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Kundenrezensionen

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Den Innovationspreis für ausgefallene perfekte Kompositionen und Texte (Ooh Baby Baby, Lalalala) wird das vorletzte reguläre Studio-Album Presence von Led Zeppelin aus dem Jahr 1976 nie gewinnen. Diesbezüglich sind lediglich Achilles Last Stand und Nobody's Fault But Mine große Band-Klassiker vom Abum geworden. Achilles Last Stand ist ein über 10-minütiges galoppierendes Epos auf dem sich die Band in Ekstase spielt, gutes Riff von Page und herrliches Drumgewitter von Bonzo. Fast schon Prog-Metal. Nobody's Fault But Mine überzeugt mit seinen Breaks und dem Hin und Her zwischen Gesang, Gitarre, Harmonika und Band. Der Text stammt von einem Bluesstandard. Diese beiden Songs stehen deutlich über dem Rest.
Trotzdem ist Presence für meinen Geschmack nicht so schlecht geraten wie viele immer behaupten. Unter schwierigen Umständen nach Plants Unfall recht zügig aufgenommen und fast hauptsächlich von Page/Plant komponiert, ist es ein ziemlich hartes, rohes und ökonomisches Album geworden. Großen Schnickschnack bei den Arrangements und Produktion gibt es nicht. Es sind hier hauptächlich elektrische Gitarre, Bass und Drums zu hören. Was mich immer an Presence beeindruckt hat, ist vor allem die tighte Bandperformance, weswegen ich das Album trotz vieler mittelmäßiger Songs immer noch gerne höre. Die Rhythmusfraktion groovt unglaublich genau wie ein Uhrwerk noch bei den ausgefallensten Taktwechseln und Breaks wie in Achilles Last Stand oder Nobody's Fault But Mine und den Stilübungen (andere würden sagen Quatschsongs) Royal Orleans, Candy Store Rock und Hots On For Nowhere. Die Gitarrenarbeit von Page stimmt auch. Mit Royal Orleans gibt es zudem einen Song bei dem die Red Hot Chili Peppers ziemlich genau zugehört haben müssen, nimmt er doch schon viel von dem funkigen Rock vorweg, auf den die Band fast ihre komplette Karriere gebaut hat. Das Album klingt ruhig bluesig mit dem 9,5-minütigen Tea For One aus.
Auffällig an Presence im Vergleich zu seinen Vorgängern ist seine Produktion. Das Album klingt um einiges steriler, aber auch klarer, dichter und moderner. Grund dafür war bestimmt, dass es nicht wie so viele Led Zeppelin Alben mit einem mobilen Aufnahmegerät im wahrsten Sinne zwischen Tür und Angel sondern in einem modernen Tonstudio (Musicland München) aufgenommen wurde.

Nachtrag zum 2015er Remaster:
Im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Remasterschüben der ersten 6 Alben fällt der Unterschied zum Remaster aus den 90ern weniger spektakulär aus. Presence war für meine Ohren schon immer ein gut aufgenommenes und produziertes Album. Ich habe die beiden Remaster-Versionen gleichzeitig laufen lassen und dabei hin- und hergeschaltet. Von der Lautstärke fallen kaum Unterschiede auf. Beim neuen Remaster klingt der Mix aber etwas ausgewogener, räumlicher, leicht differenzierter und weniger höhenlastig als beim alten Remaster. Der Bass ist deutlicher zu hören. Für mich klingt das neue Remaster etwas angenehmer.

Fazit:
Für Bandverhältnisse bietet Presence einerseits viel kompositorischen Durchschnitt, dafür aber andererseits durchweg gehobene Bandperformances, guten Sound und Produktion sowie mit Achilles Last Stand und Nobody's Fault But Mine zwei große Klassiker. 4 Sterne sind drin.
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am 13. Mai 2005
In einem Interview sagte Jimmy Page, dass "Presence" sein persönlicher Favorit aller Zeppelin-Alben ist. Kein Wunder - wie ja auch Björn Döring ausführt, arbeitete der Mann geschlagene 18 Stunden am Tag und die Band hatte nur drei Wochen zur Verfügung, um die Scheibe einzuspielen.
Und trotz dieser Zeitnot ist wieder ein ganz starkes Album herausgekommen, das wiederum nicht die besten Krtiken einheimste. Wohl daher, weil man sich inzwischen an stilistisch abwechslungsreiche Alben der Engländer gewöhnt hatte und dann kam mit "Presence" ein Album heraus, das nach dem ersten Hören nur gleich klingende Songs und keine Keyboards enthält und ziemlich kompromisslos auf kraftvollen Rock setzt.
Auch ich hatte beim ersten Durchlauf etwas Probleme, vor allem, weil ich erst die anderen Alben kannte, erkannte dann aber, dass Led Zeppelin eben unberechenbar sind und die Songs trotzdem alle klasse, wie das alles überragende Epos "Achilles Last Stand" mit seinen phantastischen Gitarren, die von überall zu kommen scheinen, dem exzellenten Drumming von John Bonham und dem galoppierenden Bass von John Paul Jones. Auch der zweite Song "For Your Life" baut sich toll auf und wird immer dramatischer. "Nobody's Fault But Mine" zeichnet sich durch die Spannungspausen, das variantenreiche Schlagzeugspiel von Bonham und ein hervorragendes Mundharmonikasolo von Plant aus und "Tea For One" klingt irgendwie nach Einsamkeit.
Allerdings klingt das ganze Album relativ melancholisch und schwermütig (nur "Royal Orleans" und "Hots On For Nowhere" hören sich noch etwas fröhlicher an), was ein weiterer grundlegender Unterschied zu den vorigen Alben und nicht verwunderlich ist, da die Bandmitglieder große Probleme zu der Zeit hatten. Dies manifestiert sich auch in den Texten, in denen es um Drogen und Groupies etc. geht ("For Your Life") und nicht mehr Eskapismus oder Hippies.
Wenn man durch die Songs "durchgestiegen" ist, erkennt man auch, dass "Presence" vom Zusammenhang der Song so rund ist wie keines der anderen der Zeppelin-Alben.
In jedem Fall ein weiteres Meisterwerk der großen Rockband Led Zeppelin, das auch ohne Keyboards auskommt, da Jones und Bonham wie immer eine aufregende, kreative Rhythmusgruppe abgeben und Jimmy Page seine vielleicht besten Gitarrensoli überhaupt spielt. - Und über Robert Plants Gesangsleistung braucht man nicht viel sagen, sie ist wie immer erstklassig; noch dazu, wenn man bedenkt, dass er die Vocals-Aufnahmen von "Presence" im Sitzen vollziehen musste, da er sich bei einem Unfall verletzt hatte.
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am 22. August 2005
Jawohl, es ist ein böses Album. Es fällt einem bloß zuerst nicht auf, wenn man nur auf die Musik hört. Kaputt, ja, melancholisch, bestimmt, aber bis auf den Absturz bei "Tea For One" - nicht qualitativ, sondern in der Stimmung - trotz allem mitreißend. Der Opener "Achilles' Last Stand" gleich eine tour de force, galoppierendes Schlagzeug, komplexer Aufbau, zehn Minuten lang und doch keinen Moment langweilig. Die Gitarren sind funky, sie ärgern einen mit ihrem Stop-and-Go-Geziere, trotzdem fließt das Album ohne große Hindernisse. Man runzelt zwar mitunter die Stirn, weil Plant manchmal echt kaputt klingt, aber wie gesagt, erst mal fällt es nicht wirklich ins Gewicht. "Nobody's Fault But Mine" ist so ein Song, der trotz seiner rhythmischen Gebrochenheit so sexy groovt wie sonst nur "Trampled Under Foot" (of Physical Graffiti fame). Das fußlahm anmutende Remake des "UnLedded"-Spektakels ärgerte mich denn auch ziemlich, doch wenn man feststellt, dass das Original eigentlich ein alter Blues ist UND sich den Text mal genauer ansieht, fühlt man sich unweigerlich an die Höllenvisionen eines Robert Johnson erinnert, und die 94er Version ergibt auf einmal Sinn. "The Devil he told me to roll..." - und so weiter. Jimmy Pages Faszination für schwarze Magie hin, "Zeppelin-Fluch" her - dass diese Platte nicht in einer Phase süßer Harmonie entstanden ist, merkt man dann doch.
Und erst die anderen Texte: "For Your Life" handelt von schlechten Drogen und desillusioniertem Groupie-Sex und "glänzt" mit einem gestammelten "Don'cha wanna coca-coca-cocaine?"; "Royal Orleans" erzählt nur halb belustigt von einem Transvestiten-Zwischenfall (angeblich war Bassist John Paul Jones der Betroffene), "Candy Store Rock" gibt Plants typische Notgeilheit vor, kann den müden und kaputten Charakter des Albums aber auch nicht übertönen. Und in "Hots On For Nowhere" und dem erwähnten "Tea For One" läßt Plant dann endgültig die Maske fallen und klagt der Welt von Verrat und Verlassenheit.
Wie gesagt: Hört man nur das, was zunächst dieses Album auszumachen scheint, ist "Presence" ein weiteres Highlight in der Reihe von Led Zeppelins Erfolgsalben. Zwar weder so verspielt wie "Houses Of The Holy" noch so vielseitig wie "Physical Grafitti" und erst recht nicht so ungestüm-selbstherrlich wie die ersten beiden Zep-LPs, ist es doch ein knallhartes, originelles Heavy-Rock-Album und nicht zuletzt fast ausschließlich Pages und Plants Ding. Aber schaut man hinter die beeindruckenden Klanggemälde, erkennt man das Bild einer Band, die erstmals mit der Situation zu kämpfen hatte, dass sie nicht unverwundbar ist.
Bewertung: objektiv sind es fünf Sterne, aber einen Punkt Abzug für die miese Stimmung. Trotzdem, wahrscheinlich mein liebstes Zeppelin-Album.
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am 12. Januar 2009
Fürwahr, düster ist dieses Album allemal.
Von den Vorgängern noch eher anders prädisponiert - "Houses of the Holy" war regelrecht optimistisch ausgefallen, "Physical Graffiti" in der Stimmungslage durchmischt - liegt hier ein Werk vor, das sich als düsteres Bekenntnis einer von Dämonen verfolgten Gruppe präsentiert.

Dämonen, die man selbst gerufen hatte. Jahrzehntelange Alkohol- und Drogeneskapaden hatten ihre Spuren hinterlassen. Robert Plant, sexsüchtig und sonstigen Aufputschmitteln nicht abgeneigt; Jimmy Page, alkoholkrank und schwerst heroingeneigt; John Bonham, dem das Übermaß seines Lebens eine übervolle Rubensfigur verpassen durfte. Einzig John Paul Jones hatte sich menschliches Maß bewahrt.

Von derartiger Megalomanie strotzt auch seit jeher die Musik von Led Zeppelin: mit Kompromissen hatte man sich nie zufrieden gegeben, entweder totaler Triumph (etwa IV) oder Totalcrash (In through the out door).

Demgemäß: Die beiden Vorgänger eher der Zuversicht und Leichtigkeit gewidmet, schlägt das bipolare Pendel hier deutlich zu Gunsten der Depression aus:
Schwerfällige, sinistre, beinahe (der Stimmung nach) Metal-Musik erreicht das Ohr des Hörers.

"Achilles Last Stand" zunächst muss als uneingeschränktes Meisterwerk im OEvre der Band gelten; ähnlich wie "The Song remains the same" anfangs massiv gewöhnungsbedürftig, bohrt sich diese griechische Saga nach und nach ihren Weg ins Gehirn und etabliert sich dort dauerhaft. Gitarrenkaskaden, undurchdringlich und unbegreiflich. Darüber philosophiert ein Plant, unangreifbar wie Erzengel Gabriel. Und: es gelingt, die Spannung für ein Dutzend Minuten aufrecht zu erhalten.
"For Your Life", Beatles on the rocks. Abgestanden, kühl und desillusioniert gestaltet sich dies Meisterwerk.
"Royal Orleans" hingegen verbreitet beinahe Fröhlichkeit, wäre nicht jene Distanziertheit vorherrschend, die dieses Album kennzeichnet - der "objektive" Betrachter, als welcher Plant diesen Song "vorträgt", berichtet eben nur. Gekonnt.
Es folgt "Nobody's Fault But Mine" und damit ein weiterer Klassiker der Bandhistorie. Der Titel sagt alles; Fatalismus pur. Vom Schicksal geplagt, ja regelrecht gehetzt, schließt man mit dem Leben ab. Was bleibt einem auch sonst übrig.
"Candy Store Rock" bleibt eher nicht hängen, ebendies gilt auch für "Hots On For Nowhere".
Aber: was nun folgt, ist einzigartig. "Tea For One", eine angekühlte, enttäuschte und kaputte Version von "Since I've been lovin' you", wird dargebracht von einer hörbar, ja fühlbar gealterten Band, die auf ihr Lebensglück zurückblickt. Page bluest wie ehedem. Die besten Gitarrenparts seit dem vierten Album.

Insgesamt: Eine Platte für Erwachsene in deren dunklen Stunden. Fähig, in fatalistische Phasen zu geleiten - aber auch, derartige zu überwinden. Musik als Therapie.
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am 12. Oktober 2012
Do Do Do ... Do you wanna ... Co Co ... Cocaine? Na Na Nain! Huuhuuh!
Oh, baby baby ... Yeahheah! It's all right! Huuhuuh!

Warum noch über Led Zeppelin schreiben, wo doch schon so viel Wichtiges über diese Band festgestellt wurde? Vielleicht weil man erstaunt feststellt, diese Platte lange Zeit übersehen zu haben.
Vielleicht auch weil es sich hier fast um so etwas wie ein Alterswerk handelt, was mit Blick auf die Qualität umso erfreulicher ist. Denn häufig ist es so, dass Bands mit fortschreitendem Alter aufhören, interessant zu sein.
Presence ist meiner Meinung nach die letzte gute Platte dieser Band. Hardcore-Fans wissen natürlich ebenso das Besondere des letzten Studio-Albums In through the outdoor hervorzuheben. Aber vergleiche nur einmal die beiden Covers, dann merkst oder vermutest du vielleicht den Unterschied. Das Cover von Presence ist einfach genial, weil das hier dargestellte Familienglück wahrscheinlich mit der damaligen Realität der Musiker nur wenig zu tun hatte.
Die Saloon-Szene von In through the outdoor passt hingegen zu den Alkohol- und Drogenexzessen, die man Led Zeppelin zuschreibt. Sie passt auch zu den schwächeren Stücken dieser Platte wie Southbound Suarez und Hot Dog, Stücke, die nach Südstaaten-Country-Rock oder schlimmer noch nach Country & Western klingen. Ich denke aber, dass man auch Fan bleiben kann, ohne jeden Song und jedes kleine Detail gut finden zu müssen.

Led Zeppelin war für mich so etwas wie eine Lieblingsband meiner Jugend. Das Album Led Zeppelin II war meine erste Langspielplatte überhaupt, die ich etwa 1970 von meiner Mutter auf meinen Wunsch hin geschenkt bekam. Vorher besaß ich nur ein paar Singles, unter denen sich sehr unterschiedliche Bands befanden wie Shocking Blue (Mighty Joe), in deren Sängerin ich natürlich verliebt war, das Sir Douglas Quintett (Nuevo Laredo), aber auch Black Sabbath (Paranoid).

Led Zeppelin II habe ich damals auf meinem Kofferplattenspieler rauf und runter gehört, so sehr, dass die Platte vom häufigen Aufsetzen der Nadel ziemlich verkratzt war, weshalb ich sie irgendwann für wenige Mark an einen Schulfreund verkaufte. Schade eigentlich, denn das Cover war noch in einem Top-Zustand.

Was mir an dieser Band, auf die sich immer noch viele Hardrocker und Metalheads berufen, besonders gefiel, das war die Vielfalt zwischen Rock, Blues, Folk und Country. Diese Vielfalt fehlt aber eher auf Presence.
Diese Platte ist ein Fels in der Brandung, ein Riff-Monster, mit Anleihen aus dem Funk (?). Prince müsste diese Platte eigentlich lieben.

Presence beginnt mit einem sehr schönen, meiner Meinung nach mit dem besten Stück der Platte, Achilles` Last Stand, das für mich trotz der rockenden und singenden Gitarrenwände und der treibenden Rhythmus-Sektion eine Pop-Perle ist. Yeah! Mehr davon wäre schön gewesen.
Dieser galoppierende Rhythmus hat etwas Faszinierendes und Mitreißendes. Auch der Gesang klingt angenehm. Alles in allem tatsächlich episch, und ich wüsste gerne, welche Geschichte da erzählt wird.

For Your Life (2) ist so ein Riff-Monster, allerdings eher langsam. Auch Royal Orleans (3) wirkt durch Gitarren-Riffs, die aber zum Teil sehr funky klingen. Das i-Tüpfelchen setzt hier John Bonhams Schlagzeug.
Auch Hots On For Nowhere ist Riff betont, funky und darüber hinaus erstaunlich gut gelaunt. Diese lockere Stimmung äußert sich vor allem im Gesang, insbesondere in dem geradezu fröhlich klingenden Refrain. Das passt aber irgendwie nicht ins Gesamtbild.

Meine Lieblingsstücke sind neben dem Opener Nobody's Fault But Mine (4) und Tea For One (7). Also einmal Pop, einmal Blues-Rock und einmal Blues bitte. Auf den Rest könnte ich gut verzichten.
Ungefähr die Hälfte der Platte ist zweifelsohne klasse, und das ist ein guter Schnitt, zumal auch die anderen Stücke an Virtuosität nichts zu wünschen übrig lassen. Sie berühren mich nur nicht so sehr, was jedoch rein subjektiv ist. Was auf Presence fehlt, das ist eine folkige Nummer wie zum Beispiel Tangerine.
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am 7. August 2015
Der Review bezieht sich auf die 2 CD Deluxe Edition von 2015.

CD 1: Das Originalalbum klingt wie erwartet sehr gut. Das Remastering hat noch etwas mehr Detailfülle und Transparenz gebracht, allerdings nicht dramatisch viel, der 90er Jahre Remaster war schon recht gut, finde ich. Dennoch eine weitere klangliche Verbesserung. Denke damit wurde das Maximum aus den Presence Master Tapes herausgeholt.

CD 2: Der alternative (Reference) Mix von "Achilles Last Stand" (heisst hier "Two Ones are Won") klingt ein klein wenig basslastiger. Einige Overdubs fehlen hier noch. In den letzten Minuten des Songs hört man deutlichere Mixunterschiede bei Gitarren und Vocal Parts, sowie ein anderes (rohes) Outro, wie es 79/80 auch live zu hören war.

Der Reference Mix von "For Your Life" bringt u.a. ein paar zusätzliche, kleine Vocal Bits von Plant im Mittelteil (die auf der Albumversion fehlen) sowie ein anderes Gitarrensolo (das Originalsolo ist natürlich noch etwas besser). Und der Reference Mix von "Hots on for Nowhere" unterscheidet sich vom Original vor allem durch deutlich weniger Overdubs (Gesang und Gitarre), sowie ein etwas anderes Ende.

Soweit durchaus ganz interessante Alternativmixes (jedenfalls für den Fan) aber nichts Weltbewegendes. Wirklich überraschend sind allerdings die beiden verbleibenden Tracks: "Royal Orleans" klingt im Reference Mix völlig anders durch einen komplett unterschiedlichen Gesang. Die tiefe, scharrende, pseudo-schwarze Sing/Sprech-Stimme klingt wie eine Parodie. Angeblich singt da Robert Plant (falls das stimmt, ist er ein begnadeter Stimmenimmitator), es könnte aber genauso gut John Bonham oder Kermit der Frosch sein. Wirklich eine extrem schräge Version und vermutlich als Scherz gemeint, aber sehr unterhaltsam!

Bleibt der bisher unveröffentlichte Song "10 Ribs & All / Carrot Pod Pod" (Gratulation zum eingängigen Songtitel ;-)), eine Instrumental-Ballade. Getragenes, langes Piano-Intro, dann kommen nach und nach E-Gitarre, Schlagzeug und Akustikgitarre hinzu, aber das Piano bleibt Hauptinstrument. Stimmungsmäßig (nicht von der Instrumentierung her) erinnert es mich ein wenig an "Ten Years Gone" von "Physical Graffiti". Guter Bonus-Song, schade dass es keinen Gesang dazu gibt.

Alles in allem: 5 Sterne für das überzeugend klingende Originalalbum, 4(+) Sterne für die Companion Disc (nicht ganz so spektakulär wie die "Coda" Bonus Discs, aber besser als die zu "In Through The Out Door"). Macht gute 4,5 Sterne, wohlwollend aufgerundet sind es 5. Denke das Album wird Fans kaum enttäuschen.
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am 18. Januar 2013
Kurz und bündig: "Presence" hat mich von allen Led Zeppelin Alben am meisten überzeugt und fasziniert. Ein starker Einstieg mit dem 10 minütigen "Achilles Last Stand" und auch ein Super Finale mit dem Song "Tea For One". Das Album hat für mich persönlich keine Schwächen. Wer Led Zeppelin erst für sich entdecken möchte, sollte an "Presence" nicht vorbeigehen.
Für den Klang gibt es hier aber nur 2,5 Sterne. Auch ansonsten sind die Remaster-Versionen recht dürftig ausgestattet. Textbeilage o.ä. sucht man vergeblich.
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am 7. Januar 2013
Im Gegensatz zu Led Zeppelin 1 - 4 oder "Houses Of The Holy" ist "Presence" das Album, das ich mit Abstand am wenigsten gehört habe. Warum ? Vielleicht lag es daran, dass ich für die Ausrichtung der Musik auf "Presence" zu jung war, als es erschienen ist. Jedenfalls empfand ich das damals so, dass alle anderen Alben von Led Zeppelin scheinbar wesentlich besser waren. Besser = mehr Abwechslung.
Denn "Presence" ist vordergründig eher eintönig und stark Blues- und Heavyrockorientiert. Zudem etwas düster. So kam es mir damals vor.

Durch die verschiedenen "Remasters - und Best Of - Veröffentlichungen" oder Live-DVD's (wie das tolle Boxset von 2003) in den letzten Jahren sind für mich allerdings Songs wie "Nobody's Fault But Mine" stets präsent geblieben. Ein klasse Über-Song. Der zudem auf fast jedem Konzert von Led Zeppelin zu hören ist. Und ein Highlight. Aber "Presence" blieb trotzdem im Regal. Ein Album, dem ich, aus heutiger Sicht völlig ungerechtfertigt, keine Aufmerksamkeit zukommen ließ.

"Presence" ist (neben "In Trough The Out Door") auch das einzige Werk von Led Zeppelin, dass ich nicht auf CD habe. Aber auf Vinyl ! Und wann legt man so was auf ? Ganz einfach.

Ich habe vor einigen Tagen einen Wechsel des Tonabnehmers an meinem guten alten Plattendreher vorgenommen. Ich hatte schon länger "Nobody's Fault But Mine" durch die neue "Celebration Day" im Ohr. Nach stundenlangem Justieren des neuen Abtasters und einigen Schweißperlen (jetzt weiß ich, warum die meisten nur noch CD oder MP3 hören...) war ich gespannt auf das Ergebnis. Und kramte "Presence" hervor...

Es hat schon fast etwas sakrales, diese Platte, die ich seit 1976 besitze, herauszunehmen. Auch um zu erkennen, dass sie in den knapp vier Jahrzehnten nicht gelitten hat.

Der Klang dieser Schallplatte mit dem neuen System war derart energiegeladen und druckvoll, dass mich gleich die ersten Töne von "Achilles Last Stand" sprichwörtlich bzw. sinnbildlich aus den Schuhen hoben. Alle weiteren Songs wie "For Your Life", "Royal Orleans" oder gar "Hots On For Nowhere" sind nicht nur typisch für Led Zeppelin, sondern sogar noch viel besser als ich es in Erinnerung hatte.

Ich nehme jetzt mal die Led Zeppelin-Fanbrille ab und behaupte, dass die besten Alben "III", "Physical Graffitty" und "Presence" sind, denn sie sind musikalisch sehr prägnant oder in sich unverwechselbar "rund"... Auch wenn "IV" die Jahrhundert-Hymne "Stairway To Heaven" enthält. Ich möchte auch keinesfalls die Qualität der anderen Alben schmälern. Aber:

Das Gitarrenspiel von Jimi Page ist auf "Presence" allgemein phantastisch. So gut wie lange zuvor nicht mehr. Keine Gimmicks, kein Firlefanz. Nur reiner Gitarrenrock. Warum ich angesichts von Songs wie "Tea For One" oder dem besagten "Nobody's Fault But Mine" dieses Album über 30 Jahre im Schrank stehen lassen und nicht gehört habe, weiß ich nicht. Und kann es auch nicht nachvollziehen.

Diese Platte ist so gut, dass ich sie gleich ein zweites Mal gehört habe. Klar, dass ich mir demnächst ganz sicher die CD kaufen werde. Oder doch nicht ???

Durch das Klangerlebnis mit meinem betagten aber sehr guten Plattenspieler habe ich wieder Lust auf LP's bekommen ! Und dadurch "Presence" wiederentdeckt...
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am 19. Dezember 2014
Tolle Musik, eine der besten Rockbands aller Zeiten, und eine LP/ Disk die für mich zu den besten Werken von Led Zeppelin gehört. Schnelle Lieferung, sehr gute Studioarbeit, toller zeitgemäßer Sound, der noch immer und das ist gut so, das analoge Zeitalter dieser Musik wiederspiegelt. Kurze Lieferzeit, Autorip- Funktion für den I-Pod, klare Kaufempfehlung
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am 15. August 2015
Entgegen allen Kritikern ist dies ein Muß zur Komplettierung jeder Sammlung.
Auf der Companion sind interessante, wenn auch nicht immer überzeugende, Titel
vereint.
Der Klang der Original-CD schlägt den Vorgänger nur um Nuancen.
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