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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf hohem Niveau, 9. Dezember 2012
Von 
opernfan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Un ballo in maschera (Gesamtaufnahme(ital.),(Aufnahme London 1975) (Audio CD)
Dieser Maskenball kann immer noch einen Spitzenplatz in der Diskographie dieser Oper für sich beanspruchen. Das liegt zum einen am zupackenden Dirigat von R. Muti, dramatisch geschärft, mit dem nötigen Atem, die Spannungsbögen auch zu halten. Dabei ist Muti hier weniger rigide, als in anderen Verdi-Opern, was der Aufnahme gut ansteht.
Die Besetzung ist von hohem Niveau. Der (relativ) junge Domingo ist ein sehr überzeugender Riccardo, jugendlich, voller Draufgängertum, weniger elder statesman. Dabei voller Dramatik, aber auch der nötigen Zärtlichkeit im Liebes-Duett. Cappucilli ist ein stimmlich verläßlicher Renato, nicht sehr differenziert vielleicht, aber rollendeckend. Die Cossotto als Ulrica ist sehr überzeugend, mehr mit dem breiten Pinsel "malend", aber dramatisch sehr packend. Und die Grist ist ein bezaubernder Oscar.
Was nun M. Arroyo angeht, so muss ich sagen, dass sie mir gefällt. Natürlich hat sie einige stimmliche Schärfen und singt manchmal unstet, aber sie hat den großen Atem, die geforderten Legatobögen zu singen (im Liebesduett, in der Schlussszene). Und sie gestaltet die große Arie sehr dramatisch und ausdrucksintensiv. Sie kommt jetzt nicht an eine L. Price heran, aber in der Summe liefert sie ein überzeugendes Rollenportrait ab.
Für mich ist es neben der Aufnahme mit Price/Bergonzi immer noch die beste Studioaufnahme (wobei mir bei letzterer Aufnahme das Dirigat von Leinsdorf nicht ganz so gut gefällt, er kommt manchmal nicht so recht vom Fleck).
Es gäbe dann da natürlich noch die berühmte Live-Aufnahme von 1957 mit der Callas aus der Scala. Den Siedepunkt dieser Aufnahme erreicht diese Aufnahme hier natürlich nicht. Nicht dass die 57er Aufnahme perfekt wäre, musikalisch gibt es da viele Unsauberkeiten, aber welche Leidenschaft, welcher Furor war damals am Wirken...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast Referenz, 2. Februar 2003
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Un ballo in maschera (Gesamtaufnahme(ital.),(Aufnahme London 1975) (Audio CD)
Eine typische Muti-Aufnahme: Im Klang rund und voll, weniger dramatisch geschärft und schlank als etwa bei Claudio Abbado, aber sehr eindrucksvoll.

Die Sänger sind das beste, was es Anfang der siebziger Jahre für Verdi gab: Insbesondere Domingo gibt einen jugendlich-vitalen und sorglosen Gouverneur ab, dem man sofort glaubt, daß sich Amelia unsterblich in ihn verliebt. Lediglich in einigen Nuancen waren Carlo Bergonzi und Jussi Björling noch eleganter.

Piero Cappuccilli macht mit sonorer Stimme die Verwandlung des treuen Freundes in einen vor Eifersucht rasenden Feind sehr glaubhaft. Fiorenza Cossotto ist eine dämonische Ulrica, Reri Grist ein hinreißender Oscar, die Verschwörer ebenfalls hervorragend.

Lediglich bei der Amelia von Martina Arroyo sind gewisse Abstriche nötig: Sie wirkt die ganze Zeit über so vornehm, daß man ihr die verzweifelt Liebende nicht ganz abnimmt, ist auch stimmlich nicht mehr in der Topform ihrer Macht-des-Schicksals-Leonora unter Gardelli - deshalb auch ein Punkt Abzug.

Trotzdem eine sehr schöne Aufnahme, die insgesamt nur eine echte Konkurrenz fürchten muß: Die (etwas träge dirigierte, aber fabelhaft gesungene) Leinsdorf-Einspielung mit Bergonzi und der überragenden Leontyne Price.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr zu empfehlen, nicht nur, weil man die bekannteren Verdi-Opern schon zu oft gehört hat, 5. September 2005
Von 
Mathias von Gersdorff - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Un ballo in maschera (Gesamtaufnahme(ital.),(Aufnahme London 1975) (Audio CD)
Die Uraufführung von Un Ballo in Maschera war 1859 und fällt somit in die Schaffensperiode nach seinen drei großen Erfolgen Rigoletto (1851), Il trovatore (1853) und La Traviata (1953). Das ist deshalb bedeutend, weil Verdi seine Fähigkeiten als Komponisten enorm ausgeweitet hat, was sich im Ballo vor allem beim Orchester bemerkbar macht. Während bei Opern wie La Traviata das Orchester die Sänger praktisch nur begleitet, oft in einem ziemlich banalem rum-ta-ta Stil, nimmt hier die Musik viel mehr Teil am Geschehen. Auch die Chöre und vor allem die Ensembles sind vielschichtiger, die Wechsel zwischen Tutti und Solisten dramatisch und eindrucksvoll. Aus diesen Gründen ist Un Ballo wirklich zu empfehlen, nicht nur, weil man die bekannteren Opern schon zu oft gehört hat.

Die Interpretation läßt nichts zu wünschen übrig. Ob man diese Version nimmt oder die mit Leontyne Price bei RCA Victor (oder beide), ist wohl Geschmacksache.
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