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am 22. März 2006
Was hatte man als eingefleischter Duranie seit 1985 nicht alles durchmachen müssen: Besetzungsschwund und -wechsel verkraften, Flops wegstecken, blöde Kommentare anhören ("Was, die gibt's noch?"). In den frühen 90ern war Abschied von den 80ern angesagt, und Duran Duran gehörten für viele auf den Müllplatz der Musikgeschichte. Aber eine kleine eingeschworene Fangemeinde hielt die DD-Flagge hoch, pilgerte nach London und campierte vor den Häusern der verbliebenen vier Musiker, kreischte und fotografierte dort und informierte den Rest der Interessierten (z.B. mich) weltweit über Fort- und Rückschritte des heißersehnten Albums. Und das noch ganz ohne Internet! 1992 wurde zur Durststrecke, aber dann ging es los: "Ordinary World", die Vorabsingle, wurde von bösen US-Radiostationen verfrüht auf die Reise geschickt, das Interesse wuchs, und als es endlich die Single in den Läden gab, schoss diese auch sogleich in die US- und UK-Top Ten. In Deutschland reichte es immerhin zu einem 16. Platz und diversen Primetime-Auftritten im TV.
Duran Duran ließen es dennoch ruhig angehen und spielten "acoustic evenings" in kleineren Clubs - "unplugged" war das Zauberwort der Zeit. "Ordinary World" wurde zum Radiosuperhit und mit zur erfolgreichsten Single der Band überhaupt. Die zweite Singleauskopplung, das wunderschön fließende "Come Undone", schaffte es im Fahrwasser des ersten Hits weltweit nochmal in Top Ten-Bereiche. Im Sommer dann kam die Welttournee, aber schon die dritte Single "Too Much Information", die im Video die aufwändige Bühnendeko präsentiert, stagnierte auf mittleren Plätzen, und mit den Stimmbandrissen des Sängers musste die Tour auf halbem Wege ausgesetzt werden, so dass der zweite Höhenflug von Duran Duran nicht lange anhielt. Soviel zum Hintergrund des "Wedding Albums".
Nun aber zu den Songs.
1) Los geht es mit dem Kracher "Too Much Information", einer Art Abrechnung mit der allgegenwärtigen Medienwelt: "I hate to bite the hand that feeds me (so much information)" heißt es da zu harten Synthieakkorden und kreischenden Gitarren. Eigentlich ein richtig geiler Song, der Hitstatus verdient hätte.
2) Das allseits bekannte "Ordinary World", von vielen aufgrund der Dauerdudelei im Radio inzwischen verschmäht, ist im Grunde ein verzweifeltes Lied über den (Drogen-)Tod eines Freundes, und die daraus entstehende Sehnsucht nach einer heilen Welt. Textlich war Simon Le Bon selten so prägnant wie hier, und Gitarrist Warren Cuccurullo steuerte dazu eine konkurrenzlose Ohrwurmmelodie bei: Hit, Hit, Hit!
3) "Love Voodoo", ein relaxter Song im damaligen Synthie-Soundgewand mit interessanten Vocalarrangements, handelt darüber, wo die Liebe (oder Lust) hinfällt und wie man da (nicht) wieder rauskommt. Sehr entspannt, fast reggaeartig.
4) Härter geht es im folgenden "Drowning Man" zur Sache: zu scharfen Dancebeats wird über den bösen "Uncle Sam" gesprechsungen - nicht so mein Fall, und meiner Meinung nach auch im Kontext des Albums etwas daneben. Vor allem nerven die billigen Pianostakkatos, die soo nach den frühen 90ern klingen!
5) "Shotgun" ist nicht einmal eine Minute lang und fliegt einem wie Pistolenkugeln um die Ohren. Seltsam, aber nicht ohne!
6) Dann tief eintauchen in "Come Undone", das erst in letzter Minute noch auf das Album kam. Ich habe dieses Lied stundenlang über Kopfhörer in mich aufgesogen, so hat es mich gefesselt: "Stay wilder than the wind and blow me in to cry...". Da störte mich auch nicht, dass ein Schulfreund meinte, die Background-Sängerin klänge wie Sandra! Hmmm.... zum Genießen!
7) Hiernach wird auf "Breath After Breath" gänzlich Duran-Neuland beschritten: mit dem brasilianischen Gitarristen und Songschreiber Milton Nascimento gibt es ein zweisprachiges Akustik-Duett über das Leben und den Tod. Übrigens wurde dazu auch ein wunderschönes Video gedreht.
8) "UMF" (i.e. Ultimate Mind F**k) ist textlich anzüglich ("A to Z/She's doin' it to my head/We don't need to go to bed"), musikalisch sehr funky (erinnert mich an Prince), und macht Spaß!
9) Das folgende "Femme Fatale", im Original von Velvet Underground, war ursprünglich für das damals bereits geplante Album mit Coverversionen gedacht (das schließlich 1995 als "Thank You" erschien) und fügt sich nun aber wunderbar in das "Wedding Album" ein. Für die Bridge gab es noch neue Lyrics, ansonsten ist es musikalisch eher zahm, aber wie ich finde sehr gekonnt umgesetzt.
10) "None Of The Above" erinnert mich mit dem treibenden Dancebeat sehr an z.B. Soul II Soul. Heutzutage klingen solche Zeitgeist-Sound-Adaptionen nur leicht angestaubt. Für die Single-Veröffentlichung (nur in Japan) gab es den stromlinienförmigeren Drizabone-Mix. Ich mag den Song vor allem wegen des quängelnden Gitarrensolos und der Absage an Lifestyle- und andere Götter ("Money, power, holy roads/Freedom puts my faith in none of the above").
11) "Shelter" kracht mit lautem Schlagzeug und Synthieakkorden aus der Anlage. Für mich etwas zu bemüht - dabei liest sich der Songtext eigentlich ganz nett!
12) "To Whom It My Concern" (a.k.a. "Mr. Bones") rechnet exemplarisch mit bösen Businessleuten ab, die viel versprechen, aber nur Geld verschlingen (und mit solchen hatten DD im Laufe ihrer Karriere ja genug zu tun). Dies ist wohl der am wenigsten gemochte Track der Fans, was ich nicht verstehen kann: Ich liebe den "Some people..."-Refrain, und die Wut wird so treffend artikuliert, dass sie spürbar wird. Auch zum Abreagieren geeignet!
13) Zuletzt kommt's mit "Sin Of The City" noch ganz dicke: Anhand eines Zeitungsberichts über ein Feuer in einem Nachtclub, bei dem aufgrund der mangelnden Sicherheitsvorkehrungen 89 Menschen starben, werden das Leben in der Großstadt und die vorherrschende Korruption angeklagt: "City living heavy trouble/City living rough/We are given angry heart/But anger's not enough". Zu einer kreischenden E-Gitarre wird "Stop killing your people now!" gefordert - und das in einem Duran Duran-Song, das muss man sich mal vorstellen; und dann noch anhören! Der Song gipfelt in einem tosenden Schluss, wonach nur noch die Flammen die übrigen Reste umzüngeln. Kaum zu glauben, welchen Weg die Band von "Her name is Rio and she dances on the sand" bis hierhin zurückgelegt hatte - inhaltlich wie musikalisch.
So. Kritiker warfen Duran Duran mit dem "Wedding Album" Richtungs- bzw. Orientierungslosigkeit vor. Ich würde es eher Vielfalt oder "Horizonterweiterung" nennen. Es ist vielschichtig und nicht eine Sekunde langweilig, und dennoch immer als Duran Duran erkennbar. Und das soll ihnen mal jemand nachmachen! Dazu gibt es (für wens interessiert) ein sehr schön und für jeden Song(-text) individuell gestaltetes Booklet.
Um nochmal auf den Anfang und den "eingefleischten Duranie" zurück zu kommen: 1993 war natürlich ein Triumph für diejenigen Fans, die den Glauben und die Hoffnung noch nicht aufgegeben hatten. Leider währte das ja nicht so lange, aber um sich zu erinnern hat man dieses schöne Album. Für alle zu spät gekommenen funktioniert das "Wedding Album" allerdings auch ohne Nostalgie - als wunderbares Popalbum.
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am 14. Januar 2003
Mit ihrem namenlosen Album (lt. Presse "The Wedding Album" getauft, doch eigentlich eine Anspielung auf ihr Debut-Album) meldeten sich DD '93 u. a. aufgrund des Smash-Hits "Ordinary World" eindrucksvoll zurück.
Nach "Notorious" (grandios, erwachsen und teils zu unrecht verschmäht) und dem erfolglosen "Big Thing" hat DD einen "Schritt zurück nach vorne" getan.
Der Opener "Too much information" öffnet aufgrund des Bombast-Sounds, der straffen Gitarrenriffs und rockigen Gangart gleich die Tür - weckt aber ggf. falsche Erwartungen, da der Song nur eine Facette ist. DD zeigt sich aber auch textlich von einer anderen Seite - so wird u. a. mit der Medienlandschaft und MTV verbal abgerechnet.
"Ordinary World" und "Come Undone" zeigen, warum sie sich hervorragend als Auskopplungen eignen. Zwar erinnern die Songs etwas nach "Save a prayer" ziegen sich DD jedoch melodiös und zu älteren Werken reifer. Für mich fast schon Evergreens, nach 10 Jahren immer noch absolut hörbar.
Das DD aber auch einfallsreicher geworden sind und sich von den 80igern gelöst haben, zeigen u. a. "Love Voodoo", "Drowning Man" oder "ShotGun": hier werden Stils von Edel-Pop bis Techno/Synthi sowie DrumBeats gemischt. Absolut DD-unlike, ungewöhnlich und doch interessant und gekonnt eingespielt. Auch Fans werden 4-5 Mal reinhören müssen, um sie (hoffentlich) zu mögen.
"Breath after Breath" hingegen verwöhnt die Ohren wieder mit einem klasse Guest (Milton Nascimento) und eingängigem Pop.
Mit "Sin of the city" zeigt sich die Band auch erstmals in ihren Texten ernsthafter und bilden mit dem Song einen gelungenen ruhigen Album-Abschluss.
Für mich eines der besten und abwechslungsreichsten Alben, welches ich auch heute noch oft laufen lasse.
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am 1. Mai 2008
1993 war das Jahr,indem ich DD neu für mich entdeckt habe.Bis 1986 war ich eingefleischter Duranie,war dann aber damals(heute nicht mehr!)von Notorious enttäuscht.
Als ich dann 1993 Ordanary World im Radio hörte,wußte ich sofort wer das ist und war sofort wieder Feuer und Flamme für meine neue alte Liebe DD.Was für ein Song und was für ein Album,13 Songs,die alles geben und den Mythos Duran Duran wieder neu entstehen lassen.Zwar mit neuer Besetzung(Roger und Andy waren ja weg),aber mit einem Gitarristen(Warren),den ich persönlich immer besser fand als Andy!Simon,Nick,John und Warren in Bestform,mit einem Album,das die schlechten Kritiken zum ersten mal verstummen ließ!Und in Too Much Information kriegen MTV und der Rest der Medien ordentlich ihr Fett weg!Geniales Album,mit 13 genialen Songs,von denen keiner wie Füllmaterial klingt.
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am 8. Mai 2012
Rund drei Jahre nach dem widersprüchlichen und vergleichsweise sehr erfolglosen "Liberty" erschien am 23. Februar 1993 das siebente Studio-Album von Duran Duran. Dabei verzögerte sich die Veröffentlichung um beinahe ein Jahr, da der bei der Plattenfirma für die Band Verantwortliche den Veröffentlichungsprozess nur halbherzig vorantrieb. Während der Wartezeit begannen bereits Arbeiten an fremdem Songmaterial, die zum 1995 veröffentlichen Cover-Album "Thank you" führen sollten. Früher als geplant, wurde im Dezember 1992 der Titel "Ordinary world" als Single in den USA veröffentlicht und kletterte dort bis auf Position 3 der Hitparade, was sowohl die Band als auch die Verantwortlichen der Plattenfirma positiv überraschte. In der Folge wurden die Anstrengungen forciert und zwischen Januar und März 1993 erschienen zunächst "Ordinary world", das Album selbst und die zweite Single "Come undone" weltweit. Dieser zweite nach dem Bandnamen betitelte Longplayer präsentierte sich gegenüber seinem Vorgänger wesentlich anders. Von längerer Laufzeit, größer in den stilistischen Unterschieden zwischen einzelnen Stücken und im Endeffekt sehr viel besser, brachte der von Fans als "Wedding-Album" betitelte Longplayer der Band ein kommerzielles Comeback mit erneuten Millionen-Verkäufen. Neben drei international veröffentlichten Singles wurden vier weitere Titel des Albums in den USA, Japan, Frankreich und Brasilien separat herausgebracht.

Der instrumentelle Stil des Albums weicht stark von seinen Vorgängern ab. Wie bereits bei "Liberty" spielen Gitarren eine große - entscheidende - Rolle, allerdings sind es hier keine harten Rifts, sondern weiche, filigrane Einlagen, die gekonnt mit Streichern, Synthies und Klavieren kombiniert werden. Resultat ist ein äußerst komplexes wie künstlerisch überaus anspruchsvolles Klangbild, das keinen Vergleich zu scheuen braucht. Der bisweilen geäußerte Vorwurf von Orientierungslosigkeit ist mir unverständlich - Künstler ohne Orientierung wären kaum in der Lage etwas derart gelungenes, bis ins kleinste Durchkonstruiertes zu schaffen.

Bereits die ersten Töne des Openers zeigen die instrumentelle Klasse. "Too much information" vereint eine schöne Melodie mit einer ausgefeilten Instrumentierung - Filigranität mit Rauhigkteit. Der Text ist eine sehr deutliche Abrechnung mit der Medienwelt und heute wohl noch aktueller als damals. Über das folgende "Ordinary world" braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Dennoch: eine wunderschöne Melodie, eine exzellente Instrumentierung, ein hervorragend agierender Le Bon, der einen überaus ergreifenden Text darbietet, der sowohl Depression als auch Hoffnung zelebriert. "Ordinary world" ist eine perfekte Vereinigung künstlerischen Anspruchs mit Eingängigkeit, die vollkommen zu Recht sehr erfolgreich war. Die Album-Version hat gegenüber der Single-Veröffentlichung ein längeres Intro und obwohl der Unterschied technisch nicht allzu groß ist, erscheint diese Version mir dennoch stark andersartig, weil sphärischer und beinahe episch.

Die folgenden Titel "Love voodoo" und "Drowning man" sind beide gelungen, fallen im Vergleich mit "Ordinary world" jedoch etwas ab. "Love voodoo" erscheint seinem Vorgänger instrumentell recht ähnlich, ist jedoch im Tempo stark gedrosselt und von seiner Stimmung andersartig. "Drowning man" zieht das Tempo deutlich an und betont die Elemente des Synthie-Pops und Dance. Obwohl Technik und Rhythmus vor der Melodik dominieren, ist es ein sehr atmosphärischer und interessanter Titel. Das folgende "Shotgun" fungiert als kurzes Zwischenspiel. Ungeachtet der geringen Laufzeit ist es instrumentell sehr ausgefeilt und schafft den notwendigen Abstand zwischen seinen Vorgängern und dem was jetzt kommt.

"Come undone" bricht vollkommen mit dem Vorangegangenen und führt in eine unendlich scheinende Dunkelheit. Ein beinahe unfassbar filigranes Gitarren-Intro führt in den Titel ein und wird im weiteren Verlauf durch ebenso komplexe Drums und Streicher ergänzt. Melodie und Stimmeneinsatz sind fantastisch. Resultat ist ein exzellenter, erhabener Song, der zum absolut Besten gehört, was die Band in ihrer langen Geschichte geschaffen hat. Die Wahl als Single-Auskoppelung war vollkommen richtig und das Video ist in seiner Machart und Ausdrucksstärke dem Titel würdig. An dieser Stelle: danke Warren Cuccurrullo! Es ist ein Vergnügen, den Titel in seine instrumentellen Teile zu zerlegen - gleich einem Mikroskop mit höchster Aufmerksamkeit dem Weg eines Instruments zu folgen, oder das erhabene Klangbild insgesamt auf sich einwirken zu lassen. Dieses Gitarrenspiel.......kann einzelne Noten für einen Moment zur ganzen Welt werden lassen.

Erneut folgt ein Bruch, der allerdings angemessen und notwendig ist, um "Come undone" von seinem Nachfolger abzukoppeln. Jedoch nicht, weil dieser in seiner Qualität zurückstünde. Im Gegenteil. "Breath after Breath" führt von der Dunkelheit ins Licht. Leicht lateinamerikanisch klingend und Melancholie mit Optimismus vereinend, scheint der Titel regelrecht dahinzuschweben. Etwas Derartiges ist mir von keinem anderen Album der Band in Erinnerung. Toll! Der enorme Kontrast zu "Come undone" - zwischen Dunkelheit und Licht - ist für sich bereits ein Kunstwerk.

Verglichen damit, fallen die drei Nachfolger etwas ab, obwohl sie alle gelungen sind. "UMF" hat eine ansprechende Melodie, ist instrumentell allerdings etwas weniger komplex als die Vorgänger und erscheint mir in seiner Gesamtheit als Zugeständnis an die stilistischen Eigenheiten der 1990-er Jahre. "Femme Fatal" ist demgegenüber deutlich atmosphärischer, Melodie und Instrumente schaffen einen sehr angenehmen, düster-warmen Titel. Demgegenüber ist "Home of the above" sehr viel aggressiver und kantiger. Das Tempo wird erhöht, die Instrumentierung deutlich rauer. Auch hier zeigen sich stilistische Zugeständnisse an die 90-er, dennoch bleiben diese gering genug, um die Qualität nicht leiden zu lassen.

Nun folgt ein weiteres Sahnestück. "Shelter" bildet in ganz besonderer Weise die instrumentelle Klasse des Albums ab. Schnell, rau, hart kantig. Die Instrumentierung ist außerordentlich ausgefeilt und kraftvoll, der stimmungstechnische Gegensatz zwischen Strophen und Refrain sehr groß - gleich der Dualität zwischen gespannter Ruhe und Explosion. Das Gesamtwerk ist äußerst gelungen, vereint perfekt erwachsene Reife und jugendliche Unbekümmertheit und ist "ultra-cool". "To whom it may concern" nimmt das Tempo heraus, bleibt jedoch genau so rau und kantig wie sein Vorgänger. Obwohl durch seine Qualität ein vollwertiger Teil des Albums und durch den sehr eindeutigen Text sehr gelungen, fungiert es gleichsam als Zwischenspiel, um den notwendigen Abstand zwischen "Shelter" und "Sin of the city" herzustellen. Dieses zieht zum Abschluss nochmals alle Register. Die große Länge kommt dem sehr entgegen. Die ersten rd. vier Minuten dienen vollkommen der Einführung, in der die Spannung stetig gesteigert, die Instrumentierung erweitert wird. Der opulente Höhepunkt dauert dann nur noch drei Minuten, wirkt jedoch viel länger, als die reale Laufzeit vermuten ließe. Hier werden alle Stärken des Albums - Melodik, Text, Instrumentierung und Stimmenarbeit - in konzentrierter Form rekapituliert und zu einem würdigen Abschluss gebracht. Erhaben!!

Das "Wedding"-Album markierte eine bedeutende Phase im Schaffen der Band. Zunächst die Fortsetzung des bereits mit dem Vorgänger eingeschlagenen Weges zum Rock, zugleich eine angemessene Rückmeldung auf der Weltbühne. Auch ist es eines der wenigen Alben, das der Band sowohl kommerziellen Erfolg als auch Anerkennung eines bedeutenden Teils der Kritiker einbrachte. Es ist sehr bedauerlich, dass der Weg mit den Nachfolgern nicht fortgesetzt werden konnte, obwohl sie in ihrer künstlerischen Qualität dem vorliegenden Werk in nichts nachstehen. Was bleibt ist ein hervorragendes Album, das ungeachtet gewisser stilistischer Zugeständnisse an die seinerzeit bestehende musikalische Realität originär ist und einen bleibenden Platz in der Geschichte der sog. "modernen" Musik haben sollte.
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am 19. Oktober 2001
"The Wedding Album", wie es ursprünglich heissen sollte, ist für mich das bisher beste Duran Duran-Album. Darauf enthalten ist nicht nur der Comeback-Hit "Ordinary world", sondern auch weitere Kracher wie "Come undone", "Too much information", "Shelter" und und und. Jeder der Songs ist hörenswert und keiner gleicht dem anderen, wie es bei vielen Alben nun mal ist. Ich hoffe, dass Duran Duran mit ihrem nächsten bereits in Produktion befindlichen Album wieder das Niveau des Wedding Albums erreichen. Denn die letzten Alben waren ja eher durchwachsen. Also Jungs, lasst es wieder krachen!!!
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am 10. April 2014
Die CD ist pünktlich angekommen, das Album war eingeschweisst. Ich würde immer wieder dort einkaufen, deshalb habe ich die hohe Bewertung geschrieben.
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am 24. März 2016
Nachdem eine CD der Sonne zum Opfer fiel, musste eine neue her! Ich könnte die Songs jeden Tag hören: richtig laut!
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am 12. September 2002
Es hätte so schön sein können. Die Single-Auskopplungen "Ordinary World" und "Come undone" sind großartige Stücke und der Anlass, aus dem ich die CD kaufte. Leider waren alle anderen Songs eine herbe Enttäuschung. Das kann Duran Duran bedeutend besser. Daher vor Kauf dieses Albums genau reinhören und nicht von den Hits blenden lassen !
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am 27. September 2005
Bin 42 und habe Duran Duran und Arcadia neu für mich entdeckt. Gestern erstand ich das sogenannte "Wedding Album" und habe selten so fantastische Musik gehört. Und was bei anderen Künstlern eher selten ist, jeder Titel (ausgenommen Shutgun) ein absolutes Highlight. Die musikalische Vielfalt dieser Band ist grandios und macht süchtig nach mehr. Wer diese Musik gehört hat merkt, was für Schrott täglich im Radio rauf und runter läuft!
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am 16. November 2010
Experimente schön und gut, innovative Sounds auch gut, aber wenn die Songs auf der Strecke bleiben, was dann??? Duran Duran haben ein Luxusproblem: Sie sind schick, sie sind gut, sie sind kreativ, aber sie haben zu wenig Ohrwürmer auf ihren jeweiligen Alben. Da hilft auch kein "Ordinary World" oder "Too much information" alleine.
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