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am 25. März 2001
Guckt man im Internet unter Rene Leibowitz nach, so erfährt man insgesamt wenig: Ein polnisch-stämmiger Komponist und Dirigent, der jedoch offenbar nie die Anerkennung bekommen hat, die er vielleicht verdient hätte. Immer wieder taucht jedoch der Name Beethoven im Zusammenhang mit dem Künstler auf. Im Jahre 1961 nahm er mit dem Royal Philharmonic Orchestra alle 9 Sinfonien Beethovens auf. Die Einspielungen galten unter Kennern lange Zeit als Meilensteine der Beethoven-Interpretation. Hört man sich die beiden Sinfonien auf dieser CD an, so kommt die Vierte nicht sonderlich revolutionär daher. Es ist keine Tour de Force alla Gardiner, eher findet man die Glut eines Carlos Kleiber und das Drängen eines Nikolaus Harnoncourt. Eine ausgeglichene, schöne Interpretation mit dem von der Firma Chesky hervorragend herübergerettetem Sound. Die absolute Krönung ist dann aber die 7. Sinfonie, die wie aus einem Guss ist. Hier werden Melodielinien ausgespielt, die in anderen Aufnahmen nicht zu hören sind. Phantastisch der entfesselte letzte Satz. Das Orchester ist hier sicherlich über sich hinausgewachsen. Alles in allem eine zu empfehlende Plattem, die nochmals andere Seiten an zwei "Schlachtrössern" der Klassik entdecken lässt.
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TOP 500 REZENSENTam 5. Dezember 2009
Als Anfang der 1960er Jahre die Beethoven-Aufnahmen des polnischen Dirigenten und Musikwissenschaftlers René Leibowitz erstmals erschienen, wurden sie von der Fachkritik fast als Sensation gefeiert, doch eine richtige Breitenwirkung haben sie leider nie erfahren. Die Erstveröffentlichung erfolgte in Deutschland über den Verlag DAS BESTE, so dass sie im normalen Handel gar nicht erhältlich waren. Schon nach relativ kurzer Zeit verschwanden sie sang- und klanglos vom Markt und waren über viele Jahre vergriffen. In den späten 1970er Jahren wagte ein Münchner Verlag eine Neuauflage, aber auch dieser war kein dauerhafter Erfolg beschieden.
Was machte und macht diese Interpretationen so kostbar? Ganz einfach: René Leibowitz wagte es als erster namhafter Dirigent, die Metronomangaben des Komponisten ernstzunehmen und annäherungsweise zu verwirklichen. Er hielt sich dabei streng an Rudolf Kolischs Angaben, die im Jahr 1942 erstmals veröffentlicht wurden.
Aus der Gesamtausgabe werden hier vom amerikanischen Label CHESKY die Symphonien Nr. 4 und 7 wieder vorgelegt (auch die übrigen Symphonien gibt es als Einzelausgaben).
Auffällig sind in allen Sätzen die lebhaften Tempi und die Betonung der struktuellen Momente von Beethovens Musik. Besonders der Finalsatz der Siebenten wird zu einem großartigen Bacchanal, welches in keiner mir bekannten Aufnahme erreicht oder gar übertroffen wird.
Wer zur Zeit der Erstauflage noch Furtwänglers und Jochums Interpretationen im Ohr hatte, der musste befremdet sein und Zweifel anmelden. Leibowitz räumt mit der gängigen Beethoven-Tradition, die ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert hatte und den Komponisten als Titanen und Metaphysiker sah, gründlich auf. Er führt nüchterne, klare und schlanke Interpretationen vor, erlaubt sich wenige Rubati und legt das Gerüst der Werke schonungslos frei. Satzwiederholungen gibt es nur in ganz wenigen Fällen, womit die vorwärtsdrängende Vorgehensweise noch besonders betont wird.
Das von Sir Thomas Beecham im Jahr 1946 ins Leben gerufene Royal Philharmonic Orchestra geriet nach dem Tod seines Gründers (1961) in eine ernsthafte Existenzkrise, und so waren diese Leibowitz-Aufnahmen, die in den Jahren 1961/62 entstanden, auch Teil der versuchten und gelungenen Rettung dieses ausgezeichneten Klangkörpers. Leibowitz fordert die Musiker bis an die Grenze ihrer Artikulationsmöglichkeit, und es ist erstaunlich, wie glänzend das Orchester auf die Vorgaben des Dirigenten reagierte.
Nach erfolgter aufwendiger Restaurierung erklingen die alten Aufnahmen in durchsichtigem, rauscharmen Stereoton. Die Textbeilage ist gut, könnte aber ein wenig ausführlicher sein, zumal die CD preislich im oberen Segment angesiedelt ist.
11 Kommentar3 von 3 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Februar 2016
Mit der vorliegenden Veröffentlichung wird endlich die legendäre Interpretation der Beethoven-Symphonien unter der Leitung von Rene Leibowitz in sehr gutem und rauscharmem Remastering zugänglich gemacht.
Leibowitz beachtet im Wesentlichen Beethovens Metronomangaben und alle weiteren Anweisungen der Partituren.
Das Royal Philharmonic Orchestra bemüht sich redlich, den hohen (spieltechnischen) Anforderungen und den teilweise atemberaubenden Tempi gerecht zu werden. Die Musiker wachsen zuweilen über sich hinaus. Eine Offenbarung! Unbedingt kaufen!
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am 22. Dezember 2006
Leibowitz war jahrzehntelang ein Geheimtipp. Mal waren die Sinfonien erhältlich,mal nicht. Wenn man sie heute bewertet, muss man sich nicht im historischen Kontext würdigen, sondern im aktuellen. Anfang der sechziger Jahre waren diese Aufnahmen sicher eine Sensation. Ein schlanker Beethoven, sehr zügige Tempi, sehr druckvoll- man höre den dritten Satz der siebten. Das Orchester sicher an seine Grenze gebracht. Wie ist diese Leistung heute zu bewerten ? Sicher sind die Aufnahmen immer noch sehr gut anhörbar, aber eben nicht mehr so sensationell. Bei der siebten Sinfonie ist es ohnehin schwer, sich aus dem übermächtigen Schatten von Carlos Kleiber zu lösen. Und die vierte- das gibt es die sehr gute Interpretation von Norrington, aber auch Hogwood,Zinman,Brüggen und Gardiner schaffen es, bei den kleineren Sinfonien viel Dramatik zu entfalten, teilweise mit präziserem Spiel und ohne eine Anflug von Hetze, einfach durch Nachdruck und Geschwindigkeit. Wenn ich Leibowitz vergleiche mit der Aufnahme der dritten von Scherchen, swo würde ich letztere eine Sternstunde an Extase nennen, die Qualität fehlt Leibowitz. Deswegen sind diese Aufnahme wichtíge Zeugnisse und wer Leibowitz heute kauft, hat nach mehr als vierzig Jahren immer noch eine sehr gute Wiedergabe der Beethovensinfonien. Aber es gibt Alternativen.
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