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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gipfelstürmer, 4. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: H-Moll Messe (Audio CD)
Die h moll Messe ist ein Mount Everest der Chormusik.Die Zahl und der Schwierigkeitsgrad der Chöre ist erheblich.

Seit Gardiners Aufnahme aus dem Jahre 1985 ist dieses Werks fest in den Händen von Profi-Chören. Ob es sich nun um den Monteverdi choir, den nederlands kamerkoor, den Rias-Kammerchor oder eben das Balthasar Neumann ensemble unter Thomas Hengelbrock handelt.

Vor mehr als zehn Jahren machte Hengelbrock ein Projekt gemeinsam mit Achim Freyer. Bis heute steht die h-moll Messe mit diesem Ensemble immer wieder auf dem Programm. Stimmen zu diesem Projekt: "Hengelbrock, inzwischen einer der profiliertesten Dirigenten Alter Musik, bot Bachs oft gespieltes Meisterwerk so durchglüht, so vergeistigt und doch so lebensfrisch, ganz leicht im Ansatz, wunderbar ausbalanciert im Klang. Grandios der Balthasar-Neumann-Chor, aus dessen Reihen auch die teils wunderbaren Solisten kamen." Oder."Es ist über zehn Jahre her, dass Taverner Consort und Andrew Parrott mustergültig einspielten, wie es in Leipzig früher gewesen sein könnte. Auch Hengelbrocks Ensembles sind minimal besetzt, aber nun klingt die h-Moll-Messe auf höchstem Niveau noch feiner gewirkt als damals, flüssiger musiziert auch in gar nicht so drastischen Tempi"

Klar sind die Tempi teilweise virtuos. Schon bemerkenswert, mit welcher Geschwindigkeit die Männer ihr kleines Solo im "Resurrexit" singen. Leicht und exakt. Das sind die beiden Hauptmerkmale. Hengelbrock musiziert ungeheuer leicht- mit dem fabelhaften Freiburger Barockorchester. Man höre das "Expecto resurectionem" oder "Pleni sunt coeli". In allen Stimmen maximale Beweglichkeit. Das kommz natürlich einem Satz wie dem "osanna" sehr entgegen. Es bleibt aber immer tänzerisch und klingt deswegen nicht gehetzt.

Bemerkenswerter als diese artistischen Spitzenleistungen ist der Umgang Hengelbrocks mit Sätzen wie "et incarnatus est" oder auch "Sanctus". Inniges Musizieren, tiefes Ausloten des theologischen Gehalts dieser Sätze.

Nicht Virtuosität wird ausgestellt, sondern eine tiefe Interpretation dieses Meisterwerks liegt vor. Dass nicht erstklassige Solisten vorhanden sind, stört weniger, denn die h-moll Messe ist überwiegend ein Chor-Werk.

Auch nach zehn Jahren noch gültig.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ensemble der Spitzenklasse, 1. November 2013
Rezension bezieht sich auf: H-Moll Messe (Audio CD)
Wer sich nicht von der Verpackung der CD abschrecken lässt, deren modernistisches Titelbild mit Aluminium-Trittleitern eher an einen Baumarktprospekt erinnert, darf sich umso mehr über ihren Inhalt freuen.

Der Balthasar-Neumann-Chor, das Freiburger Barockorchester und Thomas Hengelbrock bilden eine dermaßen homogene und künstlerisch überzeugende Einheit, dass für mich diese h-Moll-Messe die aktuelle Referenzaufnahme darstellt.
Richter (1961) und Gardiner (1985) müssen sich mit ihren jeweiligen Klangkörpern dahinter einreihen. Der eine wird in Puncto Transparenz, Letzterer bezüglich der Ausdruckstiefe in den Schatten gestellt.

Der Balthasar-Neumann-Chor ist einfach nur himmlisch zu nennen. Er besticht durch seine schlanke Durchsichtigkeit und scheint selbst die kompliziertesten Stellen nur mezza voce zu singen- bei stets hervorragender Intonation und tiefem Ausdruck.

Die Altfraktion des gemischten Chores besteht bemerkenswerterweise aus vier Männer- und zwei Frauenstimmen; Hengelbrock sieht sich hier ganz undogmatisch allein der Qualität und dem Klangbild verpflichtet. Dies unterstreicht auch die Tatsache, dass alle Soloparts aus dem Ensemble besetzt sind. Sicher hat man schon herausragendere Stimmen gehört, aber "Herausragen" ist mit Hengelbrocks ästhetischen Vorstellungen nicht kompatibel: Stilistischer Harmonie gibt er Vorrang vor großen sängerischen Glanznummern und Namen. Ich bin überzeugt davon, dass dies seine künstlerische Entscheidung war und keine des Budgets.

Das Ergebnis gibt ihm Recht: Alles klingt wie aus einem Guss! Nebenbei weiß die vorzügliche Mona Spägele in ihrer Arie Laudamus te sehr für sich einzunehmen und braucht den Vergleich mit bekannteren Sängerinnen nicht zu scheuen.

Das Freiburger Barockorchester zeigt sich auf seinen Instrumenten der Barockzeit bestens disponiert, warm und transparent die Streicher, weich und rund die Hörner ("Tu solus sanctus"). Überhaupt nimmt Hengelbrock die Tempi etwas gemäßigter als sonst von ihm gewohnt und lässt die Musik schön fließen, aber niemals "tropfen", wie z.B. Richter gelegentlich.

Oh, Bach hätte seine wahre Freude an dieser Aufnahme gehabt, zumal er seine eigene Messe zu Lebzeiten nie vollständig hören konnte!
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extraklasse, 1. September 2006
Rezension bezieht sich auf: H-Moll Messe (Audio CD)
Atemberaubendes Tempo in den schnellen Stücken, dennoch unheimliche Präzison und Artikulation in den Koloraturpassagen, transparent nicht zuletzt durch die schlanke Besetzung, technisch perfekt gesungen, Hut ab. Im wahren Bachschen Sinne tritt der Chor hier als Instrument gleichberechtigt zu den anderen auf. Ein Genuss.
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45 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen virtuos, 6. März 2003
Rezension bezieht sich auf: H-Moll Messe (Audio CD)
Ich dachte: Schon wieder eine Neueinspielung der H-moll Messe? Na, wenn das nicht wieder eine dieser Platten ist, auf der sich die Verfechter der historisierenden Aufführungspraxis als die "authentischsten" Bachinterpreten profilieren wollen, indem wieder höher, schneller, weiter und äh, trockener gespielt wird.

Doch schon die ersten Takte des Kyrie Eleison machen Lust auf mehr: Der Einleitungsruf beginnt packend-dramatisch, das langsam absteigende Seufzermotiv endet mit einer langen Generalpause. Das folgende Instrumentalvorspiel wurde nie eindringlicher "gefleht", worin der Chor colla parte mit atemberaubender Intensität (Bässe!!) verschmilzt. Die Spannung kann jedoch in der "Durchführung" auch von Hengelbrock nicht überzeugend gehalten werden. Insgesamt aber eine ganz neue Hörerfahrung, die ich derart emotional nicht einmal von Gardiner kenne. Aber schließlich haben wir es hier auch mit dem Freiburger Barockorchester und dem Balthasar-Neumann-Chor zu tun.

Erste Ernüchterung allerdings beim ersten Duett, in dem die recht blassen Stimmen nicht die geforderte Ausdruckskraft entfalten können, was auch für die übrigen Solisten gilt (die sämtlich aus dem Chor gestellt werden). Beim Gloria dann bestätigt sich doch meine anfängliche Befürchtung: die Schnelligkeit, mit der dieser Satz genommen wird, steht in keinem Verhältnis zu den Konkurrenzaufnahmen und wirkt unnatürlich. Das gleiche beim "cum sancto spiritu" und vor allem beim "et resurrexit". Man könnte meinen, Jesus sei nach seiner Auferstehung keuchend fortgelaufen und die Musiker müssten ihn wieder einfangen! Na gut, dass die Ausführenden dieses Tempo recht fehlerfrei halten können: Respekt! Dabei lässt einem aber das Gefühl nicht los, dass "höher, schneller, weiter" doch wieder gespielt wird.
Im Gegensatz dazu ist Hengelbrocks Lesart der langsamen Sätze eine sehr erfreuliche. "Crucifixus" und "et incarnatus est" sind ganz nah dran am biblischen Geschehen. Der Chor scheint geradezu Anteil an Jesu Leiden zu nehmen, ohne exzentrisch zu wirken. Der fugierte Teil des "Sanctus" und die "Osanna"-Chöre sind in dieser Einspielung wohl am gelungensten zu hören, einfach nur unglaublich virtuos.

Die Aufnahmetechnik liefert ihr Übriges um diese Messe ganz oben in der Bachdiskographie anzusiedeln.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr homogen und harmonisch, 3. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: J.S. Bach / H-Moll Messe (MP3-Download)
Ich bin kein Experte, jedoch gefällt, wie rund und stimmig die Aufnahme ist. Chor, Solisten, Orchester und Instrumentierung sind aus einem Guss und passen gut zu Tempo und sonstiger Ausführung.
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37 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch, atemberaubend, überirdisch!, 14. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: H-Moll Messe (Audio CD)
Wer sagt denn, daß man zur Interpretation von Bachs h-Moll-Messe immer Chöre bis zum Horizont braucht? Hier haben wir das, gemeinsam mit dem Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe, wohl gelungendste Beispiel, wie luzide, transparent und doch zu jeder Sekunde ergreifend dieses "größte Chorwerk der Christenheit" klingen kann, wenn pro Chorstimme nur fünf Interpreten statt einer ganzen Busladung antreten. Diese Aufnahme zu hören, war ein fast esoterisches Glücks-Erlebnis, das ich jedem Bach-Freund nur wärmstens ans Herz legen kann!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen hörenswert, 1. Juni 2014
Von 
Erich Wessner "Odin" (Hollabrunn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: H-Moll Messe (Audio CD)
eine kompetente, duftige aufnahme voll musizierfreudigkeit, durchsichtig und werktreu. nur hätte ich mir andere solisten gewünscht. trotzdem ein beeindruckendes hörerlebnis.
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5.0 von 5 Sternen Tolle CD, 8. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: H-Moll Messe (Audio CD)
... mit einem hervorragenden Dirigenten, der es versteht, einem Top-Ensemble so viel Esprit zu entlocken, dass man von dieser Aufnahme gefesselt wird.
Hochprofessionelle Musik!
Toll!
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aber, ...., 3. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: H-Moll Messe (Audio CD)
Diese Aufnahme von Bachs Messe h-Moll zählt sicher nicht zu den besten.
Einige Vergleiche stehen bei mir im Schrank.
Muss sie auch nicht.

Die Zeit, in der LP-Cover künstlerisch gestaltet wurden und man sich diese Mühe auch für CDs machte, vereinzelte Ausnahmen ausgenommen, ist lange vorbei.

Bei dieser Doppel-CD hat das Cover/Booklet aber eine besondere Bedeutung.
Es zeigt das Freyer-Ensemble, dass in einer unvorstellbaren Art diese Musik auf die Bühne brachte. Achim Freyer und Thomas Hengelbrock ist hier ein Meisterstück gelungen. Ich hatte das Glück, die Übertragung der Schwetzinger Festspiele 1996 im TV zu sehen und bin bis heute begeistert.
Natürlich lässt sich dieser Eindruck nicht auf einer CD und durch ein Cover erzeugen.

Nicht, dass ich in meiner Bewertung der musikalischen Leistung missverstanden werde. Der Balthasar-Neumann-Chor und das Freiburger Barockorchester lassen ihr Können eindrucksvoll hören. Das beweisen sie auch ohne dem Freyer-Ensemble.
Nur, und das ist bei dieser CD entscheidend, zusammen ist es das Werk.

Ich kann nur hoffen, dass es eine Aufzeichnung dieser Übetragung gibt und diese bald als DVD/Blu-ray auf dem Markt kommt.
Eine Nachfrage bei arte lässt daran zweifeln.
Wenn doch, kann ich nur jedem/r Bach-Freund/-in empfehlen, diese zu kaufen.

Bis dahin, diese CD kaufen und sich vorstellen, wie diese Aufführung war.
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super-CD, 23. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: H-Moll Messe (Audio CD)
Eine wunderbare Aufnahme mit meinem Lieblings-Dirigenten.
Es war auch die Lieblingsmusik von Frau Loki Schmidt, Gattin unseres
ehemaligen Bundeskanzlers H.Schmidt.
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H-Moll Messe
H-Moll Messe von Thomas Hengelbrock (Audio CD - 1997)
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