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am 18. April 2005
Mit dieser Platte haben die Fab Four zum letzten Male ein wahres Kunststück vollbracht. Schon der Einstieg mit Lennon's "Come together" macht einen erfrischenden Auftakt. Harrisons Kompositionen "Something" und "Here comes the sun" stellen einen Höhepunkt in der Karriere der Beatles ebenso wie Harrisons als Einzelperson. Das auch kurze Stücke ihren Reiz haben, zeigen die in einander übergehenden Titel "You Never Give Me Your Money", "Sun King", "Mean Mr. Mustard" und "Polythene Pam". "Golden Slumbers" und "Carry that Weight" runden die LP ideal ab.
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am 28. April 2007
Um es gleich vorweg zu sagen, etwas absolut bahnbrechendes oder revolutionäres wie auf "Revolver" und "SGT.Peppers", wird der aufmerksame Zuhörer auf diesen letzten Studioaufnahmen der Fab4 nicht vorfinden. Selbstverständlich kann dieses Album auch den coolen Charme des Weißen Albums nicht toppen.

Was den gerade auseinanderbrechenden Beatles jedoch auf eindrucksvolle Weise gelang, war einen wirklich souveränen Klassiker zu erschaffen, der heute noch durch seine Harmonie und Perfektion zu überzeugen weiß und darüberhinaus so manches Highlight enthällt.

Es hatte wohl nach dem "Let it be"-Desaster niemand mehr damit gerechnet, dass sich die Band noch ein letztes Mal zusammenraufen würde, um gemeinsam mit George Martin, dieses letzte Album aufzunehmen. Glücklicherweise ließ sich George Martin zur Produktion des neuen Albums überreden, obwohl er mit den Aufnahmen vom "Weißen Album" und von "Let it be" mehr als unzufrieden gewesen war. Auf "Abbey Road" durfte Martin endlich wieder, wie auf den früheren Erfolgsalben seine bewährte Produktionsweise einbringen, was man an den perfekten und stimmigen Arrangements und an der Qualität der Aufnahmen sofort heraushören kann. Er sollte es nicht bereut haben, denn nach seinen eigenen Aussagen wurde diese letzte Produktion sogar sein Beatles-Lieblingsalbum !

Die A-Seite der urprünglichen LP enthielt 6 Songs unterschiedlichster Stilrichtungen von denen Lennons "Come together" und Harrisons "Something" natürlich besonders herausragen. Mit seinem zweiten selbstgeschriebenen Lied, dem kindlich fröhlichen "Octopuss garden", gelang es Ringo endlich noch einen guten Song abzuliefern, der sogar auf das spätere "Blaue Album" gebracht wurde.

Paul ist mit dem boshaften "Maxwells Silver Hammer" und dem leidenschaftlich vorgetragenen "Oh! Darling" vertreten, beides sind typische Macca-Kompositionen die ganz nett anzuhören sind. Den Ausklang der A-Seite bildete damals das überlange rockige "I want you" von John, in dem er seinen damaligen Gemütszustand völlig kompromislos herausschreien konnte.

George''s zweites absolutes Glanzstück "Here comes the sun" eröffnete die B-Seite, dem das klassisch angehauchte "Because" von John folgt. Dieses Stück beeindruckt noch heute durch seine zauberhaften Gesangsharmonien.

Nach beiden Songs folgt das grandiose Medley, bei dem es gelang bruchstückhafte und unvollendete Einzelsongs von John und Paul zu einem harmonischen und stimmigen Ganzen zusammenzufügen. Die Konzeption des Medleys haben wir hauptsächlich McCartney zu verdanken, der hier gemeinsam mit George Martin großartige Arbeit geleistet hat. Besonders schöne Momente darin sind für mich "Sun King", "You never give me your money", "Golden Slumbers" sowie Pauls ergreifende Schlusshymne "The End". Kaum zu glauben, dass dieses schöne Medley nur aus der Not heraus geboren wurde, um das vorhandene Songmaterial doch noch auf dem Album verarbeiten zu können.

Weiterhin sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Ringo Starr auf "Abbey Road" zu wahrer Höchstform auflief und mit seinem sensiblen und doch äußerst druckvollen Drumming eine absolute Spitzenleistung abgeliefert hat. Da ihn die anderen Beatles dazu überedeten, gab Ringo sogar sein erstes und einzigstes Drumm-Solo für die Band zum Besten. (Ringo wurde völlig zu unrecht unterschätzt !)

Mit dem überragenden "Something" wählte man als weiteres Novum erstmals einen Harrison-Song als Singleauskopplung aus, was eindrucksvoll unterstreicht, dass aus George ein gereifter Songwriter geworden war.

Ursprünglich sollte das Album "Everest" heißen, wegen der gleichnamigen bevorzugten Zigarettenmarke (mit einer Bergsilhouette auf der Verpackung) von Toningenieur Geoff Emerick. Man erwägte deshalb, dass die Beatles zum Himalayagebirge reisen sollten, um dort die Fotos für das Cover zu schießen. Doch diese aufwendige Idee wurde wieder verworfen und so begnügte man sich schlussendlich mit einem Foto, das die Band bei ihrer berühmten Überquerung der "Abbey Road" zeigt und nannte das Album einfach so wie die Straße in der sich das Musikstudio befand. Eine gute Wahl, denn dieses Cover wurde schließlich absoluter Kult und ist mittlerweile unzählige Male kopiert worden. Daran mögen all die "Paul is dead"-Gerüchte, die damals in Verbindung mit dem Foto enstanden sind, einen nicht unerheblichen Anteil haben.

Kurzum "Abbey Road" ist ein Album das Geschichte schrieb. Es besitzt eine legendäre Verpackung, viele gute Einzelsongs sowie das überragende Abbey-Road-Medley der B-Seite, das dieses Album wie aus einem Guß wirken läßt. Völlig unbeeindruckt von den musikalischen Veränderungen der vergangenen 39 Jahre wirkt dieser Klassiker noch heute frisch und inspiriert. Dieser Longplayer ist für Musikliebhaber ein absolutes Muss und kann auch Neulingen nur ans Herz gelegt werden !!
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Auf ABBEY ROAD präsentieren sich die Beatles als zerstrittene Einheit. Wie auch schon beim "weißen Album" hat jeder SEINE Beiträge abgeliefert - und trotzdem funktioniert die Platte - ein wenig überraschend vielleicht - auch als Konzeptalbum sehr gut.

Ein letztes Mal gemeinsam die Straße überqueren... Dann sollte die Zeit des fruchtbaren Miteinander aber endgültig zu Ende gehen. Ein Plattencover, das Bände spricht. Es ist nicht minder legendär als die CD selbst!
Höhepunkte sind - wie eigentlich auf allen Alben der einstigen Pilzköpfe - gleich mehrere zu finden, wobei ich hierbei allen voran Mr. Harrisons Beiträge hervorheben möchte. Das wunderbar melancholische "Something" und das unwiderstehliche "Here Comes The Sun" sind meiner Meinung nach zwei der schönsten Beatles-Nummern überhaupt! Auch der Startschuss mit "Come Together" ist ein Highlight und vielleicht sogar die ausgereifteste Komposition, die Lennon während seiner Beatles-Zeit beigetragen hat. Es zeigt, dass sich die Band - trotz (oder gerade wegen) interner Differenzen - weiterentwickeln konnte und gereift ist!
Überhaupt finde ich persönlich die 2. Beatles-Dekade nach SGT. PEPPERS (auch, wenn ich gerade diese Scheibe für ziemlich überbewertet halte) 1967 interessanter als die früheren Jahre, auch, wenn die Briten nun nicht mehr 5 Hit-Singles (und mehr!) pro Jahr ablieferten. Irgendwie merkt man doch auch an der Zusammenstellung der späteren Alben, dass die Band "gewachsen" ist. Insbesondere eben - so würde ich meinen - hier, auf ABBEY ROAD, das vielleicht keinen revolutionären Wendepunkt in der Bandbiographie markiert, aber als leicht melancholisch-zynisches (bitte nicht falsch verstehen) Adieu verstanden werden kann (wenn man es will).

Fazit: ABBEY ROAD halte ich neben THE BEATLES (dem "weißen Album" halt) für das interessanteste und gelungenste Gesamtwerk der legendären Fab Four!

Prädikat: LEGENDÄR SCHÖN - SCHÖN LEGENDÄR. Ohne Zweifel ein Klassiker der jüngeren Musikgeschichte!
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am 16. April 2009
Nach dem katastrophalen Versuch, in den Londoner Twickenham Studios neue Songs einzuspielen und sich dabei durchgängig filmen zu lassen, um das neue Album letztendlich auch noch zur Gänze live aufzuführen und als Live-LP zu veröffentlichen, schien das Ende der größten Band aller Zeiten besiegelt. Interne Streitereien nahmen überhand, Uneinigkeiten über die künstlerische Ausrichtung wurden unüberwindbar und große Motivationsprobleme in Sachen öffentlicher Aufmerksamkeit und dem Leben in der Band, vor allem seitens der spirituell interessierten John Lennon und George Harrison, ließen keine andere Schlussfolgerung mehr zu. Doch es geschehen noch Taten und Wunder: Nachdem das Twickenham-Projekt erstmal auf Eis gelegt wurde (um später unter dem Titel "Let It Be" noch als ganz manierliches, wenn auch ziemlich unausgegorenes Abschlussalbum zu erscheinen), rauften sich die Fab4 noch einmal zusammen und präsentierten schließlich das bestmögliche Abschiedsgeschenk, was sie ihren Fans hätten machen können: Abbey Road, ein Album wie aus einem Guss, voller hitverdächtiger Melodien, aber auch und vor allem voller neuartiger, herausfordernder Song-Strukturen und interessanter Arrangements - eine Platte voller Inspiration und Harmonie; einfach der würdige Abschluss des größten popularmusikalischen Phänomens überhaupt.
Schon die berühmten Anfangssequenzen des leicht jazzig angehauchten Klassikers "Come together" weisen zum Auftakt die Richtung, bevor mit George Harrisons "Something" der vielleicht schönste Lovesong der Rockgeschichte erklingt, gespickt mit Harrisons gefühlvollen Gitarrenriffs, seiner butterweichen Stimme und satten Streichern - legendär. Weniger emotionsgeladen, dafür aber ebenso melodiös und eher amüsant geht es in der Folge bei McCartney Popnummer "Maxwell's Silver Hammer" sowie seinem genialen 6/8-Kracher "Oh Darling!" daher. Daraufhin darf auch Ringo Starr mal als Songwriter ran: Sein "Octopus' Garden" kommt eher als banales Popliedlein daher, das sich allerdings schnell und effizient im Gehör des Rezipienten festsetzt und da auch nicht mehr heraus möchte. Einen starken Kontrast dazu bildet der Geheimtipp dieser Platte: Mit "I want you! (She's so heavy!)" bietet John Lennon unter Zusammenarbeit mit dem Keyboarder Billy Preston alles auf, was er hat: Leidenschaft, Melodiegespür, einfach Genialität in Sachen herausforderndes Songwriting. Diese 7 Minuten-Nummer hat einfach alles - ein Hochgenuss für anspruchsvolle Musikgenießer. Wiederum eine totale Wendung um 180 Grad stellt Harrisons darauf folgendes "Here comes the sun" mit seinem berühmten zuckersüßen Gitarrenintro sowie seinen eher seichten Melodielinien und Textzeilen dar. Ein Welthit, zu dem man weiter nichts hinzufügen muss. Was nun folgt, ist eine Serie zusammenhängender Tracks, die Lennon und McCartney so ziemlich im Wechsel beisteueren und zu einem hochinteressanten Ganzen zusammenbringen: Zunächst erklingt das fast als Choral in Erscheinung tretende "Because"; mit "You never give me your money" geht es dann ebenso schwungvoll wie McCartney-mäßig melodiös weiter, bevor das meditativ daherkommende "Sun King" für Entspannung sorgt und zu zwei weiteren, eher spaßig anmutenden Lennon-Nummern, nämlich "Mean Mr. Mustard" und "Polythene Pam" überleitet. Was nun noch folgt, ist eine Reihe von 5 McCartney-Tracks, bestehend aus dem schwungvollen "She came in through the Bathroom Window", den Schlafliedern "Golden Slumbers" und "Carry that Weight", sowie dem plakativ an diese Stelle gesetzten Rocker "The End", der in einem klugerweise nicht zu opulent angelegten orchestralen Finale kulminiert und das Album eigentlich schon abschließt, wenn sich da nicht noch das kurze Scherz-Lied "Her Majesty" einschleichen würde (vermutlich als poststrukturalistische Absicherung gegen jegliche Kitsch-Vorwürfe).
Insgesamt präsentiert sich "Abbey Road" als großartiges und herausforderndes Rock-Album, welches als geschlossenes Ganzes daherkommt und sich trotz der späteren Veröffentlichung des eher tristen "Let It Be" mit Recht als das ultimative Abschiedsgeschenk der Beatles an diese Welt, die sie und ihre Musik seit jeher mit so offenen Armen empfangen hat, gelten kann.
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am 29. September 2012
Diese Aufnahme habe ich als einfache LP aus der Erscheinungszeit, als digitalisierte LP und als CD. Jede hat ihren eigenen charme, allen gemein sind die hervorragenden Musikstücke.
Wie sagte Paul Mc Cartney: Ich kann garnicht gauben, dass ich dieser Truppe angehört habe - die machten wirklich eine tolle Musik.
Wer will diesem Urteil noch wiedersprechen!
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am 22. Mai 2007
Tatsächlich hatte man den Beatles Abbey Road als Abschluß ihres Schaffens, aufgenommen nach dem LP-Nachfolger 'Let It Be' nicht mehr zugetraut. Und vielleicht gerade deshalb verbreitet das aus Einzelnummern bestehende Album eine Stimmung, die so aus einem Guss ist, dass mich Abbey Road schon immer wie ein Konzeptalbum anmutete. Die Unbeschwertheit der Anfangsjahre ist verflogen. Erwartungen, Abhängigkeiten drücken auf die Fab Four und jeder meint, es gehe zusammen nicht mehr und jedenfalls alleine besser. Sie wollens noch einmal wissen, nehmen den Sarkasmus Johns in Kauf und unterwerfen sich Pauls Diktat. George ist froh, seine Nummern unterzubringen. Und siehe da: Es entsteht Popmusic at its Best. Zwingend und treibend 'Come Together', Oh Darling' oder 'I Want You'; als Weltkulturgut konzipiert 'Something' und 'Here Comes The Sun'; british easygoing 'Maxwells Silver Hammer' und 'Octopuss Garden'. Ganz unterschiedliche Musik und doch aus einem Guss, ganz Beatles und doch anders als alles vorher einschließlich 'Srgt. Pepper' und dem 'White Album'. Auf jeden Fall eines, wenn nicht das beste Album der Beatles.
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am 6. Juli 2011
Vorliegendes Album war das im Prinzip letzte Studioalbum mit Neuaufnahmen der Beatles. Die Auflösung der Band zeichnete sich bereits ab.
Nichtsdestotrotz schufen die Beatles mit diesem Album noch einmal etliche Meisterwerke der Popmusikgeschichte. Dabei wirkten alle 4 Beatles als Songwriter mit, was das ALbum auch sehr abwechslungsreich macht.
Es ist eines der besten ALben der Band. Es kommt Einem fast so vor, als ob die Beatles zum krönenden Abschluss nochmal alle Ihre bisherigen Scheiben übertreffen wollten (ob ihnen das wirklich gelungen ist, soll jeder selber entscheiden!).
Auch wenn die Beatles nach diesem Album auseinandergingen, so hatte das Album doch nochmal sehr innovativen Charakter, das die nachfolgende Generation von Rockmusikern noch einmal bis weit in die 80er- Jahre hinein stellenweise sehr beeinflussen sollte.
Die Songs weisen verschiedene Stile auf.
Man merkt schon bei dieser Platte, in welche Richtung der Weg der einzelnen Bandmember gehen wird: Harrison wird mit seinen innovativen Gitarren- Ohrwürmern den mit Abstand größten Erfolg der einzelnen Beatles nach deren Auflösung haben; Lennon wird nach seinem großen Song "Come together" vor allem dem Rock and Roll verpflichtet bleiben, aber nicht mehr an den Erfolg dieses Songs zu Lebzeiten anknüpfen können; Paul McCartney enttäuscht seine Fans dann am meisten; ohne die Bealtes scheint ihm wirklich vieles an Inspiration zu fehlen; für ihn war die Auflösung der Band am nachteilhaftesten dieser führenden 3 Beatles; Ringo Starr wird alleine keinen größeren Hit mehr haben und fast völlig vergessen werden.

Fast alle Songs auf dieser Platte sind hörenswert.
WARNUNG: nicht alle Songs auf dem Album entsprechen hier der Amazon- Playlist zum Anspielen der Songs!
Alle Songs haben die Beatles selber geschrieben.

"Come together", der stark rhythmische Eingangssong von J. Lennon, ist hervorragend innovativ, und einer der bekanntesten und besten Songs der Platte und der Band.

"Something" beweist nochmal stark das Songwriter- Genie George Harrisons; einer seiner bekanntesten und besten Songs.

"Maxwell's Silver Hammer" trägt eindeutig P. MacCartney's Handschrift. Er lässt sich hier wieder bei alten 20er- Jahre- Songs inspirieren, mischt aber auch moderne Synthesizer- Sounds dazu, die den Song stellenweise tragen.

"Oh! Darling" erinnert etwas an die frühen Songs der Beatles. Stärkster McCartney- Song der Platte.

"Octopus's garden", geschrieben von Ringo Starr, hat stellenweise Country- Rhythmen und ein sehr schöner Song.

"I want you" klingt auch wieder nach frühen Beatles.

"Here comes the sun", das 2. Meisterstück von George Harrison auf dieser Platte; einer der bekanntesten Songs der Band überhaupt.

"Because" hört sich schon fast an wie ein früher "Queen"- Song, mit seinen Vokal- Harmonien!

"You never give me your money" trägt wieder Paul McCartney's Handschrift; leicht beeinflusst wieder von der Musik der 20er- Jahre, im Stil von "Lady Madonna". Hat starke Ähnlichkeit mit dem Vor- Song.

"Sun King", schöner, beeindruckender von Vokal- Harmonie und kreativem Orgelspiel getragener Lennon- Song; scheint ein wenig von Lennon's Zeit in Indien inspiriert worden zu sein.

"Mean Mr. Mustard", stark rhythmischer Song, der etwas an frühere Zeiten erinnert.

"Polythene Pam" hört sich z.B. leicht nach den frühen "Kinks" an.

"She came in through the bathroom window", langsamer, aber stark rhythmischer Song.

"Golden Slumbers", gefühlvoll vorgetragene Ballade mit schönem Harmonie- Gesang im Refrain, zwischendurch die Melodie von "You never give me your money" aufnehmend, dann aber schnell in folgenden Song übergeht:

"Carry that weight", was wiederum in folgenden (End-) Song übergeht:

"The End". laut und instrumental; erst am Ende etwas Gesang. Schließt die Platte praktisch ab. Und es ist auch tatsächlich der letzte Song, den die Beatles offiziell aufnehmen werden.

FAZIT: Zum Abschluss haben die Beatles ihren Fans mit folgender Platte nochmal ein großes Geschenk gemacht!
Vor allem die erste Hälfte der Platte weist viele bekannte (bzw.: bekanntesten) Songs und Melodien der Beatles auf, vor allem "Here comes the sun" und "Come together".
Eine gute Platte der Beatles, wenn auch vielleicht nicht die Beste!
Auf jeden Fall: HÖRENSWERT!
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Die Beatles! Musik, die Lehrer im Musikunterricht durchnehmen. John Lennon, der Multimillionär, der mit Imagine eine Hymne auf den Kommunismus schrieb, was sicher leicht fällt, wenn man nicht in Osteuropa im Kalten Krieg aufgewachsen ist... Paul McCartney, der horrende Ticketpreise verlangt und so tut, als wäre er Mitte 20... Yoko Ono, für viele der schlimmste japanische Angriff seit Pearl Harbour...
Und überhaupt, in den 60ern war für Musiker eh alles einfacher, es gab keine illegalen Downloads, keine CD-Brenner und alles war neu, musikalische Pfade waren noch nicht ausgelatscht...
Es gibt vieles was einen an den Beatles abschrecken kann, die hohen Preise für die Alben etwa. Wozu heute noch die Alben kaufen, es gibt doch Greatest Hits Sammlungen?
Ich meine, dass Abbey Road eines der besten Beispiele für etwas ist, was immer mehr verschwindet: Album-Kultur! Klar, es ist praktisch mp3`s runterzuladen und überall Musik hören zu können. Alben gibt es inzwischen in Basic und Premium Versionen. Die Verkäufe der Musikindustrie stagnieren. Plattenläden verschwinden. Musik verliert an Wert, weil sie im Supermarkt verramscht wird und ab und an sogar kostenlos zu haben ist, wie Radioheads In Rainbow als Download von der Homepage der Band. Was nichts kostet, ist auch nichts wert? Alles Blödsinn! Musiker brauchen Zeit und Geld um zu wachsen! Es gibt nach wie vor eine grosse Nachfrage nach guter Musik und Alben lassen sich auch heute noch verkaufen, wenn die Fans das Gefühl haben, nicht abgezockt zu werden.
Okay, das Booklet von Abbey Road ist keine gute Werbung. Keine Lyrics, keine Fotos. Aber das Cover ist legendär! Warum Paul McCartney barfuss geht und was es mit dem Nummernschild des VW-Käfers auf sich hat wurde von übereifrigen Fans leidenschaftlich diskutiert. Alberne Spekulationen, aber zumindest haben sich Menschen mit dem Gesamtkunstwerk Album beschäftigt.
Die 17 Songs auf dem Album sind für sich genommen toll. Aber erst in ihrem Zusammenspiel zeigen sie was ein brillantes Album ausmacht: das Ganze ist grösser als die Summe seiner Teile! Nach dem Gewitter am Ende von I want you schliesst nahtlos Here comes the sun an - ein immens beeindruckender Effekt! Erleichterung und Freude nach einem schweren Unwetter - soetwas kann ein Album leisten!
Abbey Road wird heute noch verkauft, nicht nur aus Nostalgie, sondern weil es frische, grossartige Musik ist. Der Begriff Oldie ist so ein Quatsch! Das ist ein zeitloser Klassiker! Und was die selbsternannten Musikexperten wie Thomas Gottschalk gerne verschweigen, es ging auch später noch weiter mit richtig guter Rockmusik. Rust never sleeps, Surfer Rosa, Little Earthquakes, Nevermind, Siamese Dream, OK Computer, Significant Other, The Eminem Show, Meteora... Nicht in der Vergangenheit leben, aber die Vergangenheit nicht vergessen!

Anspieltipps: Come together, Something, Carry that weight
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am 30. Dezember 1999
Diese Platte, die die letzte ist, die die Beatles aufgenommen haben, dürfte wohl zum Besten gehören, was uns die Popgeschichte zu bieten hat. Wenn mir persönlich auch das weiße Album noch ein kleines bischen besser gefällt, Abbey Road kommt gleich dannach, enthällte es doch wirklich zahlreiche Beatles - Klassiker wie Here Comes the Sun, Come Together, und natürlich das grandiose Medley am Ende, welches angeblich eher aus der Not entstanden ist. Die Beatles hatten die Songs nicht fertiggestellt und ihr Produzent George Martin mußte die vorhanden Fragmente zusammensetzen. Und auch wenn ihn viele belächelten und immer noch beächeln, Ringo Starr spielt zwar nicht technisch beeindruckend oder sonst irgenwie, das es einen auf den ersten Blick vom Hocker reißt, aber tatsache ist, daß in Zeiten Metronomgenauer Fließbandprouktionen sich kaum noch Schlagzeuger finden, die so einen persönlichen Groove entwickelt haben. Dieses Album wird wohl auch noch in hundert Jahre begeisterte Hörer finden, wenn manche funkelnde Sternchen des heutigen Musikbuisness längst verglühlt sind. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 11. November 2005
Gäbe es 6 Sterne, dieses Album hätte sie verdient. Was macht es zu etwas so Besonderem in der langen Beatles-Karriere ?
Nun, da ist zuerst einmal der Umstand, dass es die letzten Studioaufnahmen sind, die im Sommer 1969 entstanden. Allein dies erfüllt den Fan mit Wehmut, vor allem wenn das geniale Medley auf Seite 2 (LP) mit dem für die Beatles so typischen Satzgesang in THE END ausklingt und wirklich damit den Schlusspunkt setzt (dem McCartney lediglich noch ein ebenso typisches Augenzwinkern mit HER Majesty hinterherschiebt).
Als nächstes fällt auf, dass nach dem eher uneinheitlich und ziellos wirkenden WHITE ALBUM (dass dennoch ebenfalls wunderbar ist) und dem das Auseinanderbrechen der Band musikalisch wie filmisch festhaltenden LET IT BE ein Werk voller Harmonie und guter Laune entstand, worauf zwar alle Fans gehofft aber woran damals wohl kaum noch jemand geglaubt hat. Hier greifen alle Songs ineinander, werden die Gegensätze zwischen Paul und John zu wirklich einheitlichen Endergebnissen verschmolzen und durch Georges wohl stärkste Songs (außer While my guitar...) harmonisert und ein sich immer ein wenig ausgeschlossen fühlender Ringo perfekt eingebunden als gleichberechtigter Sänger und Instrumentalist.
Die perfekte Produktion des für die damalige Zeit weltbesten Produzenten George Martin verleiht dem ganzen Album schließlich jene Perfektion, mit der es nach mehr als 35 Jahren immer noch zu beeindrucken weiß.
Ebenfalls ein Novum war, dass mit der ausgekoppelten Single SOMETHING kein Lennon/McCartney Song gewählt wurde, was sicher auch noch einmal Balsam für George Harrisons wunde Seele war, fühlte er sich doch stets als Songwriter verkannt.
Schließlich wurde auch durch das berühmte Cover und die vielen hineininterpretierten Geheimnisse (Paul sei tot)eine einzigartige Verpackung geschaffen. Und so ist dieses Album auch ohne einen überragenden Nr.1 Welthit wie HEY JUDE, GET BACK oder schließlich LET IT BE das in seiner Gesamtheit überzeugendste Beatles-Album geworden.
Danke Beatles !
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