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5.0 von 5 Sternen Einer der cpo-Meilensteine, 25. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Orchesterwerke & Konzerte (Audio CD)
Auch zwanzig Jahre nach ihrem Erscheinen hat diese Gesamtaufnahme der Orchesterwerke des "letzten Romantikers" Hans Pfitzner (1869-1949) nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt. Leider muss man konstatieren, dass eine spürbare Pfitzner-Renaissance nicht ausgelöst wurde, was angesichts der Qualität der Musik bedauerlich ist. Zu sehr steht die Person Pfitzner mit ihrem streitbaren Charakter und einigen zugegebenermaßen unglücklichen Äußerungen während der Zeit des Dritten Reichs auch heute noch im Vordergrund.
Die aus fünf (oder angesichts der Spielzeit der letzten CD besser: viereinhalb) CDs bestehende Box enthält als Hauptwerke die drei Sinfonien und alle Solo-Konzerte - die drei Cellokonzerte, das Violin- und das Klavierkonzert. Immer noch erschüttert es mich, dass ein so wunderbar romantisch empfundenes und für alle Beteiligten dankbares Stück wie das lange Zeit als verschollen geglaubte frühe Cellokonzert, das Pfitzner während des Studiums schrieb, wegen einer Belanglosigkeit beim "strengen" Lehrer durchfiel, nämlich, weil der Komponist sich erdreistet hatte, in einem Solistenkonzert Posaunen zu verlangen! Die Sinfonien sind alles andere als Sinfonien eines letzten Romantikers - man vergleiche sie mit den beiden eng der Tradition verhafteten Sinfonien von Richard Strauss (auch ein "letzter Romantiker"). Tiefen Eindruck hinterlässt die Sinfonie cis-Moll, eine Orchesterfassung des Streichquartetts op. 36 - hier zeigt sich Pfitzner von seiner modernsten Seite. Wer es romantisch schwelgerisch mag, sollte unbedingt die drei "Solhaug-Vorspiele" hören - gänzlich in Vergessenheit geratene Sätze aus einer frühen Schauspielmusik. Interpretation und Klangqualität können auch heute noch überzeugen.
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