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am 18. Juni 2000
"Houses of the Holy" war mein erstes Album der Gruppe, daß ich bewußt im Radio mitbekam. Ich war 12 Jahre alt und dachte bis dato, daß Led Zeppelin eine weibliche Sängerin hatten. Die emotionale Gegensätzlichkeit zwischen diesen Vokals und den exzellent schweren (schwerfälligen) Drums hatten mich fasziniert. Gerade diese emotionalen Gegensätze trafen den melancholisch-harten deutschen Musikgeschmack genau wie Deep Purple oder Uriah Heep. Diese Frühzeit des Rock wird leider nicht mehr wiederkehren, die Hörer bestanden auch aus Klassik-, Soft- und Bluesliebhabern. Ich erinnere mich, daß das Album in den Zeitungen sehr gemischt aufgenommen wurde. Es gab etliche negative Kritiken. Für mich ist es noch heute eine sehr gute und stimmungsvolle Platte, man muß nicht Fan der Gruupe sein um sie ein wenig zu mögen. Sehr eindrucksvoll sind "No Quarter" und "Rain Song" und "Over the Hills", ruhige, excellente Gitarren, Soft-Songs mit ein paar harten Höhepunkten. Toll ist auch "The Ocean" mit seinen Wechselbad der Kinderstimme von Plant und dem dominant lauten Drum von Bonham, von etlichen Polls regelmäßig als einer der weltbesten Drummer gewählt. Meiner Meinung hat das Album nur einen langweiligen Song (Crunge), sonst ist alles klasse. Was man von den anderen Led Zeppelin Alben nicht unbedingt sagen kann, die häufig nur zur Hälfte aus guten Songs und zur Hälfte aus schwächeren Kompositionen bestehen. Das Album hatte auch einen besseren Aufnahmesound als IV. Die Covergestaltung ist auch orginell und erinnert an keltische Mythen. Mit III. (ebenfalls folkloreorientiert) mein Lieblingsalbum der Gruppe und die letzte Platte der Gruppe, auf der noch etwas innovatives passiert ist. Radiosendungen wie "Club 16" spielten die Songs sehr häufig, sie konnten ihre Wirkung zu dieser Zeit entfalten, mit der Heyvy-Welle ab 1976 (AC DC, Iron Maiden,...) verlor die Musik von Led Zeppelin an Originalität und Einzigartigkeit, da sie - fälschlicherweise - diesem Genre zugeordnet war und sich auf diesen Markt konzentrierte. Der Punk tat sein übriges, um Musik in dieser Art seine Unschuld und Daseinsberechtigung mit Gewalt zu nehmen. Aber hier, 1973, da waren sie noch sehr originell und jung, ich freue mich, daß die Gruppe heute viele neue Hörer gewonnen hat. Thomas Richter, Frankfurt
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am 4. Dezember 2006
Vorgeschichte:

Nach dem großen Erfolg des vierten Albums und einer fast unverschämt erfolgreichen Tour gönnten sich Page, Plant, Jones und Bonham eine kleine Verschnaufpause. Natürlich hielt es Page nicht lange aus und plante mit Plant mit indischen Musikern einige Led Zeppelin Songs neu einzuspielen. Das Projekt wurde aber eingestampft, da die Soundqualität - laut Page - nicht zufriedendstellend war. In den 90ern wurde die Idee wieder aufgegriffen, mal mehr, mal weniger zufriedenstellend.

Zum Album:

Bei "Houses Of The Holy" experimentieren die Vier fast genau so unbeirrt herum, wie auf den vorherigen Alben auch, NUR das hier mehr in verschiedene stilische Ecken vorgedrungen wurde. Auch soundtechnisch ging man einen neuen Weg. Das Album ist sehr sauber aufgenommen, man denkt die Band direkt vor sich zu haben. Die Rhythmussektion Bonham/Jones brilliert auf diesem Album besonders, Page schwebt klangmäßig über allen und Plant singt facettenreich.

Was auffällt ist, dass die Songs auf dem Album deutlich mehr Parts haben, als auf dem Vorgänger. Während auf "IV" oft jam-artige Strukturen herrschten, haben einige Songs hier oft mehrere Parts. Das erschwert ein wenig den Zugang zur Platte, aber gibt dem Album eine etwas längere Lebenszeit. Es wird nicht langweilig.

Zu den Songs:

"The Song Remains The Same" bietet enormen Drive und Tempo ohne Heavy zu wirken, sondern locker und unbeschwehrt. (Wann gibt es sowas schon mal?) Schöne Harmonien und Tempowechsel geben dem Song den nötigen Kniff um auch nach mehrmaligen Hören nicht langweilig zu werden.

"The Rain Song" ist ein weiterer sehr abwechslungsreicher Song, der sich Zeit nimmt und sie auch nutzt. Gegen Ende explodiert der Song förmlich, nur um letztendlich wieder in sich zusammenzufallen. Jones brilliert hier am Mellotron (mein Lieblingstasteninstrument neben dem Moog) und Page spielt wunderschöne Melodien. Schön, wie Page am Ende einfach kein Ende finden möchte und immer wieder kleine Melodien hier und da spielt. Super!

"Over The Hills And Far Away" ist wieder ein unbeschwerter Song, der zwischen Folk und Hardrock pendelt, mit toller Gesanglinie, kreativen Sounds und einem tollen Ende punktet!! Besonders live (How The West Was Won) drückt der Songs sehr nach vorne.

"The Grudge" ist der Funksong, der gegenüber den ersten Songs ein bisschen abfällt, aber auf Grund der kurzen Spielzeit nicht auf die Nerven geht. Am Ende wird noch James Brown zitiert und wann bitte schön hört man Funk mit solchen Synthisounds? Eben!

"Dancing Days" startet die B-Seite und wirkt vom Riff her ein wenig hypnotisch. Auch wieder sind Tasteninstrumente von Jones zu hören. Im Allgemeinen ein wenig zahnlos.

"D'yer M'ker" (ich hoffe das ist jetzt richtig geschrieben? das ich jetzt frage, ist ein deutliches Zeichen!) Ich mag den Song nicht. Er ist sauber gespielt, aber die Musiker haben diese Musikart nicht im Blut und deshalb funktioniert es - meiner Meinung nach -nicht.

"No Quarter" ist dann wahrscheinlich DER Led Zep Song schlechthin. Bedrohliche Keyboardsounds, Pages dezente und deshalb so effektive Gitarre, Plant verfremdete Stimme und Bonham wusste einfach wann er was zu spielen hatte. Jones erwies sich hier als ein unglaublicher Arranger, was spezielle Sounds und Stimmungen angeht. Ähnlich wie bei Pink Floyds "Echoes" könnte der Song stundenlang weiterfließen... HAMMER!

"The Ocean" versöhnt dann wieder Leute, die mit "D'yer M'ker" UND "No Quarter" nichts anfangen konnten. Ein tolles Riff (Bonhams qietschende Fassmaschine), Drive und Backing Vocals runden dieses Lied ab, gen Schluss noch ein kleiner Kurzsprint und "zack!" ist die Platte durch.

Unglaublich, wie viele Ideen diese CD bietet, ohne in die Progressiv Rock Richtung zu gehen. Toll!

Ich bin der Meinung, die Leute hier bewerten einfach zu oft zu hoch. Ich gebe "Houses Of The Holy" vier Sterne für, vier herausragende Songs (1,2,3 & 7), zwei gute und unauffällige Songs (5 & 8), einen guten und auffälligen Song (4)und einem Ausfall(6).

So und jetzt nur noch die CD reinlegen!
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am 11. Januar 2009
"Unbenannt" war soeben Geschichte geworden, "Stairway to Heaven" der erwartete Megahit, Led Zeppelin Kulturgut.

Lehnt man sich zurück und genießt des Erfolgs hart erarbeitete Früchte?

Nein, man legt nach:
Mit dem thematisierten Tonträger liegt auch des mit Sicherheit fröhlichste, unbeschwerteste Album der Band vor. Finanziell solide abgesichert, künstlerisch anerkannt, darf man sich schon einige kreative Ausflüge in musikalisches Neuland erlauben. Und demgemäß frei spielte die Gruppe auch die Handvoll Songs ein, die hier versammelt sein sollten:

"The Song Remains The Same", eine der (in der Resorption) schwierigsten Nummern von LZ. Beim ersten Hören ohne Ende, nervtötend, sich selbst zitierend, wächst dieser Song und erzählt ein ganzes Universum voller Farben und Stimmungen. Page mit undurchdringlichen Klagwelten made by Gibson&Marshall, Plant - das sollte hinkünftig in Abkehr des druckvollen Shoutings seine Trademark werden - mit "feenhaftem Wehklagen", das zunächst irritiert, jedoch gefangen nimmt.
"The Rain Song", großartiges Gemälde von Melancholie und Hoffnung.
"Over The Hills And Far Away": Countryesk, undefinierbar, einprägsam. Spaßsong!
"The Crunge": legendärer Drumsound von Bonzo, besticht der Song vor allem durch das herrliche Gesinge von Plant, der - köstlich! - einen auf James Brown macht. Sehr unterhaltsame Persiflage, völlig unernst, aber meisterlich.
"D'yer Mak'er" wiederum, ebenso als Persiflage zu qualifizieren, ist dem Reggae verpflichtet. Grob unterschätzt und oftmals als Fehlgriff eingestuft; allerdings nur dann, wenn man den Song zu ernst nimmt (was angesichts des Textes von der Band nicht beabsichtigt worden sein konnte!).
Es folgt ein Geniestreich, eine der besten Nummer der Gruppe. "No Quarter", seines Zeichens düsteres Meisterwerk. Unter maßgeblichem Einfluss des Bassisten John Paul Jones entstanden, profitiert dieser Titel von seiner innovativen Komposition, den perfekten Arrangements und der Leidenschaft, die von den Musikern bei der Einspielung ganz eindeutig an den Tag gelegt wurde. Ein Song für Generationen.
Abgeschlossen wird der Reigen mit "The Ocean", einem direkten Rocker ohne Kompromisse, der das zweite Album zitiert. Ebenso - viel Spaß bei den Aufnahmen.

"Houses of the Holy" wird zwar nach Auffassung des Rezensenten dem Niveau der ersten vier Alben der Band und dem Nachfolgestreich "Physical Graffitti" nicht gerecht, ist jedoch ein stimmiges, mit Spielfreude eingespieltes Produkt voller Klassiker.

Fest steht: So gutgelaunt würde man die Band nicht mehr erleben.
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am 10. September 2002
Immer wieder haben mir Kritiker versucht einzureden, dass es sich hierbei um ein eher schwächeres Led Zeppelin-Werk handelt. Aber das möchte ich an dieser Stelle ganz klar dementieren !!! Es ist nämlich ihr bestes. Kein Album der Band hat so tolle Melodien, so tolle Harmonien, eine so tolle Instrumentierung, eine so tolle Athmosphäre usw.
"The song remains the same" fegt einen gleich zu Beginn weg mit unglaublichen Gitarren-Parts. "The Rain Song" ist eine dieser Edel-Balladen, die alles hat , was ein Song braucht. "Over the hills and far away"...was soll man zu diesem Lied sagen...es wäre immer noch genial , wenn man den Gesang ganz weggelassen hätte. "The Crunge" ist recht sperrig , aber groovt !! "Dancing Days" hat eine tolle Melodie und wieder mal einen noch tolleren Gitarren-Groove. "D'yer Mak'er" ist ungewöhnlich für die Band , hat aber seinen ganz eigenen Charme. So ein Lied hat man nur einmal von Led Zeppelin gehört. "No Quarter" ist einer der genialsten LZ-Songs überhaupt und "The Ocean" rockt einen am Schluss noch vom Sessel. Alles in allem ein rundum glücklich Paket.
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Das 5. Led-Zep-Album "Houses Of The Holy" wurde 1973 veröffentlicht und setzt(e) die Experimentierfreudigkeit, die wiederum die Vielseitigkeit der virtuosen Einzelmusiker ein ums andere Mal unter Beweis stellt(e), praktisch nahtlos fort. Ich persönlich (siehe Rezi-Überschrift!) finde die Scheibe insgesamt sogar etwas besser und in sich stimmiger als das oft gelobte "LZ 4".

Page, Plant, Jones und Bonham frönen hier dem Funk ("The Crunge" klingt dabei fast wie die Ur-Version einer typischen Chili-Peppers-Nummer), vermengen diesen freilich mit einer Prise Heavy-Rock und schaffen einmal mehr auch atmosphärische Wunderwerke. Meine beiden persönlichen Favoriten auf der Platte sind ja die direkt aufeinanderfolgenden, eher ruhig-getragenen Stücke "Rain Song" und "Over The Hills & Far Away", wobei erstgenannter Song mit seiner gefühlvollen Interpretation und unwiderstehlichen Dynamik mittlerweile überhaupt zu einem meiner LZ-Lieblinge avanciert ist.

Der knackige Opener "The Song Remains The Same" sowie das speziell unter Fans oft hochgehandelte, vom Reggae beseelte "D'yer Mak'er" (hier machen John Bonhams krachende Fills besonders viel Spaß) stechen meines Erachtens ebenfalls hervor und gehören unbedingt in jede ordentlich geführte CD/Platten-Sammlung. Aber auch der Rest, der insgesamt 8 hierauf befindlichen Tracks, kann sich wahrlich hören lassen. Anstrengend, mühsam und/oder fad wird der Tonträger jedenfalls nie. Der eigentliche Titelsong, also "Houses Of The Holy" (das vor allem mit seinem knackigen Riff begeistern kann), wurde am nachfolgenden Doppelalbum "Physical Graffiti" (das 1975 erschien und sich teils auch aus älteren Aufnahmen aus dem Zeitraum 1970-1974 zusammensetzt) nachgereicht.

Der Sound ist - wie bei eigentlich allen LZ-Produktionen - fantastisch und lässt, wie ich meine, keine Wünsche offen. Es mag sein, dass die Remasters der ersten 3 Studiowerke ein bisschen besser geglückt sind, mir gefällt das Klangbild vorliegenden Silberlings allerdings auch richtig, richtig gut. Kein Grund zum Nörgeln also…

Legendär ist nicht zuletzt natürlich auch das etwas anstößige Plattencover, das einst in einigen Ländern (so natürlich auch in den USA) der Zensur zum Opfer fiel.

Ansonsten gibt's eigentlich nicht mehr viel zu sagen, außer: kaufen, hören & viele schöne Momente damit!

Fazit: Gemeinsam mit den ersten drei Studioalben gehört "Houses Of The Holy" für mich zu den besten Platten der innovativen britischen Hardrock-Legenden, die hier einmal mehr großes musikalisches Gespür und ein gewaltiges Spektrum an Einflüssen und Stilen vorweisen. Völlig zurecht wurde die Platte deshalb auch unter die besten 500 Alben aller Zeiten (vom RS-Magazine) gewählt, wobei man über etwaige Platzierungsdetails freilich vortrefflich streiten könnte ;) So würde ich vorliegendes Werk tatsächlich noch vor "LZ 4" reihen – aber gut, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden…

Kurz: Noch ein unverzichtbares Led-Zep-Meisterwerk, das in keiner guten Rock/Pop-Sammlung fehlen sollte. Für mich verdientermaßen ein Klassiker der Rockgeschichte, daher 5 Sterne!

Also: +++++

Prädikat: UNVERZICHTBAR
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"Wer eine echte Rock and Roll Band hören möchte, der wische sich das alberne Make-up aus dem Gesicht und gehe in ein Zeppelin-Konzert".
(Roy Hollingworth im "Melody Maker")

Am 28. März 1973 erschien mit "Houses Of The Holy" das fünfte Album Led Zeppelins, das jedoch als erstes einen richtigen Titel bekommen hatte. Der gleichnamige Titelsong sollte erst nachträglich, zwei Jahre später auf Nr. 6 "Physical Graffity" erscheinen. Das provokative Albumcover wurde auf Staffin, einer Insel der Äußeren Hebriden, aufgenommen und in einigen Ländern, u.a. den USA, verhüllt. Das orangefarbene Leuchten des Covers, das dem Cover eine besondere Wirkung geben soll, war genau im Sinne der Bandmitglieder. Mit Ausnahme von "Stairway To Heaven" dessen Text beim Vorgänger Album (Zoso) auf der Innenhülle aufgedruckt war, gab es nun erstmalig die Texte aller 8 Songs, die an einigen Stellen bewusst falsch transkripiert oder verzerrt waren.

Wie mit dem Cover sollte die Gruppe auch mit den Songs neue, experimentelle Wege beschreiten, was nach "Staiway To heaven" nicht gerade einfach war. Der in Japan und England als "The Campaign" erschienene Song, bekam mit seinem "richtigen" Titel "The Song Remains The Same" (Track 1) seine mystische Aura, bei der die addierten Gitarren wahre Beifallsstürme ernten sollten. "The Rain Song" (2) eröffnet mit einem eindrucksvollen, nicht immer harmonisch wirkenden Zusammenspiel von akustischer Gitarre, Piano und Streichern, das sich nahezu in ein Jazzrock-Stück wandelt. "Over The Hills and Far Away" (3) startet mit einem, auf akustischer Gitarre gespielten, feinen Folkintro, bevor es förmlich in einen rockig-experimentellen Rockblues explodiert. In "The Crunge" bewegen sich die vier Rocker stark in Richtung Funk, was besonders durch Pages Gitarrenspiel und vereinzelte Bläsersätze deutlich wird. Das schräge "Dancing Days" (5) lässt in seiner Unausgegorenheit an David Bowie erinnern. Der Knaller des Album ist mit "D'yer Mak'er" (6) eine gekonnt rockige Reggaenummer! Durchaus fremd kommt jedoch "No Quarter" (7 mit einer verfremdeten Stimme Plants und anderen psychedelischen Effekten daher. Typisch für Led Zeppelin ist der letzte Song "The Ocean", der in einem Wechselbad zwischen à capella und R'n'R Passagen sogar in die Charts gelangen konnte.

Kontrovers waren die Reaktionen des Publikums auf die noch unbekannten Songs während der gleichzeitig gestarteten Frankreich-Tour und der späteren US-Tour, ließen trotzdem früh erkennen, dass das Album sehr erfolgreich werden würde. Bereits im Mai konnte "Houses Of The Holy Elvis Presley's "Aloha from Hawaii Via Satellite" von Platz 1 der Billboard Albumcharts verdrängen.

In der Ära des eines, die beherrschenden Glitterrocks gab es bei Led Zeppelin keine Pausen, keine Vorband, keine Bühneshow, keine Plateausohlen, kein Strass und keine faulen Tricks. Die Bühnenphilosophie der Band lautete vielmehr: "Vier Jungs und mehr als drei Stunden Musik. Dies ist wohl auch der Grund dafür, dass die Zeit allen Glam und Glitter weggeweht hat, während der keineswegs "Bleierne Zeppelin" noch heute fährt.....

....deshalb gibt es auch trotz der nicht immer gelungenen Experimente 5 Amazonsterne.
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TOP 500 REZENSENTam 20. Juli 2009
Wenn es darum ginge die besten Zeppelin Songs ever herauszustellen, dann finden wir hier auf dem Album extrem viel Material dafür.

-The song remains the same- ist ein virtuoser und rockiger Longtrack mit grandiosen Spannungsbögen und fantastisch umgesetzt. Zeitlos!

-The rain song- ist einer der schönsten Songs, den die Band überhaupt je fabriziert hat. Eine traumhaft-schwerelose Ballade mit kraftvollem Schluß und mit Seele ohne Ende. Zeitlos!

-No quarter- ein dunkles, episches Trauerspiel, auch im Longformat. Gitarrentechnisch gnadenlos brilliant und voller lyrischer Schwere.
Robert Plant gibt sich düster-schamanisch hin; John Paul Jones spielt pastoral-dämonisch-schöne Orgel/Keys.
Ein absolutes Highlight (auch live!) auch Zeitlos!

-Dancing days- eine unterbewertete Nummer, die sehr alternativ abrockt und mit verborgenen Kräften, die ich erst über Umwege entdeckt habe (von den Stone Temple Pilots gecovert).

-Dyer maker- Ein Wortspiel - Jamaica - und das kann man gern wörtlich nehmen. Ein Reggaehit, gegen jede Erwartung im Zeppelin Style

Und die restlichen Nummern sind auch cool - Vorallem -The Ocean - rockt gut ab mit viel Bonham Groove.
Das Album gehört sich eh in einem Guß abgespielt und genossen.

Für Fans ein absolutes Muß, wie ich finde!!!
Gruß und viel Freude und Feeling damit!
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am 13. Mai 2005
Ja, ich weiß, dass viele an "Houses Of The Holy" etwas zu meckern haben, weil zu viele schwache Songs enthalten wären.
Es mag so aussehen, dass ich als fanatischer Led-Zeppelin-Fan (bin ich auch, denn durch diese Band kam ich zum Hard Rock) etwas eingenommen bin, aber ich sehe wirklich auch auf dem fünften Studiowerk der Zeps keine solchen Schwächen, dass ein Sternabzug gerechtfertigt wäre.
Wie dem auch sei, über so etwas wie "The Crunge" lässt sich natürlich streiten und daran habe auch ich anfangs etwas zu kauen gehabt. Nur darf man diesen Song nicht allzu ernst nehmen, denn die Band selbst tat das auch nicht. Ich habe mal gelesen, dass dieser Song - daher auch der etwas verwirrende Text - dadurch entstand, dass Plant und Bonham auf dem Weg ins Studio spaßeshalber anfingen, prollig zu reden.
Genauso soll übrigens auch die Reggae-Nummer "D'yer Mak'er" laut Page nur eine Parodie sein. Nichtsdestotrotz ist das Gitarrensolo des Songs vom Sound doch sehr schwachbrüstig und vielleicht sein schlechtestes überhaupt.
Doch nun zum eindeutig Positiven - und das wäre meiner Meinung nach der gesamte Rest. Angefangen vom flotten, manchmal fernöstlich anmutenden "The Song Remains The Same", mit den x Gitarrenspuren, geilem Solo und hohem Plant'schen Gesang, über die sanfte, mit Mellotron und Piano unterlegte Ballade "The Rain Song", das mit Folk-Charakter an das dritte Album erinnernde, nette "Over The Hills And Far Away", das eingängige "Dancing Days" bis hin zu dem 7-Minuten-Stück "No Quarter", dessen kalte Atmosphäre durch die verzerrte Stimme von Plant und den Synthesizer-Bass von Jones nur noch schauriger wirkt. Genial auch Jones' Klaviersolo in der Mitte des Stückes - Gänsehaut pur!
"The Ocean" verbreitet dann wieder fröhlichen Charakter und ist somit ein gut gewählter Abschlusstrack des Albums. Das Riff reißt einfach mit und das Break am Ende klingt mit der fetten Bass-Line einfach nur geil, hat Ohrwurmcharakter und verbreitet gute Laune. Auch der Text, der von Plants Tochter handelt, ist irgendwie lustig geschrieben: "Now I'm singing songs to the girl who won my heart/ she is only three years old and that's a real fine way to start".
Apropos Text: Leider ist "Houses Of The Holy" das einzige Album der Zeps, in dem die Texte abgedruckt wurden (sieht man mal von "Stairway To Heaven" auf dem vierten Album ab) - schade, dass das bei den anderen nicht auch gemacht wurde.
Auf jeden Fall aber haben Led Zeppelin erneut ihre stilistische Vielfalt und Experimentierfreude bewiesen. Fünf Sterne. Punkt.
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am 22. August 2005
Das Album, welches vom Depri-Rock der "Presence"-Phase am weitesten weg ist. Pure Spiel- und Experimentierfreude, Übermut und Lust am Leben zeichnen diese Platte aus, und es macht einfach immer wieder Spaß, sie zu hören. Ähnlich wie auf dem zweiten und vierten Album ist "Houses Of The Holy" nach dem alten LP-Prinzip in zwei kleine Suiten aufgeteilt, die jeweils einen kraftvollen Song (der High-Speed-Opener "The Song Remains The Same" bzw. das eher im Midtempo beheimatete "Dancing Days") enthalten, ein langsames, verträumt-psychedelisches Opus (das Plant'sche Märchenland "The Rain Song" versus die Jones-Meisterleistung "No Quarter") und eine nicht ganz ernst gemeinte Nummer (die witzig gemeinte, tatsächlich aber eher nervige James-Brown-Parodie "The Cringe" und die wesentlich angenehmere Reggae-Adaption "D'yer Mak'er"). Dazu kommen mit dem akustisch-rockig-wieder-akustisch geprägten "Over The Hills And Far Away" und der ultimativen Fan-Hommage "The Ocean" für mich noch zwei der besten Nummern, die Led Zeppelin je geschrieben haben.
Wie gesagt: Diese Platte macht einfach Spaß und hat trotzdem die Tiefe, die man bei Led Zeppelin mal mehr, mal weniger einfach finden kann. Neben "In Through The Out Door" sicher das Zep-Album, auf dem die Gruppe am meisten Spaß am Experiment hatte, aber noch schwebt hier - im Gegensatz zu den beiden anderen genannten Alben - ein guter Geist über der Musik. Nur schade, dass der Titeltrack erst auf "Physical Grafitti" erschien und nicht, sagen wir mal, statt "The Cringe", dann hätten wir es hier vielleicht mit dem perfekten Zeppelin-Album zu tun. Aber bekanntlich kann man nicht mal bei Supergruppen alles haben.
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am 1. Dezember 2014
Das Album hebt sich deutlich positiv von allen anderen Alben der Gruppe ab.Kein anderes Album hat so tolle Melodien,so eine tolle Atmosphäre,ein so tolles Harmonieren von Albumcover und Musik zueinander.Auch sollte man es von vorne bis hinten in einem Rutsch durchhören denn es funktioniert sehr gut als GesamtkunstwerkDie richtige Mucke für verregnet düstere Tage zum Gemütlichmachen daheim mit einem Glas Rotwein.Ganz besonderes gut ist die Reihenfolge der Songs gelungen,besonders der Kontrast der das eher fröhliche D'yer mak'r mit dem anschliessend düstern No quarter bildet.Für mich DAS Zeppelin Album schlechthin (obwohl "IV" als Topalbum der Band gilt)
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