Kundenrezensionen

4
4,3 von 5 Sternen
Puccini: La Bohème (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1956)
Format: Audio CDÄndern
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. August 2011
Seit ihrem Erscheinen ist diese Aufnahme der "Bohème" eher etwas für hartnäckige Fans der Callas (wie mich). Die Mimì der Griechin hat harsche Ablehnung und Kritik erfahren, und ich kann die vorgebrachten Argumente gut nachvollziehen.

Verglichen mit den großen Mimì-Interpretinnen der LP-Ära (de los Angeles, Tebaldi, Freni) fehlt Callas Mimì der seidige Schmelz in der Stimme, die Weichheit und Zärtlichkeit, die die Szenen der Figur so berührend machen.
In der Tat gelingen Callas die unendlichen Melodiebögen weniger eindringlich als ihren Kolleginnen, und wer sich daran stört, mag zu den zu recht gerühmten Einspielungen Beechams, Serafin, Schippers' und Karajans greifen.

Auf der anderen Seite kann und will ich Callas' Interpretation nicht gänzlich verdammen, gelingt ihr doch auch hier, aus der etwas eindimensionalen Figur einen wirklichen Charakter zu formen. Ihre Mimì wirkt erwachsen, eigenständig und leidenschaftlich. Damit eröffnet Callas den Blick für Facetten der Rolle, die von anderen Sängerinnen nicht erschöpft worden sind. Meines Erachtens ist dies eine Bereicherung der Interpretationsgeschichte des Werks.

Was die übrige Besetzung angeht, muss sich die Aufnahme nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Di Stefano ist ein wunderbarer Rodolfo, technisch nicht ganz so einwandfrei wie Björling, Bergonzi, Gedda oder Pavarotti, aber nicht weniger authentisch und klangschön.
Rolando Panerai klingt wesentlich frischer und klangvoller als in der späteren Karajan-Aufahme. Dennoch ziehe ich Bastianini vor. Zaccaria ist kein besonders eindrucksvoller Colline, aber Anna Moffo ist für mich die verführerischste Musetta aller Aufnahmen, auch wenn sie wenig genau singt.

Votto dirigiert ein wenig spannungslos und ohne Esprit.

Für Bewunderer der Callas ein must have, für alle anderen eine interessante Bereicherung der Sammlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. April 2011
Die Boheme mit Callas ist mir im Laufe der Jahre immer mehr ans Herz gewachsen, nimmt sie doch eine wenn auch nicht völlig kritiklose Einzelstellung ein. Betonen die meisten Interpreten der Bohemiens eher die leichtfüßige Jugendlichkeit und Unbedarftheit, so sind hier erwachsenere Charaktere zu hören. Das wirkt im Gesamtkontext dann um einiges zerbrechlicher und desillusionierter.
Maria Callas hat die Mimi nie auf einer Bühne gesungen und auch die Aufnahme kam 1956 für sie schon etwas spät. Aber trotz einiger harter Klänge und vokaler Verfärbungen legt sie hier ihr scheinbar intuitives Stilgefühl in jede der Phrasen und das ist der große Pluspunkt für diese Aufnahme.
Auch Giuseppe di Stefano ist nicht immer kritiklos geblieben, hat er doch durch zu viele gefährliche Experimente seiner Naturstimme schon sehr früh geschadet. Er war aber, wie die Callas auch, eine Künstlernatur, eine Kerze, die an beiden Enden brannte. Sein Rodolfo ist vielleicht nicht die erfüllendste Darbietung dieser Partie auf Tonträger, aber gerade mit seiner unbedingten Gradlinigkeit und Ehrlichkeit des Singens ist er mehr als nur der "Tenor der Callas" und unbedingtes Pendant zu ihr.
Rolando Panerai gibt den Marcello äußerst schönstimmig mit gewandtem und geschmeidigem Bariton. Außerordentlich gut gefällt mir zudem noch durch ihre Darstellung Anna Moffo als Musetta, die später selber in der Leinsdorf-Einspielung eine hervorragende Mimi gesungen hat. Alle anderen Partien sind zumindest gut und rollendeckend besetzt.
Die musikalische Leistung Antonin Vottos am Pult des Scalaorchesters ist kein Meilenstein, aber auch er befriedigt. Sicherlich keine absolute sängerische Sternstunde, aber als Charakterzeichnung unbedingt empfehlenswert.
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11 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Januar 2001
Eine unübertreffliche Aufnahme der bekannten Puccini-Oper, die jede meiner Aufnahmen bei weitem übertraf. Zwar leider nur in Mono, aber dennoch überragend!
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Februar 2009
Die Aufnahme ist zwar nur Mono, aber schlechthin die beste die es gibt.
Für Opernkenner und Fans ein Muss.
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