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am 3. März 2003
Nach einer langen Welttournee war anno 1996 der Hype um REM wohl so groß wie noch nie zuvor. Im September wurde dann unter höchsten Erwartungen das Album „New adventures in Hi-Fi" veröffentlicht, das letzte der Band mit vier Mitgliedern. Auf dem Cover zu sehen ist eine verlassene Landschaft, aus einem fahrenden Auto aufgenommen und in Schwarz-Grau abgedruckt. Insgesamt ist das Artwork der Scheibe sehr dezent und stimmungsvoll gehalten. Mit 65 Minuten und 14 Songs ungewöhnlich lang für ein REM-Album, sind die einzelnen Songs meist fünf Minuten oder länger. Ein Blick auf die Tracklist verrät, dass eigentlich kein Song zu einem absoluten Top-Hit avancierte. Das lag vor allem daran, dass das Album in sich sehr geschlossen ist und sich ein roter Faden durch die ganze CD zieht. Kein Superhit wie „Losing my religion", aber auch kein Filler. Durchgängig wunderbare, hochklassige REM-Songs, die sich erst mit der Zeit entfalten. Somit entführt uns Michael Stipe mit seiner einzigartigen Stimme tatsächlich in ein neues Abenteuer.
Fazit:
Kommerziell nicht gerade das erfolgreichste Album von REM, aber sicherlich eines der atmosphärisch dichtesten und interessantesten. Anders als der Millionenseller „Automatic for the people" - das wohl beste Einstiegswerk in die Welt von REM - setzt „New adventures in Hi-Fi" nicht auf Abwechslung, sondern auf Songs, die eng miteinander verbunden sind und den Hörer so in ihren Bann ziehen. Insgesamt eher ein Album zum komplett von vorne bis hinten durchhören. Vom Chartshörer gehasst, vom Kritiker geliebt. Ein Juwel für den, der es schätzen und zu nutzen weiß. Allein das gelungene Cover-Design sagt schon sehr viel über die Art der CD aus, wenn man es zum Beispiel mal mit dem Cover der neuesten REM-Scheibe vergleicht.
Anspieltipps:
E-Bow the Letter
Leave
Bittersweet Me
Electrolite
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am 13. Juni 2003
Als ich mir das Album gekauft habe, hab ich nicht gedacht, dass es auch nur annähernd so gut sein kann, wie die "großen" beiden Alben "Out of Time" und "Automatic for the People". Also legte ich die CD ohne große Erwartungen in den CD-Player und ich musste erstaunt feststellen, dass "NAIH" den beiden Alben durchaus das Wasser reichen kann!
Zunächst einmal der sehr gute Opener "How the West was won and Where it got Us". Ein ziemlich ruhiger Song, der aber dennoch sofort ins Ohr geht. Gleich danach wird man von der "Wake-Up Bomb" wieder geweckt, ein Song der wirklich so richtig fetzt.
Danach gehts wieder ruhiger zu: "New Test Leper" ist ein richtig schöner Song einfach nur zum Zuhören. Richtig genail wird es erst bei "E-Bow the Letter", meinem persönlichen Lieblingssong der CD. Es hört sich einfach so an, als würde Mike Stipe nicht nur singen, sondern eine einzige Geschichte erzählen. Dann noch der Sound dazu und man wird förmlich zum "Mit-Dem-Kopf-Nicken" animiert. Danach folgte der längste Song der R.E.M.-History: "Leave", ein rockiger Song, der als Rythmusgerät eine Alarmsirene benutzt. Danach folgen noch einige gute Songs bis man schließlich zum Finaler gelangt: "Electrolite". Wieder einmal gelingt es Mike Stipe einen Song zu schreiben, der sowohl fröhlich als auch nachdenklich stimmt. Einfach genial!
Insgesamt handelt es sich bei "New Adventures in Hi-Fi" um ein absolutes TOP-Album, das den Vergleich mit den beiden großen Alben nicht zu scheuen brauch. Jeder Musikliebhaber, ob R.E.M.-Fan oder nicht, sollte diese CD in seiner Sammlung haben
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am 20. Juni 2004
Wo findet man denn nun die besten R.E.M.-Songs? Kommen die aus der Frühphase von Alben wie "Murmur" oder "Document"? Sind es die Hits von "Automatic For The People"? Nein, für mich sind es die Songs vom 1996er Album "New Adventures In Hi-Fi". Es vereint sozusagen das beste aus seinen beiden Vorgängern: Die schicken Popsongs und schönen Balladen von "Automatic For The People" treffen auf die härteren und kühlen Stücke vom "Monster", wohlgemerkt, dass diese hier befindlichen fast allesamt besser sind als die schwere "Monster"-Kost.
"How The West Was Won And Where It Got Us" ist mal wieder ein grandioser Ohrwurm, distanziert sich aber von jeglichen Nettigkeiten wie "Shiny Happy People". Darauf folgen rockige Stücke, meistens über 5 Minuten, die die oben genannten Elemente in sich vereinen. Das kann man zeitweise Alternative Rock light nennen. Track 5 sollte dann jedem Musikhörer mit Geschmack bekannt sein: "E-Bow The Letter" ist für mich persönlich der beste R.E.M.-Song. Michael Stipe spricht seinen Text mehr als dass er singt, während die Grande Dame des Rock Patti Smith ihre rauhen Vocals dem übermaßig guten Refrain leiht.
"Leave" ist ebenfalls gut bekannt, erstreckt sich über stolze 7 Minuten und die Zeilen "That's what keeps me / That's what keeps me down" kreiseln danach noch ewig im Ohr. Auch das Instrumental "Zither", bestehend aus ebenjenem Instrument fällt aus der Reihe. Nicht jeder Song zieht desweilen so viel Aufmerksamkeit auf sich wie die hier genannten, Ausfälle (wie sie auf "Monster" doch teilweise vorhanden waren) gibt es jedoch nicht und R.E.M. halten konstant ein hohes Niveau über die gesamte Spielzeit, bis die schöne Melodie von "Electrolite" (Kandidat für den "perfekten Popsong") verklingt und man staunt, wie vielseitig und gleichzeitig geschlossen und emotional R.E.M. klingen können.
Highlights: How The West Was Won And Where It Got Us | E-Bow The Letter | Leave | Electrolite
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am 19. Juni 2003
fakt ist. kommerziell gesehen gehört "new adventures in hi-fi" zu den wenigen misserfolgen der band aus Athens im US-bundesstaat georgia.
und ich muss zugeben: das album aus dem jahr 1996 ist nicht so zugänglich wie einige frühere platten von REM, wie z.B. das mit hits gespickte "out of time". also nix SHINY HAPPY PEOPLE!
trotzdem erschließt sich dem hörer mit etwas geduld eines der besten alben dieser tollen band.
"new adventures in hi-fi" ist die letzte CD, die REM zu viert, also vor dem ausscheiden von schlagzeuger Bill Berry, aufnahm. das konzept ist es, musikalische momentaufnahmen vom leben "on tour" zu machen. die lieder sind teilweise auf soundchecks oder in backstage-räumen aufgenommen, und dann hinterher im studio verfeinert.
vielleicht ist das auch der grund warum das album eine atmosphärische dichte, die man sonst von live-konzerten kennt, mit einer großartig tiefgängigen produktion vereinen kann.
dies unterscheidet das album auch vom etwas platten vorgänger "monster". zudem bietet hier REM dem hörer mehr abwechslung: der großartig minimalische HOW THE WEST WAS WON, der rocker WAKE UP BOMB, episch athmosphärische stücke wie E-BOW THE LETTER und LEAVE (bemerkenswert: die alarmanlage im hintergrund, die den song trägt!), oder traumhafte popsongs wie ELECTROLITE oder BE MINE... alles großartige songs, und doch völlig verschieden.
umso erstaunlicher, dass die ganze platte dann trotzdem eine einheit bildet, und wie aus einem guss wirkt. freilich gibt es auch schwächere lieder, fehl am platz wirkt dennoch keins.
die melancholische grundstimmung der CD wird durch das in schwarz-weiß gestaltete booklet prima unterstützt.
insgesamt eine großartig-melancholische studie des lebens "on the road". und trotz wenig erfolg in den läden eines der besten REM-alben. unbedingt mal anhören!
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am 21. März 2004
Das 1996er Album "New Adventures in Hi-Fi" stellt einen Höhepunkt in der Geschichte der amerikanischen Weltklasse-Rockband R.E.M. dar. Zwar konnte mit diesem Werk kein kommerzieller Erfolg à la "Automatic for the people" oder "Out of time" erzielt werden, da Radiohits und große Singleerfolge leider ausblieben, jedoch sollte diese Tatsache nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nach den oben genannten Top-Erfolgen musikalisch bei R.E.M. nochmals weitere Fortschritte erzielt werden konnten. Der Sound auf "New Adventures" ist sehr geradlinig und geprägt von einer klassischen Rock-Instrumentierung mit dominanten E-Gitarren. Die ausgeklügelten akustsichen Arrangements von früher werden durch druckvolle, oft heftig verzerrte Gitarren-Klangteppiche ersetzt, während das Songwriting weiterhin sehr sensibel und melodiebetont wirkt.
Die Songs wurden fast allesamt an verschiedenen Orten in Amerika zwischen den damaligen Tourneeauftritten aufgenommen, sodass das Album oft als "Band on tour"-Dokument bezeichnet wird. Das mag zwar stimmen und lässt sich an den rastlosen Texten von z.B. "Departure" auch nachweisen, dennoch kommt das Album beim Hörer als Sammlung zusammengehörender Studioaufnahmen an, mit denen qualitativ wenige andere im Rock-Bereich mithalten können.
Von der Atmosphäre her wirkt das Album in einer Art und Weise düster und melancholisch, dass es abends und nachts, bei Dunkelheit und rauchiger, uriger Umgebung seine Wirkung am besten entfalten kann.
Der prägnante Schlagzeugriff von "How the west was won an where it got us", dem Song mit dem verrückten Mike-Mills-Piano-Solo, läutet den Melodienreigen noch sehr dezent und melancholisch ein,
Stücke wie "The wake up bomb", "Departure" oder das großangelegte "Leave" sind hingegen richtige Rock-Kracher.
Die meisten Stücke des Albums liegen jedoch zwischen diesen beiden Extremen. Bekannte Höhepunkte sind die prägnanten Songs "New test leper" und "Bittersweet me", das erzählerisch vorgetragene, düstere "E-bow the letter" mit Patti Smith an den Background-Vocals und das zuckersüße "Electrolite", das einzige Stück im bekannteren, folkigen R.E.M.-Stil.
Ein paar "Geheimtipps" zum Abschluss:
"Be mine", ein göttlicher Gänsehaut-Love-Song, der unglaublich zart und zerbrechlich, aber nie sentimenal wirkt, und dazu noch von dröhnenden E-Gitarren-Sounds geprägt ist;
"Binky the doormat", ein geradliniger, prägnanter Rock-Song, der erst nach öfterem Hören auffällt.
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am 14. März 2002
Zugegeben, ich musste mir "New Adventures in Hi-Fi" mehrmals anhören, um mich an den sehr experimentellen Stil zu gewöhnen. Dass die Platte kein guter Verkaufserfolg war, kann man verstehen. Wenn man sie sich im Plattenladen nur einmal anhört, vermisst man die Eingängigkeit früherer R.E.M.-Alben und greift vielleicht doch eher zu "Out of Time" oder "Automatic for the People". Wer sich "New Adventures in Hi-Fi" jedoch etwas genauer anhört, wird darauf schnell echte Perlen entdecken. Höhepunkt dieses Albums ist unzweifelhaft das 7:17 Minuten lange Opus "Leave". Ein überwältigendes Stück Musik. "The Wake-Up Bomb" erinnert wegen seiner verzerrten Gitarren stark an das Vorgängeralbum "Monster". Auch zu empfehlen sind "E-Bow the Letter" - Michael Stipe im Duett mit Patti Smith - sowie "Electrolite" - das vielleicht eingängigste Stück auf dem Album. Alles in allem keine leicht verdauliche Kost, aber dafür sehr sinnlich und melancholisch. Und wirklich schlechte Alben gibt es von R.E.M. sowieso nicht.
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am 5. April 2001
Wie man mittlerweile weiss, wird "New Adventures In Hifi" leider als das Album in die Geschichte von R.E.M eingehen, auf dem man zum letzten Mal alle 4 Bandmitglieder zu hören bekam. Jedoch ist dies bei weitem nicht der einzige Grunde für die fraglose Sonderstellung dieses ungewöhnlichen Albums der ungewöhnlichen Band. Die wesentlichen Eindrücke für dieses Album wurden on the raod gesammelt, da, wo REM herkommen und wo sie nach langer Zeit wieder einmal hingegangen sind, nachdem sie sich mehrere Jahre lang nur im Studio herumgetrieben hatten. Dieser Bruch ist im Album spürbar - das Album hat eine bemerkenswerte Melancholie, gepaart mit einer klanglichen Tiefe und Breite, die vorher auf keinem Album zu finden war. Gleichzeitig kommt auch wieder ein klein wenig Country aus den frühen Jahren mit aufs Tablett, was die Platte zu so etwas wie der Summe aller vorhergehenden Alben macht. Also: 3 Daumen rauf!
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am 9. August 2004
"New Adventures In Hi-Fi" ist eine der besten Platten von R.E.M., wenn auch keine einfache, das macht schon der grandiose Einstieg mit "How The West Was Won..." klar. Aber wenn man erstmal in die Atmosphäre dieses Albums eingetaucht ist, will man sie nicht mehr verlassen. Das eindeutiger Highlight der CD ist das 7 minütige "Leave", das eine Stimmung hat, die einen vom Anfang bis zum Ende dabei bleiben lässt.
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am 10. November 2002
Musik zu empfehlen ist immer schwierig, denn über Geschmack lässt sich eben nicht streiten. Eine Stufe schwerer wird es wohl mit Musik von R.E.M., denn wem man es erklären muss, der wird es wohl nicht verstehen: das immer selbstkritische und kongeniale Quartett (inzwischen Trio) ist stets einer Idee treu geblieben: eigene Musik zu machen. Selbst in ihrer populärsten Zeit ("Automatic...") sind sie nie dem "Mainstream" hinterhergeschwommen.
Unter Fans von R.E.M. gilt "New adventures..." als Juwel. Nach dem lauten, sarkastischen "Monster" kommen Sound und Stimmung zwischen jazziger Melancholie und grunge-iger Zeitkritik insgesamt viel ehrlicher zur Geltung. Man merkt, dass "New adventures..." kein reines "Studio"-Album ist, denn es trägt eine gewisse "on the road"-Atmosphäre in vielen seiner Stücke, die sich vor allem mit den unvorhersehbaren Wegen des Lebens, und was diese aus/mit uns machen beschäftigt. Selbstkritisch wird sich aber auch mit Star-Ruhm und dem Älterwerden auseinandergesetzt. Das goldene "Electrolite" setzt einen klaren, viel helleren Schlusspunkt und endet, merkwürdig versöhnlich, mit der Zeile "I'm not scared, I'm out of here".
"New adventures in HiFi" jemandem näher zu bringen, der R.E.M. kaum kennt wird sehr schwierig sein. Auch für Fans ist ein neues Album immer eine Herausforderung, da beim ersten Reinhören oft "Dissonanzen" zu Bekanntem auftreten. Lässt man sich darauf ein, so erschliesst sich einem jedoch nach und nach der aussergewöhnliche Charakter dieser Musiker und ihrer Liebe zur Musik.
Besonders hervorzuheben wären neben "Electrolite" noch die Grunge-Ballade "Leave", das rasante, E-Guitar-lastige "Departure", die Liebeserklärung "be mine" und der "Roadie"-Titel "low desert".
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Atmosphärisches Cover, cleverer Titel! Neue Abenteuer in Hi-Fi. Mag sein das es daran liegt zu wissen das die Lieder unterwegs aufgenommen wurden, die Stimmung unterwegs, in Bewegung und rastlos zu sein zieht sich durch das gesamte Album. Die Schwarzweiss-Fotos im Booklet unterstützen diese Stimmung noch und auch Titel wie Leave und Departure sprechen für sich. Für mich persönlich ist es das beste R.E.M. Album bisher. Automatic for the people ist mir viel zu monoton und schwermütig.
Das absolute Highlight ist E-bow the letter, Michael Stipe im Duett mit Patti Smith. Eine Ballade mit Gänsehautgarantie! Das Lied ist schon wieder so melancholisch das es beim Hören glücklich macht, ähnlich wie Karma Police von Radiohead oder One von U2.
Die Mischung aus schnelleren und langsamen Stücken ist gut gelungen. Nach dem nachdenklichen Einstieg How the west was won and where it got us folgt das temporeiche The wake-up bomb und verbreitet gute Laune.
Electrolite ist ein versöhnlicher, entspannter Abschlusssong. Der Song verklingt und der Hörer fühlt sich so als wäre er gerade glücklich von einer schönen Reise nach Hause zurückgekehrt.
Ist New Adventures In Hi-Fi Musik zum Autofahren? Auf jeden Fall ein Album das sich anfühlt wie eine lange, faszinierende Reise durch die USA.

Anspieltipps: E-bow the letter, Leave, So fast so numb
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