Kundenrezensionen


3 Rezensionen
5 Sterne:
 (1)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was nicht mehr war und was hätte kommen können
Auch und gerade in der musikalischen Entwicklung gibt es Momente, die mit dem Begriff des Zwischenspiels gut umschrieben sind. Als der Ausnahmegitarrist und einzigartige Blues-Musiker Peter Green, die Inkarnation des jüdischen Blues schlechthin, die Band Fleetwood Mac verlassen hatte, prognostizierten viele dem Ensemble das Ende. Wer, bitte schön, sollte diesen...
Vor 23 Monaten von Gerhard Mersmann veröffentlicht

versus
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ... was wäre, wenn ...
... Peter Green bei dieser Platte noch mitgewirkt hätte!?! - Das ist die erste Frage, die man sich stellt, wenn man "Kiln House" das erste Mal gehört hat. Es fällt sofort auf, dass hier - ca. ein 3/4 Jahr nach dem Meilenstein "Then Play On" - ein Drittel der ehemaligen Gitarrenfront der Band im Studio fehlte.
Nachdem klar wurde, dass der ehemalige...
Veröffentlicht am 3. August 2007 von Rezensentin/Rezensent


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ... was wäre, wenn ..., 3. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Kiln House (Audio CD)
... Peter Green bei dieser Platte noch mitgewirkt hätte!?! - Das ist die erste Frage, die man sich stellt, wenn man "Kiln House" das erste Mal gehört hat. Es fällt sofort auf, dass hier - ca. ein 3/4 Jahr nach dem Meilenstein "Then Play On" - ein Drittel der ehemaligen Gitarrenfront der Band im Studio fehlte.
Nachdem klar wurde, dass der ehemalige Bandleader und kreative Kopf der Band nicht mehr zurückkehren würde haben sich Danny Kirwan und Jeremy Spencer das Songwriting geteilt und durchaus hörenswerte Perlen produziert:

Jeremy Spencer konnte sich nach seiner "Auszeit" während der Sessions zu "Then Play On" jetzt wieder nach Lust und Laune austoben.
Was er zu dieser Zeit bereits ausgiebig und überzeugend im Live-Set der Band abgeliefert hatte (siehe z.B. "Fleetwood Mac live in Boston" oder die "BBC Sessions") setzt er hier professionell auf Platte um:
"This is the Rock" und "Buddy's Song" sind 1a Anleihen bzw. Tribute an Elvis Presley bzw. Buddy Holly; seine Vorliebe für klassischen Rock'n'Roll zeigt sich auch in "Hi Ho Silver". Aber auch für Country&Western Einflüsse und Balladen ("Blood on the Floor", "One Together" und Mission Bell") war sich Spencer nicht zu fein - zum Glück!!!

Vor allem aber die Songs aus der Feder von Danny Kirwan sind amtliche Blues-Rock-Klassiker: "Station Man", "Jewel Eyed Judy", das Instrumental "Earl Grey" und nicht zuletzt "Tell Me All The Things you Do" überzeugen durch brilliantes Gitarrenspiel.
Jedoch gerade hier ertappe ich mich allerdings regelmäßig bei dem Gedanken, was wohl aus diesen "ungeschliffenen Diamanten" hätte entstehen können, hätte Mr. Green noch eine zweite (oder erste) Gitarrenspur dazu aufgenommen.

Aus diesem Grund kann ich bei aller Liebe auch nur 3 Sterne vergeben - der Anteil an zeitlosen, unter die Haut gehenden Blues-Rock-Songs ist einfach zu klein.
Zudem hätte auch "Kiln House" endlich mal ein Remastering verdient - auch wenn diese Überspielung von 1987 (!) nicht halb so schlecht klingt wie die von "Then Play On".

Fazit:
Für Fleetwood Mac Liebhaber eigentlich ein "Must-Have", auch wenn das Album zwischen den anderen Veröffentlichungen der Band etwas untergeht!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was nicht mehr war und was hätte kommen können, 15. August 2012
Von 
Gerhard Mersmann "GM" (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kiln House (Audio CD)
Auch und gerade in der musikalischen Entwicklung gibt es Momente, die mit dem Begriff des Zwischenspiels gut umschrieben sind. Als der Ausnahmegitarrist und einzigartige Blues-Musiker Peter Green, die Inkarnation des jüdischen Blues schlechthin, die Band Fleetwood Mac verlassen hatte, prognostizierten viele dem Ensemble das Ende. Wer, bitte schön, sollte diesen Magier und Virtuosen ersetzen, der mit seinen Inspirationen und seiner genialen Empathie die Formation mit ihrer Affinität zum Electric Blues ersetzen? Es konnte keiner! Und es spricht vor allem für die Bandgründer Mick Fleetwood (drums) und John McVie (bass), dass sie dieses begriffen. Und was machten sie? Sie gingen zusammen mit Danny Kirwan (guitar, vocals) und Jeremy Spencer (guitar, vocals, piano) ins Studio und nahmen eine Platte auf, die nichts mehr mit dem gemein hatte, was vorher ihren musikalischen Charakter ausgemacht hatte.

Das 1970 erschienene Album Kiln House wird heute nicht mehr wahr genommen, ist allerdings ein Markstein der Pop-Geschichte. Fleetwood Mac verabschiedete sich vom Blues und wurde eine durch und durch weiße Band. Kiln House ist eine teilweise konsequente Zuwendung zum Rock, die nur für diesen Augenblick anhielt. Schon die nächsten Alben stellten die Weichen zum Pop und bescherten der Band bis heute einen kommerziell einzigartigen Erfolg.

Wie bis zu diesem Zeitpunkt immer praktiziert, wurden die Stücke mit spärlichen technischen Mitteln aufgenommen und überzeugten durch die musikalische Güte der Akteure selbst. Das erste Stück, This Is The Rock, war die programmatische Ansage und stand voll in der Tradition des Rock-a-Billy. In der Art, wie die Formation dieses Stück zu diesem Zeitpunkt spielte, war sie der Renaissance des Genres um mehr als ein Jahrzehnt voraus. Das folgende Station Man war der Tradition des County entlehnt, beinhaltete allerdings harte Gitarrenriffs, wie sie für den Rock der Folgejahre typisch werden sollten. Blood On The Floor klingt da schon eher wie eine Parodie auf den Country ohne instrumentelle Innovation. Während Hi Ho Silver alles Zeug gehabt hätte, zu einem Hit zu werden, wie ihn später die Pioniere des britischen Rocks vorlegten. Die darauf folgenden Stücke fallen in ihrer Qualität mächtig ab, deuten allerdings bereits den Weg an, den Fleetwood Mac später in Richtung Pop gehen sollten. Jewel Eyed Judy könnte ein Beatles Song sein, Buddy's Song klingt wie Small Faces, Earl Grey ist der Versuch, zu Klangbildern wie bei Albatros zurückzufinden, One Together ist bereits Mainstream Pop, Tell Me All The Things To Do wiederum ein Beispiel späteren Gitarrenrocks und Mission Bell, das zehnte und letzte Stück, verweist wiederum auf glatten Pop.

Kiln House ist die Suche nach einem neuen Weg. Es verweist auf die Tradition des Rocks und seine Möglichkeiten und deutet an, in welche Richtung die spätere Entwicklung gehen konnte. Kiln House ist der Abschied vom weißen Blues und und ein Kokettieren mit dem Rock, das Austarieren des Country auf Möglichkeiten der Innovation und die instinktive Zuwendung zum Pop. Kiln House ist kein Themenalbum, sondern ein Dokument der Suche. Wie so oft, birgt das Experiment auch das Gen der Universalität. Es ist zu hören, was nicht mehr war, was hätte werden können und letztendlich kam. Unfertig, frisch, und vieles bis heute alles andere als antiquierte Botschaften.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Britischer Bluesrock at it's best, 24. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kiln House (Audio CD)
Was die Band hier - aus quasi heiterem Himmel, denn die ersten Platten waren ja ganz gut, aber... - abgeliefert haben, macht einen noch heute staunen. Hier sitzt jeder Ton und jeder Beat an der richtigen Stelle, die Songs strahlen noch immer ins Hier und Jetzt herüber. Zauberhaft, anders kann man es nicht nennen. Pflichtkauf - ein Klassiker, aber nicht geeignet für Bluespuristen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Kiln House
Kiln House von Fleetwood Mac (Audio CD - 1987)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen