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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Werke in einer immer noch gültigen Referenzinterpretation, 13. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Die späten Klaviersonaten (Audio CD)
Die späten Klaviersonaten sind für mich - ebenso wie Beethovens letzte Streichquartette - immer von Neuem ein bewegendes Erlebnis: schönere Musik gibt es für mich nicht.
Wilhelm Kempffs Interpretation wird in ihrer Klarheit, Transparenz und Sensibilität dem hohen Anspruch dieser Werke in kaum übertreffbarer Weise gerecht.
Vom editorischen Standpunkt aus gesehen hat die DG aus meiner Sicht sehr gut daran getan, diese letzten Sonaten gesondert herauszugeben.
Die technische Qualität der Aufnahmen, die vor 1965 entstanden sind, ist ausgezeichnet ("ORIGINAL-IMAGE BIT-PROCESSING").
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Offenbarungen am Klavier, 18. Juli 2009
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die späten Klaviersonaten (Audio CD)
Wilhelm Kempffs Kunst am Klavier ist eine grundsätzlich zarte, immer das Maß findende und stets mitreißende. Man betrachte nur seine Schubert oder Schumann Interpretationen.

Seine Gesamtaufnahme der Beethoven Sonaten ist längst neben der von Claudio Arrau und Alfred Brendel zur Referenz geworden. Die späten Klaviersonaten spiegeln in Beethovens Schaffen etwas Interessantes wider: Während er sich wegen der frühen Ertaubung von öffentlich Klavierauftritten verabschiedet hatte und demzufolge auch keine Klavierkonzerte mehr schrieb, projizierte er die Welt innert seiner Ertaubung auf diese sechs Kleinodien an Klaviermusik (ebenso wie auf seine Streichquartette ab op. 127).

Die Sonate op. 90 e moll ist von einer derartigen Gutmütigkeit und v. a. der zweite Satz von unendlicher Heilsamkeit, dass einem beinahe das Hören und Sehen vergeht.

Die sog. "kleine Sonate für das Hammerklavier" op. 101 A Dur ist ein urtypisch deutsches Lied, zumindest im ersten und dritten Satz. Sonderbar wirkt hingegen der Marsch des zweiten Satzes. Insgesamt halte ich diese 28. Sonate für die seltsamste der letzten Sonaten überhaupt.

Die sog. "große Sonate für das Hammerklavier" op. 106 B Dur kommt im ersten Satz derart majestätisch und orchestral daher, dass man leicht erkennen kann, wie stark dem Meister die Welt des Hörbaren abhanden gekommen ist. Selbst für heutige Verhältnisse erscheint dieser Satz als beinahe unspielbar. Das Scherzo leitet unkompliziert zum ehrbaren und unglaublich intensiven Adagio sostenuto über, welcher der längste Satz ist, den Beethoven je für Klavier komponierte. Viele Kritiker loben diesen Satz als das innigste und intimste Selbstgespräch, das Beethoven je führte. Mit einem langen, wohltuenden Satz schließt dieses Monumentalwerk.

Op. 109 E Dur dagegen erscheint dem Hörer als gefälliger: Zwei recht einfach zugängliche erste Sätze weichen einem wundervollen Lied, welches die Sonate schwelgend ausklingen lässt.

Die schönste und ergreifendste aller Sonaten Beethovens ist aber wohl op. 110 As Dur. Als einzige seiner Sonaten blieb sie ohne Widmung - verständlich bei aller unterschwelliger Intimität. Der burleske, sogar recht brutale zweite Satz trennt zwei unfassbar zarte Sätze voneinander, deren zweiter eine lebensbejahende Fuge enthält, die der Transzendenz und dem Weltgeist spürbar nahe ist.

In eben diese göttlichen Höhen vermag die Arietta der nur zweisätzigen letzten Sonate Beethovens, op. 111 c moll, zu streben, die insbesondere durch ihre jazzartigen Ausbrüche zu enormer Modernität gelangt. Einer Erwähnung bedarf aber auch der erste Satz, der erschreckend majestätisch und divin zugleich Beängstigendes schafft.

Fazit: Diese Sonaten scheinen auch dem heutigen Hörer als derart abgehoben und einfühlsam, dass man meinen könnte, dass danach in dieser Hinsicht nichts mehr erreicht werden kann. Und wahrlich, durch die Interpretation Wilhelm Kempffs wird diesem Teil des fantastischen Gesamtoeuvres Beethovens eine gewisse Unerreichbarkeit beigemessen.

Absolut empfehlenswert.
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5.0 von 5 Sternen Every note, 7. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die späten Klaviersonaten (Audio CD)
Very often you have to wait until you can play something in particular —because of the experiences you need to fully understand the piece. With this Kempff there is more: the best of him and Beethoven. Superb!
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Die späten Klaviersonaten
Die späten Klaviersonaten von Wilhelm Kempff (Audio CD - 1997)
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