowohl schauspielerisch als auch musikalisch voll und ganz aus. Wunderschön vor allem Berrys "Brüderlein und Schwesterlein".
Als Orlofsky gibt es hier keinen abgesungenen Heldentenor oder Möchtegernrussen, wie in einigen anderen Aufnahmen, sondern die große Mezzosopranistin Resgina Resnik zu hören, die die nicht gerade anspruchsvolle, aber wichtige Rolle des zu Tode gelangweilten jungen Milliardärs ausgezeichnet interpretiert.
Komplettiert wird das Ensemble durch Giuseppe Zampieri als feurigem Alfred (ein kleiner Seitenhieb auf Karajans Besetzungspolitik, da er als künstlerischer Leiter der Wiener Staatsoper verstärkt auf Sänger aus dem Mutterland der Oper zurückgriff und die alten Stammkräfte mehr und mehr in den Hintergrund drängte). Daraus erklären sich auch die Abkanzelungen, die sich der italienische Sänger im Gefängnisakt von "Frosch" Erich Kunz, einem Staatsopernmitglied der Stunde Null nach dem 2. Weltkrieg, immer wieder gefallen lassen muss. Kunz überzeugt hier auch als reiner Sprecher, nur mit einer kurzen Gesangseinlage.
Als besonderen Leckerbissen fährt die DECCA während des Festes des Prinzen Orlofsky eine Vielzahl an Stars auf, die man damals unter Vertrag hatte. So kommt man in den Genuß von Kurzauftritten einiger der größten Sänger der damaligen Zeit, unter anderem Ljuba Welitsch, Renata Tebaldi, Leontyne Price, Birgit Nilsson, Joan Sutherland, Jussi Björling, Mario del Monaco und Ettore Bastianini. Besser geht es kaum.
Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es allerdings: Bei der digitalen Überarbeitung scheint einiges schiefgelaufen zu sein, da es noch ein recht deutliches Grundrauschen gibt und dafür die Sängerstimmen recht leise und hallig klingen, woran man sich erst einmal gewöhnen muss.
Trotz dieses Makels: Meiner Meinung nach noch immer die rundeste und lebendigste Fledermaus - Aufnahme auf dem Markt.
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am 24. Dezember 2006
Das Anhören dieser Aufnahme bereitet riesige Freude. Die Mitwirkenden sind in prächtiger Spiellaune und glänzen mit ihrem Können. Eine echte Bereicherung, die in keiner Plattensammlung fehlen sollte. Die in diesem Forum bereits von einem anderen Kunden abgegebene Beurteilung hat fast alles ausgesagt. Bleibt noch zu erwähnen, dass die auf dem Fest des Prinzen Orlofsky erschienen Gäste sich ebenfalls in bester Verfassung präsentieren. Mit weiteren Einlagen warten als Festgäste auf: Mario del Monaco mit Passione, einem Lied, das die Liebe zu seiner Heimat packend bezeugt (das Lied erscheint sonst auf keiner anderen Aufnahme des Sängers); Jussi Björling brilliert mit betörend schöner Stimme Dein ist mein ganzes Herz; Joan Sutherland präsentiert Il bacio, Teresa Berganza singt Lullaby und Giulietta Simionato und Ettore Bastianini bringen Anything you can do zu Gehör.
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am 26. August 2006
Eine typische Wiener Fledermaus, die knapp nach der ersten Aufführung dieser Operette, in der wieder aufgebauten Staatsoper am Ring, 1961 entstand.
Nur ist die Besetzung etwas anders. Dirigent war sowohl hier als da Herbert v. Karajan. Hilde Güden die große Rosalinde,immer große Dame, mit ihrer sicheren Höhe, die eigentlich für mich unerreichbar ist, und Erika Köth als quirrlige Adele. Eberhard Waechter war hier der Frank und nicht der Eisenstein, den hatte Waldemar Kmentt, einer der verlässlichsten lyrischen Tenöre zu singen. Und Giuseppe Zampieri als italienischer Tenor, bei den man kaum Deutsch lernen kann. Walter Berry hatte den Dr. Falke eigentlich fast immer gesungen und Peter Klein als stotternder Dr. Blind. Aber jetzt kommts Erich Kunz als Frosch, er beherrschte also in dieser Operette, neben Falke, Frank auch den Frosch - und sehr originell. Regina Resnik als Orlovsky ist Spitzenklasse, wenn man bedenkt, dass sie vor ihrem Fachwechel,in der MET eine bezaubernde Rosalinde war. Die Einlagen werden zwar nicht von Karajan dirigiert aber Renata Tebaldi mit dem Vilja Lied, Fernando Corena mit "Domino" Brigit Nilsson als "Fair Lady", Leontyne Price in "Summertime" und Ljuba Welitsch in "Wien, Wien nur du allein" ist schon den Kauf wert. Auch die anderen Gäste warten mit Musicals auf, also ganz etwas Besonderes.
Auch die Balletteinlage aus "Der Fledermaus" wird gebracht. Diesmal sehr passen. Ich habe zwar noch die LPs daheim, kann aber nur jedem empfehlen, diese Aufnahme zu kaufen.
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am 27. Februar 2010
Ja,wer?,ich bin kein Karajan-Fan,beileibe nicht,wobei, heute hätte er auch seine Schwierigkeiten eine Fledermaus einzuspielen mit ausländischen Kauderwelsch sprechenden Sängern, vom deutschen Sprachlehrer gecoutcht,dennoch ,nixverstehen!!!!!!,am wenigsten von diesem österreichischen Abgesang auf die Monarchie!,wer sollte den Kunz als Frosch spielen?,ein Darsteller aus den "Roten Rosen"(ARD Verblödungssoap,eigentlich müßte man nebenbei gesagt,seine GEZ Gebühren kürzen,nach dem "Schwachsinn" der u.a. ab 14 Uhr in der ARD allein gesendet wird,----nun zur Fledermaus,1961 als Livemitschnitt verfügbar,leider wurde die Streich ausgetauscht,die klirrende Köth war nie mein Fall,aber ,dennoch,trotz etwas überflüssiger Galaeinlagen,eine wirkliche Referenz der Fledermaus ,diesen Wiener Schmäh und Charme konnte beileibe nicht der frühe Karajan und auf keinen Fall der Ackermann mit teilweiser grauerhafter Besetzung(Rosalinde)erreichen,geschweige denn,ohne die Wiener Philharmoniker,kaufen,heute mit anderem Cover erhältlich,ein weiterer Kronschatz!Ps.:Hut ab,bei einem Livemitschnitt würde man sagen,er ließ als Dirigent ein Extempore zu,--hier:wie der Kunz den Zampieri fertigmacht,dies war ein Seitenhieb auf Karajans Personalpolitik,der nach Böhms Abgang,fast alle guten Wiener Sänger u.a. Dermota abstufte und Hauptrollen nur noch mit Italienern besetzte,Hut ab,das er diesen Seitenhieb aufzeichnen ließ,oder mußte?
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