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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen roh und melodisch zugleich..., 7. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: 1977 (Audio CD)
Das erste wirkliche Ash-Album ist auch noch das "rohste", wenn man es so nennen will...
Wenn man es mit den ersten Ash-Songs vergleicht, die noch deutlicher im Punk verwurzelt waren, ist dieses Album eine Mischung aus etlichen Sachen, angefangen von punkigen Nummern ("Kung Fu", "Darkside Lightside") bishin zu tragenden Balladen ("Oh Yeah", "Lost in you", "Gone the dream"). Losgehen tut das ganze mit dem anfangs sehr experimentell und lärmig anmutenden "Lose Control", das allerdings eines der besten Ash-Kracher ist wie ich finde, vor allem live. Spätestens nach ein paar mal hören fängt es an zu gefallen. Als nächstes kommt eine der drei Singles von der selbst Tim Wheeler, seines Zeichens Songwriter, Sänger und Gitarrist von Ash, behauptet es sei einer der besten Songs die er je geschrieben hat. Und das ist es zweifelsohne, wenn nicht vielleicht sogar das Beste. Nicht nur äußerst beliebt in Fan-Kreisen kreiert dieser Song ein ganz besonderes Feeling, das wie ich finde auch erst nach mehrmaligem Höhren so richtig zur Geltung kommt, so war es zumindest bei mir. Es ist schwer in eine Kategorie einzuordenen, im Prinzip ein Rocksong mit teilweise düsterer, teilweise hoffnungsvollen Stimmung und handelt, wie die meisten Ash-Songs, von Frauen ;) Daraufhin folgt "Girl From Mars" was damals der Song war mit dem Ash der Durchbruch gelang. Ein guter geradliniger Pop-Rock Song der schnell ins Gehör geht und dort auch lange Zeit drin bleibt. Ursprünglich sollte der Song "Girl from Ards" heißen, nach einem Mädchen benannt, mit dem Tim mal etwas hatte und die aus Ards kam. Er wurde aber umbenannt und war sogar Song in der Warteschleife bei der NASA.
Nächste im Bunde ist "I'd give you anything". Anders als bei dem Titel zu vermuten ist es keine zuckersüße Ballade sondern ein straighter Indie-Rock Song der allerdings vor Akkordwechseln und Harmonien strotzt...Eher einer der schwächeren Tracks auf dem Album. Als nächstes kommt eine dieser angesprochenen Balladen. "Gone the Dream" ist ein melancholischer Song der eine gewisse Schwermütigkeit transportiert, untermalt von dezenten Streichern und genialen Akkordwechseln gehört er für mich auf jeden Fall zu den Höhepunkten. "Kung Fu" wurde innerhalb von 5 Minuten in der Rohfassung geschrieben, ein 0-8-15 Punk-Pop-Song der aber durch sein Spaßpotential besticht und immer ein Highlight ist auf Konzerten. "Oh Yeah" war auch eine Single-Auskopplung und zählt halb in die Balladenschiene, obwohl der Refrain gut rockt. "Let it flow" sehr Britpop-lastig wie ich finde trotz der rohen Gitarren, selten gespielten auf Konzerten, auch eher einer der schwächeren Tracks, aber trotzdem ein ziemlich guter Song. Gefolgt von "Innocent Smile", von Bassist Mark Hamilton geschrieben, auch ein straighter Rocksong etwas punkig angehaucht. Darauf folgt dann die nächste Single-Auskopplung "Angel Interceptor". Eigentlich ein Pop-Rock-Song mit atmosphärischem Satzgesang im Refrain, hat auf jeden Fall Mitsingcharakter und ist ein klasse Song wie ich finde. Vorallem der Double/Triple-Effekt beim Solo hat was. Mit "Lost in You" kommt ein absolut unterbewertetes Stück wie ich finde, es ist eine klasse Ballade, absolut melodisch (für manche vielleicht zu melodisch) aber wie ich finde ein Wahnsinns-Song alleine das Gitarren-Intro ist genial und wenn der Gesang losgeht kommt sofort eine bedrückende Stimmung auf, denn Wheeler's Gesang klingt auch etwas klagend aber absolut passend zu der Stimmung des Songs. Geniale Gitarrenarbeit, toller Gesang, klasse Text. Den finalen Endpunkt setzt ein Kracher mit "Darkside Lightside" sehr punkig und fetzig gehalten, geht der Song gut voran und hat trotz seiner teilweise anfangs merkwürdig-vorkommenden Akkordfolgen einen Mitsing-Charakter.

Als Fazit lässt sich sagen, sicherlich das am wenigsten ausgereifte Album der 3 Nordiren, allerdings vollgepackt mit Top-Songs bis auf ein paar Ausnahmen. Wer auf melodischen Indie-Rock/Pop mit etwas Britpop-Einschlag steht ist hier genau richtig. Und eine Top-Songwritingarbeit noch oben drauf, wenn man bedenkt dass die 3 Mannen zu diesem Zeitpunkt erst 19 Jahre alt waren.
Absolute Kaufempfehlung!
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wäre man doch wieder 15..., 13. März 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: 1977 (Audio CD)
Wichtigste Frage zuerst: Wie klangen Ash anno 1995? Zelebrierte "Trailer", das Mini - Album, noch vergleichsweise rohen Grunge, so geht eben jener auf "1977" eine fruchtbare Liason mit Britpop ein. Die Gitarren können noch heftig rocken, aber die Harmonien verstecken sich auch nicht.

Es geht etwas krachig los mit "Lose Control", aber sobald Tim Wheeler anfängt, zu singen, ist es gar nicht mehr so hart, wie es zu Anfang schien. Er hat eine recht sanfte Stimme. Also genau das richtige für die melancholische, aber zugleich verträumt - glückliche Ballade eines verliebten Teenagers, die sich hinter "Goldfinger" verbirgt. Diesem Lied gehört ein Denkmal gebaut. Das wird auch nicht mehr getoppt, aber sowohl "Innocent Smile" mit seiner berauschten Lebensfreude und den Comic - ähnlichen Metaphern als auch "Darkside Lightside" mit dem genialen Solo kommen dem recht nahe. Mit "Kung Fu" ist auch noch ein Track zum rumhüpfen dabei, langsam, aber nie zäh, fließende Balladen machen jedoch den größeren Teil aus. "Lost in you", "Gone the Dream" oder "Oh Yeah" sind schöne Beispiele dafür. Das offensichtlich beliebte "Girl from Mars" ist so gar nicht mein Geschmack, genau wie "I'd give you anything", "Let it flow" ist ein bisschen arg poppig, geht aber noch klar, und "Angel Interceptor" ist für mich ein Lückenfüller, den man hören kann, oder überspringen. Es war übrigens eine Single, genau wie "Girl from Mars".

Also, was bleibt unterm Strich? 3 Lieblingslieder für die Ewigkeit, 5 sehr gute, 2 weniger gute und 2 gar nicht gute Lieder. Was aber der größte Pluspunkt für das Album ist, ist die Tatsache, dass man, selbst wenn man es nicht wüsste, merken würde, dass hier Teenager am Werk sind. Der Grundtenor ist so jugendlich - beschwingt und überhaupt nicht gekünstelt, kein Pathos, kein Kitsch, dass es einfach verdammt ansprechend ist. Das macht es zu einem emotionalen Hörerlebnis. Zumindest sehe ich das mit meinen 19 Lenzen so. ;)
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1977
1977 von Ash (Audio CD - 1996)
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