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am 10. Juni 2003
Ende 1984 veröffentlicht, war "Hatful of hollow" in erster Linie als eine Alternative und Ergänzung zum im selben Februar veröffenlichten Debutalbum "The Smiths" konzipiert worden. Da viele Kritiker nicht zu Urecht bemängelt hatten, "The Smiths" sei ein wenig steril produziert und vermittle nicht die Dynamik und die Brillanz der umjubelten Live- Auftritte oder der Radiosessions vor dem Debut, wollte man hier die Smiths aus einer anderen Perspektive zeigen. 1983 hatten die Smiths ein paar Radiosessions für die John- Peel- bzw. David- Jensen- Show eingespielt und waren dadurch erstmals einem großen Publikum ein England außerhalb ihrer Heimatstadt Manchester bekannt geworden. Einige dieser Aufnahmen wurden hier versammelt und bilden den Großteil der "Hatful"- Tracks. Sie zeigen die Smiths als vitale Band, deren Gitarrist Johnny Marr (mit seinen nicht einmal 20 Jahren) imstande war, auch ohne seine im Studio vielfach aufgetürmten Gitarren- Overdubs einen Song anders und trotzdem spannend und glanzvoll zu spielen (Anspieltipp: "This charming man") und die reguläre Studioversion manchmal vielleicht sogar noch zu übertreffen (das akustische "Back to the old house"!). Zwar sind die Sessions meistens nicht gerade optimal produziert worden ( so ist z.B. das Schlagzeug zu weit in den Vordergrund gemischt), sodass ein Perfektions- verwöhnter Konsument aus der Jahrtausendwende manchmal ein wenig die Nase rümpfen wird. Rentieren tut sich "Hatful of hollow" allemal, zumal einer der frühesten, erstaunlich rockigen Songs nur hier den Weg auf ein Album gemacht hat: "Handsome devil". Da soll es der Freude auch keinen Abbruch tun, dass der Rest, den ich nicht erwähnt habe, mit Ausnahme von "How soon is now" zur Gänze und in derselben Form auf der ultimativen Singleskollektion "Louder than bombs" zu finden ist (die weithin bekannten "William,it was really nothing", "Hand in glove" u.a). "Hatful of hollow" kann ja nichts dafür, dass diese Songs schon drei Jahre später auf "Louder than bombs" noch einmal erschienen.
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am 24. Juli 2003
Besser geht's nicht. Die frühen Aufnahmen der Smiths- es handelt sich grösstenteils um Radiosessions- zeigt ihr absolutes Talent; herrlich frisch und positiv minimalistisch. Über Morrisseys Qualitäten als Texter braucht man nicht diskutieren. In der Popmusik hat es meines Wissens nie solch scharfsinnig empfindsame Texte gegeben. Hier wurde auch das kleinste Detail des Lebens mit völliger Hingabe betextet. Morrissey singt Grosses und Unerhörtes mit einer unglaublichen Lockerheit. Gleich im Opener „William, it was really nothing" singt er " I don't dream about anyone, except myself"
Hier gibt es noch keine noch so feine Ironie, wie auf den späteren Alben. Die Band war zur Zeit der Aufnahme arm und euphorisch. So etwas kann auch das grösste Talent nicht mehr wiederholen. Für den Einsteiger ist sicherlich „The queen is dead" zu empfehlen...
Für mich ist und bleibt aber „Hatful of hollow" zusammen mit „Strangeways here we come" das wahre Vermächtnis der besten und wertvollsten Band seit den Beatles.
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am 5. November 2001
Das zweite Album der Smiths, welches wie das Debüt ("The Smiths") im Jahre 1984 erschienen ist, zeigt auf, welches Potential in der 4-köpfigen Band aus Manchester steckte. Zuzüglich zu Peel-Session-Versionen von alten Songs des ersten Albums ("This Charming Man", "Reel Around The Fountain", "Hand In Glove") gesellen sich hier geniale Tracks ("How Soon Is Now", "William It Was Really Nothing", "Please Let Me Get What I Want"), die u.a. als Single-Auskoppelungen für Furore sorgten. Schade, daß sich diese geniale Kombo 1987 auflöste, sonst würde man heute viel mehr solcher schönen Alben zur Verfügung haben (insgesamt 8 sind von Smiths erschienen). Solche Bands wie The Smiths findet man heutzutage leider immer seltener.
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am 1. November 2001
Jeder weiß, daß die Smiths wie keine andere Band die Musiklandschaft nicht nur GB geprägt haben. Viele Bands haben versucht, es ihnen nachzumachen, nur ganz wenigen ist es gelungen. Z.B. This nigth has opened my eyes ist ein Song, der nicht nur - wie gewohnt - traurig sondern vielmehr intelligent und und nahe der Realtiät zugleich ist. Dies gilt im übrigen für alle der Songs auf dieser CD. Mein Tip: Kaufen! Es ist nie zu spät, Smiths-Fan oder Morrissey-Fan zu werden. Es besteht allerdings Suchtgefahr. Ich kann ein Lied davon singen!
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am 29. Juli 2010
Noch bevor das Debüt der Smiths im Februar 1984 in den britischen Plattenläden landete, war die Gruppe um Morrissey und Johnny Marr in ihrer Heimat bereits so etwas wie eine Sensation. Ende 1982 hatte sie ihr erstes Konzert gegeben, ein Jahr später war Morrissey dank seines exzentrischen Bühnengebarens und seiner kontroversen Interviews jedem Popfan ein Begriff. Entscheidend zur Bekanntheit von The Smiths trugen 1983 nicht zuletzt die insgesamt vier Radiosessions beim BBC bei, die in den Sendungen der DJs David "Kid" Jensen und besonders des berühmten John Peel ausgestrahlt wurden. In diesen Zeiten war ein Auftritt in einer Radioshow eine ideale Promotion, und The Smiths erwiesen John Peel gebührenden Respekt, indem sie in den kommenden Jahren noch zweimal Songs für ihn einspielten.

HATFUL OF HOLLOW, ein Sampler mit BBC-Sessions und anderen Tracks, sollte die Lücke schließen, die das als etwas enttäuschend empfundene Debutalbum THE SMITHS hinterlassen hatte. Im November 1984 erschienen, stammen 10 der 16 Tracks aus den beliebten Radiosendungen. Einige davon waren bereits auf dem Debüt oder als Single erschienen: "What Difference Does It Make", "This Charming Man", "Reel Around The Fountain", "You've Got Everything Now", "Still Ill". Von billiger Wiederverwertung kann dennoch keine Rede sein: Alle Songs unterscheiden sich in dieser Version deutlich von den offiziellen Studioaufnahmen. Der raue, spröde und warme Sound spricht traditionell viele Fans an, die sich an dem vergleichsweise sterilen Sound von THE SMITHS nicht erwärmen können.

Aus der Auswahl ragt besonders die "swingende" Version von "This Charming Man" heraus, und "Still Ill" überrascht mit einem Beatles-inspirierten Mundharmonika-Intro Johnny Marrs. Die schönste Perle ist aber vielleicht das unterschätzte "Back To The Old House", das mit Marrs virtuoser akustischer Begleitung die auf LOUDER THAN BOMBS enthaltene Studioversion um Längen schlägt. Außerdem birgt HATFUL OF HOLLOW das ungewohnt rabiate "Handsome Devil", eine der frühesten Kompositionen von Morrissey/Marr, von dem ebenso wie vom bezaubernden "This Night Has Opened My Eyes" keine Studiofassung existiert. Bei aller Brillanz muss man aber einräumen, dass HATFUL OF HOLLOW keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt: Um die Liste der 1983 für die BBC aufgenommenen Tracks zu komplettieren, fehlten noch 5 Songs, von denen bis heute nur einer ("Miserable Lie") nachträglich offiziell erschienen ist. Da herrscht also immer noch Nachholbedarf.

Was ist sonst auf HATFUL OF HOLLOW zu finden? Zugegeben: Alle restlichen 6 Tracks, mögen sie auch noch so prominent sein, finden sich in der gleichen Fassung auf wenigstens 1 weiteren Sampler, namentlich auf der Referenz-Compilation LOUDER THAN BOMBS: Das gilt für die vier hier versammelten Singles ("Hand In Glove", "William, It Was Really Nothing", "Heaven Knows I'm Miserable Now" sowie das obligatorische "How Soon Is Now?") ebenso wie für die nicht weniger notorischen B-Seiten "Girl Afraid" und "Please Please Please Let Me Get What I Want". Die Tatsache, dass ein Drittel des Materials auf einer größeren Compilation drauf ist, stellt den einzigen nennenswerten Abstrich dar. Der Qualität der Songs tut das keinen Abbruch.

Fazit: HATFUL OF HOLLOW ist eine interessante und sehr empfehlenswerte Zusammenstellung und eine der hörenswertesten Scheiben der Smiths. Für den Neueinsteiger mag der Sampler vielleicht nicht zu den ersten Bezugspunkten in der verzweigten Smiths-Diskographie zählen; doch wäre HATFUL... eventuell sogar als Alternative zu THE SMITHS denkbar.
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am 9. November 2002
Die Gitarrenkl?nge fallen herab, wie Regen von h?ngenden Schultern. Nein, hier spricht nicht der Yuppie, der sich erstmals ein "Hoppla" eingestehen mu?te, hier spricht der klagende Morrissey, der sich nicht in die unvermeidbaren M?hlen der Massengesellschaft begeben will. In schonungslosen Worten beschreibt er einen gewaltlosen, inneren Widerstand, der nicht die geringste Aussicht auf Erfolg hat, aber der einen wenigstens nicht zum Komplizen macht. Der Untergang ist dabei gewi?, aber wenn man Thathers und Blairs U.K. oder Kohls und Schroeders Deutschland betrachtet - Viel hatte der Nonkonformist nie zu verlieren...
F?r Ignoranten sind die Smiths nur eine Phase zwischen Jam und Oasis. Aber diese Ignoranten k?nnten sich auch Sommerhits-Collections reinziehen, und sie w?rden noch die diversen T?nze dazu lernen. F?r das Gegenteil aller Ballermann-Urlauber ist dieses Album unverzichtbar.
Auf diesem Album, welches ich als allererstes mit auf eine einsame Insel nehmen w?rde, (ohne explizit nach Musik gefragt worden zu sein...), m?ge folgende Textzeile den Appetit anregen: "In my life, why do I give valuable time to people who don?t care if I live or die?".
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1983 gaben die Smiths diverse Radiosessions, und hauptsächlich die hören Sie hier. Ohne große Tricks croont Morrissey ins Mikro und wieselt Johnny Marr durch herrliche einfache und doch komplexe Gitarrenläufe. 1984 kam die damals noch Platte als die zweite LP der Smiths heraus.

Louder than bombs hat den Inhalt mehr oder minder auch drauf, die Abmischung hätte bei "Hatful of Sorrow" weniger das manchmal lahm wirkende Schlagzeug, sondern die E-Gitarre nach vorne schieben sollen. Dreieinhalb bis vier Sterne.
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am 16. November 2015
Ich besitze einiges von den Smiths und sicher auch die meisten der hier enthaltenen Titel, von denen fast 50% Best-Of Niveau haben. Trotzdem hat es mich gereizt, dieses Album zu besitzen, da es für mich der Ursprung des Riesenerfolges dieser Mutter aller Britpop Bands ist. Das dann im damals zeitgemäßen Vinyl passt irgendwie auch.
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am 9. November 2013
Die Smiths sind zweifellos eine der inspirierensten und einflussreichsten Bands aller Zeiten und dieses Album hat in meinen Augen die höchste Leistungsdichte ihrer Alben!
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am 9. April 2004
Die Smiths wie man sie nur lieben kann: melodien so schön wie die liebe, wahnsinnige gitarrenriffs und virtuoseste basslinien. ein hit jagt den anderen (william it was really nothing, this charming man...). man kann nur die repeattaste drücken, noch lauter stellen und mitgröhlen, auch diejenigen, die das sonst nicht tun, werden nicht anders können.
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