Kundenrezensionen


19 Rezensionen
5 Sterne:
 (7)
4 Sterne:
 (6)
3 Sterne:
 (5)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poppig und gut
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich kann nicht nachvollziehen, warum viele Hörer und auch die großen A-ha-Fans dieses Album so kritisch sehen. Sicherlich, A-ha erscheinen hier wieder poppiger als auf dem Vorgänger "Scoundrel Days". Dafür sind manche Songs auch wieder melodischer ausgefallen. Allein der Titelsong "Stay on these roads" zieht nahezu jeden...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2003 von S. Tewes

versus
3.0 von 5 Sternen Nett, aber nicht überragend und weniger künstlerisch wertvoll als der Vorgänger
A-ha – Stay on these Roads (1988)

In kommerzieller Hinsicht lässt der Erfolg mit ihrem Drittling für die Band in den Staaten nach, doch in Europa sind sie immer noch ungeschlagen an der Spitze. Zu recht? Nun, wenn man das Konzept des Erstling mochte, dann ja. Denn A-ha rudern an den düsteren Einflüssen des Vorgängers vorbei,...
Vor 15 Monaten von Jan Tausendsacher veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poppig und gut, 11. Oktober 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Stay on These Roads (Audio CD)
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich kann nicht nachvollziehen, warum viele Hörer und auch die großen A-ha-Fans dieses Album so kritisch sehen. Sicherlich, A-ha erscheinen hier wieder poppiger als auf dem Vorgänger "Scoundrel Days". Dafür sind manche Songs auch wieder melodischer ausgefallen. Allein der Titelsong "Stay on these roads" zieht nahezu jeden Hörer in seinen Bann. Ich muss direkt wieder an das kultige, alte Video denken, in dem die drei auf ihren Motorrädern dazu über den Highway gefahren sind. Nicht ganz zu Unrecht hat dieses Album dann auch die meisten Songs für das Best-Of von A-ha Anfang der 90er geliefert.
Wer den Hit "Touchy" mag, sollte sich dringend mal die Live-Version vom Video "Live in South America" anhören, sie ist begeisternd, wesentlich rockiger als das Original. Weiterhin sehr empfehlenswert ist die traurig-amtosphärische Hymne "There's never a forever thing", die die Norweger schon längst mal wieder hätten live spielen sollen. "Out of blue comes green" kommt energischer daher als die meisten anderen Lieder auf dem Album, und es ist ein weiterer Anspieltipp. Insgesamt muss ich sagen, dass es sich um ein tolles Album handelt. Es ist nicht eines der besten von A-ha, das steht für mich fest, aber in meinen Augen fällt keiner der Songs ab.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht einfach nur süchtig, 25. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stay on These Roads (Audio CD)
Diese CD hat immer ihren Wert behalten und kann zeitlos gehört werden. Die Musik ist für jeden Fan ein Muß und für jemanden , der mit a-ha noch nichts zu tun hatte, der ideale Einsteiger. Die Texte sind verständlich und nicht wie bei anderen Gruppen überkandidelt. Als die Platte rauskam, war sie schon toll. Je öfter man sie hört, desto besser wird sie!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wendepunkt der ersten Schaffensphase, 5. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stay on These Roads (Audio CD)
Zwei Jahre nach dem kommerziell sehr erfolgreichen und künstlerisch überragenden "Scoundrel days" erschien mit "Stay on these roads" das dritte Studioalbum von A-ha. Häufig findet man die Aussage, dass das dritte Album die Bewährungsprobe bzw. der Scheideweg für den weiteren Werdegang einer Band sei. In vieler Hinsicht ist "Stay on these roads" beides - sowohl Bewährungsprobe als auch Scheideweg. Bewährt haben sich die Jungs durchaus. "Stay on these roads" wurde wie seine Vorgänger ein weltweiter Erfolg. Einen Scheideweg markiert das Album ebenfalls - hin zu einer stilistischen Entwicklung, die von den Mitgliedern - glaubt man den Aussagen in der kürzlich erschienenen Biographie - nicht wirklich gewollt war.

Insgesamt wirkt "Stay on these roads" ein wenig unentschlossen. Stilistisch gingen A-ha den mit "Scoundrel days" eingeschlagenen Weg nicht weiter, sondern kehrten halbherzig zum Synthiepop zurück, ohne dass dieser die Platte in gleichem Maße bestimmt, wie das Debütalbum "Hunting high and low". Stilistisch steht das Album fast wie ein Fremdkörper zwischen seinem Vorgänger "Scoundrel days", und dem Nachfolger "East of the sun, west of the moon". Aber auch das Songmaterial erreicht melodisch und textlich nicht mehr die Qualität der Vorgänger. Heraus kam ein Album, das zwar immer noch weit überdurchschnittlich ist, gegenüber den Vorgängern jedoch deutlich abfällt. Wären die Jungs den Weg, den sie mit "Scoundrel days" eingeschlagen hatten direkt weiter gegangen, hätten sie sich mit diesem Album vielleicht endlich die Anerkennung als ernsthafte Musiker erwerben können, die ihnen eigentlich von Beginn an zustand. Das "Nachholen" dieser Weiterentwicklung auf "East of the sun" brachte dann nicht mehr den erhofften Erfolg.

Der Titelsong vereint Melodik und ausgefeilte Produktion zu einem sehr gelungenen Resultat, verbunden mit einem ansprechenden Video war der Titel in den Charts vollkommen zu Recht sehr erfolgreich. Verglichen mit "Scoundrel days" unterliegt er jedoch deutlich in Anspruch und Klasse. "The blood that moves the body" nimmt die treibende Opulenz des Openers heraus, wirkt auf mich jedoch sehr ausgereift und ist einer der besten Titel des Albums. Hier wird für mich eine gewisse Ähnlichkeit zu "the swing of things" sichtbar, wenngleich sich die Stimmung beider Titel deutlich unterscheidet. Das folgende "Touchy" hat sicherlich hohes kommerzielles Potential, war als Single sehr erfolgreich und ist auch durchaus wohlklingend. Dennoch verkörpert gerade er den Rückschritt an Reife und Klasse, den das Album gegenüber seinem Vorgänger beschreitet. Wenn in Verbindung mit A-ha die Bezeichnung "Boyband" fällt, die ich übrigens für völlig unangemessen halte, kommt mir dieser Titel immer als erster in den Sinn.

"This alone is love" nimmt viel von der Energie und Spannung der Vorgänger heraus. Melodisch und instrumentell wirkt er sehr zurückgenommen, beinahe reduziert, hat jedoch durchaus seinen Reiz. "Hurry home" verfolgt ein ähnliches Konzept, zieht das Tempo allerdings an. Wie sein Vorgänger ist er wohlklingend, wirkt jedoch gerade melodisch ein wenig unentschlossen. Ich persönlich habe mir nach rd. zehn Jahren noch kein abschließendes Urteil über diese beiden Titel bilden können. "Living daylights" führt aus Ruhe und Zurückhaltung der Vorgänger heraus. Schnell und kraftvoll ist er melodisch und instrumentell sehr gelungen und mir persönlich gefällt diese Variante wesentlich besser als die Single-Version, die im Bezug auf Rhythmus und Instrumentierung recht unausgewogen wirkt. Aber gerade bei diesem Song scheinen die Bewertungen sehr stark zu variieren, das eben gesagte spiegelt die meine wieder.

"There is never a forever thing" kehrt die Stimmung wiederum um. Tempo und Spannung werden herausgenommen und in Langsamkeit und Traurigkeit überführt. Durch die behutsame Instrumentierung wirkt der Titel sphärisch und schwebend und ist der sinnlichste des Albums. Obwohl hervorragend, wird er vom folgenden "Out of blue comes green" noch übertroffen. Melodie, Text und Produktion formen einen erhabenen und überragenden Titel, der für mich der beste des Albums ist, voll und ganz an die Klasse des Vorgängeralbums anschließt, bei dem es zugleich aber vollkommen unverständlich ist, warum er nicht als Single veröffentlicht wurde.

"You are the one" markiert einen drastischen Umschwung in Stimmung und Stil. Verglichen mit seinem Vorgänger wirkt er leichtfüßig aber auch oberflächlich und sehr kommerziell und ähnelt in dieser Hinsicht ein wenig "cry wolf", erreicht aber nicht annähernd dessen Klasse. Das abschließende "You'll end up crying" kehrt die Stimmung wiederum, es wirkt depressiv und ob des Bläsereinsatzes leicht lateinamerikanisch.

Obwohl es innerhalb des Albums erhebliche Schwankungen gibt, kann "Stay on these roads" als Gesamtwerk begriffen werden und ich persönlich bewerte es trotz aller Defizite mit "sehr gut". Dennoch ist es mit Sicherheit das schwächste Album in der ersten Schaffensphase von A-ha, wenngleich von ihm mehr Exemplare abgesetzt wurden als von den beiden Nachfolgern zusammen. Diese gingen den Weg hin zu rockigeren Klängen, was in dem melancholisch-rauen "Memorial beach" seinen künstlerischen Höhepunkt fand. Für Fans der Band ist das Album ohnehin Pflicht, Liebhaber der 80er bzw. synthetischer Klänge sollten auf jeden Fall reinhören, während Neulinge mit dem Debüt oder besser dem überragenden "Scoundrel days" beginnen sollten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 13. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Stay on These Roads (Audio CD)
Ein wenig zwischen alle Stühle setzten sich die Norweger mit ihrem 1988 erschienenen dritten Album. Durch den Versuch, den Spagat zwischen dem Gute Laune-Pop des Debüts "Hunting High And Low" und dem wesentlich erwachseneren Nachfolger "Scoundrel Days" zu schaffen, ging der den beiden ersten Alben auf ihre jeweilige Art und Weise eigene rote Faden etwas verloren. Dies heißt jedoch nicht, hier es mit einem völlig missratenen Album zu tun zu haben, man muß sich die Perlen allerdings etwas heraussuchen.

Beim eröffnenden Titelsong wird der in den 80ern mit MTV und "Formel Eins" sozialisierte Musikliebhaber jenseits der Dreißig wohl immer gleich das melancholische Video mit den drei auf schweren Motorrädern dahinfahrenden Herren aus dem Land der Rentierpullis im Kopf haben. Eine starke Ballade, die auch nach zwanzig Jahren nichts von ihrer Präsenz eingebüßt hat. Auch Track 2, "The Blood That Moves The Body", der noch voll im Stil der "Scoundrel Days"-Platte gehalten ist, kann überzeugen. Umso unsanfter wird man von der Singleauskopplung "Touchy!" auf den Boden der Tatsachen heruntergeholt - ein ziemlich auf den Radioeinsatz zugeschnittenes Stück Tralala.

Warum eigentlich so platt? Wie es um Dimensionen besser geht, beweist schon einen Schritt später das wunderbar sensible "This Alone Is Love", das 1986 schon einmal in anderer Version als B-Seite von "I've Been Losing You" veröffentlicht wurde.

"Hurry Home" ist so etwas wie die in Musik gegossene Quintessenz des Albums, konsequent zwischen allen Polen lässt es den Hörer etwas ratlos zurück, ein Gefühl, das auch die für das Album neuaufgenommene Version des ein Jahr zuvor für den James Bond-Film "Der Hauch des Todes" verwendeten Soundtracks "The Living Daylights" gilt. Warum muß man eigentlich ein an für sich perfektes Lied verschlimmbessern?

Am besten zur Beruhigung gleich weiterwandern, denn dort wartet mit "There's Never A Forever Thing" wahrscheinlich DAS Highlight des Albums. Bei Balladen zeigten die Herren Harket & Co. immer schon, wo der Bartel den Most holt, aber dieses Stück ist wirklich ein Diamant, bis heute eines meiner Lieblingsstücke des Trios! Und in diesem Stil geht es nahtlos weiter, denn auch "Out Of Blue Comes Green" hat etwas bestechend Druckvolles, rührt aber gleichzeitig ganz tief die Seele.

Leider plätschert das Album dann etwas lieblos seinem Ende entgegen. Eine weitere Tralala-Single ("You Are The One") und ein nicht wirklich geglücktes Fast-A capella-Stück ("You'll End Up Crying").

Nur 5 von 10 Songs sind also richtig gut, eigentlich ein Kandidat für eine klassische Mittelmaß-Bewertung. Das "Stay On These Roads" trotzdem einen Punkt nach oben rutscht, verdankt es der herausragenden Qualität eben jener Handvoll Lieder, die auch heute noch äußerst hörenswert sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Oft verkanntes Werk von a-ha!, 1. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stay on These Roads (Audio CD)
Das Album "Stay on these roads" wird von vielen Kritikern und bedauerlicherweise auch von vielen Fans eher negativ beurteilt. Zu glatt und kommerziell lautet das meist vernichtende Urteil. Durchaus verständlich, wenn man den Hintergrund kennt - müssen sich doch a-ha selbst und auch ihre Fans immer wieder dem Vorwurf stellen, nur Weichspülermusik zu produzieren bzw. zu mögen. Dennoch tut man diesem Album unrecht, wenn man es als völlige Enttäuschung abtut. Gerade die weiter hinten angeordneten Stücke wie 'There's never a forever thing' und 'Out of blue comes green' gehören nach meiner Meinung zu den besten Sachen, die die Norweger in ihrer frühen Karriere hingelegt haben. Diese wunderschönen (und ja, perfekt arrangierten) Songs sind sicherlich nicht langweilig oder kommerziell. Dass a-ha nach diesem Album wieder etwas rockigere Wege gegangen sind, ist zwar durchaus zu begrüßen, doch es lohnt sich durchaus, auch "Stay on these roads" im Schrank zu haben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Nett, aber nicht überragend und weniger künstlerisch wertvoll als der Vorgänger, 10. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Stay on These Roads (Audio CD)
A-ha – Stay on these Roads (1988)

In kommerzieller Hinsicht lässt der Erfolg mit ihrem Drittling für die Band in den Staaten nach, doch in Europa sind sie immer noch ungeschlagen an der Spitze. Zu recht? Nun, wenn man das Konzept des Erstling mochte, dann ja. Denn A-ha rudern an den düsteren Einflüssen des Vorgängers vorbei, leider auch an wirklichen Innovationen oder großen kreativen Ergüssen.

Los geht es jedoch erstmal mit einer großartigen und großartig ruhigen sowie beruhigenden Synthie-Ballade. Zu der sanften Melodie sieht man innerlich die skandinavischen Wasserfälle plätschern, die Berge ziehen mit der milden Spannung am geistigen Auge vorbei und Mortens Stimme ist wohl noch glasklarer als die heimatlichen, norwegischen Gewässer. (Wird die Metapher einigermaßen klar?) Um es kurz zu machen: Großes, leicht melancholisches A-ha-Flair der besten Sorte mit dem Opener Stay on these Roads. Da nach geht es aber wieder etwas flotter zu. The Blood that moves the Body steht für die etwas fröhlicheren, synthie-getriebenen, melodiösen Songs des ersten Albums, ohne jemals ein Take on me zu überflügeln und ignoriert gekonnt die gekonnten, ernsteren Einflüsse von Scoundrel Days. Schade. Ebenfalls in den gefühlvolleren This alone is Love (bereits bekannt als B-Seite) kann die Band keine neue Impulse setzen, der Refrain stört sogar ein bisschen mit all seinem gesanglichen Pathos. Okay, zugegeben Mortens Stimme ist mal wieder in Höchstform und „nerven“ ist eher als Kritik auf hohem stimmlichen Niveau und eher zu Lasten der Melodie zu verstehen.

Gute, balladeske Momente gibt es jedenfalls in There's never a forever Thing. Eindringlich, beruhigend und sanft, versehen mit einer sanften Klaviermelodie und kühlen Keyboard-Untersetzern. Spannender wird es hingegen im durchaus ernsteren Hurry Home. Die Rhythmus-Fraktion (Drum-Computer versteht sich) verleihen den Synthie-Akkordfolgen etwas angenehm Spannendes. Der nette, aber nicht sonderlich herausragende James-Bond-Song The Living Daylights hat sich indes auch auf das Album verirrt. Geht zumindest in Ordnung.

Absolut negativ und furchtbar 80er-Jahre-Retorten-Standard-Quatsch wird mit den beiden simplen, schrecklich fröhlichen Liedern Touchy! (Ja, der Titel sagt bereits alles über den Text aus) und You are the One (Dito) geliefert. Tralala-Refrains und anbiedernde Melodien auf billigen Keyboards braucht wirklich kein Mensch und hat er noch so eine große rosarote 80er-Jahre-Simpel-Pop-Brille auf. Nein, danke.

Diesen Tiefpunkt könnte eigentlich nur ein Meisterwerk ausgleichen und das kommt auch gleich mit Out of Blue comes Green um die Ecke. Das Teil ist der Hammer und bleibt als eines der besten Lieder der Band in Erinnerung, sowohl im künstlerischen Anspruch als auch in künstlerischer Gestaltung. Der Spannungsaufbau stimmt und zusammen mit gekonnten Keyboardeinwürfen und einer bestechenden rhythmischen Begleitung, nicht zu vergessen der lieblichen Melodie in der Bridge, arbeiten wir uns auf einen Refrain der Extra-Klasse hin. Morten schraubt sich mal wieder höchst emotional und berührend in luftige und absolut glasklare Tonhöhen hinauf. Wunderschön! Und um von diesem Höhenflug auch ja langsam wieder auf den Boden der (mäßigen) Tatsachen zurückgeholt zu werden, hat das Lied auch ein verspieltes (Hey, der Bass scheint echt zu sein), extra langes Outro. Zum Schluss gibt es noch mal ein zumindest melodisch interessantes Stück, You'll end up crying, wobei wohl hier die Emotionen leider vergessen worden. Dank der unkonventionellen Gesangslinien bleibt es zumindest recht lange im Gehör.

Fazit: Mit ihrem Drittwerk gibt es mehr vom typischen A-ha-Pop, ohne dass man etwas von einer Weiterentwicklung spüren würde, noch sonderliche kreative Besonderheiten erfahren würde. Ansonsten gibt es noch zwei richtig herausragende Stücke, die den Fans die Kaufentscheidung abnehmen werden.
Wertung: ***
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen 2 Schritte zurück., 17. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Stay on These Roads (Audio CD)
Als "Stay on these roads" Ende der 1980er Jahre auf den Markt kam, lief es bei mir rauf und runter. Ich war von der Musik absolut begeistert. Heute nach 24 Jahren fällt meine Bewertung für das Album etwas nüchterner aus: Schön glatt produziert, Synthiepop der gängigen und durchschnittlichen Art, geradezu typisch für dieses Jahrzehnt. Dieser Eindruck entsteht wohl durch Titel wie "Touchy!" , "Hurry home" oder "You are the one", die zwar keine Totalausfälle sind aber doch eher durchschnittliche (damals zeitgemäße) und radiotaugliche Popmusik. Und geht man vom Anfang der Karriere der 3 symphatischen Norweger aus, so gingen sie mit ihrem 2. Album "Scoundrel days" einen entscheidenten Schritt nach vorn und nun mit dem 3. Longplayer eher 2 Schritte zurück. Im Vergleich zu den beiden ersten Alben bietet "Stay on these roads" wenig Abwechslung und klingt auf Dauer sogar etwas langweilig.

Natürlich vefügt auch diese CD über einige Highlights: Der Titelsong zum Beispiel, eine Hammerballade (für mich die beste, die A-ha jemals veröffentlichten). Hier passt's einfach: Die Melodie, der Sound und vor allem Mortens gefühlvolle Stimme. Einfach geil und zum Dahinschmelzen schön. Ebenfalls genial ist "The blood that moves the body", das wohl noch etwas vom James Bond - Gastspiel (The living daylights - hier in einer eher faden Neuauflage) aus dem Jahr 1987 inspiriert klingt. Der coole Synthiesound wirkt spannend und besticht durch einen enorm dramatischen Aufbau. Die Melodie ist gut und eingängig, Mortens Gesang ohnehin geil. Mein absolutes Highlight ist "Out of blue comes green". Der Titel klingt etwas rockiger als der Rest des Albums, die Soundelemente sind raffiniert und ergeben zusammen einen geilen Klang. Der Gesang erstreckt sich beinahe über die gesamte Bandbreite von Mortens Können. Der Refrain ist einfach der Hammer und der Spannungsaufbau bis dahin (z.T. erheblich soundreduziert und ruhig)) einfach enorm.

Auch die restlichen Titel sind mehr oder weniger gelungen und hörenswert. Es gibt keine Ausfälle und hörbar ist das gesamte Album. Aber wie gesagt, doch eher relativ glatt und ohne markante Ecken und Kanten. 3 Sterne bedeutet laut Amazon: It's o.k. - Das ist das Album auch, kein Ausreißer, weder nach oben noch nach unten.

Booklet und Artwork gehen so auch in Ordnung. Es gibt ein paar Schwarzweiß-Bilder der Band und auch Freunde von abgedruckten Liedtexten kommen auf ihre Kosten. Mein Fazit: Ein 80er Jahre-Album, welches noch immer gut hörbar ist, auch wenn es an einigen Stellen etwas Staub angesetzt hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Davor und danach gab es bessere Alben von Aha, 12. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Stay on These Roads (Audio CD)
Im Nachhinein betrachtet, jetzt wo die ganze Aha-Geschichte abgeschlossen ist, empfinde ich dieses Album zum damaligen Zeitpunkt als Rückschritt. Das dritte Studio-Album binnen vier Jahren legt ganz klar offen, dass vom, auf dem Vorgänger "Scoundrel Days" durchaus positiv eingeschlagenen Weg abgewichen wurde. War "Scoundrel Days" klanglich eine Weiterentwicklung, ist "Stay on these roads" musikalisch ein ganz klarer Rückschritt zu "Hunting high and low". Möglicherweise wurde dieses Album, auf Kosten der kommerziellen Vorstellungen der Plattenfirma, zurück zum Sound des Debutalbums geführt. Dass die gesamte Produktion auch demnach verdächtig an "Hunting High high and low" erinnert ist nicht weiter verwunderlich, da der gleiche Produzent zu Werke ging. Etwa die Hälfte der Titel ist auch wirklich gut. Als Favorit hebe ich da "This alone is love" hervor. Der Titelsong und "The blood the moves the body" gehören ebenfalls zu den Highlihts. The "Living Daylights" klingt hier gegenüber der Single-Version wie ein Demo. "You are the one" und besonders "Touchy" empfand ich schon damals als Singleauskopplungen für äusserst fragwürdig, da ich mir nicht vorstellen konnte wieso diese Titel zu Hits anvancieren sollten. Mit "You'll end up crying" kann ich gar nichts anfagen. Die restlichen Titel laufen auch so gerade am Durchschnitt, ohne dass man gross in Euphorie verfallen sollte. Dass das Album insgesamt für mich eine eher durchschnittliche Note erhält, liegt einfach daran, dass die Titel (bis auf einige Ausnahmen) wirklich weniger anspruchsvoll sind bzw. durch die zurückgetunten Sound vergangener Tage zu harmlos klingen. Wobei harmlos im Falle von "This alone is love" jedoch auch wegweisend klingen kann. Davor und auch danach gab es noch weitaus bessere Alben von Aha!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen 25 Jahre a-ha-Effekt, 4. Juni 2013
Von 
Hugo Humpelbein "das Viech" (in Sicherheit) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Stay on These Roads (Audio CD)
"Stay On These Roads" von 1988 ist das dritte und für mich seit nunmehr einem Vierteljahrhundert unschlagbarste a-ha-Album. Mindestens 8 von 10 Liedern sind gut bis sehr gut. Nahezu Weltklasse sogar sind der Titelsong und das wenig bekannte "Out of Blue Comes Green". Große Melodien und mitreißende Arrangements sind hier noch keine Seltenheit gewesen. Eine 80%ige Trefferquote hab ich danach leider auf keinem a-ha-Album mehr erlebt. In den 90er Jahren distanzierte sich a-ha (wie zahlreiche andere Popgruppen auch) von dem unverkennbaren Eighties-Sound und verkümmerte in den 00er Jahren sogar zur unerträglichen, weichgespülten Massenware der Easy-Listening-Industrie. 1988 klang Morten Harket noch nicht so leidenschaftslos und unauffällig wie heute.
Meine Theorie ist, a-ha hat sich 2010 aufgelöst, weil die drei smarten Norweger gemerkt haben, dass sie zu weit von ihrem ursprünglichen Wege abgekommen sind - dass sie eben nicht "on these roads" geblieben sind. Mir fehlen in der heutigen Radiolandschaft Neuentdeckungen, die so sehr aufhorchen ließen wie seinerzeit "The Living Daylights", die den berühmten Aha-Effekt auslösen.
(Heißt die Band darum a-ha?)
Deshalb hab ich beschlossen, mir jetzt immer mehr bislang fremde Pop-CDs aus den 80ern zuzulegen, um das was mir vor über 25 Jahren entgangen ist, noch rechtzeitig nachzuholen.
Ich glaube, auf diesem Weg bleibe ich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen A-ha können nicht an den genialen Vorgänger anknüpfen !, 21. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stay on These Roads (Audio CD)
"Stay on these roads", also "Bleib'Deinem Weg treu!", heißt das dritte Album der erfolgreichsten norwegischen band aller Zeiten. Welchen Weg , welche "roads" meinen Magne Furuholmen, Morten Harket und Paul Waaktar-Savoy ? Wahrscheinlich den, weiterhin Hit an Hit zu produzieren, was mit den fünf Singles "The living daylights" (James Bond Titelsong von 1987), "The blood that moves the body", "Touchy!", "You are the one" und dem Titelsong auch gelang. Musikalisch gesehen bleibt das Album allerdings weit hinter dem Vorgänger "Scoundrel Days" zurück. Anstatt die logische Fortsetzung zu "Scoundrel Days" zu liefern (was man dann aber 1990 mit East of the sun west of the moon" tat), lassen sich a-ha mit dieser CD noch tiefer in die Teenie-Schublade rücken, aus welcher sie sich eigentlich schon seit "take on me" zu befreien versuchten. Die Songs selbst sind einmal mehr sehr eingängig, aber wieder einmal viel zu glatt produziert. Höhepunkte der CD sind drei nicht als Single veröffentlichte Songs: die wundervolle Ballade "This alone is love", das funfige "Hurry home" und "Out of blue comes green".
Sven Maertens, Münster (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen