Kundenrezensionen


4 Rezensionen
5 Sterne:
 (3)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schmelz, Druck und DIE Band, 19. Januar 2003
Von 
azche24 "azche24" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dixie Chicken (Audio CD)
Dixie Chicken ist eine meiner 10 Platten für die Insel (im Wechsel mit der ebenfalls fantastischen Live-Scheibe "Waiting for Columbus". Die Aufnahmequalität ist historisch, aber die Songs - diese Songs...

Two Trains ist ein Einstieg für Leute, die auch von ungeraden Metren nicht verwirrt werden. Leicht akademisch, aber "very steamy southern style - man". The "Fat Man in The Bathtub" dürfte bekannt sein. Federnder Rhythmus, lustiger Text a'la Zappa und der coolste Einsatz von Cowbells überhaupt. Kein Wunder. Teile der Band haben sich im Clan von Frank Zappa kennen gelernt.

Dixie Chicken mit seinem vertrackten Rumba-Shuffle begeistert die Fans der Band live ohne Ende und gehört mit seinem witzigen Text (man denke nur an "From Dusk Till Dawn") zu den Highlights des intelligenten Rock. Hier in einer mehr akademischen und noch stärker vom Fender-Rhodes des Tastengottes Bill Payne dominierten Version.

Aber ich liebe die Feats und Lowell George liebt so schön und unglücklich. "Roll Um Easy" ist mit der intimen Gitarrenbegleitung einer der tollsten Torch-Songs überhaupt.

Dies ist sicherlich keine Platte für Freunde des Mainstream. Aber wer Rock auch jenseits der 4/4 mag, findet hier DIE Songperlen der 70er - have fun....
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichten aus dem Rock and Roll Heaven!, 5. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Dixie Chicken (Audio CD)
Das Little Feat zu Beginn der 1970er, trotz zweier herausragender Alben, keinen leichten Start hatten, habe ich ja bei anderen Rezensionen schon mal durchblicken lassen. Dass den Musikern aber das Wasser in dieser Zeit oftmals bis zum Halse stand, nicht. Es gab also tatsächlich eine absolut hochkarätige Band, die bis dahin zwei wirklich hochkarätige Alben ('Same' und 'Sailin Shoes') hingelegt hatte und dafür von der gesamten Branche hochkarätig ignoriert wurde! Eine Situation zum Haare raufen und eine Ignoranz, die bis heute seinesgleichen sucht!
Das damals nicht alle Bandmitglieder das Handtuch warfen, war vor allem Lowell George zu verdanken. Er glaubte hundertprozentig an sein 'Kind', wusste, dass die Band fantastisch war und er wusste auch, dass seine Songs fantastisch waren. Damals machte er sich als 'Admiral', der sein Flaggschiff zusammenhielt, einen Namen. Ein Mann, der an sich glaubte und der vor allem ein Ziel hatte: Die damals schon etwas eingetrocknet wirkende, manchmal schlappe Veranstaltung Namens 'Rockmusik' in den Hintern zu treten. Trotzdem ließ sich nicht ganz verhindern, dass die Band nach dem Misserfolg von 'Sailin Shoes' weitgehend auseinanderbrach. Alle Mitglieder, auch der Admiral, verdingten sich, oft genug gemeinsam(!) als Studiomusiker. Nur Roy Estrada, der kauzige Basser, hatte die Band im Frühjahr 1972 ganz verlassen.
Lowell George musste, um die Band zu halten, in die Offensive gehen. Obwohl zunächst nur ein Job an der Bassgitarre vakant war, hielten er und Bill Payne Ausschau nach den Musikern, mit denen die Band zu dem geformt werden sollte, was beiden als Ideal vorschwebte. Ein exakt laufender 'Zwölfzylinder', mit hochkarätigstem und vor allem total eigenständigem Output. Ein R'n'R-Feuerwerk eben.
Mit Kenny Gradney, der den Job als (exzellenter) Basser übernahm, war ein Anfang gemacht. Ihm folgten Paul Barrere als zweiter Gitarrist und Sam Clayton, der die Arbeit an Congas, einem zweiten Schlagzeug und allerhand anderem Rhythmusgerätschaften zu übernehmen hatte.
Das war's also: Die Band hatte sich gefunden!

Mit diesem Line-up ging es ans Werk von 'Dixie Chicken'. Klar hatte der Admiral schon gewisse Vorstellungen, wie dieses Album aussehen sollte. Dafür hatte er mit einigen Songs schon einen mächtigen Eckpfeiler gesetzt. Der wurde nun, zusammen mit den anderen Musikern, systematisch ausgebaut und ergänzt.
'Dixie Chicken' geriet zu einem weiteren Meilenstein, nicht nur Little Feats, sondern in der Geschichte der Rockmusik.
-Und trotzdem: 'Dixie Chicken' brachte der Band zwar höchste Anerkennung, aber wieder nicht den hochverdienten Durchbruch!
Das Album lieferte zehn Songs der oberen und obersten Kategorie ab. Spannungsreich instrumentiert, herrlich vertrackt, aufgebaut auf einer herausragenden, völlig entspannt wirkenden Rhythmusbasis, der es, auf unheimlich hohem Niveau, gelang, die unterschiedlichsten Stilelemente miteinander zu kombinieren, ja regelrecht zu verweben! Immerhin gelang es Little Feat im Laufe des Jahres 1973 ein ganz heißer Live-Act zu werden, der quer durch die USA, vor allem aber an der Westküste und in 'Dixie Land' hohes Ansehen erwarb. Dennoch war's zwischen Studio und Live-Acts nötig, die Familien zu ernähren, weshalb alle Mitglieder wieder hauptsächlich als Studiomusiker weiter werkelten. Auch Lowell George ging zähneknirschend diesen Weg, zumal die Warner Brothers, von Beginn an das Label der Band, nicht helfend einspringen wollten oder konnten (dazu hatten die damals viel zu viele Acts am Start). Der mühsamst erarbeitete Stern begann nun doch wieder zu sinken...
Es war der Producer Bob Cavallo, der nicht nur Little Feats Potential richtig einzuschätzen wusste, sondern auch den Bandmitgliedern zu neuer Motivation verhalf. Gemeinsam stemmten sie 1974 das Projekt 'Feat's don't fail me now' aus dem Boden (siehe dortige Rezi) und damit kam dann endlich auch der erhoffte Durchbruch. Little Feat lebte! -Und wie!!

Nach diesem Ausflug in die Bandhistorie (an dem vielleicht der eine oder andere ermessen kann, wie sehr die Musiker miteinander gelebt und gelitten haben) soll natürlich auch noch 'Dixie Chicken' die Würdigung erhalten, die sie wahrlich verdient hat.
Das Album eröffnet gleich mit dem Titeltrack. Besser kanns auch gar nicht losgehen! 'Dixie Chicken' shuffled sich mit seinem genialen Text auf allerhöchstem Niveau durch seine knapp vier Minuten: Das Take ist eine wahre Freude und avancierte live sogleich zu einer wahren Jam-Orgie, die kein Auge trocken ließ!
Mit 'Two Trains' war George ein mindestens ebenbürtiges Take gelungen. Herrlich vertrackt, hoch melodiös und wieder mit einem fantastischen Text. Gleiches gilt für das wunderschöne, fast zerbrechlich wirkende 'Roll um easy', dass der Admiral wieder überaus ergreifend zu singen wusste.
Mit 'On your Way down' hatte George Allen Toussaint als Songwriter mit ins Boot geholt. Der war schon damals Garant für hochwertigste Songs und hatte mit diesem Take wohl seine bis dato, vielleicht aber sogar insgesamt, beste Nummer geschrieben. Ein wunderbar soulig-dahinstampfender Track, den Little Feat in höchster Perfektion (man höre nur mal auf die sparsame, aber fantastisch eingesetzte, Fender Rhodes!) umsetzten.
Was folgt ist das förmlich dahinschmelzende 'Kiss it off'. Eine bottlenecklastige Nummer, die aber genauso Little Feats Potential (vor allem aber das Lowell George's als Songwriter) offenbart, wie all die anderen dieses Albums. Ein balladesques Take, das ganz nah an der Gänsehautgrenze schrammt und mehr als alle anderen von George's unnachahmlichen Sangesstil profitiert!
Mit 'Fool yourself' verewigt sich erstmals Fred Tackett mit einer wunderschönen, selbstgeschriebenen Hymne bei Little Feat. Er war von da ab immer eng mit der Band verbunden und ist heute, auch wenn Little Feat fast nur noch Live-Acts zu Markte tragen, ein nicht wegzudenkender Kreativkopf, der Trompeten, Cajun-Harmonica und vor allem die E-Mandoline in Little Feats eh schon weitreichende Instrumentierung einbrachte. Lowell George sang dieses Take wieder wie ein junger Gott. Ein wunderschöner, nachdenklicher Titel!
'Walking all Night' ist der erste Output des Songwriter-Gespanns Barrere/Payne, die damit gleich eine regelrechte Duftmarke setzten. Bei beiden stimmte über die Jahre hinweg die Chemie besser als zwischen ihnen und dem Admiral (der seine ureigene Ideen von einem guten Song hatte und auch vehement daran festhielt). Wie sehr sich Barrere und Payne gemeinsam in die Band einbrachten, war aber erst ab dem 'Last Record Album' bzw. der 'Time loves a Hero' zu hören, als deutliche Jazz- und Funkeinflüsse zu verzeichnen waren, die Band aber trotzdem 'Little Feat' blieb.
Der Admiral selbst läuft dafür postwendend mit einem seiner großartigsten Titel ever auf: 'Fat Man in the Bathtub'! Dieses Take ist so mit das genialste, das jemals auf Vinyl oder CD-Träger gepresst wurde. -Und es ärgert mich jedesmal bis aufs Blut, dass sich niemand dazu aufraffen kann, ein Remastering aller Little Feat Studio-Scheiben auf die Beine zu stellen! Es wäre mehr als an der Zeit!! Rhythmisch vertrackt, voller Witz und Poesie mit genialer Slide und (ich kann es auch nicht besser formulieren) dem besten Einsatz von Cow Bells ever. Diese wenigen Schläge, die hier an die Cow Bells gesetzt werden, haben mein Leben geradezu geprägt. Wenn ich das höre, dann bin ich daheim, dann ist die Welt in Ordnung, dann geht's mir einfach gut. Vielleicht liegts aber auch daran, dass ich mich in diesem Take auch immer etwas selbst finde. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, aber der Song trägt vermutlich auch autobiographische Züge. Der Admiral war ja nun nicht gerade ein Asket. Jedenfalls hat es was, mit leichter 'Untergröße' in der Wanne zu sitzen, 'n Hut aufzuhaben und diesen Song laufen zu lassen...
...'ne eisgekühlte Lage Bier schadet in der Situation natürlich auch nicht!
Übrigens kommt 'Fat Man in the Bathtub' live noch wesentlich besser. Nicht nur weil da die Cow Bells deutlicher rüberkommen, sondern auch weil der 'Drive' noch eine Ecke schärfer ist!
Mit 'Juliette' folgt eine ganz frühe Nummer des Admirals, die er schon 1966 oder 1967 (bin zu faul zum Nachsehen) geschrieben hat. Sie hätte nicht früher erscheinen dürfen, denn dieses Take passt auf die 'Dixie Chicken' wie der Finger an den Abzug. Ein ganz fantastischer, schwül-hitziger Track, der vor allem wieder von der vertrackten Feat'schen Rhythmik und George's einzigartiger Stimme lebt. Bei dieser (und auch bei der nächsten) Nummer weiß dann keiner mehr so genau, ob Little Feat nun der Westcoast- oder Southern-Szene zuzuordnen waren. Sie waren aber weder noch, denn sie waren schlicht und einfach Little Feat!
Letzter Song ist das schwerblütige Instrumental 'Lafayette Railroad', das George zusammen mit Bill Payne schrieb. Ebenfalls eine sumpfig-brodelnde, schwül-heiße Nummer, bei der man ständig irgendwie versucht ist, einen Ventilator herauszuhören...

Mit 'Dixie Chicken' haben Little Feat ihr erstes, multi-instrumentiertes und vermutlich auch ihr bis dahin homogenstes Album vorgelegt. Eine Scheibe, wie sie der Himmel nicht besser machen konnte. Eingängig-vertrackt, voller Herzblut und Rhythmik, mit witzigen, teils hochintelligenten Texten und einer der besten Stimmen, die die Rockmusik hervorbrachte. Eine Scheibe die vom ersten Take an zündet, nicht einen Schwachpunkt aufweist und einen für immer gefangen hält. Der 'Rock and Roll Heaven' auf Erden.
-Ein Meilenstein, eben!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Must have !, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Dixie Chicken (Audio CD)
Obwohl ich musikalisch aus einer ganz anderen Ecke komme muss ich neidlos gestehen, das hier ist wirklich zeitlos gute Musik.
Fein ausgetüftelter Südstaaten-Rock-Blues von einer fantastisch eingespielten Band mit einem charismatischen Sänger.
Da wird einem selbst im Winter warm ums Herz !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Stein der Weisen?, 8. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dixie Chicken [Vinyl LP] (Vinyl)
Das Geschriebene bezieht sich auf die MFSL-Ausgabe von Dixie Chicken. Die Musik ist diskussionslos einzigartig! Die (!) Platte für einen heißen und schwülen Tag. Etwas besseres gibt es da nicht. Also freute ich mich auf die definitive Ausgabe von Mofi. Nun ich habe einige der alten Platte von MFSL aus den 80igern, die wirklich wunderbar klingen, eben diese erste berühmte Serie. Nur das was sie jetzt pressen ist eigenartig. Verstehen wir uns richtig, die Platte ist perfekt hergestellt, kein Knackser kein Rauschen. Nur es fehlt das "Leben" die Musik hört sich irgendwie etwas gedämpft an. So richtig Spass macht die Platte nicht, leider... schade.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Dixie Chicken
Dixie Chicken von Little Feat (Audio CD - 1988)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen