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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie leuchtende Perlen im Regen, 13. April 2008
Von 
André Beßler (Bremen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lieder ohne Worte (Audio CD)
Welch ein Jammer, dass die hier versammelten kürzeren Klavierwerke Felix Mendelssohn-Bartholdys so selten auf dem Spielplan stehen! Daniel Barenboims ausdrucksstarker Ton und seine unvergleichliche Phrasierung sind einfach hinreißend. Sein Gespür für Schönheit, Takt und Melodie zeichnet ihn als einen Musiker von hohem Rang aus. Scheinbar mühelos lässt Barenboim diese kleinen Werke zu leuchtenden Perlen einer teils verhaltenen, sehr romantischen, teils lebhaft melodienreichen Atmosphäre erstrahlen. Er macht uns eine sehr einfühlsame klangliche Differenzierung erfahrbar, wenn er uns behende durch die fast gemeißelte Deutlichkeit der Details führt, welche diesen Kompositionen innewohnt.

Dabei übersieht er an keiner Stelle, dass dies keine Angelegenheit des aufrichtigen Nachempfindens allein ist, sondern von einer sorgfältigen, bisweilen fast spröden und zerbrechlichen klanglichen Organisation lebt, auf die es hier so entscheidend ankommt. An keiner Stelle opfert er dem Gestus in Mendelssohns Werken die Durchsichtigkeit der Partituren. Mit dieser vorteilhaften Doppel-CD hat die Deutsche Grammophon ein künstlerisches Kleinod von bemerkenswerter Transparenz vorgelegt. Erfreulicherweise werden so einer breiteren Öffentlichkeit die weniger geläufigen Kompositionen Mendelssohns bekannt. Eine zeitlose Produktion auf hohem künstlerischen und technischen Niveau, die man immer wieder gern aus dem Regal zieht.
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42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht in Worte zu fassen, 20. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Lieder ohne Worte (Audio CD)
Das Mendelsson e-moll Violinkonzert kennen viele, und viele lieben es auch, zurecht. Seine "Lieder ohne Worte" jedoch sind weniger bekannt, und dies zu unrecht, wie ich finde.
Zum allerersten mal habe ich Mendelssons "Lied ohne Worte - in fis moll" im Radio gehört, als ich gerade im Auto auf dem Weg nach Hause war. Eigentlich war ich schon fast zu Hause angekommen und dachte bei mir: "Nun gut, das eine Stück noch." Sie spielten das Venezianische Gondellied, das ja nur gerade zweieinhalb Minuten lang ist. Und ich hielt das Auto am Straßenrand an und konnte nicht anders, als lauschen und nicht fassen, dass eine Melodie so zart und lieblich aus einem rauschenden Klavieruntergrund aufsteigen kann.
Auf der oben genannten CD finden sie jenes Venezianische Gondellied, und weitere, ebensoschöne kleine Musikperlen.
Mal neben den großen Konzerten auch das Kleine der Komponisten kennenzulernen - gerade das bereitet oft einen viel tieferen Einblick in deren Gefühlswelt, als nur die bekannten Stücke wieder und wieder zu hören. Diese kleinen "Lieder ohne Worte", die Klavierstücke, sind meines Erachtens nach also unbedingt kennenlernenswert.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne Worte, 29. November 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lieder ohne Worte (Audio CD)
Die "Lieder ohne Worte" sind die wohl populärsten Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das dürfte den Komponisten ehrlich verwundern, schließlich komponierte er sie vornehmlich für Frauen und betrachtete sie als leichte Kost. Heute jedoch zählen viele der jeweils in Sechsergruppen veröffentlichten Charakterstücke zum Standardrepertoire eines jeden Pianisten. Und tatsächlich unterschätzte sich Mendelssohn selbst, denn die "Lieder ohne Worte" enthalten einige seiner schönsten Melodien.

Die "Lieder ohne Worte" aus op. 19 sind gleich sechs Paradebeispiele für die Qualität und Eigenschaft dieser Kompositionen: Es handelt sich mehr oder weniger um fein gearbeitete, sehr individuelle Stücke, die - ähnlich Franz Schuberts "Moments musicaux" - kurze, schnell verrauschte Stimmungen festhalten. Von der kompositionstechnischen Ausgereiftheit des deutschen Tonsetzers zeugen solche Perlen wie das heitere "Jägerlied" oder eines von mehreren, getragenen "venezianischen Gondelliedern".
Auch in op. 30 befindet sich eines dieser "Gondellieder", die in beinahe impressionistischer Manier die Gelassenheit und Schönheit der Lagunenstadt heraufbeschwören. Man meint, den Gondoliere singen zu hören - oder besser: summen.
Auch die Lieder aus op. 38 stellen aussagekräftig den jugendlichen Esprit Mendelssohns zur Schau. Freilich handelt es sich auch hier nicht um virtuose Klaviermusik, aber dennoch laden die Kompositionen zum Verweilen und Genießen ein.
Die Ansprüche an den Pianisten wachsen mit op. 53, und spätestens hier sollten die Damen, für die die Stücke zum großen Teil geschrieben wurden, gut geschult im Klavierspiel sein, denn besonders der aufbrausende Stolz des g moll Prestos dürfte einige Stolpersteine bereit halten.
Op. 62 enthält einige der schönsten Klavierstücke Mendelssohns, unter anderem den entzückenden "Trauermarsch" oder das espritvolle "Frühlingslied". Wieder wartet der Komponist mit einem seltsam verklärten "Gondellied" auf.
Die nächste Gruppe um op. 67 beinhaltet zum Beispiel das wundervolle, perlende "Spinnerlied" oder das liebevoll gearbeitete "Wiegenlied". Aber auch die Lieder, die keinen programmatischen Beinamen besitzen, warten mit einigen wunderbaren Melodiebögen und romantischem Überschwang auf.
Die nächsten beiden Gruppen enthalten kein einziges Lied mit Beinamen. Ab op. 85 wird der musikalische Ausdruck konzentrierter und schlichter. Mendelssohn bemüht sich hier ebenso darum, innerhalb der beiden Gruppen einen größeren thematischen Zusammenhang herzustellen.
Und so nimmt es nicht Wunder, dass op. 102 die gelungensten "Lieder ohne Worte" enthält. Natürlich sind diese Stücke weitaus schwerer zugänglich als ihre Vorgänger. Viele der Kompositionen scheinen in sich verharren zu wollen und entwickeln aus ihrem ruhenden Kern eine bezaubernde Dynamik und weitschweifige melodische Bögen. Jedes einzelne legt Zeugnis von der kompositionstechnischen Meisterschaft ihres Schöpfers ab.

Als Zugabe gibt's einige weitere Klavierstücke aus der Feder des "Erneuerers der Romantik": Zum einen ein allein stehendes "Gondellied", das beweist, wie wichtig Mendelssohn dieses Medium war. Weiterhin sind zwei kleine "Klavierstücke" vertreten. Die "Kinderstücke" op. 72 sind vom Anspruch und vom musikalischen Gehalt her zu vergleichen mit Robert Schumanns "Album für die Jugend". Zuletzt bleibt das "Albumblatt" op. 117, das bagatellenhaft einige zerbrechliche Melodien offenbart.

Die vorliegende Einspielung durch Daniel Barenboim entstand 1973 und ist eine der ersten Soloaufnahmen des Pianisten bei der Deutschen Grammophon. Trotz des hohen Alters kann die Aufnahmequalität als durchweg gut bezeichnet werden.
Barenboims Anschlag ist farbig pointiert und stets lyrisch. Seine Interpretation wird der Partitur voll und ganz gerecht. Sein differenziertes und äußerst transparentes Spiel lädt die Kompositionen durch gezielt gesetzte Kontraste und Akzente mit einem Gros an Spannung auf. Hinzu kommt das angenehme Tempo, das Barenboim wählt. An Ausdruckstiefe, Differenziertheit und Leidenschaft mangelt es an keiner Stelle, sein Vortrag ist durchgängig homogen. Eine der besten Aufnahmen des gebürtigen Argentiniers!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schön, 25. Oktober 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Lieder ohne Worte (Audio CD)
Barenboim spielt hier einfach wunderbar : weich, perlend, friedlich, warm, kraftvoll. Das ist eine der Aufnahmen, die einen in ihren Bann zieht und in eine andere, heile Welt entrückt. Hier erlebt man, wie wohltuend und heilsam Musik wirken kann.

Anmerkung : es gibt auch eine sehr billige Einzel-CD mit einer 65-minütigen Auswahl aus dieser Barenboim-Gesamtaufnahme.
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5.0 von 5 Sternen Toll, 27. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lieder ohne Worte (Audio CD)
Habe das Produkt als Geschenk bestellt, aufgrund der Produktrezessionen. Geschenk kam sehr gut an. Qualität und Leistung sind toll. Jederzeit wieder.
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Lieder ohne Worte
Lieder ohne Worte von Daniel Barenboim (Audio CD - 1997)
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