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Kundenrezensionen

57
4,5 von 5 Sternen
The Razor's Edge
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Februar 2006
Wenn es ein "kommerzielles" AC/DC-Album gibt, dann dieses. Das liegt zum einen an den mitsingtauglichen Songs ("Thunderstruck"), eingängigen Melodien ("Moneytalks", "Goodbye&Good...") und dem aalglatten 1990er-Sound. Das Album deswegen als Fehlschlag abzukanzeln, wäre aber falsch. "Thunderstruck" ist kein 08/15 AC/DC-Song à la "Flick of the switch" (deswegen kein schlechtes Album !) und mit dem metallischen, leider unterbewerteten Titelstück sowie dem Stampfer "Are you ready" sind noch zwei weitere Highlights drauf. "If you dare" ist für AC/DC geradezu innovativ.
Es ist sicher nicht die beste Aussie-Scheibe. Ich würde sogar sagen, dass es sich hier ähnlich wie bei Metallicas Black Album verhält: Die Platte ist weniger was für alte Fans, als viel mehr auch mainstream-geeignet und passt auch da in's Regal, wo eher seichtere Sachen stehen.
Nichtsdestotrotz: Das Album hat keine Tiefschläge. Und rockt alle mal besser als die trockene Rubin-Produktion "Ballbreaker" oder das gähnende "Stiff upper lip". Die Platte zeigt auch, dass Phil Rudd am Schlagzeug zwar Urgestein und Nummer 1, aber sicher kein Muß ist.
Wegen fehlender Rauheit gibt es nur vier Sterne, allerdings mit deutlichem Minus.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. September 2013
Zu Beginn der 1990iger wollten es AC/DC nocheinmal wissen: mit einem bärenstarken Album spielten sich AC/DC zurück ins kollektive Bewusstsein der Musikwelt. Denn Mitte der 1980iger fristete der handgemachte Hard Rock der Band dort eher ein Randdasein. Trotz unscheinbar wirkender Veränderungen innerhalb ihrer Musik zu Beginn der 80iger, blieben AC/DC ihrem Konzept und ihrer Vorstellung von Rock N'Roll stets treu. Die gediegenen Vorgängeralben kamen bei den Fans aber trotz des ein- oder anderen Verkaufserfolges anscheinend nur überwiegend mäßig an. Mit "The Razors Edge" pfiffen AC/DC nocheinmal zum Sturm auf den Rock N'Roll-Thron.

Brian Johnson klingt, als ob er vor Aufnahme des Albums Rasierklingen gegurgelt hätte, die Gitarren tönen, als ob deren Griffbretter brennen würden, der swingende E-Bass tänzelt wie Cassius Clay in seiner besten Zeit, und Chris Slades kraftvolles Drumming beackert das Trommelfell wie Artilleriefeuer. So angriffslustig und ausgehungert waren AC/DC auf Platte seinerzeit lange nicht mehr. Dabei brachten sie nicht nur eine unbändige Spielfreude und einen tollen Sound, sondern auch einige packende Kompositionen mit. Besonders harte AC/DC-Rock N'Roller wie "Thunderstruck", das ultra-brachiale "Fire Your Guns", das flotte "Rock Your Heart Out", und das coole "Shot Of Love", zeugen davon das AC/DC wieder mehr Feuer unter dem Hintern hatten, und dementsprechend heißhungrig waren. Speziell "Thunderstruck" ist ein Opener wie man ihn wohl erst schreiben musste. Die Nummer leitet ein Donnerwetter ein, das einem das Trommelfell klingelt.

Wie man da über eine angeblich schlechte Produktion jammern kann, ist mir offen gestanden ein Rätsel. Natürlich kann man den Sound von 1990 nicht ganz mit dem von 1977 vergleichen, so räudig und organisch ist "The Razors Edge" nicht, knallt aber eigentlich ziemlich rein. Produziert von Bruce Fairbairn (Aerosmith, Bon Jovi) kann man dem Album durchaus attestieren, dass es sehr sauber produziert wurde. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass sich AC/DC dabei sonderlich haben zähmen lassen. Nicht nur der Gesamtsound ist ziemlich kräftig und wuchtig, sondern speziell die Gitarrenriffs kommen ziemlich fett rüber. Als ob man einen auf die Glocke gehauen kriegt. Als ich Mitte der 1990iger zum ersten Mal auf "The Razors Edge" gestoßen bin, war ich begeistert, wie heavy das Album ist. Mich haben AC/DC schon allein in puncto Härte sehr viel mehr begeistert als Manowar. Das mag jetzt natürlich nur der Eindruck eines Würmlings sein, aber den habe ich mir bis heute irgendwie ein wenig erhalten.

Bei etwas ruhigeren und bluesigeren Titeln kommt die Wucht allerdings nicht ganz so heftig rüber. Solcherlei Songs tummeln sich auf Razors Edge doch auch einige. Bluesige, aber lustige Titel, wie z.B. "Mistress For Christmas" oder "Got You By The Balls" entsprechen dafür allerdings dem Gute Laune-Rock der Band für den sie immer gestanden haben. Mag sein, dass man unter jenen Songs die viel erwähnten Filler sehen kann, ich möchte eine solche Ansicht nicht teilen. Ich kann mir das Album sehr gut an einem Stück anhören, und habe meinen Spaß dabei. Meines Erachtens gibt es bei AC/DC einfach ein gewisses Niveau, dass nie unterschritten wird, und "The Razors Edge" bewegt sich insgesamt auf einem sehr hohen AC/DC-Level. Lyrisch könnte man allerdings den Mantel des Schweigens darüber breiten; wie für AC/DC üblich, geht es reichlich anzüglich und schlüpfrig zu. Die Songtitel sprechen im Grunde für sich selbst.

Als besonders tolle AC/DC-Nummern möchte ich noch gerne den etwas geheimnisumwobenen und sinistren Titelsong, das schelmische "If You Dare", und das flotte, blues-rockige "Moneytalks" erwähnen, die davon zeugen, dass AC/DC innerhalb ihres Stiles gelungen manöverieren, und mit "Are You Ready" und eben "Moneytalks" auch zeitgemäße Hits zu ihren Bedingungen abliefern konnten.

In jener Zeit sind AC/DC natürlich längst im MTV Zeitalter angekommen. Die Videoclips halfen dabei, das Album in die höchsten Platinriegen zu katapultieren. Mit "The Razors Edge" konnten AC/DC wieder an die ganz großen Erfolge zu Beginn der 1980iger anknüpfen und ihren Status untermauen. Man entdeckte die Band gewissermaßen als Bastion des ehrlichen Rock N'Rolls wieder. Aber gleichwohl ist "The Razors Edge" nicht die Antithese ihrer Alben der 1980iger. Der Unterschied besteht in den ganz großen Hits wie eben "Thunderstruck" oder "Moneytalks", und der tollen Produktion, die AC/DC für die Welt der Rockmusik neu aufbereitete. Für eine Verkommerzalisierung in ihrer Musik konnte ich auf den Platten allerdings noch nie einen Hinweis entdecken. Weder hier noch sonstwo. "The Razors Edge" hievte die Band gelungen und frisch in ihre dritte Dekade.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. März 2009
Bei diesem Album aus dem Jahr 1990 wurden die Karten bei AC/DC neu gemischt. Drummer Simon Wright ging zu DIO und mit Chris Slade kam ein Drummer der Oberklasse. Ferner arbeitetn sie mit Producer Bruce Fairbain ( u.a Bon Jovi, Scorpions ) und Sound-Engineer Mike Fraser ( u.a Metallica, Aerosmith ), das 1. Mal zusammen.

Ich kann mich noch gut an das Jahr 1990 erinnern als ich zum 1. Mal "The Razors Edge", damals noch auf LP, hörte. Der Sound hat einen richtiggehend weggeblasen, aber das wichtigste ist, die 12 Songs sind der Hammer. Auf diesem Album gibt es keinen! aber auch wirklich keinen Ausfall. Angfangen mit "Thunderstruck" bis hin zu "If you dare", jeder Song hat das Zeug zum Klassiker.

Dieses Album bescherte AC/DC die besten Verkäufe seit dem Klasiker aus dem Jahr 1981 "For those about to Rock". Mit über 5 Mio. Verkäufe, nur allein in den USA.

Ich halte dieses Album für sehr wichtig, mit "The Razors Edge" im Gepäck konnten AC/DC zum 3. Mal das "Monster of Rock-Festival" headlinen.

Heute versuche ich das aktuelle Album "Black Ice", das ebenso erfolgreich ist, mit diesem Album zu vergleichen. Es ist schwer, beide Alben besitzen ihre Reize. 1990 war es DAS Album, 2008 ist "Black Ice" eine Bombe.

Für alle Rockfans, oder neu hinzugekommene AC/DC Fans ein MUSS.

Für mich gehört das Album in die Top 5 der AC/DC Alben

1. Let there be Rock ( 1977 )
2. Highway to Hell ( 1979 )
3. Back in Black ( 1980 )
4. The Razors Edge ( 1990 )
5. Black Ice ( 2008 )
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Juli 2008
Es ist das beste Album seit dem Meiserwerk Back in Black.Sie haben wieder alle Trademarks von früher auf einem Album vereint.Tolle, schmissige Melodien und von Bruce Fairbairn klasse produziert.Ich denke Bruce Fairbairn hat grossen Anteil am Erfolg dieses Albums, liegen doch gerade produktionstechnisch Welten zu dem vorherigen Album Blow up your Video.
Jeder Song ist für sich ein Treffer,allen voran natürlich der Top-Hit Thunderstruck.Im Schlepptau davon auch die beiden anderen Singles Moneytalks und das etwas schwächere Are you Ready.Doch auch viele andere,unbekanntere Songs haben es in sich;z.B.Fire your Guns -ein kurzer harter Gute-Laune-Rocker der echt abgeht -Mistress for Christmas -ein etwas anderer AC/DC-Song der sich gut als Single zu Weihnachten geeignet hätte(wird jedes Jahr an Weihnachten im Radio gespielt) -Shot of Love -ein Boogie-Rock-Song der die Beine zum schaukeln bringt.Die letzten 3 Songs fallen zum übrigen Material etwas ab.
Schulnotenmässig bewerte ich das Album in der Reihenfolge der 12 Songs:1-1-3-4-2-3-3-3-2-4-3-5
Es war das letzte Meisterwerk(Klassiker)von AC/DC bis heute.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Diese Scheibe war meine erste auf CD von AC/DC.

Man muss AC/DC halt mögen, ich will das jetzt nicht diskutieren. Aber "Thunderstruck", so kommerziell er für andere hier auch ist, war das Stück, was mich "Back In Black" brachte.

Diese Riffs sind einfach gigantisch. Das muss man auch erstmal können, dass durch den gesamten Song so aus- und vor allem durchzuhalten. Richtig laut über die Boxen kann ich da völlig in Trance verfallen - ein anderer rockt hier voll darauf ab.

Es ist richtig, dass Razor's Edge im Vergleich kommerziell ist - aber was ist das im Vergleich zur heutigen kommerziellen Musik? Genau - ein Klassiker! Weil?

Weil es AC/DC eben nur einmal gibt und nichts annähernd Vergleichbares da ran kommt.

Also - aus der 2-ten AC/DC-Ära für mich das 2-beste Album (nach der Back in Black natürlich) allerdings mit dem besten AC/DC-Song.

Klanglich ist die Scheibe echt topp - das Mastering passt wirklich gut.

Muss man nicht haben, wie eh und je - kann man aber ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Dezember 2008
wäre dieses album auch noch gefloppt, wären sie erledigt gewesen. zu schwach waren die alben davor.

insofern wundert es nicht, dass sie einen produzenten auswählten, der berühmt war für seine mainstream-produktionen.

ja, das ist das "kommerz-album" von ac/dc. stört mich nicht. denn erstens habe ich nichts gegen kommerz, zweitens sind ac/dc sowieso stärker als jeder produzent und ihr bluesboogiehardrock sowieso gegen jeden übertriebenen kommerzialisierungsversuch immun, drittens stimmt hier einfach das wesentlichste, nämlich das songmaterial.

allein der auftakt - "thunderstruck", "fire your guns", "moneytalks" und "razor's edge" - zählt zu den faszinierendsten songstrec ken überhaupt auf einem rockalbum. "thunderstruck" ist außerdem einer der ganz großen klassiker der band geworden, so wie "hells bells", "highway to hell" oder "high voltage".

für mich ist das das stärkste album der zweiten phase der band (wobei ich "back in black" noch zur ersten zähle). so gut wurden sie nie wieder.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Februar 2000
Mit 17 hörte ich 1974 zum ersten Mal AC/DC's Whole lotta Rosie" und nur selten in den vielen Jahren ließen sie derart die Post abgehen bis - Razors Edge! Es bleibt kaum Zeit zum Luft holen, so viel Tempo und Kraft stecken in diesem Album. Vielleicht fehlt ein wirklich herausragender Song, doch treiben Stücke wie "Thunderstruck","Fire your guns","Rock your heart out" oder "Are you ready" derart gnaden- und schnörkellos nach vorn, daß ich es bis heute für DAS AC/DC-Album halte, weil es keinen Hänger hat. Eine wirklich runde Sache und genau der richtige Sound (neben ZZ Top), um mit dem Cabrio bei schönem Wetter durch die Straßen zu cruisen!! Chris
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. August 2015
Im September 1990 erschien das 11. internationale Studioalbum von AC/DC. "The Razor`s Edge" wurde eingespielt von Brian Johnson (Lead Vocals), Angus Young (Lead Guitar), Malcolm Young (Rhythm Guitar, Backing Vocals), Cliff Williams (Bass Guitar, Backing Vocals) und Chris Slade (Drums, Percussion). Produziert wurde das Album von Bruce Fairbairn (u.a. Aerosmith, Kiss, Van Halen). Alle Songs stammen von Malcolm und Angus Young, Brian Johnson erhielt ab diesem Album hier keine Songwriting Credits mehr.

"The Razor`s Edge" wurde ein Riesenerfolg und Comeback für die Hard Rocker aus Australien. Durch sie sehr erfolgreichen Singles `Thunderstruck`, `Moneytalks` und `Are you ready` beflügelt, lief auch das Album mehr als sehr gut (alleine in den U.S.A. wurden mehr als 5 Millionen Exemplare verkauft). `Thunderstruck` kennt auch heute noch jedes Kind. Weitere Kracher sind der Titelsong `The razor`s edge` (richtig fies und gemein) und das kurze `Fire your guns` (geht gut ab). Ich bin auch nicht der Meinung, dass Bruce Fairbairn das Album zu kommerziell produziert hat, natürlich arbeitet er anders als Vanda und Young, AC/DC sind aber immer als AC/DC zu erkennen. Ich wäre froh, wenn die Gruppe heute noch so ein Album einspielen würde. `Got you by the balls` ist auch gelungen, insgesamt wird das Album aber nach hinten raus etwas schwächer.

Unter dem Strich ist "The Razor`s Edge" für mich das zweitbeste Album der Gruppe mit Brian Johnson, an "Back In Black" kommt es natürlich nicht heran. Es ist aber besser als alle nachfolgenden Alben. Für 5 Sterne reicht es trotzdem nicht, da die 2. Hälfte der CD etwas schwächer ist. Gute 4 Sterne und eine klare Kaufempfehlung ist aber hier angesagt.
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am 10. Dezember 2013
AC/DC – The Razors Edge (1990)

Mit einem Donnerschlag, welcher auf den Namen Thunderstruck hört, leiten die australischen Rotzrocker von AC/DC die 90er Jahre ein und beweisen, dass ihnen auch im mittleren Alter noch längst nicht die Puste ausgeht.

Okay, vielleicht doch, zumindest wenn es um Brian Johnson geht. Der kreischt nämlich nicht mehr so schön und konstant, penetrant hoch wie bei Back in Black. Seine Stimme ist dünner geworden, klingt nun etwas weniger wie eine Kettensäge mit Fehlfunktion. Ein schlechtes Zeichen? Nicht unbedingt, denn noch immer quietscht und krächzt er sich in höchste Höhen und verleiht AC/DC so ihr zweites Markenzeichen.

Das erste Markenzeichen ist natürlich Angus Young und der geht ab wie vom Blitz getroffen. Im eingangs erwähnten Thunderstruck geht das schon los und er zaubert mal eben ein Gitarrenlick der Oberklasse aus dem Ärmel, welches zwar auch als Aufwärmübung eines Gitarristen durchgehen könnte, aber eben aufgrund seiner simplen, aber flotten Art und Weise zum Klassiker avancierte. Man füge noch ein bisschen Gekreische, Gruppen-“gesang“, ein paar Powerchords und knallige Drums hinzu und schon hat man einen zeitlosen Hit.

Apropos Drums: Die wurden von Chris Slade neu besetzt und das zum überaus Positiven. Er schlägt, er trommelt, er rummst, er lässt Trommelfelle zerplatzen, indem er kompromisslos und simpel, aber ungeheuer kraftvoll sein Ding hinter der Schießbude durchzieht. Auch die Produktion ist gelungen. Das Vorurteil, dass sie zu kommerziell ausgeartet wäre, kann ich nicht teilen, klingt die Platte doch trockener, exakter und energiereicher als die halligen, trägen Vorgänger. Das wird besonders in flotten Up-Tempo-Nummern wie Fire your Guns bewiesen.

Weiter geht das Album mit Moneytalks und da ist das Urteil „kommerziell“ durchaus berechtigt, gibt es doch neben dem gewohnten repetitiven Riff-, Powerchord- und Gekreische-Mix, durchaus passablen Gesang und eine eingängige Melodie. Dass AC/DC auch andere Seiten als brachialen, fetzigen Hard Rock haben, zeigen sie mit The Razors Edge, dem Titeltrack. Düster, mystisch rumpelt der Song vor sich hin, unterstützt von Malcolms Background-Vocals und genialer Gitarrenarbeit. Ein gutes Beispiel für die metallischere Seite von AC/DC, auch wenn der Song etwas langsamer ist, so zeigt er doch pure Kraft.

Dass Mistress for Christmas nur gewohnte und dazu noch uninspirierte Kunst ist und Rock your Heart out auf Dauer sogar nervt, fällt angesichts genialer, energiegeladener Rocker wie Are you ready? mit seinen superben Gitarrensoli (siehe auch Got you by the Balls), seiner fantastischen Hook, einhergehend mit guten „Melodie“-linien und seinem stimmigen Konzept kaum auf. Danach fällt das Album aber leider etwas ab. Let's make it besitzt nochmals eine gute Hook, aber ansonsten gibt es dann nur noch gute Durchschnittsrocker, abgesehen vom Paradebeispiel für alle kompromisslosen Gitarren-Rotzrock-Fetischisten: If you dare. Etwas gewöhnungsbedürftig, da nicht dem gewohnten Aufbau folgend, dafür immerhin abwechslungsreich.

Fazit: Bis auf wenige Ausnahmen stimmt hier jedes Lied. Am Ende geht dem Album zwar ein bisschen die Puste aus, doch ansonsten versöhnen die zeitlosen Klassiker wie Thunderstruck oder The Razors Edge auf der ersten A-Seite der Platte den geneigten Hard-Rock-Hörer wieder. Unbedingte Empfehlung für jeden AC/DC-Fan. Großartige Innovationen sollte man zwar nicht erwarten, aber das ist man ja bereits gewohnt.

Wertung: *****
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. September 2007
Vielleicht nicht umbedingt dass beste AC/DC Album aber gerade wegen Lied Nr. 1 (Thunderstruck) und auch anderen Klassikern wie "Fire Your Guns" und "Moneytalks" und natürlich dem Titelsong bei vielen Fans das beliebteste.Von mir gibts 5 Sterne wegen dem guten Sound und richtig massig AC/DC-Riffs und AC/DC-Songs.Ausserdem ist BrianŽs Stimme hier so gut wie nie zuvor.Definitiv ein Meilenstein und für Fans als auch Einsteigern die perfekte CD.KAUFEN!
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