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am 22. Dezember 2005
die perfekte platte gibt es wahrscheinlich nicht. aber es gibt platten, die sehr nahe an diese perfektion heranreichen. "automatic" ist so eine.
sie erfüllt alle kriterien, die einen meilenstein der musikgeschichte ausmachen: wunderschöne songs, tiefgründige lyrics, perfekte arrangements (für die in diesem fall übrigens led zeppelin bassist john paul jones verantwortlich zeichnet!), athmosphärische dichte, totale absenz von füllmaterial, keine zugeständnisse an den mainstream (man erinnere sich was zu der zeit sonst so in den charts war) und so weiter.
ausserdem beeinflusste R.E.M. nicht zuletzt mit diesem werk generationen junger aternative rock- und grungebands, wie beispielweise nirvana (als man kurt cobain kurz nach seinem freitod auffand, befand sich "automatic" in seinem cd-player), pearl jam, counting crows, matchbox 20, death cab for cutie, smashing pumpkins oder coldplay, um nur ein paar zu nennen.
obwohl das album vor superhits nur so strotzt - man on the moon, evrybody hurts, drive, the sidewinder sleeps tonite, nightswimming - sind es für mich vor allem die oft übersehenen songs wie "try not to breathe", "find the river"(die untergegangene 6. single) oder "sweetness follows", die es so unglaublich stark und kohärent machen
R.E.M. zemetierten mit diesem album ihren damaligen status als "größte rockband des planeten", den sie sich auf die harte tour über ein jahrzehnt hinweg erarbeitet hatten. allerdings auch einen status, den sie laut gitarristen peter buck, niemals erreichen wollten.
na ja, dann hätten sie doch einfach schlechtere platten herausbringen müssen! doch ich glaube, dass selbst der parade independent rocker buck inzwischen damit leben kann.
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am 24. März 2008
Natürlich kannte ich R.E.M. schon länger, wer tut das nicht? Doch so richtig auf sie gekommen bin ich, als ich mir das aktuelle live Album gekauft habe. Begeistert war ich, weil die Band neben den unzähligen Hits auch richtige "kunstvolle", fast abstrakte Lieder spielte, was mich etwas überraschte. Nun, Automatic For The People. Was soll man dem Titel entnehmen? Egal, R.E.M. muss man sich einfach anhören, und ich war hin und weg! Dass es auf einer Platte, die Meisterwerke und Hits wie Drive, Everybody Hurts, The Sidewinder Sleeps Tonite oder Man On The Moon enthält, sogar fast noch bessere Songs gibt, hat mich total umgehauen. Ein Kunstwerk, ich glaube dieser Begriff trifft hier wirklich zu. Neben den genannten kommerziellen Songs faszinieren Lieder wie Sweetness Follows, Monty Got A Raw Deal oder besonders das geniale Nightswimming, welche zum Teil fast schon dem Jazz unterzuordnen sind. Ich muss ehrlich sagen, dass ich selten ein derart komplettes Album gehört habe, dass beim ersten Mal anhören begeistert und beim zweiten und dritten Mal fast schon überwältigt. Wirklich ein absolutes MUSS für alle, die sich mit hochwertiger Musik beschäftigen und/oder die Hits der Platte einfach Klasse finden!
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am 11. Januar 2000
Eines der besten Alben aller Zeiten liegt hier so unscheinbar vor mir. Ein Meisterstück und obwohl man von REM ja eigentlich nur sehr gutes gewohnt ist, übertreffen sie sich hier noch einmal. Das meiner Meinung nach beste Album, das sie je gemacht haben. Schon der Opener „Drive" versprüht eine mystische Atmosphäre und lässt Gänsehautschauer über den Rücken fließen. Absoluter Höhepunkt ist das sparsam intonierte „Nightswimming". Die Stimme von Michael Stipe tut das Ihre dazu und man kann den Klängen einfach nicht wiederstehen. Diese CD ist die absolut beste Medizin für einsame, ruhige Stunden. Man kann sich herrlich entspannen und alle Sorgen des Alltags für eine Stunde vergessen. Eine Wohltat für die Seele. Herausragend. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 19. November 2011
Vorweg: Ich bin voreingenommen. Und das aus zwei Gründen. Zum einen bin ich immer noch leicht wehmütig nach dem Abschied von R.E.M.. Und zum Anderen verfolgt mich dieses Album schon mein halbes Leben. Sie war eine der ersten CD's die ich hatte, und ich höre sie bis heute regelmäßig von Anfang bis Ende, gerade an kalten Herbstabenden. Kritik daran dulde ich also nicht :) Für mich ist die Platte, noch vor "New Adventures in HiFi", das stärkste Werk von R.E.M. und definitiv eines der fünf besten Alben der Neunziger.

Jeder einzelne Song ist für sich genommen stark, die besondere Größe entwickelt das Album aber durch seinen Rhythmus, durch die Abfolge der Songs - quasi als Gesamtkunstwerk. In Fan-Kreisen wird immer mal wieder diskutiert, ob es das etwas sperrige "Ignoreland" wirklich gebraucht hätte. Ich denke: Ja. Der Song ist ein Widerhaken im letzten Drittel, ohne den es dann doch etwas zu eintönig geworden wäre.
So aber gelingt dieser wunderbare, großartige Rhythmus aus düsteren, melancholischen und zwischendurch dann mal vereinzelt ausgelassenen Momenten. Das geht mit dem fast bedrohlichen und intensiven "Drive" los. Dann kommt das zarte (und textlich ergreifende) "Try not to breathe". "The sidewinder sleeps tonight" ist dann fröhlich-ausgelassen-poppig und lässt als Kontrast damit die Hymmne "Everybody hurts" umso mehr rausstechen. In diesem Wechsel geht es dann weiter bis zum Über-Hit "Man on the moon".

Und dann kommt zum Schluss das beste: Ich weiß nicht, wie viele Bands davon träumen, als Closer für ein Album den perfekten, ruhigen, melancholischen Rausschmeißer zu komponieren, der einen stimmungsvoll "in die Nacht" entlässt. R.E.M. haben hier auf jeden Fall diesen Song geschaffen: "Nightswimmung". Wunderbare Harmonien, eine ganz schlichte Klavieruntermalung und dazu der Text über vergangene Zeiten: Nachts nach zwei Flaschen Wein mit Freunden im See baden gehen. Und nachdem Stipe, Mills, Buck und Berry schonmal einen perfekten Song hingelegt haben, kommt einfach ein noch besserer direkt danach: "Find the river". Den beschreib ich jetzt gar nicht näher, sondern weise nur auf den unfassbar schönen Harmoniegesang von Mills und Berry hin, die perfekt auf Stipe abgestimmt sind und den Song damit erst so wunderschön machen. Ich weiß noch dass ich nach dem ersten Hören einfach still sitzen geblieben bin, um die Atmosphäre nicht kaputt zu machen. Echt groß!

Das gilt auch für das ganze Album. Wer das nicht hat, darf seine Plattensammlung nicht "Plattensammlung" nennen. Es hat nämlich den Ruf von R.E.M. geprägt wie kein anderes.
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R.E.M. nannten "Automatic for the people" in einem Interview ihre Death Record. Ein passendes Herbstalbum. Zwar bereits 1992 erschienen, aber zeitlose Musiker wie auf diesem melancholischen Monument nutzt sich nicht ab. Manche werden die Songs als deprimierend finden, andere das genaue Gegenteil, und spätestens das letzte Stück, das majestätische "Find the river" ist vertonte Hoffnung und sehr erhebend. Radioheads "OK Computer" hat eine ähnliche Wirkung, wie auch "The Joshua Tree" von U2. Allesamt gigantische, geniale Alben! Und auch Coldplay Hörer werden sich hier zu Hause fühlen. Der Titel ihres 2008er Albums "Viva la Vida or Death and all his friends" würde auch zu allen eben erwähnten Platten passen, Hymnen auf das Leben für die Einen, depressiv und weinerlich für die anderen. Den Mittelweg auf "Automatic for the people" gehen "The sidewinder sleeps tonight", "Ignoreland" und "Man on the moon".
"Everybody hurts" wurde bei Erscheinen des Albums etwas zu oft auf MTV gezeigt (1992 gab's da noch Musikvideos, lang ist's her). Inzwischen strahlt dieser tröstende Song wieder wie eine Kerze in der Dunkelheit, wie der Stern von Bethlehem oder einfach wie ein starker R.E.M. Song.
"Drive" ist so cool wie Nirvanas "Dumb" und "In bloom". Kurt Cobain bewunderte Michael Stipe sehr und nannte ihn in seinen Tagebüchern einen tragischen Helden.
"Nightswimming" wurde damals als Anspielung auf die angebliche HIV-Erkrankung Stipes gedeutet (der damals stark abgemagert aussah), durchaus schlüssig, das Nacktbaden bei Nacht als Metapher für ungeschützen Sex. Möglich ist aber auch eine Deutung als Verlust von Vertrautheit und Schutz. Und die Zeile "September is coming soon" spielt sicher auch auf den bevorstehenden Herbst (des Lebens) an. R.E.M. waren bereits 1992 nicht mehr jung, jedenfalls nach dem Rockstar-Klischee.
Hörenswerte Texte. Schöne Musik.

Ein Album für die Ewigkeit, "The sidewinder sleeps tonight" sticht mit seiner etwas zu sehr an das penetrant fröhliche Shiny happy people erinnernde etwas heraus. Aber auch dieser Song fügt sich in das sehr harmonische Automatic for the people ein.

Anspieltipps: Drive, Try not to breathe, Find the river
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am 4. Juni 2003
Nicht nur eingefleischte R.E.M.-Fans lieben und kennen das kleine Wunder "Automatic for the People" - ja, viele sind erst durch die großen Hits "Everybody Hurts", "Drive" und "Man on the Moon" auf die Vier aus Athens, Georgia, aufmerksam geworden. Trotzdem... die DVD setzt noch eins drauf. Nicht nur durch die Lyrics und den kristallklaren Sound, sondern auch durch eine reizende Dokumentation zur Entstehung des Albums, erzählt von Berry, Buck, Mills und Stipe selbst, sowie dem stolzen Restaurantbesitzer, dessen Soul Food Café "Automatic for the People" Namensgeber für eins der schönsten Alben der Popgeschichte war.
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am 4. Januar 2000
"Automatic For The People" ist eine Platte, die man sich vielleicht zwei oder dreimal anhören muß. Aber dann muß man feststellen, daß diese CD einfach ein Meisterwerk ist. Die Scheibe ist anders als zum Beispiel "Out Of Time", mit seinen Hits wie "Shiny Happy People" oder "Losing My Religion". Ein Lied wie "Everybosy Hurts" ist sehr gefühlvoll, nur "Sindwinder Sleeps Tonight" klingt etwas wie ein Titel aus der früheren Zeit. Das Album ist eher was für richtige Musikfans und nicht für Leute, die ihre CD nach irgendwelchen Charts aussuchen und nur die Hits hören, die überall gespielt werden. Dieses Album gehört für mich mit zu den Besten der letzten Zeit und R.E.M. beweisen mal wieder, daß sie einfach eine Top-Band sind. Die CD gehört einfach in eine gute Plattensammlung. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 13. Juni 2006
Die Neunzigerjahre haben nicht sehr viele Alben hervorgebracht, welche an diese kraftvolle, spektakuläre CD heranreichen. Nicht einmal von R.E.M. selbst, die bis auf 'Reveal' und ein oder zwei Tracks auf 'Around the Sun' seither nichts annähernd Vergleichbares aufgenommen haben. Jeder dieser Tracks hat auf seine Weise einzigartiges Format, obwohl es nur 'The Sidewinder Sleeps Tonite' und 'Man on the Moon' auf ihre 'Greatest Hits' Compilation geschafft haben. R.E.M. beweisen durchweg große Stilsicherheit, sowohl bei schönen Balladen als auch bei handfesten Rocknummern.

Nun ist eingängige Musik zu machen eine Sache, großartige Texte zu schreiben aber eine ganz andere. Ein solcher Text ist zweifellos der von 'Night Swimming', weil er uns die Schönheit des Augenblicks fühlbar macht. Wie schon 'Everybody Hurts' mit sehr viel Tiefgang und recht bilderreich angelegt, beschreibt das Lied minutiös die Details und besonderen Gefühle einer ganz speziellen Situation - des Schwimmens bei Mondschein. Neben 'Man on the Moon' mein persönlicher Favorit, obwohl mir fast alle Titel dieser CD sehr gefallen.
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am 28. Juni 2015
Sollte man eine Rezension zu einem Album verfassen, von dem man nicht wirklich überzeugt ist - oder den Job lieber den Fans überlassen? Die Gefahr, für wenig hilfreich gehalten zu werden, ist natürlich hoch. Was soll der Nutzer aber mit durchweg begeisterten Kritiken anfangen, die der Gegenseite keine Chance geben?
Ich gebe offen zu, dass ich R.E.M. immer für überbewertet gehalten habe, weil ich ihre Songs und ihren Sound nicht halb so inspirierend finden konnte wie offenbar der große Rest, der sie zwischendurch zur „größten Rockband aller Zeiten“ gekürt hat. Diese Einschätzung habe ich nie verstanden, und ich verstehe sie bis heute nicht. Für mich waren sie immer die Simon & Garfunkel der Neunziger, deren Musik irgendwie nicht richtig losgeht und sich in ironisch-melancholischen Analysen des Zeitgeistes verliert. Die Songs selbst wirkten auf mich melodisch und nett, aber auf eine seltsame Weise schal, als hätte man Nirvana's „Come As You Are“ in meterdicke Watte gepackt, damit es nicht so weh tut. Dass Kurt Cobain sie offenbar verehrte, irritierte mich.
Ich habe mir nun nach mehr als 20 Jahren noch einmal „Automatic For The People“ vorgenommen, ein Album, das so lange kaum gehört in meinem CD-Schrank wartete. Mag es an meinem fortgeschrittenen Alter liegen oder daran, dass diese Musik schlichtweg den Test der Zeit bestanden hat, ich erlebe es inzwischen ein bisschen anders. In einer Zeit, in der gitarrenlastige Härte den Ton angab, hatten diese drei Musiker den Mut, zu ihren songorientierten Wurzeln und doch mitten in ihrer Gegenwart zu stehen. Sie waren keine Rocker, sondern Songwriter mit hoher musikalischer Fantasie, irgendwo zwischen den Beatles und Pink Floyd und einer Tradition verpflichtet, die wesentlich älter war als die meisten ihrer Hörer. Schon der Opener macht das deutlich. „Drive“ bezieht sich auf die Rock'n'Roll-Vergangenheit und entpuppt sich als vielschichtige Hymne auf die damalige Gegenwart der Teenager Rebellion. „Everybody Hurts“ verstehe ich als durchaus ernst gemeinten Trost für einen Selbstmordkandidaten, der laut Text einfach weitermachen soll, weil sich das Leben trotzdem lohnt. „New Orleans Instrumental No. 1“ wirkt auf mich wie ein fast jazziger Ausflug ins Musiker-Handwerk, bei dem die Jungs kurz mal zeigen, was sie auf den Instrumenten drauf haben. „Sweetness Follows“ mündet gar in psychedelische Ufer und beschwört den Vibe der späten Sechziger mit allerlei bunten Blümchen am Rand. „Monty Got A Raw Deal“ erinnert mit dem näselnden Gesang und der Indianermelodie gar an Neil Youngs schönste Balladen. Mir hat es vor allem der Mittelteil des Albums angetan, weil er etwas abgedrehter daher kommt als der gefällige Rest. Es sind komischerweise die drei abschließenden, sehr beliebten Songs, die mir weniger gefallen: „Man On The Moon“ mit seinen allzu leichtfertigen „Yeah, Yeah, Yeahs“, „Nightswimming“ mit seinem etwas plätschernden Pianogeklimper nebst süßlichem Orchester und „Find The River“ mit seinem etwas nichtssagenden Gitarrengeschrammel und dem lahmen Keyboardsound. Da finde ich leider immer noch, dass sie nach Barclay James Harvest klingen.
Ich finde sie auch heute noch zu soft und hart an der Grenze zu seichten Gewässern, aber dasselbe trifft auf viele andere Musiker zu, die ich immer geliebt habe, auf den bereits erwähnten Neil Young ebenso wie auf John Lennon. Michael Stipe's Stimme hält ziemlich die Balance zwischen Cat Stevens und Peter Gabriel, wenigstens für meine Ohren, was aber weder gegen ihn noch für ihn spricht, sondern allenfalls für die Tradition, in der er offensichtlich und ehrlich stand. Seine Texte sind tiefsinnig und passen sich wunderbar in die Melodien ein, die immer wieder nach altbekannten Hits aus den Sechziger und Siebziger Jahren klingen. Ich höre durch sie hindurch oft Hits wie „Imagine“ „Eve of Destruction“, „Carpet Crawlers“ oder „Hymn“. Wer allerdings von dieser Vergangenheit nicht vorbelastet ist wie ich, mag diese Melodien als absolut und eigenständig hören und solche Vergleiche unpassend finden. Stipe und seine Mitstreiter haben sich mit diesem Album in einer ehrwürdigen Singer/Songwritertradition eingereiht, in der schon viele andere gute Musiker ihren Platz gefunden haben.
Aber ich bleibe dabei: „Meilenstein der Rockmusik“ halte ich für schwer übertrieben.
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am 10. Juni 2003
Bereits im Jahre 1991 hatte die in den USA schon in den 80ern gefeierte Studentenband R.E.M. in Europa den Durchbruch mit dem Album "Out of Time" geschafft. Die Hitsingle "Losing my Religion" dudelte einem auf jeder Party entgegen. Nun, dieses Album hatte mich nicht gerade umgehauen.
Aber dann - "Automatic for the People". Einfach nur genial.
Ein Meilenstein der Popmusik, mit einem gemeißelten Line-Up an Songs für die Ewigkeit.
In der Bekanntheit thront natürlich "Everybody hurts" über allem.
Ein Song voller Hoffnung, zudem seinerzeit mit einem fantastischen Video in Szene gesetzt - dürfte dieser Song der wohl wichtigste in der Geschichte der Band aus Georgia bleiben.
Aber bei "Automatic" muss man ganz genau hinhören, bis sich die Facetten der Schönheit dieses Albums völlig erschließen.
So zum Beispiel die wunderbaren Streicher, bei meinem leisen persönlichen Favoriten "Nightswimming".
Oder der Stimmenverzerrer bei "Drive" oder die Harmonien von "Man on the Moon".
Ich brauche kaum zu Erwähnen, dass man dieses Album haben MUSS.
Dennoch bleibt es ein echtes Phänomen: Es war niemals an ein Massenpublikum gerichtet, sondern mit seiner enormen Introvertiertheit ganz im Gegenteil eine sehr persönliche Angelegenheit der Band. Dennoch wurde es ein Millionenseller - sogar in Deutschland. Und das will schon was heißen, angesichts der hiesigen Kaufgewohnheiten.
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