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5.0 von 5 Sternen Othello in Cinemascope
Nach dem Welterfolg der "Aida" 1871 und 23 weiteren Bühnenwerken hatte Giuseppe Verdi sich vom Theaterbetrieb, der ihn mehr und mehr anwiderte, zurückgezogen, er hielt sein Lebenswerk für getan. Was den 71-jährigen Opernrentner dazu bewog, 1884 an die Komposition seiner vollendetsten musikalischen Tragödie zu gehen, war der 30 Jahre jüngere...
Veröffentlicht am 20. August 2005 von Martin Resch

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Karajans Otello - legendär, aber nicht makellos
Eine zu Recht berühmte Aufnahme, die jedoch der beinahe gleichzeitig entstandenen Serafin-Aufnahme mit Jon Vickers, Leonie Rysanek und Tito Gobbi nicht ganz das Wasser reichen kann.

Die Wiener Philharmoniker spielen die schwierige Musik unfassbar gut und vor allem präziser als Serafins Römisches Opernorchester. Karajan gibt der Partitur einen...
Veröffentlicht am 23. Juli 2011 von lancelot


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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Othello in Cinemascope, 20. August 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Otello (Gesamtaufnahme ital.) (Audio CD)
Nach dem Welterfolg der "Aida" 1871 und 23 weiteren Bühnenwerken hatte Giuseppe Verdi sich vom Theaterbetrieb, der ihn mehr und mehr anwiderte, zurückgezogen, er hielt sein Lebenswerk für getan. Was den 71-jährigen Opernrentner dazu bewog, 1884 an die Komposition seiner vollendetsten musikalischen Tragödie zu gehen, war der 30 Jahre jüngere Dichterkomponist Arrigo Boito und dessen hervorragende Bearbeitung von Shakespeares "Othello". Verdi hatte schon während seiner "Galeerenjahre" den "Macbeth" in Musik gesetzt. Dieser ragt als ungewöhnliches Werk jener Zeit aus dem Mittelmaß, zu dem Verdi damals oft verdammt war, heraus. Leider ließ der Erfolg zu wünschen übrig, der Komponist selbst war unzufrieden und überarbeitete das Werk mehrmals. Eine weitere Shakespeare-Vertonung, ein "König Lear", endete unvollendet wahrscheinlich im Kaminfeuer. Beim dritten Versuch klappe alles, was Komponist und Librettist sich vorgenommen hatten. "Othello" stellt einen Gipfelpunkt in Verdis Schaffen, einen ebensolchen im italienischen Musikdrama dar und gilt vielen als die Oper schlechthin. Solonummern wie Jagos berühmtes "Credo", Desdemonas Gebet und das großartige Liebesduett im ersten Akt sind vollständig in die Handlung integriert, bremsen den Fluß nicht. Das Werk bewegt sich unbeirrbar auf den dramatischen Höhepunkt zu. Verdi zeigt sich im reifen Alter noch immer als höchst inspirierter Musiker, die Uraufführung geriet zu einem der größten Triumphe in seinem an solchen nicht eben armen Leben.
Herbert von Karajans Intention wird von ersten Takt an klar. Der Vollblutmusiker verbindet sich in dieser Aufnahme von 1961 noch mit dem Theatermenschen Karajan. Noch gibt es keine Klangregie, das Werk und seine Figuren stehen im Mittelpunkt. Dazu kommt der gelungene Versuch, die Einspielung möglichst bühnennah und dramatisch zu gestalten, quasi Kino für das Ohr zu machen. So wurde dieser "Othello" zu einer Hollywood-Produktion in Cinemascope im besten Sinne. In der ersten Szene wird schweres Gerät aufgefahren. Zum großen Chor gesellen sich Wind- und Donnermaschine. Nach diesem bombastischen Einstieg wird es konzentriert, die Sänger stehen im Vordergrund. Die Wiener Philharmoniker begleiten das Drama konzentriert und schwungvoll unter Karajans virtuoser Leitung.
In der Titelrolle brilliert Mario del Monaco, über Jahre hinweg der Othello vom Dienst. Del Monaco war ein Impulssänger mit außerordentlich klang- und ausdrucksvoller Stimme, der Prototyp des italienischen Heldentenors. Leider vertrat er sehr oft die Auffassung "Dezenz ist Schwäche" und neigte dazu, seine Rollen von Anfang bis Ende zu schmettern, daß die Wände wackelten, wodurch er einige stillere Momente gnadenlos niederbrüllte. In dieser Aufnahme jedoch zeigt er sich wunderbar disipliniert und konzentriert. Nach einem furiosen "Esultate", mit hohen Tönen gespickte und gefürchtete Stelle gleich zu Beginn, gliedert er sich ins Ensemble ein, ohne jedoch an Profil zu verlieren. Vor allem das Liebesduett und die Ausbrüche des von Eifersucht gequälten Othello zählen zu den Höhepunkten dieser Aufnahme. Es mag "intelligentere" Othellos gegeben haben (Domingo, Vickers, Dvorsky), einen glaubhafteren gab es nie. Einzig seinen Todesschluchzer hätte er sich sparen können.
Großartig auch Renata Tebaldi als Desdemona. 1961 befand sie sich auf dem Höhepunkt ihrer gesanglichen Leistungsfähigkeit. Ihre Stimme, klarer und mit weniger Vibrato als etwa die der Callas, paßt optimal zu Othellos liebender und verzweifelnder Gattin. Nie habe ich das grandiose Liebesduett und das Gebet intensiver und schöner gesungen gehört.
Der dritte Protagonist fällt leider etwas ab. Aldo Protti vermag seinem Jago zwar einiges an Profil zu verleihen, stimmlich kann er mit del Monacos Urgewalt jedoch nicht mithalten, wodurch sich eine gewisse Statusverschiebung ergibt. Auch fehlt ihm einiges von der für diese Rolle geforderten Dämonie. Einen Rolando Panerai oder Tito Gobbi zu engagieren hätte diese grandiose Aufnahme noch verbessert.
Durch die Bank hervorragend besetzt sind die Nebenrollen. Nello Romanato als argloser Cassio, Ana Raquel Sartre als Emilia und Fernando Corena als Lodovico, sowie Tom Krause in der winzigen Rolle des Montano runden den absolut positiven Eindruck dieser Einspielung ab.
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3.0 von 5 Sternen Karajans Otello - legendär, aber nicht makellos, 23. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Otello (Gesamtaufnahme ital.) (Audio CD)
Eine zu Recht berühmte Aufnahme, die jedoch der beinahe gleichzeitig entstandenen Serafin-Aufnahme mit Jon Vickers, Leonie Rysanek und Tito Gobbi nicht ganz das Wasser reichen kann.

Die Wiener Philharmoniker spielen die schwierige Musik unfassbar gut und vor allem präziser als Serafins Römisches Opernorchester. Karajan gibt der Partitur einen wesentlich schärferen, dramatischeren Zuschnitt als sein italienischer Kollege. Auch ist die Aufnahmetechnik der Decca der Konkurrenfirma (RCA) überlegen. Die Musik wirkt stereophoner, klarer, die Höhen und Tiefen besser ausbalanciert und das Remastering hat das Grundrauschen auf ein Minimum reduziert.
Trotzdem scheint mir nach mehrmaligem Hintereinanderhören und Vergleichen der beiden Produktionen Serafin den insgesamt doch überzeugenderen Ansatz zu wählen, indem er seine Spannung nicht durch Dynamisierung aufbaut wie Karajan, sondern durch langsames Aufbauen großer Bögen und konzentrierter Spannungsentladung. Insgesamt scheint mir Serafin die Partitur auch differenzierter zu durchleuchten (etwa im Duett Otello-Iago "Sì, per ciel").

Zu den Sängern: Karajan hat den großen Otello der Fünfziger und Sechziger Jahre für seine Produktion zur Verfügung: Mario del Monaco. Dessen stimmliche Wucht ist zwar nicht mehr ganz so überrumpelnd und animalisch wie in der Erede-Produktion einige Jahre zuvor, dafür weiß der Sänger hier erstaunlich zu differenzieren. Das Liebesduett mit Desdemona am Ende des 1. Aktes klingt wirklich zart, was insofern überrascht, als man lyrische Töne von del Monaco sonst nicht gewohnt ist. Neben der Tosca unter Molinari-Pradelli ist dies meines Erachtens del Monacos beste Aufnahme. Trotzdem überzeugt mich Vickers in seiner Gebrochenheit und depressiven Verzweiflung viel mehr. Sein Otello ist ein wahrhaft shakespearscher Held voller Widersprüche und echter Emotionen, während del Monacos Leid eher äußerlich und aufgesetzt wirkt.
Renata Tebaldi singt die Desdemona unvergleichlich zart, lyrisch, zerbrechlich und doch außerordentlich stimmsicher. Dass Leonie Rysanek oder auch Renata Scotto und später Renée Fleming die Partie charaktervoller und akzentuierter präsentieren, kann man Tebaldi nicht vorwerfen, sie war eben keine dramatische Sopranistin.
Das große Manko der Aufnahme ist jedoch der Sänger des Iago, Aldo Protti. Schon unter Erede vergröberte der Sänger den intriganten Fähnrich zu einer Karikatur. Unter Karajan singt er zwar ein wenig nuancierter, bleibt jedoch weit hinter dem unglaublich intelligent agierenden Tito Gobbi meilenweit zurück. Karajan selbst soll mit Protti außerordentlich unglücklich gewesen sein, hatte er doch ursprünglich Ettore Bastianini engagiert, der jedoch an der Rolle scheiterte und kurzfristig ersetzt werden musste.

Insgesamt eine lohnende Aufnahme, die jedoch nicht restlos überzeugen kann.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Diamant, 10. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Otello (Gesamtaufnahme ital.) (Audio CD)
Was waren das für Zeiten. Renata Tebaldi, Mario del Monaco, Aldo Protti und Herbert von Karajan waren angekündigt und der "Othello" in der Wiener Staatsoper schon Wochen vorher ausverkauft. Dieses Quartett erhielt "standing ovations" wie man sie heute kaum mehr kennt. Wie gut, dass es heute wenigstens noch diese Aufnahme gibt, die für mich nach wie vor zu den Besten gehört. Ein emotionsgeladener Othello, eine verzweifelte, innerlich erschütterte, verzweifelte Desdemona, ein diabolischer Jago, ein erstklassiger Chor und die grandios aufspielenden Wiener Philharmoniker unter der Leitung eines überragenden Dirigenten - Herz, was willst du mehr? Eine Sternstunde der Musik - aufgenommen in den mittlerweile abgebrannten Wiener Sofiensälen - die wir nicht zuletzt dem genialen Produzenten John Culshaw zu verdanken haben. Dieser Othello ist einfach mitreissend, er geht unter die Haut. Fazit: Kaufen, so lange es diese CD-Box noch gibt! Denn wer weiss, was den heutigen Machern bei den Tonträgerfirmen noch alles einfällt. Die sind bestimmt im Stande, auch solche Produktionen kurzer Hand zu streichen.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Othello der Spitzenklasse, 14. Dezember 2006
Von 
Wilhelm Kaiser "Alexander" (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Otello (Gesamtaufnahme ital.) (Audio CD)
Von dem letzten Werk Falstaff abgesehen, ist Othello das größte Meisterwerk von Giuseppe Verdi, vereinigt sich darin doch ein reichhaltiger Erfahrungsschatz ebenso wie eine neuartige Konzeption, für die das Opernschaffen von Richard Wagner sicher nicht ohne gewissen Einfluss war, auch wenn außer Frage steht, dass Giuseppe Verdi sich nur von eigenem Gedankengut und eigener Inspiration leiten ließ. Das Liebesduett im ersten Akt ist das schönste der italienischen Opernliteratur überhaupt.

Renata Tebaldi und Mario del Monaco setzen mit ihren klangvollen Stimmen vorbildliche Maßstäbe, indem sie alle Fassetten des Dramas mit vollendetem Ausdruck erfassen. Ihre packende Rollengestaltung überzeugt in allen Details. Die Aufnahme ist in ihrer Glanzzeit entstanden, in der sie als Operntraumpaar gegolten hatten. In einem Interview hatte Renata Tebaldi die Otello-Abende mit Mario del Monaco als die Höhepunkte ihrer Laufbahn bezeichnet. Mit der leichten Kühle ihrer Engelsstimme und der beseelten Wärme des Ausdrucks auch im Temperament durchdringt sie die Rollendeutung der Desdemona wie keine andere.

In einem Artikel in ZEIT-ONLINE vom 5.1.2005 stellte der Autor und Sängerkritiker Jürgen Kesting seinen Artikel über Renata Tebaldi unter den Titel: „Die zweite Nummer eins“ wobei der Untertitel bezeichnenderweise lautete: „Stets sang die Sopranistin Renata Tebaldi gegen Maria Callas an – die andere schönste Stimme ihres Jahrhunderts“. Es muss dazu aber hier angemerkt werden, dass das Repertoire der beiden Rivalinnen nicht vollauf kongruent gewesen ist und beide unterschiedliche Stilrichtungen verfolgten. So wurde meines Wissens die Partie der Desdemona niemals von Maria Callas verkörpert. Renata Tebaldi beherrschte die Technik der Klangeinheit, mittels der sie zu bruchlosem Registerwechsel wie auch in der Lage war, in der Höhe auf den Einsatz der Kopfstimme zu verzichten. Sie war damit auch die ideale Partnerin von Mario del Monaco, der sich dank seiner blendenden Gesangstechnik über drei Jahrzehnte hinweg durch pausenlosen Einsatz nicht geschont hat und bis zuletzt großartige Triumphe feierte.

Mario del Monaco war der vor allem als Othello weltweit gefeierte Opernheld. Er verfügte über eine große Stimme, die über eine enorme und breite Tragfähigkeit verfügte. Soweit ihm von einem bestimmten Teil der Kritik eine ungenügende Nuancierung vorgeworfen wird, halte ich das für ungerecht und falsch. Eine solche große Stimme auf Mikrophon zu bannen, ist technisch schwierig. Seine stimmlichen Entladungen beschränken sich nur auf entsprechend exponierte Stellen. Auch in den hochdramatischen Momenten, den Szenarien zwischen Enttäuschung und hassvoller Wut bis hin zur Verzweiflung, vermag Mario del Monaco Spannung zu erzeugen, die wie elektrisch geladen erscheint.

Selbst beim Zusammenbruch als Othello verlässt Mario del Monaco bei den Rezitativen nicht den Boden sängerischer Ausdrucksmittel, ohne die Stimme selbst brüchig erscheinen zu lassen. Das unterscheidet ihn z.B. wesentlich von Jon Vickers, der mich weder als Othello noch als andere Opernfigur zu überzeugen oder gar zu begeistern vermag. Er wirkt doch recht rustikal und stimmtechnisch ungelenk, bei dem im Großen und Ganzen auch der farbliche Glanz vermisst werden muss. Von dem im übernächsten Absatz genannten sinnlichen Wirkungen kann kaum die Rede sein.

Gegenüber teils unberechtigten Angriffen von anderer Seite, die das Sprichwort „viel Fein viel Ehr“ zu bestätigen scheinen, möchte ich Tito Gobbi aus seiner Autobiographie „Mein Leben“ wie folgt zitieren: „Del Monaco wurde der feinste Othello meiner Generation“. Wie Tito Gobbi, der ebenfalls neben Mario del Monaco den Jago gesungen hatte, gehört auch Aldo Protti zur ewigen Weltspitze im Baritonfach. Zwar mag er dem abgrundtiefen Bösen des Jago einen nicht ganz so scharf akzentuierten Ausdruck wie Tito Gobbi zu verleihen, aber auch er entschädigt mit großer Stimme und keiner geringeren Überzeugungskraft seine Deutung der Figur des Jago.

Trotz erheblichen Widerstrebens aus Gründen, von deren Darlegung ich hierbei absehe, möchte ich noch auf folgendes Zitat aus dem Buch von Jürgen Kesting "Die großen Sänger des 20. Jahrhunderts" verweisen: "Es ist kein Zweifel, dass Del Monacos stählerner Bronzeklang auch heute noch zu beeindrucken vermag. Wer das bestreitet, leugnet die sinnliche Wirkung, die von solch einer virilen Stimme ausgehen kann. Seine Otello-Aufnahmen zeigen dies immer noch eindrucksvoll“…….

Nicht zuletzt haben Herbert von Karajan samt Wiener Philharmoniker wie auch Wiener Kinderchor und Wiener Staatsopernchor ein dickes Lob verdient. Opulentes und dynamisches Musizieren in den dramatischen Zuspitzungen vermitteln ebenso elektrisierende Hochspannung wie schönste Klänge beim Pianissimo bei straffer Tempogestaltung herrlich farbenreiche Stimmungen erzeugen, so dass der Hörer eine packende Atmosphäre in allen Belangen erlebt. Alle Mitwirkenden bestätigen, dass es sich bei Othello um das am besten durchkomponierte, reifste Werk von Giuseppe Verdi handelt. Die Klangbalancen sind vorzüglich gelungen, wie überhaupt auch die Aufnahmetechnik denkbar beste Arbeit geleistet hat, indem lebendige Bühnenwirklichkeit suggeriert wird, wonach sich die Mitwirkenden frei auf der Bühne zu bewegen scheinen. Dynamik in Tiefe und Breite des Geschehens bei klug gewählten Mikrophonabständen und satter Klangfülle, in der alle Stimmen voll zur Geltung kommen. Dank exzellenter Leistung aller Beteiligten ist ein lebendige Jahrhundertaufnahme entstanden.
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6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grosse Namen halten nicht immer, was sie versprechen ..., 24. Juni 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Otello (Gesamtaufnahme ital.) (Audio CD)
Einige Jahre vor dieser Stereo-Einspielung hatte die Decca diese Oper mit denselben Hauptdarstellern aufgenommen, unter Alberto Erede, aber nur in Mono. Del Monaco in grosser Form, Tebaldi engelhaft. Zu Monaco mag man jeder stehen wie er will, mir ist Vickers lieber, weil er in Stimme und Ausdruck vielschichtiger ist. Dass bei Karajan, nach Erede, leider wieder Aldo Protti als Jago herangezogen wurde, ist eine alte Geschichte, vielfach nachzulesen: Bastianini war wohl vorgesehen, kam aber recht unvorbereitet zu den Probem und Karajan, obwohl ihm sonst wohlgesonnen, ersetzte ihn. Est ist Schade, dass Karajan, nicht wie in seiner Tosca-Aufnahme aus der gleichen Zeit, Giuseppe Taddei als Jago gewinnen konnte. Das mag vertragsrechtliche Gruende haben, denn Taddei hatte einige Jahre zuvor den Jago fuer die Cetra eingespielt, in einem Ensemble, das er weit ueberragte.
Kurzgesagt, wer absolut Karajans Version haben will, sollte diese nehmen, aber sonst ist Serafins zur selben Zeit entstandene Aufnahme mit Vickers, Rysanek und Gobbi viel viel interessanter,
und hitziger !
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