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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen REM straightforward
Mit ihren Multi-Platin-Alben OUT OF TIME und AUTOMATIC FOR THE PEOPLE wurden REM Anfang der 90er innerhalb kurzer Zeit von einer idealistischen College-Rock-Band zum stadionfüllenden Mainstream-Headliner, eine Entwicklung an der so manche Indie-Rocker wohl zerbrochen wären. REM taten das einzig richtige, und testeten ihre wachsende Schar an Fans mit einem Schlag...
Veröffentlicht am 8. Juli 2003 von beatnoir

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Von Einbruch keine Spur
Wer hätte das gedacht! R.E.M. und brachialer Rock. Wo ist die ganze Melancholie, der Weltschmerz der letzten Alben? Verstummt? Nein, auf keinem Fall, er ist in den Hintergrund getreten und von brachialen Gitarrenriffs abgelöst worden. Viele werden anfangs verstört sein, nach diesen wunderbaren merlodiösen Ohrwürmern von Out of Time und Automatic...
Veröffentlicht am 3. Juli 2002 von Thomas Ritter


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen REM straightforward, 8. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Monster (Audio CD)
Mit ihren Multi-Platin-Alben OUT OF TIME und AUTOMATIC FOR THE PEOPLE wurden REM Anfang der 90er innerhalb kurzer Zeit von einer idealistischen College-Rock-Band zum stadionfüllenden Mainstream-Headliner, eine Entwicklung an der so manche Indie-Rocker wohl zerbrochen wären. REM taten das einzig richtige, und testeten ihre wachsende Schar an Fans mit einem Schlag ins Gesicht, indem sie einen Stilwechsel zu den kommerziell erfolgreichen Vorgängerplatten einschlugen.
Als Rock-, aber nicht ausgesprochener REM-Fan finde ich es recht amüsant, daß manche REM-"Fans" mit dieser Platte wenig anfangen können, denn das hieße eigentlich die Vergangenheit von REM als Independent-Rock-Band zu verleugnen, die immerhin schon eine Dekade vor "Everybody hurts" begonnen hat...
Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: ich liebe AUTOMATIC FOR THE PEOPLE, halte es für eines der 20 besten Alben überhaupt, und würde ohne Zögern 5 Sterne dafür vergeben. Aber ich mag eben auch Independent Rock, Wah-Wah-Pedals, brettharte Gitarrenriffs und Rückkopplung. Und ich finde daß REM auf Monster klingen, als ob sie jede Menge Spaß am "Plug & Play" Sound hätten, und das ist ihnen - in Anbetracht des kommerziellen Drucks der auf ihren Schultern lastete - hoch anzurechnen.
MONSTER mag nicht zum vielschichtigsten gehören, was REM im Laufe ihrer langen Karriere vorgelegt haben, aber das trashige Cover im Seventies-Stil verspricht Spaß, und den bietet die Platte mit ihrem direkten, gitarrenlastigen Sound allemal. Und wenn sich manche Fans über mangelnde Abwechslung beklagen, so sollten sie sich vielleicht mehr REM-Alben besorgen, denn dann macht MONSTER genau diese Abwechslung aus!
DER herausragende Song ist für mich "Crush with Eyeliner", mit genial verzerrter Gitarre und dem wohl härtesten Refrain der Bandgeschichte. Die Kunst der Platte ist aber das Fehlen von Ausreißern - in "Star 69" lassen REM ihren Punkrock-Wurzeln freien Lauf und "Bang & Blame" verblüfft 5 Minuten lang mit dem Wechsel zwischen atmosphärischem Minimalismus und dem rockigen Chorus. "Strange Currencies" erinnert an "Everybody hurts", ist mit Michael Stipe's leidenschaftlichem Gesang aber eigentlich die bessere Ballade von beiden. Gegen Ende werden mit "I took your name", "Circus Envy", und dem Kurt Cobain gewidmeten "Let me in" noch härtere Töne aufgezogen, die fast schon das Prädikat "Grunge" oder zumindest "Alternative Rock" verdienen!

Sicher kein Fehler, auch wenn damit so mancher Fan, der REM bloß vom Kommerz-Radiosender kannten, verschreckt wurde... für mich gehört diese Platte jedenfalls zu den besten 3, die die Band gemacht hat!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wird völlig unterschätzt, 10. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Monster (Audio CD)
Von R.E.M.-Fans wird man immer schief angeguckt, wenn man sagt, dass einem "Monster" gefällt. Leute, denen R.E.M. sonst zu soft sind, können mit dem Album mehr anfangen. "Monster" ist ein konsequent gutes Stück Rockmusik. Musikalisch vielleicht nicht so perfekt wie "Automatic for the People", aber wenigstens auch nicht so übertrieben extravagant wie "New Adventures in Hi-Fi". Die Qualität dieses Albums erschließt sich vielleicht nicht beim ersten Hören. Doch obwohl es auf dem Album etwas härter zugeht, hört man, dass es R.E.M. sind. Besonders herausragend sind das ausgesprochen rockige "What's the Frequency, Kenneth?" und das wunderbar schräge "Bang and Blame". "Monster" ist auf jeden Fall kein Fehlkauf. Liebhaber etwas härterer Musik sollten hier auf ihre Kosten kommen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Alte Stärken - neue Sounds" oder "ausgekotzte Genialität", 14. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Monster (Audio CD)
Nach den folkigen Welterfolgen "Out of time" und "Automatic for the people" schlugen R.E.M. auf "Monster" scheinbar völlig neue Töne an. Schlaffe Rhythmen, verfremdeter Gesang und vor allem viele heftig verzerrte E-Gitarren dominieren den Sound dieses Albums, was man bis dahin von R.E.M. nicht gewohnt war.
Dies ist wohl der Hauptgrund für den im Vergleich zu den Vorgängeralben relativ bescheiden gebliebenen kommerziellen Erfolg und Bekanntheitsgrad der durchgängig starken Songs der CD.
Dabei haben Stücke wie das unendlich kraftvolle "What's the frequency Kenneth", das rasante "Star 69" oder die herrlichen Balladen "Strange currencies" und "Tongue" (letzterer Song erinnert durch sein klavierbetontes Arrangement von der Instrumentierung her als einziger an das "Automatic"-Album)
durchaus Hitqualitäten. Was das Album jedoch besonders ausmacht ist die Tatsache, dass sich nach oftmaligem Hören gerade weniger auffällige und bekannte Stücke als Dokumente aller feinsten Songwritings erweisen. Das komplett auf einem brachialen Tremolo-Riff der Gitarre aufgebaute "I took your name" und das überaus mitreißende "Circus envy" (was für eine Gitarren-Figur!) sind Songs, die zunächst etwas unmelodiös und emotionslos vorgetragen wirken, mittlerweile für mich jedoch die Höhepunkte dieser Platte markieren, welche eine besondere emotionale Ebene anspricht, die nicht jedem so leicht zugänglich ist.
Vieles wirkt künstlich und nicht so bodenständig, natürlich und sensibel wie auf den meisten anderen R.E.M.-Alben; Themen der Texte sind Heuchelei, Eifersucht und Besessenheit. Doch gerade dies war das Ziel der Musiker; sie schaffen es, ein scheinbar völlig neues Metier zu betreten, ohne ihre größte Stärke (das scheinbar ständig abrufbare, überragende Songwriting) zu verlieren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zärtlicher Krach, 25. September 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Monster (Audio CD)
Sie selbst haben diese Scheibe rückblickend nicht so besonders gerne. Zu stressig ist wohl die Aufnahme-Situation gewesen. Immerhin hatten sich R.E.M. vorher vorgenommen, nach den Radio-kompatiblen Pop-Platten "Out Of Time" und "Automatic" so richtig auf die Tonne zu hauen, um für eine Welttour rockendes Material zu haben. Nun, da gab es im Studio wohl ziemlichen Streit über den Fortgang des Arbeiten. Als Unbeteiligter bewertet man denn aber diese Kopfgeburt doch anders: Well done, Folks. Völlig verblüffend, wie zugänglich diese Songs unter ihrer krachenden Oberfläche geraten sind. Sogar das wild rückkoppelnde "Circus Envy" ist ein mit Lärm nur mäßig maskierter Ohrwurm. Und Stipe brilliert in Songs wie "King Of Comedy" oder "Bang And Blame" als rüpeliger Rock-Shouter. "Let Me In" ist ein tief empfundenes und zu Herzen gehendes Lamento für den durch die eigene Hand gestorbenen Kurt Cobain. Das Album gehört zu den Top 3 der Band.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Seit fast 20 Jahren rauf und runter gehört..., 3. Juni 2012
Von 
Biene Maya 2013 (Yucatán) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Monster (Audio CD)
Es gibt nur wenige Bands, die ich schon mit 14 gemocht hab - und die ich immer noch toll finde. R.E.M. ist da eine große Ausnahme! Ich kann die Alben immer noch rauf und runter hören, mehrmals am Tag und ich krieg einfach nicht genug davon.
Meine R.E.M.-Lieblingsalben sind immer noch "Automatic for the People" und "Out of Time" - aber danach kommt gleich "Monster", das ungleich rockiger ist und nicht so tief geht, wie die beiden anderen genannten Alben. Deshalb nur 4 Sterne - im Vergleich zu den anderen R.E.M.-Alben. Mal abgesehen davon hätte die Scheibe aber auf alle Fälle 5 Sterne verdient.
Typisch für Monster ist die verzerrte Gitarre und eben der allgemein recht rockige Sound.
Stipes Stimme ist wieder mal großartig. Mal cool, mal gefühlvoll, mal falsettig...
Meine Favourites: "What's the Frequency, Kenneth?", "Strange Currencies" (ach, was bin ich als Jugendliche bei diesem Lied hingeschmolzen :-), "Bang and Blame" und "Let me in".
Ein Album, das ich einfach immer wieder höre, wahrscheinlich bis ich alt und greis bin...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach den Melodien kamen krachende Gitarren, 30. Juli 2001
Rezension bezieht sich auf: Monster (Audio CD)
REM kann man vieles vorwerfen. Feige sind sie sicher nicht. Nachdem die Melodien von Automatic for the people noch der halben Welt in den Ohren hingen, ging der Monster-Opener What's the frequency Kenneth bereits über die Sender. Das Stück schockte nicht wenige, und doch ist eines der "angenehmsten" Stücke auf Monster. REM krachen, rocken und schreiben, was das zeug hält und Vergleiche mit früheren Alben sind unmöglich. Wenn eine band so etwas macht, muß sie sich nie wieder anpassen. "Let me in", eigentlich eine einzige verzerrte Gitarren Orgie ist eine homage an Kurt Cobain, Star 69 löst sämtliche Songstrukturen auf. Einzig Tongue erinnert an die früheren REM...Einsame Spitze!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Laut, Schräg, Cool!, 6. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Monster (Audio CD)
Eine der besten Eigenschaften von R.E.M. ist es, immer wieder genau das Gegenteil von dem zu machen, was alle von Ihnen erwaterten - und nirgendwo zeigte sich das Besser als bei "Monster"! In der Hochphase des Grunge präsentieren sie mit "Automatic for the People" ein ruhiges, melodisches und sehr orchestrales Werk, und just in dem Moment, wo sich die Grunge-Phase dem Ende nähert wird gerockt was das Zeug hält! Das Ergebnis sind Songs, die zwar nicht von sehr hohem Niveau sind, aber unheimlichen Spaß machen! Außerdem ebnete "Monster" den Weg zum besten R.E.M. Album überhaupt, nämlich "New Adventures In Hi-Fi", was man auch als "Automtic For The Monster" bezeichnen kann. Fünf Sterne sind zwar etwas viel, aber vier sind es alle mal!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die wiederentdeckung der verzerrten gitarre, 19. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Monster (Audio CD)
über REM brauch ja eigentlich nicht mehr viel gesagt werden. in den inzwischen 20 jahren ihres bestehens haben sie es immer wieder geschafft sich in neue stilrichtungen auszustrecken, ohne sich dabei selbst zu verleugnen.
monster (erschienen 1994) hat dabei die undankbare aufgabe der nachfolger der (zumindest in den augen der öffentlichkeit) besten REM alben "out of time" und "automatic for the people" zu sein.
die damals noch 4 südstaatler meistern diese aufgabe mit einem stilbruch. ein bisschen klingt es wie "gitarren eingestöpselt, verzerrer an, und dann losgerockt!"
fast alle lieder werden von Peter Buck's verzerrter und oftmals mit tremoloeffekten angereicherter gitarre getragen. für große orchestrierungen oder ausgefallene instrumente bleibt wenig platz.
dadurch wird das album sicherlich zur direktesten und rockigsten REM-platte der neunziger. was allerdings dabei ein wenig auf der strecke bleibt ist der musikalische tiefgang, der z.B. "automatic for the people" oder das unterschätzte "new adventures in hi-fi" auszeichnen. außerdem fehlt bei der doch recht einseitigen instumentierung teilweise die abwechslung.
rühmliche ausnahme: das grandiose TONGUE. Michael Stipe singt hier im falsett zu klavier und hammondorgel und schafft damit eine der großartigsten balladen der band.
außerdem hörenswert: der gradlinige opener WHAT'S THE FREQUENCY KENNETH und das schräge BANG AND BLAME.
insgesamt eine empfehlung für alle die REM mal gradliniger, direkter, rockiger hören wollen. ansonsten kommt "monster" nicht ganz an einige andere alben der band heran.
daher "nur" GUT!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Raue Schönheit., 28. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Monster (Audio CD)
Passender konnte der Titel zu diesem Album nicht sein: MONSTER. Laut, schnell, heftig, mit puristischen Rockklängen, schräger Gesang, vetrackte Melodien. All dies ist meilenweit entfernt von den beiden vorangegangenen Alben, die ein Megaerfolg für R.E.M. waren, ja durch die sie erst der breiten Öffentlichkeit bekannt wurden. Hier scheint auch ein wenig das Problem für die Band zu liegen, vor allem die Käufer, denen OUT OF TIME und AUTOMATIC FOR THE PEOPLE an's Herz gewachsen sind, fremdeln mit diesem Werk. Nichtsdestotrotz hat auch MONSTER seinen Platz in der Band- und Musikgeschichte und klingt auch heute noch so rotzig und zeitlos wie 1994. Das Album bietet eine Hand voll Auskopplungen, auch wenn kein Riesenhit dabei ist, so liefen Songs wie BANG AND BLAME oder STRANGE CURRENCIES doch auf allen Kanälen und zeigten die Präsenz der Band.

Gleich mit der ersten Single WHAT'S THE FREQUENCY, KENNETH? zeigen R.E.M. die Marschrichtung des Albums auf. Schroffe Gitarrenklänge dominieren den Song, übertönen gar Michael Stipes Gesang. Ähnlich kompliziert wie der Songtitel scheint die Melodie. Doch der Song wächst mit jedem Hören, auch heute noch.

Eine ähnliche Soundkulisse wie beim Opener gibt's bei CRUSH WITH EYELINER. Der Song wirkt auf mich leicht behebig und wird von Michael Stipe mehr gesprochen als gesungen. Cool klingt der Gitarren-Mittelteil.

Ein wenig an Schwung und Tempo nehmen R.E.M. bei KING OF COMEDY auf. Coole und flotte Rocknummer, bei der mir besonders die weiblichen, gehauchten Backgroundvocals gefallen.

Große theatralische Klänge hauen uns die Jungs bei I DON'T SLEEP, I DREAM um die Ohren. Dies ist der erste Song, bei dem man Michael mit gewohnter Stimme singen hört. Die Strophen verlaufen in ruhigen Bahnen bevor wir jeweils zum grandiosen Refrain schreiten. Toll.

Ein kurzer und knackiger Wachrüttler ist STAR 69. Hier geht's mit Hochgeschwindigkeit zur Sache. Eigenwillig ist die in mehreren Sequenzen übereinander liegende Stimme von Michael Stipe. Der Sound rockt richtig geil, einfach eine coole Nummer.

In STRANGE CURRENCIES habe ich mich vom ersten Hören an verliebt. Der Song ist wohl der kommerziellste des Albums. Ich mag einfach den gefühlvollen Gesang, die wunderbare Melodie und die schönen Gitarrenklänge im Sound. Alles verläuft in herrlich ruhigen Bahnen, einfach die perfekte Rockballade.

TONGUE verläuft auch ruhig. Ist aber aufgrund der extrem hohen Gesangsstimme und dem elektronischem Orgelsound reichlich entrückt und wirkt anfangs doch befremdend. Doch irgendwann hat mich der Song gepackt, dann aber richtig.
Schwebend, träumerisch und entrückt klingt hier die Musik.

Mit BANG AND BLAME kehren wir dann zum rockigen Kern des Albums zurück. Hier gefällt mir besonders der Aufbau: Die Strophen sind eher unauffällig und zurückgenommen, während es beim Refrain ordentlich scheppert und kracht. Die Melodie ist gefällig und bleibt gleich hängen, der Gesang typisch Michael Stipe, und so war dies auch eine ideale Singleauskopplung.

Ein wenig aus der düsteren Rockecke kommt I TOOK YOUR NAME. Der Song ist jetzt nicht der Kracher, eher von der unauffälligen Art, der zwar recht gut klingt aber nicht unbedingt hängen bleibt.

Kann man eine Ballade mit schrammelnden Gitarren unterlegen? Man kann, und wie! LET ME IN ist für mich das Highlight des Albums. Allein das Stimmpotential von Michael Stipe, wenn zum Finale seine hohe Stimme von den Gitarren und Orgelklängen begleitet wird, klingt das nur noch megageil.

Irgendwie scheint sich gegen Ende der Kreis dieses Albums zu schließen. Der Sound ist ähnlich schroff und fordernd wie am Anfang und auch der Gesang verfällt wieder in die tiefen Sprechphasen. CIRCUS ENVY rockt richtig geil und der Refrain klingt richtig gut, der Sound scheint puristisch auf's Wesentliche konzentriert.

Mit YOU gibt's noch einen großartigen Abschluss. Der langsame Song reift nach und nach aus und türmt sich beim Refrain zu unsagbarer Größe auf. Höhepunkt ist hierbei das grandiose Finale, welchen den Hörer nochmals in seiner ganzen Aufmerksamkeit fordert.

Dieses Album von R.E.M wird Viele nicht gleich, Manche nie überzeugen. Meine Erfahrung damit ist, dass man MONSTER die nötige Zeit geben sollte. Es wächst stetig, offenbart seine raue Schönheit nicht auf einmal, sondern immer Stück für Stück. Irgendwann kommt dann der Punkt an dem es Dich gepackt hat, und du nicht mehr davon lassen kannst. Das Monster auf dem Cover gleicht auch eher einer Miezekatze, eigenwillig wie das gesamte Design aber doch faszinierend. Dies trifft dann auch auf die Musik zu.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen REM lassen es krachen., 6. August 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Monster (Audio CD)
Man kann "Monster" wohl ohne Zweifel als härteste REM-Scheibe bezeichnen und dieses Album dürfte für viele eingefleischte Fans (zu denen ich mich nicht zähle) wohl das Befremdlichste sein. Und wenn nicht die unverkennbare Stimme von Michael Stipe wäre, könnte man meinen, dieses Album hat mit REM nicht viel zu tun. Die Songs werden mit schöner Distortion und Echo-Effekten vorgetragen und rocken einfach nur klasse. Songs wie "Crush with eyeliner", "Bang and blame" oder "I took your name" lassen es grandios krachen und bestechen trotzdem durch schöne Melodien, wie sie dann doch wieder nur aus der Feder von REM stammen können. Wer auf Rock der härteren Gangart steht oder gern Grunge hört (ja, auch eine Spur Grunge ist auf diesem Album ohne Zweifel vertreten), der darf sich vor diesem REM-Album nicht verschließen - man würde einiges verpassen!
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