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4.0 von 5 Sternen Genesis ist tot, es lebe Genesis
Die CD wird noch heute in Fankreisen recht kontrovers diskutiert. Die Band verabschiedet sich endgültig von den ausschweifenden Soundgemälden der 70er Jahre und legt hier überwiegend straffe Rocksongs vor. Damit können sich viele der "Ewig-Gestrigen" nicht abfinden - ich schon! Also: Dieses Album war mein erster, in der Jugendzeit (ich bin 31...
Veröffentlicht am 23. Januar 2002 von knarfe

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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bonusmaterial z.T. nur in Bootlegqualität
Aufgrund des relativ hohen Verkaufspreises der 2007er Remasters müssen die Ansprüche und Bewertungsmaßstäbe entsprechend hoch angesetzt werden. An der Audioqualiät der CD gibt es, abgesehen von der Höhenlastigkeit, nicht auszusetzten.

Sehr bedenklich ist jedoch das auf der Bonus DVD angebotene Material: hier wird im Booklet...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2007 von Gernot Von Natzmer


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genesis ist tot, es lebe Genesis, 23. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Genesis (Audio CD)
Die CD wird noch heute in Fankreisen recht kontrovers diskutiert. Die Band verabschiedet sich endgültig von den ausschweifenden Soundgemälden der 70er Jahre und legt hier überwiegend straffe Rocksongs vor. Damit können sich viele der "Ewig-Gestrigen" nicht abfinden - ich schon! Also: Dieses Album war mein erster, in der Jugendzeit (ich bin 31 Jahre alt) erfolgter Kontakt mit Genesis. Es hat sich damals verkauft wie warme Semmeln, was aus meiner Sicht alleine noch kein Grund sein darf, eine Platte schlecht zu bewerten.
„Mama" ist das genialste Stück der Platte und ein richtig krachender Auftakt. Außerdem ist „Mama" ein Kuriosum: Obwohl die Komposition eigentlich gar nicht massenkompatibel ist, war der Titel als Single ein Renner. Dies beweist, dass hin und wieder auch der gemeine Musikhörer einen guten Geschmack haben kann. Den stärksten Prog-Einfluss spürt man bei „Home by the Sea" (beide Teile). Ein fulminanter Longtrack, bei dem die Band alle Register zieht. Schlichtweg genial! "That's all" ist durchschnittlicher Pop-Rock, nicht mehr, nicht weniger. „Illegal Alien" und „Just a Job to do" sind flotte Pop-Stücke mit lustigen Texten. „Silver Rainbow" ist ein vielschichtiger Song, der durchaus anspricht. Die restlichen beiden Tracks sind ruhig, aber durchaus erträglich. Fazit: Auch diese CD ist deutlich überdurchschnittlich, auch wenn außer bei "Home by the Sea" nur wenig Prog zu hören ist. Wer mit guter Pop-Rock Musik leben kann, wird bestens bedient.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Massentauglich und dennoch an Kreativität nicht zu überbieten, 16. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Genesis (Audio CD)
Ich möchte mich vielen derer Kritiker anschließen, die in diesem Album in erster Linie die vielen zugrundeliegenden Ideen sowie deren ideale Umsetzung sehen. Dass dieses Werk bei den Massen so gut angekommen ist, hatte für mich hauptsächlich natürlich mit dem Solo-Erfolg von Herrn Collins zu tun, aber auch damit, dass Genesis hier einfach sehr gute, überzeugende Arbeit geleistet haben.

Auch wenn Vieles aus dieser Zeit sehr an Solo-Songs von Phil Collins erinnert, so wurden die Songs zumindest hauptsächlich im Kollektiv geschrieben. Beispielsweise entstand "Mama" aus einer ewigen Session, der sogar der Text entsprungen ist. Wer Interesse hat, kann ja mal gerne ins Box-Set von 2000 reinhören, da kann man 10 Minuten dieser Session hören.

Da "Mama", "That's All" und "Home By The Sea" bereits mehrfach hervorgehoben wurden, möchte ich mich an dieser Stelle den Songs "Silver Rainbow" und "just A Job To Do" widmen. Ersterer Song lebt von einem wunderschönen Chorus, auf den sehr lange hingearbeitet wird (ähnlich wie bei "No Son Of Mine" von 1991). Die etwas künstlichen Drums, die auf diesem Album häufig eingesetzt werden, sind für mein Verständnis bei diesem Stück besonders passend.
"Just A Job To Do" ist zwar mit Sicherheit nicht der Song, an den ich denke, wenn ich von meiner Lieblingsband spreche. Jedoch mag ich ihn, weil es einen vergleichbaren Song weder zuvor noch zu einem späteren Zeitpunkt gab. Ich habe ihn das erste mal als Kind als Hintergrundmusik in einer Krimi-Serie gehört (Ich glaube, es war "Cops") und war sofort verliebt, weil er so sehr nach Siebziger-Pop klingt (v.a. wegen dem fetzigen Bass und den Drums), den Genesis damals ja gerade nicht gemacht haben.

"Illegal Alien" ist zwar in der Tat etwas albern (wie oben bereits einmal angemerkt wurde), aber auch diesen Song mag ich. Die Sound-Fetzen vor Einsetzen der Drums am Anfang erinnern sehr stark an einen immer wieder wiederholten Part im langatmigen Song "The Planets" von "Flaming Youth" (Phil Collins erste Band, 1969). Ich könnte mir vorstellen, dass Phil Collins diesen Part bewusst implantiert und damit bewusst ironisch auf das Grab seiner Kurzzeitband gedeutet hat...

"Takin It All Too Hard" und "It's Gonna Get Better" sind zwei eher belanglose Stücke, wobei ein so kraftvolles Album auch den einen oder anderen Ruhepol benötigt.

Soundmäßig ist das Album absolut aus einem Guss und ich freue mich sehr, dass es dieses Meisterwerk gibt. Wer es nicht kauft, soll es bitte wenigstens stehlen!
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bonusmaterial z.T. nur in Bootlegqualität, 21. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Genesis (Audio CD)
Aufgrund des relativ hohen Verkaufspreises der 2007er Remasters müssen die Ansprüche und Bewertungsmaßstäbe entsprechend hoch angesetzt werden. An der Audioqualiät der CD gibt es, abgesehen von der Höhenlastigkeit, nicht auszusetzten.

Sehr bedenklich ist jedoch das auf der Bonus DVD angebotene Material: hier wird im Booklet verschwiegen, dass die Aufnahmen einer Bandprobe zur Mama Tour mit Jim Yukich's privatem Camcorder aufgenommen wurden. Und leider sind auch diesmal die Interviews nicht untertitelt. Insofern muß man schon ein sehr kulanter Anhänger der Gruppe sein um diese Ausgabe zu akzeptieren. Es bleibt unverständlich, warum der nur als Gebraucht VHS erhältliche Mitschnitt der MAMA Tour hier nicht remasterd wiederveröffentlicht wurde. Nur für Hard Core Fans und Komplettisten zu empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unverschämt; und unverschämt gut, 3. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Genesis-1983 (Remastered) (Audio CD)
Die Neuorientierung begann mit "Abacab" 2 Jahre zuvor. Genesis hatten ihren Sound entschlankt und obwohl der Sprung von "Duke" zu "Abacab" schon extrem war, gehen Sie mit diesem Werk von 1983 noch einen Schritt weiter. Die wuchtigen Drums die Genesis immer ausmachten, müssen Drum-Machines und E-Drums weichen. Die Gitarren rocken nicht mehr wie früher. Und die Sounds von Tony Banks gehen schon arg in Richtung "New Wave".. Ganz schön unverschämt von dieser großen Prog.-Rockband der 70er...
Ist es auch! ...Aber leider ist es auch unverschämt gut. Und da der Sound dieses Albums letztendlich dann doch noch schwer in Ordnung ist, vorausgesetzt man kann sich darauf einlassen, haben wir es hier mit einem der besten Popalben der 80er zu tun. Punkt. Das was diese Platte trotz des popigen Stils rettet und auch so auszeichnet ist die düsterne Atmosphere die sie umgibt. Die ersten 4 Songs alleine machen dieses Album zu einem spitzenmäßigen. Es sind großartig komponierte Songs. Und Sie wurden alle zu Klassikern. "Mama" ist ein Wahnsinn, mit keifendem Gesang und einer unglaublichen Melodie die sich immer weiter hochpuscht und zum Ende hin explodiert. Collins hat nie wieder besser gesungen. "That's All" mit seinen herrlichen Keyboard-Licks und das Doppel"Home By The Sea", "Second Home By The Sea", ebenfalls ein Kracher und im 2. Teil wird hier (fast wie früher) in einem langen Instrumental alles an Ideen und Soundmöglichkeiten rausgehauen, die man zur Verfügung und im Kopf hatte. Doch auch bei den restlichen Songs fällt meiner Meinung keiner ab. "Illegal Alien" ist ein aufgedrehter kurzweiliger Popsong der sofort ins Ohr geht und einfach Spaß macht. Mit "Taking It All Too Hard" wird eine wunderschöne Ballade eingeschoben, bevor man mit "Just A Job To Do" wieder drauflos rockt. Gerade der Refrain macht diesen Song aus. Dann folgt das mystische "Silver Rainbow". Eine erstklassige Komposition. Richtig guter Song. Und den Abschluss macht dann "It's Gonna Get Better" das sehr sanft und unaufgeregt daher kommt, aber auch seinen berechtigten Platz auf diesem Album hat.
"Genesis" ist ein ganz ganz tolles Album. Eigentlich kaum zu glauben, dass diese verkopften Prog.-Rocker zu so einer unverspannten Platte fähig waren. Rutherford und Collins sollten es später Solo zwar übertreiben, aber diese Scheibe hier ist ganz großes Popkino.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk!, 14. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Genesis (Audio CD)
Das selbstbetitelte Album von Genesis ist eines, das auch nach 20 Jahren noch sensationell gut ist (und es wohl auch in weiteren 20 Jahren noch sein wird). Sicherlich ist es nicht zu vergleichen mit den vorangegangenen Genesis-Alben, insbesondere denen aus den Anfangstagen, die geprägt waren von avantgardistischer Soundmalerei. Insofern ist es denkbar, dass Anhänger von "Foxtrot", "Nursery Cryme" und ähnlichen vom 1983er Album enttäuscht waren.
Das ändert aber nichts an der Qualität des Werkes.
Das Album beginnt mit "Mama", einem fast siebenminütigen Track, der Seinesgleichen sucht. Absolut nicht kommerziell und dennoch ein riesiger Charthit lebt der Song insbesondere von der kraftvollen, fast schon agressiven Stimme von Trommelsänger Phil Collins. Auch das zweite Stück "That's all" begeistert durch eine zwar andere Art des Gesangs, die aber nicht minder kraftvoll ist.
Die sich anschließenden "Home by the sea" und "Second home by the sea" (eigentlich nur ein einziges Lied mit einem gigantischen Solo) lassen die Kinnlade des geneigten Hörers ehrfurchtsvoll Richtung Brustkorb sinken. Was das Trio Banks/Collins/Rutherford hier bietet, ist in punkto Kreativität und Genialität kaum zu toppen.
Das Niveau der ersten vier Songs (der ehemalige A-Seite der LP) wird auf der ehemaligen B-Seite zwar nicht ganz gehalten, da mit "Taking it all too hard" und "It's gonna get better" zwei Songs vertreten sind, die ein wenig an Phil Collins jammervolle Schmachtfetzen-Phase erinnern. Aber diese Scharten werden durch die spaßigen "Illegal alien" und "Just a job to do" und vor allem das grandiose "Silver rainbow" mehr als wieder ausgewetzt.
Insbesondere "Silver rainbow" sticht hervor - eine Halb-Ballade, weitab von Klischee und Schnulzgesäusel, statt dessen voll Spannung und Atmosphäre, getragen von der damals für Phil Collins typischen Schlagzeugarbeit.
Fazit: Ein wirklich sensationelles Album, das in keiner Sammlung, die in punkto Rock-Musik auch nur halbwegs Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, fehlen darf.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Collins & Co. geben sich dem Pop hin, 23. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Genesis (Audio CD)
Das gelbe, schlicht mit dem Bandnamen betitelte 83er Album spaltete die Genesis-Fans endgültig in zwei Lager: Die Gabriel-Hardcore-Fraktion und die Collins-Jünger. Mag man vielleicht nicht glauben, aber sind großartige Song-Epen wie Home by the Sea oder Mama nicht auch Songs ohne Haltbarkeitsdatum? Klar, Phil Collins scheint hier wahrlich mehr und mehr das Ruder an sich zu reißen, aber muss das schlecht sein? Wunderbare kleine Meisterstücke wie Just a Job to do und Silver Rainbow sind die Ergebnisse dieser Abacab-Nachfolge LP. Dieses Album hat viele versteckte Höhepunkte und der Top-Seller Invisible Touch geriet noch eine Spur poppiger.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen `To touch and to feel you, Mama`, 10. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Genesis-1983 (Remastered) (Audio CD)
Im Jahr 1983 erschien mit "Genesis" das zwölfte Studioalbum der gleichnamigen Gruppe, das in der Besetzung Banks (Piano), Collins (Drums, Percussion) und Rutherford (Guitars, Bass) eingespielt wurde. Produziert wurde es von der Band selbst unter Zuhilfenahme von Hugh Padgham.

Konnte die Truppe um "Superstar" Phil Collins mit der musikalischen Neuorientierung und "Wiedergeburt" `Duke` erste Erfolge in mehreren Ländern erreichen, so gelang im Herbst `83 mit dem selbsbetitelten Album der erste große Erfolg von Genesis, der bis zu "We can't dance" acht Jahre später anhalten sollte. Der poppige Sound war nun fester Bestandteil der einfachen, nunmehr hittauglicheren Songstrukturen und Passagen. Mir gefällt "Genesis" (das Album) auch wiederum besser als "Abacab", da hier erneut progressive Elemente in die Songs eingeflossen sind, und das Werk meines Erachtens keine Längen sowie - insgesamt - die besseren Songs zu bieten hat.

Mit `Mama`, `That's all`, dem zweiteiligen `Home by the Sea` und `Second Home by the sea` sowie `Illegal Alien` und `It's gonna get better` sind gleich mehrere Songs zu Klassikern geworden, die damals auf keinem Konzert fehlen durften. Alle Bandmitglieder können hier an ihren jeweiligen Instrumenten vollends glänzen. `Silver Rainbow`, `Just a job to do` und `Taking it all to hard` sind dagegen aber nur als durchschnittlich zu bezeichnen, da diese zu lasch und kraftlos (manchmal gar langweilig) klingen. Dafür hat `Silver Rainbow` ein tolles, starkes Gitarrenriff zu bieten.

"Genesis" ist ein weiteres, leicht unterschätztes Album aus der fortschreitenden Post-Gabriel-Ära. Die endgültige Neuorientierung der Gruppe wäre perfekt, aber es gibt mit den oben erwähnten Stücken auch weniger gelungene Songs. Das Album ist aber trotzdem ein sehr großer Erfolg geworden und vor allem `Mama` wird heute noch rauf und runtergespielt. Da nicht alle Songs stark geworden sind und die Produktion ein wenig *rauer* hätte sein dürfen sind hier 4 Sterne zu vertreten. Drei Jahre später kam man mit `Invisible Touch` nochmals auf alle Weltbühnen, und der Erfolg war dann - endlich - auch perfekt.

Fazit: Klassiker der Gruppe mit leichten Schwachstellen. 4 Sterne!
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5.0 von 5 Sternen Herrliches Album, 11. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Genesis (Audio CD)
Ich habe mir diese CD gekauft, weil ich auch noch heute die Musik aus dieser Schaffensperiode von Genesis liebe! Das erinnert mich an die Zeit, als Genesis auf der "Invisible Touch Tour" 1987 in Hannover ein fantastisches Open Air Konzert brachten, bei dem ich auch, mit Freundin und Freunden, dabei war. Titel wie: Mama, Home by the sea ( Part 1+2 ) geben mir heute noch Gänsehaut und viel Lebensfreude und viele schoene Erinnerungen an meine Jugend. ;-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder gut, 15. April 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Genesis-1983 (Remastered) (Audio CD)
Ich bin 1983 auch los gezogen und habe mir dieses Album in Vinyl gekauft. Ich hatte fast alle Alben außer Abacab, die ich auch heute noch nicht habe und wollte gucken, ob Genesis denn weiter auf der Mainstream-Pop-Welle reiten. Das taten sie, allerdings gingen mir schon nach dem ersten Anhören die Stücke ins Ohr. "Home by the sea" ist noch heute eines meiner Lieblingsstücke und ich bin seit diesem Album schwer versöhnt mit Genesis.
Als ich 14 war, bin ich das erste Mal mit Genesis in Berührung gekommen. "Trespass" war damals für ein Mädel, das eigentlich aus der ELO-Ecke kam, sehr schwere Kost. In unserer Clique dudelten die Alben 1979 aber rauf und runter und ich lernte die Musik lieben. "Duke" war ja schon Stilbruch und entäuschend und "Abacab" ging dann gar nicht mehr. Ich war eine der Ewiggestrigen und tat mich schwer mit der Stiländerung. Aber nach diesem Album war ich, wie schon oben geschrieben, versöhnt. Die Alben danach fanden auch den Weg in meinen Plattenschrank. Es gibt halt die Ära vor "...and then there were three" und danach-und die ist eben anders. Und zum Glück gab es P. Gabriel und Steve Hackett ja solo...
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5.0 von 5 Sternen Der Sturm auf die Charts und doch sehr gut geraten!, 18. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Genesis (Audio CD)
Dieses Album schwimmt nun gar nicht mehr im Prog-Gewässer, darum sollte man hier Kriterien guter, inovativer, stimmungsvoller Pop-Musik ansetzen. So ergibt sich dann auch mein Rating. Wenn man hier die Kriterien der Genesis-Alben aus den 70-er Jahren ansetzen würde, müsste man mindestens 3 Sternchen abziehen... Es wäre einfach ein unfaierer Vergleich, der der Sache auch nicht dienen würde.
Dieses Album kommt aus einem kurzen Zeitfenster, in dem es es noch möglich erschien, kommerziell erfolgreiche und gleichzeitig hoch-qualitative und inovative (Pop-)Musik zu machen (siehe dazu auch Police, Talking Heads, etc.). Dieser Spagat ist hier voll gelungen. Genesis macht sich keine besondere Mühe mehr, zu verschleieren, worum es geht. Es geht um die große Kohle, um Spaß aber auch um musikalisches Feeling. Und vom letzterem bietet diese Scheibe reichlich! Die Melodien sind durchweg eingängig und leichtfüßig, jedoch auch sehr athmosphärisch geraten.
Gleich der erste Song 'Mama' fängt ruhig an, mit einer Rhythmusmaschine! Was ist denn das?! Tja, auf 'Abacab' hat Hr Banks auch schon mal Bläser-Sounds eingesetzt, von denen später Onkel Phil noch reichlich Gebrauch machen wird... Man probliert halt Sachen aus, experimentiert.
Langsam entwickelt sich 'Mama' aber weiter und spätestens, wenn die Gitarre und die fetten Keyboards einsetzen, wirds richtig fulminant. Collins kann hier - so scheint es - mit seiner Stimme noch machen was er will.
Dieser obligatorische Longtrack, der langsam anfängt und sich dann bis zum Höhepunkt steigert, wird in dieser Form auch auf allen folgenden Alben geboten:
1. 'Invisible Touch' - 'Tonight, Tonight, Tonight';
2. 'We Can't Dance' - 'Driving the Last Spike';
3. 'Calling all Stations' - 'Alien Afternoon'.
Hier muss man noch 'Home by the Sea' nennen, welches vor allem live extrem athmosphärisch rüberkommt (wann kommt endlich das 'Mama'-Konzert auf DVD???) und in einen zweiten, rein instrumentalen Teil übergeht. Dies ist, neben 'Mama', die einzige Stelle, wo es noch mal richtig kraftvoll-bombastisch zugeht.

'Just a Job to Do' ist ein Rock-Stück, dessen Thema gleichzeitig von einer Mute-Gitarre und von Keyboards getragen wird. Hier hätte man nur die Rollen tauschen müssen! Banks simuliert nämlich einen Gitarren-Sound?! Wozu, wenn man einen Gitarristen an Bord hat?!?!? Das Stück kommt aber schön-peppig daher.
Auf 'Silver Rainbow' tobt sich Collins dann wieder richtig schön aus.
Das Hit-Liedchen 'That's All' dürfte nun jedem/r, der/die über 25 Jahre alt ist, bekannt sein.
Das MANKO:
Die aal-glatte Produktion, nimmt diesem Album jegliche Härte, ausser an ein Paar Stellen, wo dies scheinbar nicht möglich war (etwa 'Mama') und ist für das eigentliche Pop-Feeling verantwortlich.
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