holidaypacklist Hier klicken Sport & Outdoor BildBestseller Cloud Drive Photos TomTom-Flyout Learn More madamet Samsung AddWash Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic GC FS16

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen5
4,8 von 5 Sternen
5 Sterne
4
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:6,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 27. März 2003
Die Platte beginnt mit einem wilden Trommel- und Gitarrengewitter, Sänger David Byrne stöhnt ins Mikro und singt die unglaubliche Textzeile: Oh, Oh, baby you can walk, you can talk just like me. "Thank you for sending me an angel" heißt dieser brutale Opener und eröffnet einen Songreigen der Extraklasse. Nach ihrem Erstlingswerk "Talking Heads 77" haben sich die vier New Yorker den ehemaligen Roxy Music-Mitstreiter und Sound-Tüftler Brian Eno quasi als fünftes Bandmitglied ins Boot geholt und eine Platte geschaffen, die nervös und treibend den Charakter der Band, das Image, perfekt wiedergibt. Kompakter, kraftvoller und direkter als die Songs auf dem Vorgänger-Album. Und mit Textzeilen wie "I don't have to prove...that I am creative! All my pictures are confused." (aus Artitsts Only) scheint Sänger und Texter David Byrne einmal mehr den Psycho Killer heraus zu kehren. Der Gesellschaft distanziert und abgekehrt zeichnet Byrne Bilder voller Isolation und Skepsis. Ein Blick aus dem Fenster eines Flugzeugs auf das platte Land reicht dem Großstadtneurotiker, um festzustellen: I wouldn't live there if you paid me. I couldn't live like that, no siree! (aus Big Country). "More Songs about Buildings and Food" ist großartige Musik, birgt mit "Take me to the River" nicht nur den einzigen, auf Platte veröffentlichten Cover-Song der Band (das Original ist von Al Green!), sondern auch so etwas wie einen weiteren Hit der Band. Bereits im nächsten Jahr, mit dem dritten Album "Fear of Music" ändert sich das nervöse Bild des hektischen New Yorkers und verwandelt sich in dumpfe Depressionen voller Düsternis und Abkehr. Die Talking Heads entwickeln sich Album für Album immer mehr zu Amerikas wichtigster Band und veröffentlichen 1980 dann mit "Remain in Light" das wohl beste Album der gesamten 80er. "More Songs.." erscheint da nur noch als Fingerübung, die es aber in sich hat!
0Kommentar|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Vorweg möchte ich sagen, dass ich bezüglich TALKING HEADS im Allgemeinen und auch was die Bandbiographie u.ä. angeht so gut wie ahnungslos und deshalb sozusagen unvorbelastet bin. Vielleicht ist das insofern ganz hilfreich, weil ich so abseits des Fanhypes recht "objektiv" über vorliegendes Produkt rezensieren kann.

Was ich weiß: MORE SONGS ABOUT BUILDINGS AND FOOD (welch angenehm unbeschwerter, erfrischender Titel) ist der zweite Tonträger der TALKING HEADS, die gerade im Begriff waren, ihre musikalischen Spektren auszoloten und neue Sounds, Herangehensweisen usw. für sich zu entdecken.
Gerade recht dürfte ihnen zu jener Zeit (wir sind in den späten Siebzigern) ein gewisser Brian Eno gekommen sein, der bereits im Vorfeld mit ROXY MUSIC (und auch solo) sehr erfolgreich agiert hatte und der im Musikbiz längst kein Unbekannter mehr war.

Auf die Platte - nämlich eben MORE SONGS... - hat sich das insgesamt sehr positiv ausgewirkt. Enos Professionalität und Erfahrung im Umgang mit Sounds, ausgefeilten Produktionen etc. trifft auf die unbeschwerte Spielfreude der jungen TH-Musiker (wobei auch Eno musikalisch mitgewirkt hat, wenn man den Credits glauben darf).
Vom Stil her erinnert mich die Scheibe unweigerlich ganz stark an die frühen Roxy-Music-Platten (an denen zuvor besagter Herr ja auch ganz stark beteiligt war) - und das meine ich durchwegs positiv, weil ich insbesonders die ersten Alben der Glam-Alternativ-Rocker sehr schätze.
Tatsächlich hört sich MORE SONGS... wie ein Alternative-Indie-Projekt an, das zwar einerseits musikalisch gesehen keine stilistische Weltneuheit darstellte, andererseits aber durch seine ungekünstelte Spielfreude, Begeisterung und Energie besticht. Ehrlich: Nachdem, was mir bis dato von den TALKING HEADS bekannt war (Soundexperimente, Elektrosounds etc.), hatte ich mir nicht eine derart ungekünstelte, authentische Alternativplatte erwartet. Ja, es tut gut, die frühe Phase der Band derart "echt" mitverfolgen zu dürfen.

Trotz aller "Einfachheit" ist der Einfluss eines Herrn Eno aber keinesfalls zu verkennen. Die Sounds tendieren schon eher in Richtung 80er (trifft im Prinzip aber auch schon auf die Roxy-Music-Alben der 70er zu, wie ich finde), sind darüber hinaus sehr durchdacht eingesetzt und runden die "Gesamtheit" der Platte stimmig ab.
Großes Plus: Eno setzte sein Wissen offensichtlich mit Bedacht ein und wütete nicht als Experimentier-Purist unnötig herum. So gesehen ist MORE SONGS... vielleicht auch ein etwas ungewohnter, weil vl. untypischer Zugang zu den TALKING HEADS, die meines Wissens ja erst in den 80ern so richtig populär und groß wurden - mit Alben und Songs, die mir persönlich (nach mehrmaligem Reinhören) offengestanden nicht so sehr am Herzen liegen...

Fazit: MORE SONGS... ist 90% Musik junger Leute für junge Leute. Das unbeschwerte Statement eines entspannten Sommers (so stell' ich's mir halt gerade vor), der Soundtrack vielleicht gar einer Generation, die gerade hin- und hergerissen von Punk, Elektro, Disco hierin vielleicht so etwas wie den KOMPROMISS schlechthin zwischen sämtlichen In-Stilen und Richtungen jener Zeit finden konnte. Die restlichen 10% vergebe ich an Brian Eno, der 4 gewitzte, junge und hungrige Musiker(innen) gefunden hatte, die sich selbst vermutlich (noch) gar nicht darüber im Klaren waren, was sie da soeben vollbracht hatten...
Selbst, wenn das jetzt sehr dick aufgetragen klingen mag - ich denke, so weit entfernt davon ist dieses Album gar nicht... Aber hören muss man selbst - und genau das würde ich Ihnen nun auch wärmstens empfehlen!

Wie gesagt: Ich bin kein TALKING-HEADS-Fan, aber diese Scheibe hat mich binnen kurzer Zeit fast zu einem gemacht (wären da nicht die für meinen Geschmack teils zähen, anderen Alben)...

5 STERNE also! Reinhören, entdecken und staunen - Sie werden es nicht bereuen!

Ist sicher auch für Leute geeignet, die nichts von Elektromusik und 80er-Jahre-Samplern und Co halten!
Interessante Einsicht in die Frühphase der später legendären TALKING HEADS. Heute würde man die Platte wohl als "Indie" einstufen... Neben Roxy Music waren sie so gesehen ein bisschen die Vorreiter für das, was in den folgenden Jahren (Punkexplosion, Elektrowelle, New Wave und wie sie alle heißen...) noch auf die breite Pophörerschaft zukommen sollte!

Beachtlich auch, welch feines Gespür ein Brian Eno für Talente und gute Musik(er) hatte. Nicht umsonst gilt wohl auch gerade deshalb als einer der besten seines Fachs - und ich denke, ich darf das unverblümt so sagen, weil ich bestimmt nicht zu allem, bei dem Herr Eno beteiligt war, JA und/oder AMEN sagen würde.

So, genug der Worte. Meine Empfehlung: kaufen - und dann selber entschließen, ob man sich denn weiter mit den TH auseinandersetzen will oder nicht. Ich persönlich belasse es vorerst einmal bei diesem einen Appetitanreger der Marke "TH". Vielleicht finde ich zu den späteren, vermeintlich "großen" Werken der Band noch meinen Herzenszugang.

P.S. Frage diesbezüglich: Können mir TH-Kenner ev. Kauftipps geben? Welche Alben der TALKING HEADS "muss" man denn als Musikfreak besitzen?? Danke schon im Voraus für Eure Tipps und Stellungnahmen.

Grüße, ein Musikfan
22 Kommentare|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. September 2012
Kann mich immer nicht entscheiden, ob ich diese oder "Remain In Light" [1980] die beste TH finden soll. Da ich "Remain In Light" unterm Strich ein bißchen öfter gehört habe und sie mir zum Halse heraushängt (vorübergehend), sage ich heute: MSABAF ist das beste Talking Heads-Album aller Zeiten. BRIAN ENO hat noch nicht die Kontrolle übernommen, hinterläßt "nur" sehr markante Produzenten-Spuren, indem er den Ensemble-Sound mit Effekten anreichert und dem hektischen Woody-Allen-Gezuppel so wesentlich mehr Tiefe und Abgründigkeit gibt, als es nach dem Debüt "'77" zu erahnen gewesen wäre. Vor allem die erste Plattenseite mit ihren recht zahlreichen, kurzen Nummern ist der Hammer: "With Our Love", "Warning Sign" und gleich am Anfang das Grobi-mäßig marschierende "Thank You For Sending Me An Angel", Bam-Bam-Bam, ein verschrobener Post-Punk-Kracher jagt den anderen, bis zum ersten wirklichen Highlight des Albums, dem ersten Stück, das sich Zeit nimmt: "Found A Job". David Byrne läßt seine Stratocaster klickern, daß man unwillkürlich Zuckungen kriegt. Nie klangen innere Angespanntheit und nervöses Auf-und-Abtrippeln so funky. Seite zwo erlaubt sich längere Stücke, ausgedehntere Instrumentalstrecken und das nicht erwartungsgemäße AL GREEN-Cover "Take Me To The River", welches ich aber eher einen kleinen Schwachpunkt finde. "Artists Only" hingegen ist großes Kino, und "I'm Not In Love" nimmt stellenweise schon das manische Ethno-Geklapper von (schon wieder mal) "Remain In Light" vorweg.
55 Kommentare|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 6. September 2015
Ich vegerbe hier nur 4 Sterne im Vergleich zu den Nachfolgealben "Fear of Music" und "Remain in Light", die für mich unerreicht sind und bleiben.
Der Eröffnungssong "Send me an Angel" ist ein wahre Adrenalinsspritze. In die allein beginnende Rhythmus-Maschine schneiden plötzlich und überraschend drei einfache Riffs. während Dvid Byrnes Gesang sich als dritte Ebene praktisch durch den ganzen Song auf ein und demselben Ton darüber hält. "With Our Love" besitzt die für die "Talking Heads" typische harte "Disco"- Rhythmusmaschine. Ob "Über-Funk" oder "Rennfahrer-Reggae" : Meistens ist diese Musik gut tanzbar, dies war wahrscheinlich auch ein Brian Eno Einfluß, der auch von diesen Muiskstylen fasziniert war und ist. In "The Good Thing" wird Tina Weymouth ( Bass) in der schönen Chours-Melodie als Harmoniesängerin eingesetzt, das Stück hat ein wenig die Stimmung eines unheimlichen Folk-Songs. "Warning Signs" mit dem durch Echoeffekte exponierten Schlagzeug ist ein Beispiel für all die guten Einfälle die in der Platte/Cd stecken. Etwa der wunderschöne Instrumentalpart in "Stay Hungry": in klingende James Brown Riffs flechten sich plötzlich shärische Synthesizer Klänge. Ein Glanzlicht des Albums. Dem flippigen Wesens Byrnes entspricht oft sein Gesang. Man höre sich "Artists Only" an : zur harten präzisen Soul-Disco-Rhythmik singt er ein gutterales Englisch, als würde es sich um eine unbekannte, fernöstliche Sprache handeln, wie ein Maschinengewehr kann er seine Stimme prasseln lassen. Ein Höhepunkt zum Schluß : "The Big Country" zu schmalzigen Steel-Gutitar-Akkorden und von einem harten Bass untermalt, singt David von Amerkas antiseptischen Seiten, vom Baseball, den sauberen Gebäuden und Parkplätzen, um zur Feststellung zu kommen "I Wouldn`t Live There If You Paid Me To!" ( Q : "Sounds" 1978 Hans Keller). Großes Album einer der größten Bands.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juli 2014
Beste Band der Welt. Die Band begleitet mich jetzt schon mein ganzes leben und ich bin noch immer schwer begeistert, habe zum leitwesen meiner Frau alle CD's ,LB's und Viedeos dieser großartigen Band.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,99 €
5,10 €
5,99 €