Kundenrezensionen


30 Rezensionen
5 Sterne:
 (22)
4 Sterne:
 (7)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine atemberaubende Achterbahnfahrt für die Ohren!
Wie gut, dass dieses Ausnahmewerk des 70er ProgRocks nun auch remastered vorliegt! Der Klang ist sehr viel ausgewogener und feiner nuanciert als auf der ursprünglichen CD Version, so trägt man der unglaublichen Komplexität eines Stückes Rechnung, welches alles an musikalischen Ergüssen verarbeitet, die einem menschlichen Hirn entspringen...
Veröffentlicht am 4. November 2003 von Thomas K-Bär

versus
4 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fantastisch komplex, aber...
Zum Zeitpunkt des Erscheinens von Relayer war ich Yes-Fan total. Leider erlebte das mit dem Album einen kleinen Einbruch. Die schnellen Passagen waren und sind mir mir einfach zu komplex, zu wenig melodisch. Teilweise erinnert das mehr an Free Jazz, ein bißchen hat's auch was von purer Selbstdarstellung: Jeder zeigt, was er (handwerklich) kann.
Natürlich,...
Veröffentlicht am 22. August 2002 von Peristyle


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine atemberaubende Achterbahnfahrt für die Ohren!, 4. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Relayer (Expanded and Remastered) (Audio CD)
Wie gut, dass dieses Ausnahmewerk des 70er ProgRocks nun auch remastered vorliegt! Der Klang ist sehr viel ausgewogener und feiner nuanciert als auf der ursprünglichen CD Version, so trägt man der unglaublichen Komplexität eines Stückes Rechnung, welches alles an musikalischen Ergüssen verarbeitet, die einem menschlichen Hirn entspringen können, nähmlich das zerfahrene, weit ausladende und am Rande der Selbstinszenierung üppig inszenierte GATES OF DELIRIUM. Die konkrete Struktur dieses über 21 Minuten dauernden Opus lässt sich nur sehr schwer in passende und dem Inhalt angemessene Worte fassen. Am ehesten lässt sich der Aufbau als amorph und formlos bezeichnen, losgelößt von jedweder musikalischer Struktur und Form, anfangs eher fröhlich vor sich her frickelnd, dann in einem musikalischem Rundumschlag ausartend, wie er ausgeflippter und freakiger nicht sein könnte. Anfangs noch melodisch und idyllisch, dann aggressiv und durchgeknallt. Die ansonsten eher engelsgleiche Stimme des Sängers Jon Anderson klingt teilweise schon bissig und aggressiv.
Absolut dominant im Sounddschungel sind die verschiedenen, teils klassisch inspirierten, dennoch unabhängig voneinander gespielten Gitarrenmelodien Steve Howes, der mit seiner jenseits aller musikalischer Konventionen liegenden Art zu spielen die Lücke im Sound zu füllen vermag, die der Weggang des klassisch trainierten und sehr talentierten Rick Wakeman hinterlässt, was den schweizer Ersatzkeyborder Patrik Moraz allerdings nicht in Abrede stellen soll. Auf Klavier und Hammondorgel, die Instrumente, an denen sich Wakeman am liebsten und auch am besten austobte, wurde verzichtet, dafür greift der nicht minder talentierte Moraz verstärkt zu Synthesisern und Mellotron, welche die Gitarren- und auch Basswände zu durchdringen versuchen, leider aber im Hintergrund bleiben. Die Basslinien des Herrn Squire sind auch eher betont introvertiert und nicht so ausgefallen wie zuvor auf CLOSE TO THE EDGE oder FRAGILE. Die an Bombast nicht zu toppende musikalische Zerstörungsorgie dauert etwa vierzehn Minuten an, davon etwa über die Hälfte in Solopassagen ausufernd, ehe sie sanft ausklingt, und ähnlich wie bei CLOSE TO THE EDGE von Keybord- und Mellotron-Teppichen dominiert wird, und eine wundervolle Melodie den Hörer wieder beruhigt. Zu SOUND CHASER lässt sich kaum etwas anderes sagen, ausser das hier der Name Programm ist; Ein Ton jagt den nächsten, das Gitarrensolo in der Mitte des Songs toppt alles an Virtuosität und Epik, allerdings ist SOUND CHASER etwas stringenter.... und noch rasanter als GATES OF...; übertrifft sogar seine Agressivität, das futuristische Keybordsolo kurz vor Schluss und die zerfahrenen, freejazzigen Rhythmen machen auch dieses Stück zu einem echten Highlight. Das abschliessende TO BE OVER steht im krassen Gegensatz zum kakophonischen Rest des Albums und scheint den verängstigten, verwirrten, atemlos zurückgebliebenen und schockierten Hörer trösten zu wollen. Mir ist kein Album bekannt, welches einen derartigen Grad an Komplexität an den Tag legt. Die Remastering-Kur macht den Sound durchsichtiger und klarer, das Coverartwork und die informativen Linernotes im Booklet rechtfertigen ohne Weiters einen Kauf dieses Sci-Fi-Epos für die Ohren, auch für diejenigen, die das Album bereits haben lohnt es sich, da sich noch weitere klangliche Nuancen und Feinheiten im zerklüfteten Sound versteckt hielten, die es jetzt mit guten Kopfhörern zu entdecken gilt. ABSOLUT EMPFEHLENSWERT FÜR MUSIKALISCH WAGEMUTIGE!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Non plus ultra, 19. Februar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Relayer (Audio CD)
Von allen Yes - Alben ist mir dieses immer noch das Liebste, obwohl auch alle Vorgängeralben jenseits von Gut und Böse sind.
Patrick Moraz, der vorher mit den beiden ex-Nice Musikern Lee Jackson und Brian Davison Refugee gegründet hatte (leider gab's nur ein [exzellentes] Album), empfahl sich damit schon für höhere Aufgaben. Der fulminante Stil Moraz', der sich bereits auf dem Refugee-Album zeigte, prägte auch bei diesem Yes-Album das zentrale Stück, nämlich 'Gates of delirium'. Es blubbert und sprudelt, stetig wechseln Klangfarben und Tempi. Der Titel wird der Musik gerecht, was nicht heissen soll, dass hier die pure Kakophonie dominiert, ganz im Gegenteil (zugegeben, es gibt ein, zwei kürzere Passagen, die vielleicht beim ersten Hören etwas gewöhnungsbedürftig sind): hier duellieren sich Howe an der Gitarre (der seinen ganzen Facettenreichtum an Können darbietet) und Moraz, der hier in seinen besten Momenten Wakeman bei Weitem überflügelt.
Nach diesem im positiven Sinne brachialen Opener geht es mit Soundchaser, einem musikalischen Parforceritt, weiter: Breaks, verschleppte, verlangsamte Schlagzeugtempi (White überschlägt sich hier an manchen Stellen fast) und Howes' Finger scheinen die Saiten zum Glühen zu bringen.
Der Rausschmeisser 'To be over' geht in Richtung von 'And you and I' des 'Close to the Edge'-Albums - wobei ein beruhigendes, entspanntes Balladenstück nach dem vorangegangenen Feuerwerk mehr als angemessen ist.
Sollte für Yes-Einsteiger nicht unbedingt der erste Kontakt zur Band sein - man sollte ihn aber auf keinen Fall versäumen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verrückt, 2. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Relayer (Audio CD)
Diese CD lohnt sich allein schon wegen des ersten Liedes "Gates of Delirium". Es beginnt zunächst wie ein "normaler" Progressiv-Song, wie Yes sie eben damals produzierte, sehr toll jedenfalls. Nach ca. 8 Minuten kommt jedoch ein Einschnitt und was folgt ist eine musikalische Achterbahnfahrt, wie ich sie noch nicht gehört habe. Selten war ich nach bloßem Zuhören so außer Atem wie bei dieser Aneinanderreihung von Verrücktheiten. Und wenn man denkt, sie sei vorrüber wird nochmal Kohle aufgelegt. Das ganze dauert wiederum 8 Minuten. Danach kommt wieder ein Einschnitt und es folgt ein wunderschön melodisches Lied, das meines Wissens später für sich als Single veröffentlicht wurde (?). Vor allem gefällt mir hier die Verwendung des Mellotrons. Toll!
Die anderen beiden Tracks sind auch über jeden Zweifel erhaben, aber der Hauptgrund, diese CD zu hören, ist "Gates of Delirium".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Tontechniker im Delirium?, 17. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Relayer (Expanded and Remastered) (Audio CD)
Dies ist mittlerweile die 3. CD-Ausgabe von Relayer, nach der mäßig klingenden Erstausgabe aus den 80ern kam 1994 die Relayer/Remaster und jetzt also Relayer (Expanded and Remastered).
Wer von der ersten auf die dritte umgestiegen ist mag freudig überrascht sein, vergleicht man sie jedoch mit der 1994er Version ist man entsetzt vom mumpfigen Sound dieser neuen Ausgabe. Überhaupt schneiden die neuen "expanded"-CDs von Yes im Vergleich zu den alten Remasters klanglich bestenfalls gleichgut ab.

Als Fan kann man natürlich trotzdem nicht widerstehen (die '94er behält man aber besser), die Bonustracks könnte man sich zwar schenken, aber das an die Vinylversion erinnernde Pappcover im Schuber ist doch eine zu große Verlockung - ebenso wie bei "Fragile" und "Close to the Edge", die im übrigen klanglich weitaus besser abschneiden.

Ah, die Musik: Hier kann ich den 5-Sterne-Verteilern nur zustimmen. Zusammen mit "Close to the Edge" DER Höhepunkt in der Yes-Story. Dem Einsteiger seien eher Fragile oder Yessongs empfohlen, aber wer wissen will wie weit Progrock gehen kann, ist hier richtig; und wer sich fragt: "Wer ist eigentlich Steve Howe?" erhält hier quasi seinen Personalausweis (Wer jetzt "Asia" sagt, sollte schnell rennen können).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Steve Howe total, 14. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Relayer (Audio CD)
Wenn es ein YES Album gibt, bei dem Steve Howe das absolut soundprägende Element ist, dann ist das 'Relayer'.
Rick Wakeman hatte YES nach 'Tales of Topographic Oceans' frustriert verlassen und der Schweizer Patrick Moraz wurde als sein Nachfolger ausgewählt. Konzert-Videos von YES zeigen, dass Patrick Moraz wirklich ein phantastischer Keyboarder im positiv-traditionellen Sinne ist, aber was ist auf dieser Platte davon zu hören? Es nur meine ganz persönliche Meinung, aber ich habe den Eindruck, dass Howe hier - bewusst oder unbewusst - versucht, den Part von Wakeman mit zu übernehmen. Moraz liefert zwar auf 'Sound Chaser' ein rasantes Synthesizer-Solo ab, aber ansonsten ist sein Beitrag auf 'Relayer' auf Hintergrundarbeit und Geräuschemachen beschränkt, wohl ganz einfach aus Platzmangel.
Ist das schlimm? Nicht wirklich - wenn man zufällig ein Fan von Steve Howe ist. Der liefert auf 'Relayer' nämlich seine Tour de Force ab und zieht mit streckenweise fast schon brachialer Gewalt alle Register seines spielerischen Könnens. Nicht dass er es noch nötig gehabt hätte, sich zu beweisen - dazu hätte schon 'The Yes Album' gereicht, oder sogar nur das Stück 'Clap' daraus - aber vielleicht wollte er nach den teilweise klaustrophobischen Gitarrensounds von 'Topographic Oceans' mal wieder so richtig loslegen. Ausserdem war das Schlachtszenen-Szenario für 'Gates of Delirium' von Jon Anderson schon vorgegeben worden und Howe tut genau das richtige in einer solchen Situation: er kämpft um jeden Ton. Aber Steve Howe wäre nicht der geniale Gitarrist der er ist, wenn er es dabei belassen hätte. Am Ende von 'Gates of Delirium' löst er mit seiner Steel-Guitar die kriegerische Stimmung in ein friedvolles, emotionales und leicht fernöstlich klingendes Finale auf, das die ganze Welt wieder zu versöhnen scheint. Auf 'To Be Over' spielt Howe eines seiner schönsten Gitarren-Soli überhaupt. Das Thema, das er zum Ausklang des Stückes spielt, klingt so feierlich, dass man fast schon meint, Glocken läuten zu hören. Als ich diese Passage zum ersten Mal hörte, musste ich unweigerlich an Mussorgskis 'Bilder einer Ausstellung' denken.
Im Gesamtwerk von YES nimmt 'Relayer' mit seinem großen emotionalen Spektrum und Steve Howes Virtuosität sicherlich einen vorderen Platz ein. Nach 'Relayer' widmeten sich die Mitglieder der Band diversen Solo-Alben, oft mit Patrick Moraz als Keyboarder. Letzterer verschwand dann irgendwann im Nichts und Rick Wakeman kam für 'Going For The One' wieder zurück.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein akustischer Sci-Fi Film, 11. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Relayer (Audio CD)
Dieses Album ist wohl das abgefahrenste, verrückteste, härteste und intensivste Album von Yes. Ein verwirrter Klang jagt den nächsten. Eingeleitet wird die Scheibe durch den unglaublich komplexen, vertrackten und amorphen Song namens GATES OF DELIRIUM, der sehr unbekümmert beginnt, dann aber in einer musikalischen Zerstörungsorgie ausartet, die ihresgleichen sucht. Zunächst klingt dieses Stück etwas form- und orientierungslos und scheint erst nach etwa 12 min. konkrete Strukturen anzunehmen, was dazu führt, dass ich den Eindruck nicht los werde, dass Yes ins Studio gegangen sind und ganz spontan einfach drauflosjammten ohne zu wissen, was sie da eigentlich aufnehmen. Dennoch ein Song der es in sich hat. Der nächste Song, SOUND CHASER macht seinem Namen alle Ehre: Ein Klang scheint, wie oben aufgeführt, den nächsten zu jagen, also eine rasend schnelle Verfolgunsjagd der Instrumente: MÖRDERISCH ist hier auch das dramatisch aufgebaute, klassisch beeinflusste Gitarrensolo Howes. Das ganze Album ist mörderisch und einfach nur eine WUCHT. Zum Nebenbeihören taugt dieses Album auf keinen Fall, da es sonst nervtötend wird. Teilweise klingt es sehr Jazz-inspiriert und erinnert ein wenig an TARKUS von ELP, klingt aber wesentlich intensiver, agressiver und spaciger. Man muss diesem Hammer seine vollste Konzentration und Aufmerksamkeit widmen. Sonst tut es weh. Also nehmt die Herausforderung an und lasst euch von der akustischen Druckwelle erfassen und aus der Galaxie katapultieren. Ein mutiges Scheibchen für mutige Hörer.
PFLICHTKAUF FÜR PROGGIES !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stand and fight we do consider ..., 11. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Relayer (Audio CD)
reminded of an inner pact between us". Die ersten Zeilen von Gates of Delirium beschreiben warum dies das beste (und letzte richtig gute) Album von Yes ist. Yes stehen und kämpfen zusammen das die Fetzen fliegen, nicht die Summe von Solo-Eskapaden sondern gemeinsame Songs statt abgezählter Soli. Nur Patrick Moraz hatte das Pech, das die Songs schon recht weit fortgeschritten waren, als er zur Band kam und viele Keyboard-parts schon "vergeben" waren. Pech für ihn, aber wohltuend für das Gesamtkonzept. Allerdings hat er immer noch genug Raum zu glänzen und Sound Chaser ist sein Song.

Die vorbildliche Remastered Version enthält neben den Album-Titeln noch die Single Version von Soon oh Soon (damals ziemlich lieblos rausgeschnitten, außerdem ohne das "Delirium" vorher nur die Hälfte wert) und Sound Chaser sowie als genialen richtigen BONUS einen sogenannten "Studio Run-Through" von Gates of Delirium, d.h. eine komplette "live-im Studio" Aufnahme. Auch wenn's manchmal holpert - genial und zeigt, was die Art-Rocker von Yes auch ohne Hilfsmittel drauf hatten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pferdewechsel der Musikmagier, 14. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Relayer (Audio CD)
Mein Dad hat mir dieses Album vorgespielt, als ich noch ein blutiger Prog-Anfänger war... Gates of Delirium hat mich damals total umgehauen.

Heute sehe ich dieses Album in einem neuen Blickwinkel. Aber leicht war es für mich nicht, mich an den neuen Yes-Sound zu gewöhnen (war ja davor mit CttE vertraut). Schnellere, abgefahrenere Passagen bestimmen nun das Klangbild von Yes, was vielleicht auch dem neuen Patrick Moraz zu verdanken ist, der Wakeman ersetzt. Jon Anderson hat auch die Titelmelodie von Gates of Delirium geliefert. White und Anderson hatten aber auch die Idee mit den krassen Soundeffekten in der Mitte des Songs (Scheppern, Schreie, Kratzen etc.). Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass Relayer ein ganzes Stück verrückter und vertrackter ist, als Tales und CttE zusammen. Und das will was heißen. Relayer war ja dann auch das Finale der legendären Albums-Trilogie von Yes. Schade eigentlich, aber kein Wunder, dass einem bei solchen Meisterwerken die Puste ausgeht.

Gates of Delirium ist DER Übersong - hektisch, martialisch, wild, aber am Ende friedlich... So muss ein guter Progsong klingen! Die Band zeigt hier, dass sie auch als Einheit wirken können. Der treibende Rhythmus und die zerrissenen Gitarren Howes gehen scheinbar ineinander über und das ganze verschmilzt zu einer Einheit.

Soundchaser ist fast noch schräger als Gates. Anfangs wie ein Jazzsong, schlittert man durch ein paranoides Klanggebilde, dass Geschwindigkeit und Takte wechselt wie verrückt.

To be over ist dann eher der Schwachpunkt. Hat ein paar gute Melodien, plätschert aber leider trotzdem so vor sich hin.

Fazit => das dritte und letzte, große Album der Musikmagier Yes. Kaufen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heute zum ersten mal gehört...und..., 30. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Relayer (Audio CD)
...es war Liebe auf den ersten Blick. 1974 war ich noch nicht einmal auf der Welt. Ich habe dennoch früh angefangen, mich für Progrock zu interessieren. Heute mit 36 Jahren kann ich alle Pro- und Contra-Argumente bezüglich dieses Genres verstehen. Hatte vor allem die Werke von Genesis und Pink Floyd bereits in meiner Jugend nachgepaukt, weil sie mich damals eben vom Hocker rissen. Und jetzt, nachdem ich modernere Varianten wie Spock's Beard für mich entdeckt habe, dachte ich eigentlich, mich könnte man mit einer der prägenden Mitbegründer dieses Musikstils nicht mehr wirklich begeistern. Weit gefehlt! Ich hatte kürzlich mal mehr aus Langeweile ein 78-er Album auf Youtube gehört. Und es gefiel mir auf Anhieb. Wollte es mir heute eigentlich im Laden kaufen. Aber da es nicht erhältlich war, suchte ich nach einer Low-Price-Scheibe, die in etwa aus dieser Zeit stammte. So kam ich auf "Relayer", die ich dann ungehört mit nach Hause nahm. Und bereits beim ersten Hören (das war mir bisher bei keinem Pink Floyd- oder Genesis-Album bisher gelungen) hat sie mich umgehauen. Was mir daran gefällt, ist dieses Gefühl, ein komplettes Album wie einen einzigen Song anzuhören, ohne dass es auch nur ansatzweise langweilig wird. "Relayer" ist märchenhaft, sicherlich auch ziemlich kitschig. Aber das ist es ehrlich gesagt auch ein bisschen, was ich an dieser Musik mag. Und dass ich diese für die 70er Jahre typisch hohen Vocals so selbstverständlich hinnehmen würde, hätte ich auch nicht gedacht. Sie passen fantastisch zur Atmosphäre. Habe leider immer im Hinterkopf, was der Sänger in den späten 80ern teilweise an Schrott veröffentlicht hat... aber hier zeigt er, wo er herkommt und wo er hingehört. YES!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "PROG-ROCK-KLASSIKER VON YES", 29. Februar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Relayer (Audio CD)
Prog-Rock-Klassiker der Kult-Band im Line-Up "Jon Anderson", "Steve Howe", "Chris Squire", "Alan White" und "Patrick Moraz" von 1974, das als Höhepunkt des Schaffens der Band und als ein Meilenstein des progressiven Rock gilt, dass viele Bands beeinflusste. Es ist dabei neben "Tales from topographic ocean" das anspruchsvollste und am schwersten zugängliche Album der Band. Kein anderes Werk der Band, ist derart agressiv, konsequent und kompromisslos. Dies führte dazu, das Rick Wakeman, wie auch schon beim Vorgängeralbum, keinen Zugang zu der Musik fand, und konsequenterweise die Band verliess, um sein Solo-Album "Journey to the centre of the earth" zu promoten, dass auch prompt im Mai 1974 Platz 1 der britischen Charts erreichte. Intensive, verrückte Musik wie von einem anderen Stern bietet dann der 22 minütige Monster-Opener "The gates of delirium", der nicht in Worten fassbar ist. Das von Jon Anderson entwickelte Konzept des Titels, basiert auf Tolstois Roman "Krieg und Frieden", und mutiert zur Spielwiese Steve Howes, der sich mit irren Gitarrenläufen die Seele aus dem Leib spielt, um in den letzten 5 Minuten des Tracks die wundervoll stimmungsvolle Balladen-Single "Soon" einzuläuten, wo seine Gitarre voller Schmerz zu weinen scheint, und somit die verrückte Nummer am Ende zur Ruhe bringt. Die beiden anderen Long-Tracks der Scheibe "Sound chaser" und "To be over" weisen durchaus einige gelungene kompositorische Details auf, können jedoch mit der verrückten Extra-Klasse von "Gates of Delirium" nicht mithalten. Das Album erreichte Platz 4 in den englischen und Platz 5 in den amerikanischen Charts.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Relayer
Relayer von Yes (Audio CD - 1994)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen