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5.0 von 5 Sternen Norma assoluta
Zusammen mit Gaetano Donizetti und Gioacchino Rossini bildet der sehr jung verstorbene Sizilianer Vincenzo Bellini das Dreigestirn der berühmtesten Belcanto - Komponisten, die das Operngeschehen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast uneingeschränkt beherrschten. Von diesen dreien erschien einige Zeit lang jedes Jahr mindestens eine neue Oper, die...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2005 von Martin Resch

versus
6 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eine cd - kein video
ja, die "norma" wird gerne als eine der glanzrollen der callas angesehen. kein wunder, macht sich doch das eingängige "casta diva" gut auf jeder der zahlreichen best-of-zusammenstellungen. aber die norma ist auch eines der besten beispiele für die stimmlichen schwächen der griechischen sopranistin: in dieser oper gibt es viele hohe noten...
Am 18. November 2001 veröffentlicht


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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Norma assoluta, 4. Oktober 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Norma (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1954) (Audio CD)
Zusammen mit Gaetano Donizetti und Gioacchino Rossini bildet der sehr jung verstorbene Sizilianer Vincenzo Bellini das Dreigestirn der berühmtesten Belcanto - Komponisten, die das Operngeschehen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast uneingeschränkt beherrschten. Von diesen dreien erschien einige Zeit lang jedes Jahr mindestens eine neue Oper, die meist einem bewährten Strickmuster folgten: Ein Textbuch mit einem Nichts an Handlung, gefällige und schwungvolle Musik, dazu ein bis drei exponierte Sänger, die mit ihrem stimmakrobatischen Fertigkeiten das Publikum zu Ovationsstürmen hinrissen. Allerdings hat auch dieser stets als oberflächlich gescholtene Opernstil Meisterwerke auf der Habenseite zu verzeichnen, ohne die das Musiktheater um einiges ärmer wäre, so Rossinis "Il baribiere di Siviglia", "La Cenerentola" und "Guillaume Tell" (eigentlich keine Belcanto - Oper mehr), Donizettis "L' elisir d' amore", "Lucia di Lammermoor" und "Don Pasquale" und natürlich Bellinis "Norma".
Nur knapp drei Jahre blieben Bellini, um seinen Ruhm auszukosten. 1831 hatte er nach einigen Achtungserfolgen mit "La Sonnambula" seinen internationalen Durchbruch gefeiert, noch im gleichen Jahr, am 26. Dezember, wurde "Norma" in Mailand uraufgeführt, im Triumphzug verbreitete sich das Werk in den nächsten Jahren über die ganze Welt und verschaffte dem mit gerade einmal 33 Jahren verstorbenen Bellini seinen gebührenden Platz im Musik - Pantheon.
"Norma" rettete Bellinis Namen vor dem Vergessen, die enorm anspruchsvolle Titelpartie war für jede Sängerin, die etwas auf sich hielt, ein Anreiz, von den weiteren Werken des Komponisten ließ man jedoch weitgehend die Finger. Sie galten als veraltet, der Einfluß der omnipräsenten Meister Verdi und Wagner mit ihren ausgefeilten Musikdramen verdrängte die Vertreter der reinen Gesangskunst in ein Nischendasein, obwohl Wagner, der schärfste Verächter des Belcanto, sich zumindest über "Norma" uneingeschränkt lobend äußerte. Bellini selbst wurde als "Vorläufer Verdis" abgekanzelt und seine Partituren verstaubten in den Archiven.
Das änderte sich, als nach dem 2. Weltkrieg das Verlangen nach einfach schöner Musik und bewundernswerten Gesangsleistungen sprunghaft anstieg. Hinzu kam, dass die Mailänder Scala, vor allem durch das Auftauchen Maria Callas' und ihrer kongenialen Mitstreiter Gobbi und di Stefano, in den 50er Jahren in ein "Goldenes Zeitalter" eintrat. Endlich war wieder eine Primadonna da, die für die extrem schwierigen Bellini - Partien sowohl die stimmlichen Fähigkeiten, als auch das schauspielerische Talent mitbrachte. So gab es in den frühen 50ern eine wahre "Bellini - Renaissance", vergessene Werke wie "Il pirata", "Beatrice di Tenda" und "I puritani" wurden ebenso gegeben, wie die etwas geläufigere "Sonnambula". Der Diamant in der Belcanto - Krone blieb allerdings die "Norma", fast über ihre gesamte Karriere hinweg die Paraderolle der Callas. 1948 sang sie die Rolle erstmals in Florenz unter dem Dirgat ihres Förderers Tullio Serafin, danach gab es kaum ein Jahr, in dem die Callas nicht irgendwo auf der Welt dieser Partie und natürlich sich selbst Ruhm einbrachte. Selbst als ihre Stimme bereits schwer angeschlagen war, stand sie weiterhin als "Norma" auf der Bühne, was ihr nun an stimmlicher Leistungsfähigkeit fehlte, machte sie mit ihrem schauspielerischen Talent wett, blieb bis zum letzten Auftritt in der Rolle 1965 und bis heute der Inbegriff für die Idealbesetzung der Partie, die "Norma assoluta".
Diese Gesamtaufnahme stammt aus dem Jahr 1954, sozusagen mitten aus dem "Goldenen Zeitalter". Am Ende einer für die Callas triumphalen Scala - Saison holte Tullio Serafin ein Ensemble zusammen, das mit den zu besetzenden Rollen ausreichede Erfahrung besaß und stimmlich auf (fast) durchgehend höchstem Niveau agieren konnte. Wie bei Serafin üblich geht nicht vom Dirigentenpult, sondern von den Sängern der fesselnde Zauber dieser Einspielung aus. Serafin war kein Pultstar, der mit geschlossenen Augen und selbstvergessen im Klangmeer des Orchesters badet, sondern fungierte stets als unterstützender Begleiter, wie ein guter Korrepetitor. Er versucht nicht, durch Exponieren bestimmter Orchesterteile oder Verlangsamen bzw. Beschleunigen der Tempi der Oper seinen unverkennbaren Stempel aufzudrücken, läßt einfach Bellini spielen und verliert sich nicht im Wohlklang (das gibt Bellinis Musik, um ehrlich zu sein, auch nicht her), sondern ist ein stets bescheiden im Hintergrund wirkender Bändiger des ansonsten gerne mal schief spielenden Scala - Orchesters. So etwas muß man auch erstmal können.
Wie kaum eine andere Oper steht und fällt die "Norma" mit der Hauptdarstellerin. Sie ist fast ununterbrochen auf der Bühne, steht immer im Mittelpunkt und muß das Geschehen beinahe im Alleingang an sich reißen. Dabei hat sie eine Gesangspartie zu bewältigen, die mit Koloraturen, Sechzehntelläufen, Skalen und ständig über das Notensystem hinausführenden Spitzentönen gespickt ist. Eine "Norma" muß also schauspielerisch wie stimmlich über eine Gesamtdauer von fast 2 3/4 Stunden ständig wach und präsent sein, kann sich nicht die kleinste Unaufmerksamkeit leisten, ohne dass diese vom Hörer bemerkt würde. Für Maria Callas in der Form von 1954 kam diese Herausforderung gerade recht. Ohnehin schon weltberühmt für ihre "Norma" setzte sie sich mit dieser Aufnahme ein Denkmal. Wie jede ihrer Lieblingsrollen hat sie die gallische Priesterin verinnerlicht und bringt das Kunststück fertig, aus über 50 - jähriger Entfernung ihr Rollenportait dem Hörer allein durch ihren Gesang vor Augen zu führen. Wie ein Vorrezensent so richtig bemerkte, handelt es sich hierbei um kein Video, das ist allerdings auch gar nicht nötig. Wenn man genügend Phantasie besitzt, läuft der Film automatisch im Kopf ab und Maria Callas ist dabei die größte Hilfe. Stimmlich steht sie auf ihrem Höhepunkt, die extremen Schwierigkeiten der Rolle meistert sie mit einer Souveränität, die ihresgleichen sucht. Vom himmlischen "Casta diva" bis zu ihrem erschütternden Schuldgeständnis zieht sie den Hörer in ihren Bann, um ihn nie wieder ganz loszulassen. Eine überzeugendere und gesanglich bessere "Norma" ist für mich (noch) nicht denkbar. Mal sehen, die nächste "assoluta" kommt bestimmt.
Auch für die wichtige Rolle der Adalgisa wurde eine bewährte Kraft geholt. Ebe Stignani hatte schon 1926 in dieser Rolle an der Scala debutiert und galt seitdem als Idealbesetzung für die junge, etwas naive Priesterin. Auf der Bühne mag der deutliche Altersunterschied zwischen ihr und Maria Callas ein wenig irritierend gewirkt haben, auf CD jedoch merkt man der Stignani ihr fortgeschrittenes Alter kaum an. Auch sie kann für ihre Rolle aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen und singt mit einer wunderbar reinen, nicht mehr jugendlichen, aber klaren Mezzosopran - Stimme. Besonders in den Szenen Norma - Adalgisa erlebt man ein Wunder an Sopran - Mezzo - Harmonie. Auch Ebe Stignani ist ein gutes Argument für die Anschaffung dieser Aufnahme.
Etwas anders sieht es mit dem Pollione von Mario Filippeschi aus. Die ziemlich einfach gestrickte Rolle des römischen Prokonsuls mit Vorliebe für gallische Mondpriesterinnen vermag er zwar überzeugend darzustellen, gesanglich geht er meiner Meinung nach allerdings zu sehr gemäß dem Motto "Hauptsache laut" ans Werk. Ein wenig erinnert er an den dauer - fortissimo singenden Mario del Monaco, nur hat er bei weitem keine so audrucksvolle und schöne Stimme. Einen Ausfall kann man ihn nicht wirklich nennen, er hat einige sehr schöne Momente mit Ebe Stigani und v.a. mit der Callas. Singt er alleine, muß man jedoch mit einem ziemlich krachledernen Römer leben.
Ausgezeichnet besetzt dagegen ist die kleine Rolle des Oroveso mit dem Baß - Bariton Nicola Rossi - Lemeni, einem, wie man hören kann, bochbewährten Belcanto - Sänger, der die oft vernachlässigte Rolle des Oberpriesters beträchtlich aufwertet.
Auch der Scala - Chor zeigt sich in dieser Aufnahme als Einheit, was sonst nicht immer der Fall ist, sehr konzentriert und diszipliniert.
Für den Callas - Fan ist diese Aufnahme ohnehin unverzichtbar, für jeden, der diese einamlige Sängerin kennen lernen möchte, der denkbar beste Einstieg.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die ultimative, magische Norma, 7. September 2001
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Norma (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1954) (Audio CD)
Die grosse Callas in ihrer Paraderolle. Niemand hat es je nach ihr geschafft sie an Ausdruck und Grösse in dieser Rolle zu übertreffen. Die Norma ist eine der schwierigsten Sopranpartien in der Operngeschichte. Wenn die Callas ihre Stimme erhebt,spürt man was sie singt und da sind schrille Töne nebensächlich. Ihre Nachfolgerinnen, allen voran Joan Sutherland,geben nur eine müde, langweilige Aufführung. Die Aufnahme von 1960 gibt zwar nicht mehr soviel stimmlichen Glanz aber die Callas überragt auch hier im Ausdruck zumal Franco Corelli und eine grandiose Christa Ludwig die Entscheidung für die Gesamtaufnahme schwierig machen. Die hier vorliegende 1954 Aufnahme hat leider nicht so gute Nebeninterpreten, aber für die Callas spricht diese. Natürlich darf der gute Tullio Serafin nicht unbenannt bleiben, der beiden Aufnahmen die musikalische Magie gibt.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Norma Callas, 28. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Norma (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1954) (Audio CD)
Wie keine andere hat Callas die Norma gesungen, gestaltet und interpretiert. Da bleibt einem bei hören anderer Interpreten dann immer ein Gefühl, wo bleibt die Callas. Wenn man einmal die Callas in diese Rolle gehört hat, ist man für alle andere Interpretation verloren. Casta Diva singt die Priesterin mit den Hoffnungen einer liebenden Frau. Das Cabaletta Teil - O bello mio ritorno, oft von anderen Interpreten laut gebrüllt oder schön gesungen (beides gibt) aber die wahre Sehnsucht (auch in Sinne Bellinis melancholische Musik) gibt ihm nur die Callas. In mia man alfin tu sei ist das große Duett in den letzten Akt und hier kann man wirklich das Wanken der liebenden Frau zwischen Liebe und Rache hören. In dem Libretto liest man Rachewörter, bei Callas hört man Hilfeschreien. Aber vor allem ragt die Callas in dem Rezitativ vom zweiten Akt, wo sie überlegt ihre Kinder zu ermorden, was für Wechselbad der Gefühle in all ihren Farben und Zwischenfarben, so was kann man nicht in Worten fassen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Callas und Norma, eine innige Beziehung, 9. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Norma (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1954) (Audio CD)
Kaum eine Sängerin der Operngeschichte hatte eine solch innige Beziehung zu der Rolle der Norma wie Maria Callas. Norma ist die Glanzrolle für große Primadonnen, sie verlangt nach einer großen Tragödin ebenso wie nach einer erstklassigen Sängerin. Es gab wohl keine Prima donna, die diesemm Anspruch je ganz gerecht werden konnte. Callas Begrentheit, noch mehr jedoch ihre Größe liegt darin, sich der Rolle gänzlich zu opfern, die darstellerischen Möglichkeiten grandios auszuschöpfen und mit großer künstlerischer Intelligenz in der Rolle zu agieren. Dies geschieht sicherlich auf Kosten stimmlicher Schönheit. Für mich ist dennoch die zweite Norma als Rollenportrait beeindruckender. In dieser früheren Version singt sie stimmlich zwar souveräner aber in der Tat mit Schärfe in der oberen Lage. In der Aufnahme 1960 hat sie an glühend dramatischer intensität gewonnen und macht noch größere stimmliche Schwächen (fast) vergessen.
Schade jedoch, dass hinter Sutherland, Caballe und Callas viele andere Interpretinnen der Norma - was ihre Bekanntheit betrifft -verblassen: Die angestrengte aber dramatisch überzeugende Renata Scotto ebenso wie Leyla Gencer oder Gina Cigna. Besonders schade jedoch, dass auch die stimmlich unglaubliche Rosa Ponselle kaum mehr im Bewußsein ist, oder die üppige, opulente, teils unebene aber sehr dramatische Norma von Zinka Milanov (ihre Aufnahme von 1944 ist für mich die beste aller Interpretationen auf Gesamtaufnahmen).
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5.0 von 5 Sternen Die Callas als Norma - ein Traum!, 5. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Norma (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1954) (Audio CD)
Maria Callas hat sich mit dieser ersten Studioeinspielung der Norma selbst ein Denkmal gesetzt. Eigentlich würde dieser Satz schon als Rezension reichen, denn alle die nach ihr kamen sind anders, mehr oder weniger gut (wobei das immer subjektiv zu betrachten ist) und kommen doch nicht an diese Leistung heran. Wie sie den Charakter der Norma auslotet mit stilistischem Feingefühl und sängerischer Bravour sucht heute noch ihresgleichen. Man höre sich nur allein die erste Soloszene im zweiten Akt an: sie vermeidet gespielte Rachsucht oder gar übertriebene Verzweiflung der Druidenpriesterin, sondern singt das mit so einer großen natürlichen Traurigkeit in der Stimme, die immer wieder in Freude und Erstaunen über diese sängerische Leistung versetzt.
Über die restliche Besetzung sind schon viele Worte, meistens auch weniger schöne, verloren worden. Ebe Stignani ist zumindest stilistisch eine verlässliche Adalgisa, die sich rein stimmlich aufs Beste mit der Stimme der Callas mischen kann. Mario Filippeschi ist im Stimmtimbre dem Bellinischen Gesang um einiges näher als andere Bühnenpartner der Callas in diesen Jahren; da denke ich an Mario del Monaco oder gar Kurt Baum. Wirklicher Belcanto ist das, was er singt jedoch nicht. Da klingt vieles kurzatmig ausgefertigt, er vermag nicht die einzelnen Phrasen mit einem für die italienische Oper unerlässlichen Legato zu einer Linie zu verbinden.
Bei Nicola Rossi-Lemini stellt sich beim Hören die Frage, ob seine unstete Tongebung eher dem unbedingten Gestaltungswillen geschuldet werden muss oder ob die Stimme für den Oroveso wirklich zu klein war.
Tullio Serafin ist am Pult des hervorragend spielenden Scala-Orchesters mehr als ein verlässlicher Begleiter; er hat die musikalischen Zügel fest in seinen Händen und lässt auch den wirklich ausgezeichnet präparierten Chor akzentuiert und präzise singen.
Es gibt für mich keine wirklich rundum überzeugende Studioeinspielung der Norma (irgendwas ist ja immer....), aber an der ersten Studioaufnahme mit Maria Callas darf eigentlich niemand vorbeigehen.
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6 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eine cd - kein video, 18. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Norma (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1954) (Audio CD)
ja, die "norma" wird gerne als eine der glanzrollen der callas angesehen. kein wunder, macht sich doch das eingängige "casta diva" gut auf jeder der zahlreichen best-of-zusammenstellungen. aber die norma ist auch eines der besten beispiele für die stimmlichen schwächen der griechischen sopranistin: in dieser oper gibt es viele hohe noten - und bei der callas klingen sie alle geqüält, geprässt, scheppernd. gerne wird das als die große dramarturgie ihrer stimme verkauft. aber wir haben es hier mit einer cd, nicht mit einem video oder gar einer live-aufführung zu tun! in diesem sinne: callas als "norma" ist nett, aber dame joan sutherland nach wie vor der unerreichte maßstab für diese rolle.
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