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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein einziger Genuss, 19. Mai 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Serenaden (Audio CD)
Es gibt kaum von einem Werk so viele unbefriedigende Aufnahmen, wie von der "Kleinen Nachtmusik". Viele Dirigenten schrecken davor zurück, dieses Musikstück als das zu spielen, was es ist : ein Kleinod wunderschöner Musik (und spielen es hart oder schnell oder sonst wie verändert).

Bei Böhm hingegen erklingt und erstrahlt die Nachtmusik in ihrer ganzen Pracht - wie auch die drei anderen Serenaden. Leicht, tänzerisch - und doch kraftvoll und mit Körper. Dazu die wunderbar klingenden Wiener und Berliner Philharmoniker und die edle Aufnahmetechnik der Deutschen Grammophon. Ein einziger Genuss ...

Diese Doppel-CD gehört zu den Höhepunkten der Schallplattenaufnahme.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Sternstunde der Deutschen Grammophon!, 24. September 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Serenaden (Audio CD)
Wolfgang Amadeus Mozart komponierte in seinem kurzen Leben sieben Serenaden, von denen die ersten drei fast vollständig vernachlässigt werden. Die anderen vier erfreuen sich jedoch bis heute größter Popularität, dürfen zu den beliebtesten Werken der klassischen Musik gezählt werden und genießen auch bei Publikum, das weniger oder kaum klassische Musik hört, ungebrochene Bekanntheit.

Kurz und knapp ist die "Serenata notturna" in D Dur KV 239. In ihrem Kern ist sie aber markig und packend. Das zeigt bereits der eröffnende, wuchtige Marsch. Im Zentrum des Werkes steht dagegen ein zierliches Menuett, das durch den Einsatz eines Solostreichquartetts - mit Kontrabass anstelle des obligaten Violoncellos - besonders pittoresk und liebreizend wird. Beendet wird diese eindrucksvolle Serenade durch ein flinkes Rondo, dessen gebrechliches Zentrum von gewaltigen Orchestertutti umrahmt wird.

Die umfangreichste Serenade ist die sogenannte "Haffner Serenade" in D Dur KV 250. Das Werk eröffnet mit einem packenden, majestätischen Kopfsatz, der keinen Zweifel daran lässt, dass dieses Werk fröhlich und unbeschwert ist. Es folgt ein herrliches Andante, das voller Lyrik und Eleganz steckt. Mozart verfeinert diesen Satz durch den nuancierten Einsatz einer Solovioline.
Nun folgen ganz im Stile der Serenade drei Tänze: zunächst ein wuchtiges Menuett, dann ein zwingendes Rondo, das erneut mit Solopassagen der Violine aufwarten kann, und ein "Menuetto galante", das seinem Namen alle Ehre macht.
Wieder unterbricht der Komponist das lustige Treiben durch ein warmes Andante, das als einziger Satz auch düstere Sequenzen aufweist. Nach einem fröhlichen Menuett beginnt das hehre Finale mit einer mysteriösen Einleitung, die aber schnell in einen wilden Reigen mündet, der an die Majestät des Kopfsatzes anknüpft.

Von besonderer Anziehungskraft ist von jeher die wunderbare "Posthorn Serenade" D Dur KV 320. Mozart gesellt dem Orchester drei Solobläser bei, nämlich eine Flöte, eine Oboe und das berühmte Posthorn. Nach einem einnehmenden Adagio kommt der Stein des Kopfsatzes schnell ins Rollen. Dieser Satz ist unterhaltsam, auch wenn er an der einen oder anderen Stelle freilich etwas Tiefsinns entbehrt.
Es folgt ein kerniges Menuett, das in eine konzertante Sequenz mündet. Beinahe in Form eines Concerto grosso lässt der Wiener Klassiker Bläser und Orchester spielerisch gegeneinander antreten.
Melodisch überreich ist das Rondo und das sich daran anschließende Andantino. Nun folgt das berühmte Menuett, in dessen Trio Sequenz das Posthorn die dominierende Rolle spielt und nach dem die gesamte Serenade benannt ist. Ein leichtfüßiges Finale rundet die Komposition ab.

Nach dieser Serenade ließ Mozart einige Zeit ins Land gehen, bis er wieder einen Gattungsbeitrag ablieferte. Dieser steht aber dafür Pate für das gesamte Genre: "Eine kleine Nachtmusik" G Dur KV 525. Dabei handelt es sich nicht nur um eines der bekanntesten und beliebtesten Werke Mozarts, sondern auch um eines seiner besten und schönsten.
Bezüglich der Gesamtkonzeption des Stückes lässt sich anmerken, dass es zunächst offenkundig kürzer ist als die zwei vorhergehenden Serenaden und sich im Aufbau sehr stark vom Suitenhaften löst. Angemerkt werden sollte auch, dass die Serenade ursprünglich für Streichquartett und Kontrabass komponiert wurde. Orchesteraufführungen ergeben sich damit aus der Mehrfachbesetzung der Stimmen.
Die ersten beiden Sätze, ein Allegro und eine entrückende Romanze, enthalten die wohl gängigsten Melodien Mozarts. Aber auch das feine Menuett und das espritvolle Finale verdienen Beachtung und sind zu akribisch gearbeitet, als dass man sie unter den Tisch kehren dürfte.

Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades der vorliegenden Werke ist die Diskographie natürlich äußerst umfangreich. Manche Einspielung versucht die Werke überflüssig üppig zu gestalten und dergestalt aufzubauschen, welcher sie nicht bedürfen.
Nicht so Karl Böhm. Der galt zeitlebens als einer der erfahrensten und gewichtigsten Mozart Exegeten. Seine Darbietung mit den Berliner beziehungsweise den Wiener Philharmonikern (KV 525) aus den 70er Jahren ist unprätentiös und natürlich. Dem Hörer weitet er durch sein farbenreiches Dirigat, das an keiner Stelle versandet, obwohl er grundsätzlich getragene Tempi wählt, einen umwerfenden und unwiderstehlichen Klangteppich aus. Die Orchesterleistung ist herausragend - genauso wie die Aufnahmequalität. Zudem kann sich die Aufnahme ausgezeichneter Solisten rühmen.
Was man hier nicht erwarten darf, ist eine historisch korrekte Herangehensweise, dafür sind die Orchesterapparate zu enorm. Dieser Anachronismus führt an manchen Stellen zu allzu romantischem Pathos und mangelnder Transparenz. Aber der Gesamteindruck ist stimmig und verspricht wundervolle Stunden mit wundervoller Musik.
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Serenaden
Serenaden von Karl Böhm (Audio CD - 1997)
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