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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Masterpiece in 29x25 cm
45 Jahre nach Veröffentlichung der dritten LP erleben wir hier den ultimativen Hörgenuss auf 6 CDs. Besonders die Matrix-Tapes sind hier hervorzuheben. Unglaublich in welcher Klarheit diese Aufnahmen rüber kommen. DIE BESTE SOUNDQUALITÄT der Velvets überhaupt. Egal ob manche Tracks bereits auf der 1974er Live LP veröffenlticht wurden. Dieses...
Vor 1 Monat von Christian Sunshine veröffentlicht

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wieso nur 3 Sterne?
Weil auf praktisch allen neueren Releases dieser dritten Velvet der Anfang des Songs Story of my life verschnitten ist und bereits am Ende des vorhergehenden Songs anfängt. So kann ich mir keine CD zusammenstellen mit dem kompletten Song drauf. Eine solche Schlamperei ist umso unglaublicher, weil es sich hier um eine Velvet Underground-Platte handelt, während...
Veröffentlicht am 6. Februar 2012 von Jo day


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Masterpiece in 29x25 cm, 24. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
45 Jahre nach Veröffentlichung der dritten LP erleben wir hier den ultimativen Hörgenuss auf 6 CDs. Besonders die Matrix-Tapes sind hier hervorzuheben. Unglaublich in welcher Klarheit diese Aufnahmen rüber kommen. DIE BESTE SOUNDQUALITÄT der Velvets überhaupt. Egal ob manche Tracks bereits auf der 1974er Live LP veröffenlticht wurden. Dieses Mal kommen sie so rüber, als säße man mitten im Konzert.
Man spürt die Intensität der Band in noch nie dagewesener Präsenz.

Die Aufmachung des Hard-Cover Buches ist sehr edel und auf Hochglanzpapier gedruckt. Inhaltlich erhält man Inforamtionen über den Weggang von John Cale und die Entstehung der dritten LP mit dem neuen Mann an Reed's Seite, Doug Yule. Reed nennt ihn ja beim Intro zu "Some Kinda Love" - Brother. Was es damit auf sich hat, wird im 72-seitigen Buch erklärt und somit das Rätsel gelöst. Weiters finden sich jede Menge unveröffentlichter Fotos der Band sowie deren einzelner Mitglieder und Poster der damaligen Zeit als Replika wieder. Doug Yule zeichnet für viele Fotos von Reed, Morrison und Tucker sein Geschick für emotionale Momente. Das Buch ist absolut lese- und sehenswert. Die gesamte Aufmachung scheint mir um einiges besser gelungen als bei der WLWH Deluxe Edition.

Die ersten drei CDs bilden das dritte Album in verschienen Mixes, wobei mir persönlich der Mono-Mix am besten gefällt.

Gerüchten zufolge soll es im kommenden Jahr eine weitere Neuerscheinug der Mtrix-Tapes geben. Mehr dazu erfahren Sie im Velvet Underground Discussion-Forum.
Hier eine Tracklist, die bei Amazon ja noch fehlt:

DISC ONE: THE VELVET UNDERGROUND

(“The Val Valentin Mix”)

1. CANDY SAYS

2. WHAT GOES ON

3. SOME KINDA LOVE

4. PALE BLUE EYES

5. JESUS

6. BEGINNING TO SEE THE LIGHT

7. I’M SET FREE

8. THAT’S THE STORY OF MY LIFE

9. THE MURDER MYSTERY

10. AFTER HOURS

DISC TWO: THE VELVET UNDERGROUND

(“The Closet Mix”)

1. CANDY SAYS

2. WHAT GOES ON

3. SOME KINDA LOVE

4. PALE BLUE EYES

5. JESUS

6. BEGINNING TO SEE THE LIGHT

7. I’M SET FREE

8. THAT’S THE STORY OF MY LIFE

9. THE MURDER MYSTERY

10. AFTER HOURS

11. BEGINNING TO SEE THE LIGHT (alternate “Closet Mix”)

DISC THREE: THE VELVET UNDERGROUND

(“Promotional Mono Mix”)

1. CANDY SAYS

2. WHAT GOES ON

3. SOME KINDA LOVE

4. PALE BLUE EYES

5. JESUS

6. BEGINNING TO SEE THE LIGHT

7. I’M SET FREE

8. THAT’S THE STORY OF MY LIFE

9. THE MURDER MYSTERY

10. AFTER HOURS

Mono Single released April 1969

11. WHAT GOES ON

12. JESUS

DISC FOUR: 1969 SESSIONS

1. FOGGY NOTION (original 1969 mix) +

2. ONE OF THESE DAYS (new 2014 mix) +

3. LISA SAYS (new 2014 mix) +

4. I'M STICKING WITH YOU (original 1969 mix) +

5. ANDY'S CHEST (original 1969 mix) +

6. CONEY ISLAND STEEPLECHASE (new 2014 mix)+

7. OCEAN (original 1969 mix)

8. I CAN'T STAND IT (new 2014 mix) +

9. SHE'S MY BEST FRIEND (original 1969 mix) +

10. WE’RE GONNA HAVE A REAL GOOD TIME TOGETHER (new 2014 mix) +

11. I'M GONNA MOVE RIGHT IN (original 1969 mix)

12. FERRYBOAT BILL (original 1969 mix)

13. ROCK & ROLL (original 1969 mix)

14. RIDE INTO THE SUN (new 2014 mix) +

+ previously unreleased mixes

DISC FIVE: LIVE AT THE MATRIX

November 26 & 27, 1969 (Part 1)

1. I’M WAITING FOR THE MAN *

2. WHAT GOES ON *

3. SOME KINDA LOVE **

4. OVER YOU *

5. WE’RE GONNA HAVE A REAL GOOD TIME TOGETHER *

6. BEGINNING TO SEE THE LIGHT **

7. LISA SAYS **

8. ROCK & ROLL **

9. PALE BLUE EYES *

10. I CAN’T STAND IT ANYMORE *

11. VENUS IN FURS *

12. THERE SHE GOES AGAIN *

DISC SIX: LIVE AT THE MATRIX

November 26 & 27, 1969 (Part 2)

1. SISTER RAY ***

2. HEROIN *

3. WHITE LIGHT/WHITE HEAT **

4. I’M SET FREE *

5. AFTER HOURS *

6. SWEET JANE **

All mixes previously unreleased.

* previously unreleased performance

** different source mix of this performance appears on 1969: The Velvet Underground Live

*** different source mix of this performance appears on The Quine Tapes Box Set
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Linger on ... your pale blue eyes, 17. April 2009
Rezension bezieht sich auf: The Velvet Underground (Audio CD)
After the fierce White Light/White Heat, this third album saw the Velvet Underground in a calmer, more contemplative mood exploring their softer side which first surfaced on songs like Sunday Morning and I'll Be Your Mirror on the first album.

The exceptions are What Goes On with its shimmering guitars and Beginning To See The Light with its urgent rock riff and almost Stones-like flavour. Some Kinda Love is softer although there is still that unique driving edginess in the rhythm.

The gem of the album is Pale Blue Eyes, where Lou Reed surpasses himself as a poet with intimate, arresting images. This wistful ballad must be one of the most beautiful songs of all time. The melody is amongst the legendary group's most appealing whilst the delivery is perfect.

There are plenty of other beautiful ballads like Jesus, I'm Set Free & That's The Story Of My Life. The Murder Mystery consists of spoken and sung parts over a brooding backing that becomes dissonant toward the end. This classic album concludes with the playful acoustic number Afterhours.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Jesus" statt "Heroin", 25. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Velvet Underground (Audio CD)
Nach dem genialen zweiten Album, der Lärmorgie "White Light/White Heat", traten die "Velvets" auf die Bremse. Fast jeder Song auf dem dritten Album "Velvet Underground" ist ein Akustiksong mit harmonischen Melodien und freundlichen, teilweise ironischen Texten. Anstatt über Drogen, S/M-Neigungen und Transvestiten singt man über "Jesus" und fängt an, das Licht zu sehen ("Beginning to see the Light"). John Cales Ausstieg und die Loslösung von Andy Warhol sorgt für weniger Experimentierfreude, Doug Yule (Gesang, Bass, Orgel) bringt mehr Pop. Dennoch ist das Album gelungen, es enthält die Klassiker "Pale Blue Eyes", "Candy Says" und das von Moe Tucker gesungene "After Hours". Ein sehr intimes Werk, quasi Velvet Underground "light".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Velvet Underground - Eine legendäre Band muß sich neu finden ..., 19. Dezember 2014
Von 
Reinhard Busse "reinhardlbusse" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach der genialen LP "White Light, White Heat" (1968) kam es zum Bruch mit John Cale. Aber die Band 'Velvet Underground' um Lou Reed wollte nicht kampflos aufgeben. Ein junger Mann, Doug Yule (21 Jahre), unterstützte nunmehr den Aufbruch der Band zu stilistisch neuen Ufern. Der Sound wurde wärmer, die Songs optimistischer.
Die vorliegende "45th Anniversary Deluxe Edition" deckt diesen Zeitraum eindrucksvoll ab.
Diese 6-CD-Luxusausgabe erscheint in einem 29x26 cm Hardcover-Buch. 72 Seiten mit raren Photos, vielen Informationen und einem Essay von David Fricke sind bemerkenswert.
Die ersten drei CDs dokumentieren die verschiedenen Album-Mixe:
- CD 1: The Val Valentin Mix [Laufzeit: 43:58]
- CD 2: The Closet Mix [43:15]
- CD 3: Promotional Mono Mix (+ Mono Single: "What Goes On" & "Jesus") [49:15]
Die vierte CD präsentiert bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus dem Jahr 1969 ... viele davon sollten erst in den nächsten Jahren wirklich bekannt weren.
Für mich das Highlight: die CDs 5+6: Live At The Matrix, November 26 & 27, 1969. Teilweise schon enthalten auf der Doppel-LP "1969 - The Velvet Underground Live" ... ergänzt aber durch faszinierende und ungewöhnliche Versionen von "Heroin" [8:13], "Pale Blue Eyes" [6:00], "Venus In Furs" [4:37] und vor allem der ungewöhnlich harmonischen Version von "Sister Ray" ... mit der unglaublichen Laufzeit von 36:53 Minuten.
Mein Fazit: Ein beeindruckendes Zeit-Dokument ... 5 Sterne ... = Gefällt mir sehr !
[Reinhard Busse]
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wieso nur 3 Sterne?, 6. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: The Velvet Underground (Audio CD)
Weil auf praktisch allen neueren Releases dieser dritten Velvet der Anfang des Songs Story of my life verschnitten ist und bereits am Ende des vorhergehenden Songs anfängt. So kann ich mir keine CD zusammenstellen mit dem kompletten Song drauf. Eine solche Schlamperei ist umso unglaublicher, weil es sich hier um eine Velvet Underground-Platte handelt, während hektatonnen Ramsch gut aufgearbeitet wurde... also, diejenigen, die für den Schnitt verantwortlich sind, haben in alle Ewigkeit jede Kredibilität verspielt. Eine Schande, Blasphemie und Stümperei sonder gleichen!
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5.0 von 5 Sternen essentielles drittes Album von VU, 22. November 2014
Nach dem Ausstieg von John Cale kam Doug Yule als neues Bandmitglied hinzu. Nach White Heat/White Light,daß meines Erachtens alles vorweg nahm was später als Noise/Industrial bezeichnet wurde(Sister Ray),ein ziemlich ruhiges und sanftes Album.Was soll man/ich heute noch über Velvet Underground schreiben ? Nach dem Tod von Lou Reed im letzten Jahr,konnte man
in fast allen Musikmagazinen und vielen anderen Zeitungen eine ganze Menge über den Einfluss und die grosse Bedeutung von VU lesen. Meine persönlichen Favoriten sind das treibende "What Goes On"und "Pale Blue Eyes",eines der schönsten Lieder,die Lou Reed geschrieben hat...absolut berührend !
Auf dieser Neuveröffentlichung gibt es eine zweite CD mit Liveaufnahmen von 1969 in San Francisco.Ich weiß jetzt nicht,ob diese Aufnahmen identisch sind mit dem Livealbum "1969 Live with Lou Reed" Wenn dem so ist, gehören sie mit zu den besten Liveaufnahmen von VU.
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4.0 von 5 Sternen Heiteres Songwriting, 23. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Velvet Underground (Audio CD)
Im Gegensatz zu den Vorgängern handelt es sich hier um Art-Folk-Rock - bis auf das experimentielle "Murder Mystery", "What goes on?" und "Beginning to see the light" sind alle Songs ruhig und leise daherkommend. Aber dafür umso eindringlicher.
Meine Favoriten: der opener "Candy says", "Pale blue eyes", "Jesus" und "I'm set free".
Schönes Album für eher trübe Tage.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich ruhig..., 21. März 2004
Rezension bezieht sich auf: The Velvet Underground (Audio CD)
... beginnt dieses dritte Album der Velvets. Dennoch ist "Candy says" als erster Track der Platte vielleicht die beste Wahl, denn es versetzt den Hörer in genau die melancholische Stimmung, die er für diese Platte braucht. Zwar ist das nachfolgende "What goes on" eher rockig, aber so leise abgemischt, dass es die Stimmung kaum beeinträchtigt. "Beginning to see the light" ist ein fast auffällig lautes Stück, das ein bisschen nach The Beatles klingt, aber textlich behält es die melancholische Stimmung bei.
Diese Stimmung wird bis zum Ende der Platte (wunderschön depressiv: Moe Tucker singt "After Hours") konsequent durchgehalten; aus der Reihe fallen nur das schlecht abgemischte "Some kinda love" und das durchgedrehte "Murder mystery", das die Platte als Gesamtwerk jedoch erst richtig abrundet.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ruhige melodiöse Lieder bei Kerzenschein, 10. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Velvet Underground (Audio CD)
Mir gefällt die CD "The Velvet Underground" sehr, obwohl ich zu dem sonstigen Material wenig Zugang finden kann. Die Songs sind ruhig und sensitiv. Neu an den Kompositionen der New Yorker Art-Band ist das melodiöse Keyboard im Hintergrund, das den Liedern zusätzliche Farbe verleiht. Anspieltips "Candy Says", "Pale Blue Eyes", "What Goes On" (mit seinem langen Orgel-Outro), "I`m set free" "Jesus". Der melancholischen, intimen und bedeutungs-schwangeren Atmosphäre entgleiten nur 2 Songs: "Beginning to see the Light" (etwas lauter), und das unfaßbare "The Murders Mystery"(radikal experimentell mit einem sinistren sich ständig wiederholenden Klavier-Fade, hier schien noch der Einfluß von John Cale spürbar, der ähnlich monotone Experimente mit dem Klavier am Konservatorium durchlief).
Die Grundstimmung von "The Velvet Underground" ist jedoch relaxed und melodiös. Manchmal glaubt man, daß Lou Reed zu dieser Zeit erstmals fähig war, dem Leben ein paar positive Seiten abzugewinnen und darüber sogar Songs zu schreiben.
Jedenfalls drängte ihn es zu jener Zeit einmal nicht dazu, schon wieder über die Schattenseiten seines persönlichen Mikrokosmos von New York zu dichten (wie auf "The Gift" ,"Sister Ray") und diese Botschaften im "Avantgarde-Kunst"-Mantel zu verhökern.
Die leisen unaufdringlichen Songs von "The Velvet Underground" kann man dagegen bei Kerzenlicht seiner Freundin vorspielen, die zu den sonstigen Sachen der Gruppe oder Lou Reed keinen Bezug findet. Thomas Richter, Frankfurt/M
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traurige sinnliche Lieder - ein Reed-Balladenalbum, 25. September 2002
Von 
silbertanne4 "silbertanne" (Offenbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Velvet Underground (Audio CD)
EINLEITUNG

-Das Leben in Andy Warhols schwindsüchtiger Aura war in den Jahren 1965 - 68 sehr aufreibend gewesen. Ehemalige weibliche Stars des Kreises um Warhol wie Edie Sedwick oder Nico waren entweder gestorben, vegetierten in runtergekommenen Appartments einsam vor sich hin oder waren spurlos verschwunden ...
Es war höchste Zeit für eine Neuorientierung, falls man sein Leben behalten wollte. Das Ergebnis der LP war überraschend: Lyrische und traurige Gedanken über das Leben zu soft-sinnlichen Klängen, die man durchaus im Hintergrund zu Kerzenschein auflegen kann.

.... Der Teint ist immer noch blass, doch nicht mehr dem Tode nah. Durch die düsteren und einsamen Straßenschluchten und Wohnblocks der Lower East Side von Manhattan scheint erstmals ein kleines Licht hinein. Des Nachts hört man immer noch ein Wimmern und Weinen aus den Treppenhäusern ... Doch Nadeln im Badezimmer gab es nicht mehr. Die Musik ist zugänglich in den allermeisten Tracks. Mit der Ausnahme von "The Murders Mystery", einem ultra-experimentellen Titel, der eher auf "White Light White Heat" gepasst hätte.

EINZELE LIEDER:

Candy Says
Ein federleichtes Stück zu schwebenden Gitarren. Da Doug Youle eine ähnliche Stimme wie Lou Reed hat, weiß man kaum,, wer da singt. Der Text ist poetisch und fragil: "I have come to hate my body and all it requires in this world" bezieht sich auf die geschlechtlichen Identifikationsprobleme von Candy Darling (gestorben 1975) , die damals in New York ein Underground Filmstar war. Die umoperierte und sehr feminine Candy ist in Warhols Film "Flesh" mit Joe Dallessandro zu sehen.
Candy als Person spielte eine Rolle in dem Film "I shot Andy Warhol" um den Kreis von der radikalen mörderischen Feministin Valerie Solanas. Candy tauchte 5 Jahre später noch einmal in "Walk on the Wild side" von Lou Reed auf.

What Goes On
Besticht durch sein langes und narkotisches Orgel-Fade out (Doug Youle). Obwohl der Beginn etwas lauter und E-Gitarrenlastig ist, fügt sich der lange meditative Orgel-Ton gut in das getragene Konzept der Platte. Auch hier ist eigentlich nur der gute Mix des Velvet Underground Boxed Sets und seiner CD Version der dritten LP zu empfehlen.

Some Kinda Love
Gute Gitarren von Reed und Morrison. Der schleppende sparsam instrumentierte Song könnte auch von Donovan sein. Wäre da nicht wieder der monotone Trommelton von Maureen Tucker und der leicht tuntige Sprechgesang. Einer der wenigen Songs von Velvet Underground, die einen leicht homoerotischen Unterton haben. Lou Reed trägt in seinem nasalen unbeteiligten Erzählen die Geschichte vor. Some Kinda Love ist auf einem Dialog aufgebaut und klingt am Schluss des letzten Verses wie ein musikalischer Höhepunkt.

Pale Blue Eyes:
Blasse blaue Augen schauen immer noch traurig und fast bewegungslos. Neben Candy says ist das der ruhigste Song den Reed jemals geschrieben hat. Eine Ode mit ruhigen Gitarren und meditativer Stimme.
Es geht um das Thema Liebe. Man merkt kaum, daß textlich auch eine Portion Ironie und Weltschmerz versteckt ist. D.h. Reed erkennt zwar diesmal die positive Kraft von Liebe an, doch in der gesellschaftlichen Realität sieht er eher eine Abwesenheit und Unmöglichkeit dieser. Ähnlich wie Rainer Werner Fassbinder hatte er den morbiden Ehrgeiz dieses Denken auf so viel wie möglich Menschen zu übertragen.
Aber ein sehr schöner Candle-Light Song:
"Linger on, you pale blue eyes" versucht einer emotionalen Leere mit ausdruckslos-blassen traurigen Augen ein wenig Würde und Poesie zu geben.

Jesus:
Ein akustischer Sad Song. Die monotonen schubartigen Gitarrenfiiguren (ähnlich wie I'll be your mirror) sind typisch für diese Gruppe.
"Help me in my weakness, cause I am falling out of grace" klingt ehrlich und ohne Ironie, obwohl doch Reed eigentlich offiziell jüdischen Glaubens ist und damals bekanntlich sicher nicht zum Jesus-Freak mutierte. Schöner Chorgesang, wenn auch etwas repetitiv.

Beginning To See The Light:
Gefällt mir nicht ganz so, ein wenig zu laut und stört die Atmosphäre der anderen Lieder Der Text "How does it feel to be in love ..." ist nicht gerade ansprechend. Geschmackssache.

I'm Set Free:
Sehr traurige und bedeutungsschwangere Atmosphäre. Ein feiner akustischer Song zu mehreren akustischen und leisen elektrischen Gitarren. "I am set free to find a new illusion" ist wieder ... diese niemals endende Suche nach etwas Neuem. Diesmal außerhalb der schwindsüchtigen Factory von Andy Warhol (die Gruppe hatte sich mit Warhol zerstritten) , wo seit den 1966 eine Vielzahl der Mitgliedern gestorben war.

That's The Story Of My Life:
Hält die Stimmung des vorherigen Tracks. Ein sich mehrmals wiederholendes Gespräch von Lou Reed und Billy Linich, dem einsiedlerischen Hausfotografen der Factory. Seltsame Lyrik: es gibt keinerlei Unterschied zwischen Richtig und Falsch und daß beide diese Welten tot sind?

- The Murder Mystery:
Und jetzt kommt diese hyper-experimentelle Avantgarde-Collage, ein Schock und eiskalte Dusche für den unvorbereiteten Hörer. Nie mehr wurde etwas ähnliches auf Tonträger aufgenommen. Unfaßbar, die Lyrik des Geheimnisses jenes Mörders bleibt nach Lou Reed ein unkommentiertes und unentschlüsseltes Rätsel für alle Zeiten. IIm Anhang der Text. "The Murderx Mystery" paßt gar nicht zu den anderen Liedern. Man sollte sie als 10-Minuten Eigenwerk bertrachten und separat (falls man den Mut hat) anhören.

Scheinbar zusammenhanglose und frei assoziative Sätze werden von mehreren Sprechern auf beiden Stereokanälen gleichzeitig vorgelesen. Das ganze war mal ein Gedicht, daß in irgendeiner Literaturzeitschrift abgedruckt war (ich glaube, die auf dem Cover).

Aber dennoch hat der Track irgend was sinistres, nostalgisches und magisches. Die seltsam monotone fiebrige Orgel jeweils am Ende der 6 Strophen .... Am Ende ein abrupter Stimmungsumschwung: das hypnotische repetitive Piano im langen Fade Out suggeriert einen unheilvollen Vorhang, der nach einem Drama fällt.

"The Murders Mystery klingt wirklich wie aus einer anderen Parallelwelt mit eigenen unentschlüsselbaren Gesetzen, ich glaube dies hier ist nach 35 Jahren die erste längere Rezension zu diesem unentschluesselbaren Track.

After Hours
versöhnt wieder, letzter Track. ich glaube es gibt nur 1 akustische Gitarre und und weiblichen Gesang von Moe Tucker. . "After Hours" handelt sich um eine Cabaret Bar, wo "the night could last forever". Eine freundliche , melancholische nachtrunkene Atmosphäre gegen Sonnenaufgang.

"The Velvet Underground" ist das einzige Album der Gruppe, das ich weiteren Hörerkreisen weiterempfehlen kann. Es ist ruhig, hat keine effekthascherigen Schock- Texte und ist musikalisch und lyrisch von guter Qualität.

Ich hatte "The Velvet Underground" (die LP hatte die guten Versionen der Tracks) in den Achtziger Jahren im Pariser Centre Pompidou kennengerlernt. Seitdem sehr oft gehört, obwohl ich die anderen Platten von Velvet Undergrond eher kaum höre.

ZWEI MIXE
Es gibt zwei sich stark unterscheidende Studioaufnahmen von "The Velvet Underground". Eine weniger gute, in der leider die meisten Exemplare auf dem Markt sind.
Und einen guten Mix: Diesen kann man nur dem Boxed-Set (5 CDs) entnehmen, er klingt nicht nur besser, es wurden andere Aufnahmen der Songs verwendet.

Aufgenommen wurde die dritte "graue" LP Ende 1968 unter der Regie von Val Valentine.

John Cale und Nico sind nicht mehr auf dem Album zu hören, da sie sich schon vor lange mit dem egozentrischen Lou Reed verkracht hatten und an ihrer Solokarriere bastelten (The Marble Index kam etwa zeitlgleich auf den Markt )
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The Velvet Underground
The Velvet Underground von Velvet Underground (Audio CD - 1996)
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