Kundenrezensionen


7 Rezensionen
5 Sterne:
 (5)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Optimale Einspielung, 25. Juni 2006
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzerte (Audio CD)
Jeder Geiger, der sich für eine Orchesterstelle bewirbt, wird für sein Vorspiel zumindest einen Satz aus einem der Violinkonzerte von Mozart im Repertoire haben müssen, nicht nur, weil sie technisch alle Anforderungen des klassisch-romantischen Repertoires beinhalten und in ihrer Transparenz mögliche Mängel in der Intonationssicherheit gnadenlos entlarven.

Vor allem aber stellen sie wie kaum ein anderes Werk das Tongefühl, den Geschmack und die Phantasie jedes Solisten auf die Probe. Und da wird man immer wieder - auch und gerade von berühmten Virtuosen - schwer enttäuscht:

Mal verkommen diese Konzerte, bei denen es so auf Leichtigkeit und Natürlichkeit ankommt, zu Zirkusnummern (Tetzlaff, Mutter), mal zu romantischen Schwergewichten (Zukerman), mal stören Stilentgleisungen (Portamenti bei Zimmermann und Perlman), übertriebene Süßlichkeit oder fehlende Phantasie.

Ganz anders bei Gidon Kremer: Bei aller technischer Perfektion behält er immer einen schlanken, leuchtenden Ton bei, eine fast volksliedhafte Einfachheit, hinter der sich trotzdem eine unglaublich raffinierte und ausgefeilte Artikulation versteckt.

Großartig ist auch das Zusammenspiel mit den wunderbareren Wiener Philharmonikern unter Nikolaus Harnoncourt, die sich nicht auf eine routinierte Begleitung beschränken, sondern ebenso schlank, flexibel und federnd spielen wie der Solist und fast die Rolle eines Kammermusik-Partners bekommen. Da muss vor der Aufnahme sehr viel Probenarbeit stattgefunden haben.

Kurz: Eine optimale Einspielung dieser zentralen Werke, die in keiner Sammlung von Violinkonzerten fehlen sollte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Klassiker, 4. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzerte (Audio CD)
Unter den Klassikern gilt Mozart oft als derjenige, dessen Handschrift sofort in jedem Werk herauszuhören ist. Man könnte demnach meinen, zwei CDs mit Mozarts Violinkonzerten fordern die Langeweile geradezu heraus. Daß dem nicht so sein muß, beweist die vorliegende Gesamtedition mit dem hervorragenden Geiger Gidon Kremer. Er präsentiert Mozarts Konzerte natürlich technisch brillant und so durchsichtig, wie man das erwartet. Aber er nutzt auch jede Möglichkeit, Kontraste herauszuarbeiten. Jeder harmonischer Wechsel erhält eine tiefere Bedeutung. Und so kommen die Konzerte einmal kindlich verspielt daher, einmal zutiefst leidenschaftlich, feine Melancholie wechselt mit rhythmisch akzentuierten, scherzhaften Passagen. Die in der Mehrzahl von Robert D. Levin geschriebenen Kadenzen und Überleitungen arbeiten mit Mozarts musikalischen Bausteinen in durchaus eigenständiger Weise, sind aber nicht von dem Bedürfnis geleitet, das ohnehin unzweifelhafte Können des Solisten herauszustellen. Sie bilden eine Auseinandersetzung mit Mozart, eine Ergänzung, vielleicht eine Art Kommentar. Es ist wohltuend, daß Gidon Kremer darauf verzichtet hat, die technisch schwierigen, dem Werk aber nicht so angemessenen Kadenzen Joseph Joachims zu verwenden.
Ein Höhepunkt der Gesamtedition ist ohne Zweifel die Sinfonia Concertante KV 364 mit Kim Kashkashian als Bratschistin. Mozart gab dem Begriff „Konzertieren" hier seine ursprüngliche Bedeutung von consertum = lat. zusammenfügen (Fischer-Lexikon „Musik") zurück: die Soloinstrumente gestalten einen Wechselgesang, necken sich, klagen miteinander, jubilieren sich zu. Besonders (an-)rührend ist der zweite Satz, das Andante. Hier spürt man die tiefste Trauer, fühlt sich aber auch sonderbar getröstet, so als sei das zweite Soloinstrument der verständnisvolle Partner.
Aus der Reihe der Violinkonzerte verdient meines Erachtens das in A-Dur besondere Erwähnung. Nach dem Orchestertutti zum Beginn löst sich die Solovioline aus der Stille mit lupenreinem Ton - im langsamen, verträumten Tempo, bevor sie jubilierend das Tempo des Orchesters wieder aufnimmt. Diese Stelle hat einen unnachahmlichen Reiz. Stille, besinnliche Freude geht vor dem Jubel her, ein Hauch von Wehmut, ein wenig Ungläubigkeit vielleicht? Um so purer und mitreißender wirkt danach der haltlose Ausbruch der Freude. Hat das nicht jeder in seinem Leben schon einmal erlebt? So nah, so unmittelbar sprechend habe ich Mozart bisher selten erlebt. Eine große Komposition - in einer mitreißenden Interpretation!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Große Interpretationen zum kleinen Preis, 10. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzerte (Audio CD)
Der DGG ist es zu danken, daß sie diese Konzerte in der Top-Besetzung mit Gidon Kremer und Nikolaus Harnoncourt mit den Wiener Philharmonikern in ihrer preiswerten "2 CD"-Serie wiederveröffentlicht hat. So hat der Klassik-Liebhaber die Möglichkeit, Spitzeninterpretationen aller fünf Violinkonzerte Mozarts zusammen mit der großartigen Sinfonia concertante Es-dur KV 364, in der Kim Kashkashian den Viola-Part übernommen hat, zum kleinen Preis zu erwerben. Die Digitalaufnahmen aus den Jahren 1983-1987 sind mit Abstand die besten neueren Einspielungen. Musikalisch sind sie Spitze, und technisch sind sie es, erst recht nach nochmaligem Re-Mastering im "Original-Image Bit-Processing"-Verfahren, nicht minder. Ein gutes, informatives Textbuch liegt den Aufnahmen bei, dem auch interessante Details zu den benutzten Kadenzen zu entnehmen sind. Wer die "klassischen" Gesamteditionen von Oistrach (EMI), Schneiderhan (DGG), Grumiaux/Davis (Philips) oder Isaac Sterns Einspielungen aus den 1960er Jahren besitzt, sollte sich diese moderne Alternative zulegen. Sie eröffnet ganz neue, aufregende Einblicke in die Werke.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mozart voller Spielfreude, 27. November 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzerte (Audio CD)
Diese Aufname überzeugt durch die unbändige Musizierfreude mit der Orchester und Solist das Werk gestalten. Der Dirigent leuchtet die Partitur detailliert aus und führt die Wiener Philharmoniker agil wie ein Kammerorchester. Kremer spielt emphatisch-mitreißend und exakt mit hellem Violinton; glättender Schönklang wird vermieden.

Die Aufnahme ist sehr transparent und im Klangcharakter leicht frisch gehalten mit leuchtendem Obertonspektrum in den Streichern. Man hört hier jedes Detail. Kremers Violine ist in den Orchesterton gut integriert mit hellem, prägnanten Ton. Die Räumlichkeit ist ansprechend-natürlich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Beispielhafte Einspielung, 6. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzerte (Audio CD)
Zu Gideon Kremers Einspielung erübrigt sich jeglicher Kommentar. Gideon Kremer ist wohl einer der weltbesten Geiger, die es jemals gab.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenzaufnahmen, 30. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzerte (Audio CD)
ja, ich weiß, ein inflationär benutztes Wort. Aber meiner Meinung nach im Falle der Mozart-Violinkonzerte schlicht zutreffend. Die Leichtigkeit und technische Perfektion sowohl Kremers als auch des Orchesters lassen aus jedem Konzert einen wahren Ohrenschmaus werden! Alt aber toll!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartige Einspielung mit leichten technischen Mängeln, 29. April 2010
Von 
Jan Bärenfänger (Münster, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzerte (Audio CD)
Gidon Kremer spielt die Violinkonzerte mit Kraft und Lebensfreude. Dabei sitzt jeder einzelne Ton perfekt, wie man es von einem Weltklasse-Geiger erwarten darf. Dabei stimmt die Harmonie zwischen Solist und dem Orchester und der vorzüglichen Leitung von Nikolaus Harnoncourt. Bloß schade, dass die Wiener nicht auf Originalinstrumenten spielen.
Eine besondere Freude ist das A-Dur-Konzert KV 219 (Nr. 5), vor allem das feurige Rondeau.
Schwächen sind allein dem Komponisten vorzuwerfen - schlagt mich tot, aber ich kann mit den langsamen Sätzen bei Mozart generell nichts anfangen, die sind eigentlich immer zu lang, langsam und langweilig, oftmals sogar länger als der erlösende letzte Satz, dem man sich von Minute zu Minute mehr entgegensehnt. Eine rühmliche Ausnahme ist einzig das überraschend abwechselungsreiche Adagio aus dem G-Dur Konzert KV 216 (Nr. 3).

Warum "nur" 4 von 5 Sternen?
Zunächst ziehe ich - persönliche Meinung - Studioaufnahmen gegenüber Live-Mitschnitten stets vor. Eine leichte Geräuschkulisse ist eben bei Live-Konzerten auch bei modernster Aufnahmetechnik nicht ganz zu vermeiden, auch wenn man immerhin hier nicht den Eindruck hat, die Zuhörer in der ersten Reihe würden während der Soli in den langsamen Sätzen Chips futtern, wie das ansonsten immer wieder vorkommt.
Ansonsten ist die Aufnahme leicht höhenlastig, was vermutlich teilweise auch wieder mit der Live-Aufnahme zusammen hängt. Da waren wohl Filter am Werke, die in den Mitten und Tiefen nicht nur das Murmeln und Brummeln oder was da noch gewesen sein mag entfernt hat. So hört es sich leider stellenweise etwas "hohl" an, selbst wenn man die Bässe aufdreht - da ist einfach nichts.
Für diese kleinen "Wernmutstropfen" ziehe ich jeweils einen halben Stern ab.

Eins muss aber am Ende klar sein: Ich kenne keine bessere Aufnahme! Und das ist zuvorderst Gidon Kremer zu verdanken!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Violinkonzerte
Violinkonzerte von Gidon Kremer (Audio CD - 1997)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen