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am 5. September 2000
Was Gitarrist Steve Howe an Neuerungen für das Vorgängeralbum 'The Yes Album' brachte, lieferte Rick Wakeman für 'Fragile': Nicht nur eine Wagenladung mit den aktuellsten Keyboards, (u.a. Mellotron, Minimoog, E-Piano), die er zum Spielen einfach aufeinander stapelte, sondern auch die Fingerfertigkeit eines ehemaligen Schülers des Londoner Konservatoriums. YES war zu einer Band von Virtuosen geworden, und auf 'Fragile' bekam jeder von ihnen die Gelegenheit, sein Können mit einem Solostück unter Beweis zu stellen. Wakemans Beitrag 'Cans And Brahms' klingt etwas spröde, ein Vorwurf, dem sich Wakeman später oft ausgesetzt sah, vor allem wenn man ihn mit dem mindestens ebenso virtuosen, aber mehr legeren Stil des ewig konkurrierenden Keyboard-Genies Keith Emerson vergleicht 'Mood For A Day' ist ein Konzertgitarren-Solo von Steve Howe, bei dem er nach seinem rasanten Solo-Stück 'Clap' vom Vorgängeralbum einmal seine romantische Seite zeigt.
Vielleicht ist es gerade diese Zurschaustellung von Einzel-Virtuosität, die 'Fragile' teilweise etwas trocken wirken lässt. Die wahren Stars dieses Albums sind aber die beiden echten Bandkompositionen 'Heart Of The Sunrise' und natürlich 'Roundabout', das zu einer Hymne des Progressive Rock wurde. 'Fragile' dokumentiert, wie sich bei YES inzwischen eine Musiker-Elite zusammengefunden hat. Das musikalische Dynamit, das in dieser Konstellation steckte, ging aber erst beim Nachfolgealbum 'Close To The Edge' so richtig los.
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am 11. April 2007
Nach dem Gitarristenwechsel von Peter Banks zu Steve Howe bei Yes in 1970 stieg nun auch Organist Tony Kaye 1971 aus der Band aus, und wurde durch Keyboarder Rick Wakeman ersetzt. Während Tony Kaye der straighte Rockorganist war, brachte Rick Wakeman ein wenig Abwechslung in die Musik von Yes: neben der Hammondorgel wurden jetzt auch ein Flügel, ein E-Piano, ein Harpsichord, diverse Synthesizer und ein Mellotron eingesetzt.
Auf diesem Album hat jeder der Bandmitglieder bis zu 3 Minuten für eine Solokomposition, auf der er "sein" Instrument darstellen kann. Zusätzlich gibt es 4 längere Bandkompositionen, die die 5 Musiker gemeinsam arrangiert haben.
Der Singlehit und Opener "Roundabout" hätte von seiner Art her auch vom "Yes Album" stammen können: ein straighter Rocker mit trockenen Bassläufen. Lediglich die akustische Gitarreneinleitung und der proggige Endteil klingen schon eher nach späteren Yes-Alben wie "Close to the Edge". "Cans and Brahms" ist ein Wakeman-Solo-Stück. Es ist nichts besonderes, nur ein 1,5minütiger Auszug aus der 4. Brahms-Symphonie, von Rick Wakeman für diverse Keyboards arrangiert. Danach folgt das einminütige "We Have Heaven", das mit den zahlreichen, langsam Spannung aufbauenden Gesangsoverdubs Jon Andersons glänzt und durch 30 Sekunden Schritt- und Windgeräuschen à la Pink Floyd in der "Man and the Journey"-Suite mit dem zweiten Bandstück, "South Side of the Sky" verbunden ist. Letzteres überzeugt durch die rockigen Gitarren- und Bassriffs, den wortwörtlich "kalten" Text und den Piano-Mittelteil. Seitenwechsel: es geht weiter mit dem kurzen, perkussiven "5% for Nothing", dem Solo-Track vom Drummer Bruford: 30 Sekunden krumme Töne und Takte von Bass, Orgel, Schlagzeug und Gitarre. Dieser musikalische "Fetzen" dient als Prelude zum nächsten Bandtrack, "Long Distance Run Around", dessen vertrackter Rhythmus, schöne Melodie und gute Riffs sofort überzeugen. Dieses Lied diente live als Sprungbrett zu einem 10minütigen Basssolo von Chris Squire - mit Begleitung von Steve Howe, die auf "Fragile" jedoch nur 3 Minuten lang ist: "The Fish". Hier gibt es einen 7/4 Takt und lustige Basseffekte, und am Ende noch ein wenig Gesang. Live ist Squires Solobeitrag allerdings um einiges interessanter... Danach das verträumte Solostück "Mood for a Day" von Steve Howe: drei Minuten romantische Akustikgitarrenmusik, die Steve Howes Können an der Akustikgitarre zeigen. Trotzdem gefällt mir das fröhliche, verspielte "Clap" vom Vorgängeralbum besser. Zu guter letzt: ein absolutes Meisterwerk: das 11minütige "Heart Of the Sunrise" mit vorzüglichem Mellotronspiel, schnellem Riffing und ruhigen Gesangspassagen mit dezenter Bandbegleitung. Und kurz vor der Auslaufrille: eine halbminütige Reprise von "We Have Heaven", die den aprupten Schluss von "Heart of the Sunrise" ein wenig "dämpft". Nun zu den Bonustracks...
"America" ist eine wirklich geniale Version des Simon&Garfunkel-Titels. Man erkennt das ganze nur noch am Text und am Riff wieder, die Melodie versteckt sich in unterschiedlichsten Taktarten. Das ganze ist 10 Minuten lang und hätte sich auf der Original-LP, anstatt der Solobeiträge, recht gut gemacht. Die zweite Version von Roundabout ist ganz lustig, aber i.G.u.G. belanglos.

"Fragile" ist ein sehr gutes, und kein zerbrechliches, sondern solides Progalbum, das mit guten Ideen und proggigen Liedern gefüllt ist. Punkteabzug gibt es aber, weil die recht kurzen Solostücke wie eine lose Aneinanderkettung von Ideen wirken. Der Bonustrack "America" auf der 2003er Remaster ist eine lohnenswerte Ergänzung.
Als Einsteiger sollte man sich (meiner Meinung nach) aber zunächst die Yessongs oder Close To The Edge zulegen. Diejenigen, die das mögen, kommen eh nicht um den Kauf der anderen Studioalben (zumindest bis 1980) herum.
Anspieltips: am besten alles durchhören!
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am 28. August 2011
Meine erste Begegnung mit Yes hatte ich 1977 mit der Single "Wonderous Stories."Ich war sofort von der Musik angetan und kam einige Zeit später auch zu Fragile.Zusammen mit The Yes Album steht es wohl an der Spitze vieler sehr guter Alben.Stücke wie "Roundabout",Long Distance Runaround" oder "Heart of the Sunrise" sind absolute Klassiker und gehören mit zum Besten was Yes je gemacht haben.

Meine Favoriten auf dieser Expanted & Remastered Version sind jedoch die beiden Bonustitel.Die Version von Paul Simons "America" ist einfach der Hammer,zumal die Stimmen von Jon Anderson und Art Garfunkel sehr ähnlich klingen.Im Moment mein absolutes Lieblingslied von Yes.Auch der Mix von "Roundabout" gefällt mir sehr.Er klingt etwas rockiger und man hat diese Version einfach noch nicht so oft gehört.

Abschließend sei noch das tolle Booklet und die schönen Bilder erwähnt und das alles zu einem Hammerpreis.Für jeden Progrock Fan ein absoluter Pflichtkauf.Viel Spaß beim anhören
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TOP 1000 REZENSENTam 10. Dezember 2007
über das, was auf dieser scheibe drauf ist, haben meine vorgänger ja genug geschrieben. am rande: beatles und strawinsky sind allerdings für mich in dieser musik so gar nicht zu erkennen ;-)
davon abgesehen: eines der großen 70er alben, mit dem dämlichen, aber netten "roundabout", dem genialen "heart of the sunrise" und mit einem ganzen spektrum an abwechslungsreichen nummern dazwischen. das alles ist bekannt!

aber es gibt zu dieser aufnahme etwas grundlegendes und wichtiges anzumerken. leute, die wert auf tonqualität legen, die gerne die genaue zusammensetzung der musik erhören, die einen raumeindruck gewinnen wollen und ein wenig dynamik erwarten, hatten es bisher schwer mit yes-platten.

zu hören gab es einen gläsernen, fast lästigen sound mit kaum bass und einem reingemantschten schlagzeug. man musste die musik schon sehr mögen um mehr als eine plattenseite durchzudrücken.

nicht so das remaster dieser aufnahme. erstmals gibt es deutliche bass-lines zu hören, das schlagzeug hat luft, die einzelinstrumente sind ortbar, der musikalische zusammenhang breitet sich mühelos erhörbar vor dem zuhörer aus und alle spielen mit viel mehr elan, druck und freude als bisher gewohnt.

eine audiophile aufnahme ist es immer noch nicht, aber gegen das original eine unglaubliche verbesserung!

wenn jemand diese platte mag, mit was besserem als einem küchenradio hört und sie neu erfahren will: HIER ist die kohle bestens investiert.

im übrigen gibts das ding auch auf vinyl (und geht noch mal besser!)
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am 5. Januar 2010
In den Siebzigern hatten Rockmusiker wirklich Mut. Und sie wollten unbedingt wissen, was da noch so alles hinter dem Tellerrand lauert. Eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür ist sicher die Band Yes. Und Fragile ist wahrscheinlich das beste Album von Yes ' und eines der besten vielleicht überhaupt.
Immer wieder möchten mir alte Musiker-Weggefährten klar machen, dass die jungen Musiker von Heute besser ausgebildet seien, brillantere Techniker seien und überhaupt... Dass aber sich eine Band heute trauen würde ein Album wie Fragile zu machen, ist für mich schlicht nicht vorstellbar. Dazu muss man nicht nur eine gute Technik und eine gute Ausbildung haben. Dazu braucht es Mut und einen unendlich breiten Horizont. Wahrscheinlich sogar Tollkühnheit. Weshalb sicher selbst Yes sich heute nicht mehr an ein solches Werk trauen würde.
Gaaaanz tief Luft holen, und dann mit ganz großen Ohren rein!
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am 21. Oktober 2007
Vor "Fragile" stieg Rick Wakeman in die Band ein, da angeblich Tony Kaye keine Synthesizer verwenden wollte, und brachte der Band damit eine neues, stärker keyboardorientes Klanbild.

Bereits "Roundabout" zeigt, dass sich die Band auch kompositorisch gegenüber dem "Yes Album" weiterentwickelt hat. Im Prinzip sind es zwar die selben Zutaten wie bei "Yours Is No Disgrace", aber schon hier prägen Squires Kult gewordenes Bassriff und Wakemans Keyboardeffekte das Bild, ferner ist auch noch der Aufbau abwechslungsreicher. "Cans and Brahms", das zweite Stück, ist eine mustergültige Brahms-Bearbeitung von Wakeman und wurde scharf kritisiert, zeigt aber auch, wohin Wakemans Solo-Zug so fuhr oder noch fahren sollte.

"We Have Heaven", Andersons Solo-Nummer auf dem Album, hat wieder eine typische 60er-Flowerpower-Schlagseite. Eigentlich belanglos, taugt das Lied im Gesamtzusammenhang des Albums aber zumindestens noch für einen gelungenen Gag (auf den ich aber später noch zurückkomme). Zumindestens gibt es im Anschluss einen Knall sich entfernende Schritte, und schon folgt "South Side of the Sky", in dem Squire und Howe ihren Sangeskollegen recht hart an die Wand spielen. Für Abwechslung sorgen dann wieder ruhige und atmosphärische Passagen, in denen Wakeman für Stimmung und teilweise jazzige Nuancen sorgt.

Wieder eine Solonummer ist das folgende und sehr kurze "Five Per Cent For Nothing", wo die Band gekonnt Brufords Schlagzeugparts auf ihre Instrumente überträgt und zeigt, was für Einfälle dieser Virtuose so hatte. "Long Distance Runaround" ist noch mal eine kurze fröhliche Anderson-Nummer, die aber einiges durch die Rhythmusarbeit von Squire und Bruford und das Unisono-Riffing von Wakeman und Howe gewinnt. Das anschließende "The Fish" ist Squires Stück vom Kuchen, Howes "Mood for a Day" ist wesentlich ruhiger und abwechslungsreicher als das recht folkige "The Clap" vom Vorgängeralbum.

Am Ende folgt der absolute Klassiker des Albums, und zwar "Heart of the Sunrise". Hier trifft King-Crimson-artiges Brachial-Riffing auf zerbrechlich-ruhige, surreale Passagen, und Andersons Texte waren in ihrer Metaphorik früher auch mal weniger mystisch. Alles andere sollte man selber hören und genießen... und am Ende, nach all dem Dualismus zwischen Konsonanz und Dissonanz, Ruhe und Lautstärke macht es noch mal "Puff", und wir hören wieder "We have Heaven". Und obendrein enthält die Remaster-Ausgabe noch dazu eine Yes-Version des Klassikers "America" von Simon & Garfunkel, die intelligent umarrangiert wurde und dem Lied viele neue Facetten hinzufügt.

Fazit: Einige Durchänger bei den Solonummern können einem den Spaß an diesem Album nicht nehmen. Fans werden nicht enttäuscht werden, Neueinsteiger in die Band werden begeistert sein (wie in meinem Fall).
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TOP 1000 REZENSENTam 1. Oktober 2015
"Fragile" erschien 1971 bei Atlantic Records und leitet eine Phase der Band ein,die man wohl eindeutig als die kreativste der britischen Prog-/Art-/Symphonic-Rocker benennen kann.
Die gesamte Produktion wirkt gegenüber dem ebenfalls interessanten Vorgänger "Yes Album" deutlich professioneller,Sound und Aufnahmequalität sind schlicht besser.
Zu Bill Bruford,Jon Anderson,Chris Squire und Steve Howe gesellte sich hier erstmals Rick Wakeman,was den Sound,insbesondere den Klangfarbenreichtum,reichlich veränderte/erweiterte.
Wakeman ersetzte an den Tasten und brachte einen ganzen Fuhrpark von neuen Tasteninstrumenten,wie Keyboards,Mellotron,mit und setzte diese auch mit Geschick und Substanz ein.
Erstmals ist hier auch Roger Dean für das Artwork zuständig,ebenfalls ein Schritt nach vorne.
Ob "Fragile" an die künstlerischen Highlights im Katalog von Yes,nämlich "Close To The Edge","Tales From Topographic Oceans" und "Relayer" (für mich gehört auch "Going For The One" noch trotz verringerter Komplexität irgendwie mit dazu) schon heranreicht,ist heiß umstritten.
Dagegen spricht,daß die Tracks,die auf Einzelkompositionen beruhen,qualitativ hörbar abfallen,ohne allerdings völlig zu enttäuschen (die öde Brahms-Adaption von Wakeman nehme ich da aber nachdrücklich aus).
Die gemeinsam komponierten Stücke nehmen manches,was da an musikalischen Schätzen zeitnah noch kommen sollte allerdings vorweg,sodaß man "Fragile" trotz etwas schwankender Qualität in die Hochphase der Band vielleicht doch mit aufnehmen kann/sollte.
Das Album bietet immerhin auch einige Klassiker und Konzert-Lieblinge der Fans,wie "Roundabout",überzeugt mit prägnanten,knarzenden Baßläufen,einer tollen Rhythmusarbeit,wuselig-perfektem Beherrschen der Instrumente und viel frischem Wind in der Musik.
Nicht umsonst zählt "Fragile" zu den großen Klassikern des Prog-Rock;für mich reicht es an die drei "irren" Nachfolger noch nicht ganz heran,geht aber schon auf Tuchfühlung.
Daß es in jede gute Prog-Sammlung gehört,steht für mich außer Frage.

Geradezu überwältigend ist die Flut der Wiederveröffentlichungen dieses Albums;ich kenne da nichts Vergleichbares.
Von manchen Klassikern der Musikgeschichte gibt es neue Vinyl-Reissues,Remaster-CDs,manchmal ne HDCD,Japan-CDs,auch mal auf edlem SHM-Material,eine Remix-Version,eine SACD,eine DVD-A,eine Surround-Version,eine BluRay-Audio,spezielle limitierte Auflagen von CDs,zB in Mini-Vinyl-Optik,eine Gold-CD....OK.
Aber von "Fragile" gibt es nicht nur ALLES,sondern auch noch zumeist jeweils MEHRFACH!
Zur ersten Vinyl-Ausgabe (mittlerweile diverse Neuauflagen,auch auf höherwertigem Vinyl,eine Vinyl-VÖ,die auf einem Remix beruhen wird,ist kurz vor dem Erscheinen) gesellte sich natürlich eine CD,an welche man besser keine klanglichen Erwartungen stellen sollte.
1994 kam dann die deutlich verbesserte Remaster-CD für die Joe Gastwirt eine anständige Arbeit abgeliefert hatte.
Schon 1998 nahm sich Isao Kikuchi der Sache an und prompt erschien eine Japan-Remaster-CD mit HDCD-Codierung,welche später in neuer Aufmachung (Mini-LP-Design) noch mal veröffentlicht wurde.Das Ergebnis ist auch auf meinem HDCD-Player wenig beeindruckend;vor allem sind die Töne schärfer umrissen,wirkt alles härter.Die CD ist übrigens auch auf jedem CD-Player abspielbar,dann aber mit mächtig Dynamik-Verlust.
Daß man bei Atlantic mit dem Remastering von Gastwirt zufrieden war,ist wohl der Grund dafür,daß die Gold-CD von 1993 auf seiner Arbeit beruht.Es wurde nicht neu remastered,dennoch klingt die Gold-CD,warum auch immer,etwas wärmer.
2002 durften Surround-Fans dann jubeln.
Atlantic brachte eine Audio-DVD auf den Markt,die nicht nur zwei Surround Remixes (von Tim Weidner) enthielt (Dolby und DTS,beide 24 Bit/96 KHz),sondern auch gleich noch eine hochauflösende Stereo-Version in gleicher Qualität.
Für das erneute Remastering,Surround,wie Stereo,war Steve Hall zuständig,der sauber arbeitete.Auch die Surround-Abmischungen gelten als sehr gelungen.
2003 kam dann die große Remaster-Serie von Rhino,was auch "Fragile" eine Wiederveröffentlichung bescherte,ebenso,wie ein neuerliches Remastering.Auch Bill Inglot lieferte ordentliche Arbeit.Als Bonus gab es ein Cover von dem Song "America" und einen Early Rough Mix von "Roundabout".
In Japan kam zu diesem Zeitpunkt die x-te Japan-VÖ heraus,diesmal eine CD auf dem teuren SHM-Material;diese CD basiert auf dem Inglot-Remaster.Eine Klangsteigerung konnten nur wenige feststellen.
2006 brachte das Edel-Label MFSL aus den USA dann eine Gold-CD des Albums heraus,selbstverständlich später noch mal als Mini-LP-Version..
Das erneute..Remastering führte diesmal Shawn R.Britton durch.
Sie klingt edler,weicher,voller,ohne Details zu verschlucken;das empfindet aber jeder anders.
Auch die anderen Masterings haben ihre Anhänger,der Inglot-Remaster klingt zB deutlich analytischer,was manchem einfach mehr liegt.
2011 kam dann eine SACD mit Surround-Abmischung auf den Markt,die ich nicht gehört habe.
2013 gab es die wohl unvermeidliche,neu remasterte SACD von High Vibration,die,auch bei "Fragile" keineswegs überzeugte.
2014 gab es dann,auch das war zu befürchten,da auch andere Yes-Alben davon heimgesucht wurden,eine gruselig schlechte Japan-SACD,neu remastered von Isao Kikuchi,welche den Dynamikumfang massakriert und bis in den hörbaren Verzerrbereich übersteuert (und das auf dem Medium).
Ich meine,irgendwann noch eine andere HDCD besessen zu haben,die gar nicht überzeugte,bin aber nicht mehr sicher.
Die Aufzählung ist wohl kaum vollständig,zeigt aber,daß die Auswahl unglaublich ist,auch für Klang-Gourmets.
Demnächst kommt aber noch eine neue Überarbeitung heraus,aufgeteilt auf verschiedene Editions,welche CD,DVD bzw BluRay umfassen wird.
Steven Wilson,der schon viele hochangesehene und preisgekrönte Remixes für diverse Künstler erarbeitet hat,wird für "Fragile" verschiedene Surround-Remixes (vermutlich wieder DTS und unkomprimiert) und einen Stereo-Remix in hoher Auflösung anfertigen.
Ein Flat-Transfer des alten Stereo-Mixes in hoher Auflösung wird erfahrungsgemäß wohl auch wieder dabei sein,dazu umfassendes Bonusmaterial und vielleicht auf BluRay sogar wieder ein Instrumental-Remix des Albums.
Auch hier wird es wieder Hörer geben,die die deutlich gesteigerte Analytik des Remixes zu schätzen wissen,während andere den musikalischen Fluß der alten Abmischung bevorzugen.
Da diese im Box-Set enthalten sein wird,wird diese neue Edition für die meisten wohl wieder der "Best Buy" sein;es sei denn,man bevorzugt eines der vielen alten Remasterings,schwört grundsätzlich auf SACD,HDCD,DVD-A oder hält die Surround-Version der alten DVD-A oder der SACD mit Multichannel-Abmischung für gelungener.
Ich kann es selbst nicht glauben,wie viele Versionen des Albums ich schon besessen oder gehört habe...und wie unterschiedlich diese teilweise klingen.
Welche denn nun wirklich die beste ist,ist schwer zu vergleichen,bei CDs untereinander geht das einfach,aber wenn auch DVD-A und SACDs ins Spiel kommen...es kann ja auch der Player sein,der den Sound zugunsten oder zuungunsten einer Scheibe beeinflußt.

Für Sammler und Audiophile,Fans und Ästheten ist "Fragile" eine riesige Spielwiese.
Das Entscheidende ist aber die Musik.
Und die sollte man sich als versierter Prog-Hörer nicht selbst vorenthalten.
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am 22. Juni 2003
Für Leute, die Yes nicht kennen, lässt sich der Stil dieser Band wie folgt beschreiben: The Beatles meets Igor Strawinski (russischer Komponist, der nach Amerika konvertierte), mit einer Messerspitze Pink Floyd, einem guten Schuss Deep Purple und einer Prise Emerson, Lake & Palmer.
Mít FRAGILE schafften die Revoluzzer des progressiven Rocks den Durchbruch und legten einen Meilenstein in der Musikgeschichte nieder. Im Gegensatz zu allen späteren Werken der Band, allen voran natürlich CLOSE TO THE EDGE, bedienten sich Yes noch allen Klischees, die für diese Musikrichtung galten: sehr klassisch inspirierte Melodien und Songstrukturen und lange und üppige Solopassagen für jedes gespielte Instrument. Bei den Solopassagen offenbahrt jedes Mitglied der Band seine Virtuosität, allerdings auch oft am Rande der Selbstinszenierung. Daher wurde die Band von Laien oft als kitschig verkannt. Wenn man zunächst die Solostücke betrachtet, von denen jedes Bandmitglied je eines komponierte, um sein jeweiliges Instrument in den Mittelpunkt zu stellen, sieht man sich trotzdem mit eigenständigen Kompostionen konfrontiert, die alle gleichermassen ihre Berechtigung auf dem Album haben, mit Ausnahme des völlig überflüssigen FIVE PERCENT FOR NOTHING, welches absolut nichts aussagt und nur ein Füller ist, bei welchem sinnlos eine halbe Minute herumgefrickelt wird.
Anders sieht es schon bei THE FISH oder der Klassikadaption CANS AND BRAHMS aus. Bei ersterem steht Chris Squires Bassgitarre im Vordergrund, die Melodie, die Sänger Jon Anderson am Ende des Stücks vorträgt, meine ich schon einmal in einer Strawinski-Komposition gehört zu haben. Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass Chris Squire der Jimi Hendrix der Bassgitarre ist. CANS AND BRAHMS konzentriert sich auf die Keybords von Rick Wakeman, hauptsächlich Piano, Hammondorgel und elektrisches Cembalo. Auch das akustische Instrumentalstück MOOD FOR A DAY sollte angesichts der unglaublichen Fingerfertigkeit des Gitarristen Steve Howe nicht übersehen werden. Den langen Bandkompositionen aber sollte man seine zentrale Aufmerksamkeit widmen, als da wären:
Das vom Bass dominierte, rasante, dann aber sphärisch-treibende und psychedelisch-hypnotisierende HEART OF THE SUNRISE, in welchem ebenfalls eine gehörige Portion Klassik steckt und wirklich jedes Bandmitglied mal am Zug ist, ohne mit den Soli zu übertreiben. Besonders Rick Wakeman besticht hier durch seine unglaubliche Virtuosität, die von seiner klassischen Ausbildung am Londoner Konservatorium herrührt. Des Weiteren wäre da SOUTH SIDE OF THE SKY mit seinem düsterem, atmosphärischen Intro, bei welchem eiskalter Wind aus den Boxen weht, bevor es zu einem groovenden Riffmonster wird, bei welchem sich Squire betont zurückhält und hier mehr die elektrische Gitarre dominiert, ehe es nach zwei Minuten zum Höhepunkt kulminiert, wenn alle Instrumente bis auf das Klavier ausklingen und Mr.Wakeman das volle Register seines Könnens zeigt, ehe dann die übrigen Bandmitglieder zum Backgroundchor einstimmen um die malerisch traumhaften, beinahe übernatürlich schönen Klavierpassagen zu begleiten. Mr. Wakeman macht seine Arbeit so gut, dass amn meinen könnte, die Klavier- und Orgelpassagen seien von J.S.Bach oder Sibelius persönlich eingespielt worden. Absolut unvergesslich ist auch die stimmige, ebenfalls mit klassischen Elementen vollgeladene
Komposition ROUNDABOUT, mit ihrem akustischen Intro und den Hammondorgel-Soli, wobei die aussergewöhnlichen Bassläufe ein brodelndes rhythmisches Fundament bilden. Sowohl das flexible, frische Schlagzeugspiel Bill Brufords, als auch das jenseits aller musikalischen Konventionen praktizierte Bassspiel Squires sind zum Niederknien. Über Jon Andersons überragende Gesangsleistung brauche ich keine Worte zu verlieren, ebensowenig wie zum Gitarrenspiel Howes. Ein weiterer Bonuspunkt dieses tollen Albums ist der Bonustrack AMERIKA, wo so gegensätzliche Stile wie Klassik und Country verwoben werden.
FRAGILE ist absolut anbetungswürdig. Die kunstvolle Aufmachung der Digipack-CD setzt dem ganzen die absolute Krone auf, ebenso, wie der absolut vollkommen abgemischte Sound, welcher nie besser klang. Bei MOOD FOR A DAY kann man sogar hören, wie die Ärmel von Steve Howe sich am Korpus seiner akustischen Gitarre reiben, wärend seine Finger über die Saiten flitzen. Eine so glasklare und ausgewogene Produktion habe ich bisher noch nie erlebt.
K A U F E N !!!
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am 15. Januar 2007
"Fragile" ist sicherlich nicht Yes' beste Platte (das ist für mich "Tales From Topographic Oceans", obwohl die meisten Yes-Fans wohl für "Close To The Edge" plädieren würden), aber es ist die erste mit Rick Wakeman. Außerdem hat es hier den Hit "Roundabout" sowie die Klassiker "Heart Of The Sunrise" und "South Side Of The Sky". Ergänzt wird das Ganze mit Quasi-Solostücken der beteiligten Musiker. Hier sticht in meinen Augen Chris Squires "The Fish" hervor - besonders im 5.1 Mix, wo der Subwoofer anfängt, durch den Raum zu hüpfen.

Klangmäßig tut sich die DVD-A durch eine gute Ausnutzung der 6 Kanäle hervor und saubere Höhen und Tiefen hervor. Einzig bei "Cans And Brahms" verzerrt es bei den Spitzen ein bisschen (dafür hört man den Einsatz der Basspedale bei der Orgel ganz prima). Es gibt keine "heavy" Effekte wie das Herumfliegen von Klängen und dergleichen, was der Musik auch nicht angemessen wäre.

Für alle, die "Fragile" mögen, ist die DVD-A sicherlich eine Überlegung wert, zumal sie erschwinglich ist. Vor allem die Besitzer einer halbwegs ordentlichen Surround-Anlage mit einem leistungsfähigen Subwoofer werden sich freuen, wenn ihnen Chris Squires Bass mal so richtig die Hosenbeine flattern lässt.

Als Bonus gibt's noch "America", auch sehr hübsch remastered.
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am 3. August 2004
Auf „Fragile" ist das klassiche YES-Line-Up komplett. Jon Anderson an den Vocals, Chris Squire am Bass, Steve Howe an der Gitarre, Rick Wakeman am Keyboard und Bill Bruford am Schlagzeug. Alles perfekte Intrumentalisten bzw. Sänger. Das Album bietet vier Gruppenkompositionen und fünf Solo-Stücke von jedem der einzelnen Bandmitglieder.

„Roundabout" ist DER 70s-Hit von Yes. Auch heute ist noch bei jedem Konzert zu Hören. Das Stück macht mit seinem tollen Basslauf und den Keyboard-Einlagen einfach nur Spaß. Das zweite Stück ist dann eine Klassik-Bearbeitung von Rick Wakeman. „We Have Heaven" ist das Solo-Stück von Jon Anderson. Was den Song interessant macht ist, dass hier Gesangs-Overdub über Gesangs-Overdub gelegt wird, wodurch das Stück von Sekunde zu Sekunde an Intensität gewinnt. „South Side Of The Sky" beginnt mit Windgeräuschen bis das hektische Schlagzeug einsetzt. Jon Anderson singt und Howe frickelt dazu auf der E-Gitarre. Es folgt ein sehr hörenswertes Piano-Interludium im Mittelteil, indem Wakeman uns sein ganzes Können zeigt. Das Stück endet dann wieder mit Gesang und E-Gitarre. Der nächste Track, die Solo-Nummer von Bull Bruford dauert weniger als eine Minute, leitet dann flüssig zum eingängigen, durchaus radiotauglichen, aber sehr schönem „Long Distance Runaround", welches wiederum flüssig in Chris Squires Solo-Nummer „The Fish" übergeht, die ebenfalls voll überzeugen kann. „Mood For A Day" ist Howes Solo-Beitrag, in dem er uns zeigt, was er so alles an der Gitarre drauf hat. Das Stück ist auch heute noch auf Konzerten zu hören. Zum Schluss vielleicht DER Hammer-Song von Yes: „Heart Of The Sunrise". Dieses Meisterwerk beginnt mit genial-vertracktem Riffing. Es folgt ein Bass- und Mellotron-dominierter Teil, der Spannung aufbaut, ehe wieder dieses geniale Riffing einsetzt. Immer wenn man denkt: Jetzt hat sich die Band ausgetobt, kommt ein neuer Break und es geht wieder von vorne los. Nach etwa 3 Minuten folgt ein ruhiger Gesangspart, indem Jon Anderson mit seiner einzigartigen Stimme glänzt. Im weiteren Verlauf werden die vorhergehenden Teile immer wieder varriert, bis das Stück erhebend mit einer eingestreuten Sequenz aus „We Have Heaven" endet. Ein Meisterwerk, dass einen vor allem Live regelrecht umhaut. Ich persönlich hatte das Glück, dieses Stück auf einem Konzert im Sommer 2003 live zu erleben. Ich kann nur jedem raten, dieses Album zu kaufen und ein Konzert dieser (vielleicht besten Live-)Band zu besuchen.
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