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am 17. März 2004
Karl Richters Name ist mit dem Namen Johann Sebastian Bach untrennbar verbunden. Als Vorreiter der großen Bach-Renaissance innerhalb Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg hat er unschätzbares geleistet und manch einen Bach-Dirigenten bis heute beeinflusst. Auch die vorliegende Aufnahme der „Johannes-Passion" aus dem Jahre 1964 ist ein Zeichen für seine romantisch-dramatische Auffassung der Bachschen Chorwerke. Mittlerweile - so bestätigt fast jede Zeitschrift, die sich mit klassischer Musik auseinandersetzt - ist Richters Bach-Deutung veraltet und von der immer weiter in den Himmel gehobenen historisierenden Interpretation mehr als überholt worden. Nun, das mag sein. Dennoch - und damit allen Fanatikern auf dem Felde der Alten Musik zum Trotz - haben die Richterschen Einspielungen etwas, was denjenigen neueren und neuesten Datums in der Regel abgeht: emotionale Beteiligung. Verkommt so manche Aufnahme der Bachschen Passionen - sei es nun die nach Matthäus oder die nach Johannes - zur puren Wiedergabe von Tönen im alten Stile, wobei die Beteilung an dem, was da letztlich in Töne gesetzt wurde (nämlich die Leidensgeschichte Christi) auf ein Minimum reduziert wird, so nicht diejenigen Richters. Auch in der Einspielung der Johannes-Passion leidet Richter mit - sei es in den Turbae-Chören (die vom Münchner Bach-Chor glänzend gestaltet werden), den verinnerlichten Chorälen, den Rezitativen oder den Arien. Was man da auch hört: Es geht nahe. Daran haben auch das exzellent spielende Münchner Bach-Orchester und die brillante Klangqualität ihren Anteil. Einzig die Auswahl der Solisten ist schwierig. Und dies weniger, weil sie nicht singen können oder fehlbesetzt erscheinen (von der Sopranistin Evelyn Lear sei an dieser Stelle abgesehen), sondern weil sie ganz klar das Sängerideal der 60er Jahre repräsentieren. Kräftige Stimmen, bisweilen sogar recht dick, oft mit heute als unschön empfundenem Vibrato und gelegentlich recht pathetischer Deutung. Und dennoch bricht bei den Sängern - sei es bei Hermann Prey als Jesus, in Herta Töppers Alt-Arien oder in Ernst Haefligers Deklamation der Bibelworte - immer wieder die innere Beteiligung durch, die manch einem Hörer bei einer modernen Aufnahme fehlen mag.
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am 1. Januar 2012
Meinen Vorrezensenten möchte ich einerseits zustimmen, andererseits widersprechen. Es ist wirklich auffällig, wenn fast alle Kritiker der Richterschen Bach-Interpretation einräumen, dass sie keine Musik so bewegt wie diese. Was aber will Musik denn anderes, als Emotionen im Zuhörer zu wecken? Gelingt es ihr nicht, so hat doch offensichtlich jemand sein Handwerk nicht richtig verstanden. Der Vorwurf, dass Richter ein Romantiker sei, verkehrt sich geradezu ins Gegenteil, wenn man an das immer wieder zitierte Gegenbeispiel, die historisierende Aufführungspraxis der englisch-belgisch-niederländischen Ensembles denkt. Nikolaus Harnoncourt hat dazu die musiktheoretische Grundlage geschaffen, übrigens nicht ohne eigennützige Hintergedanken. Schließlich gibt es heute kein Mäzenatentum mehr, sondern einen mehr oder weniger anonymen Musikmarkt, auf dem die Marktteilnehmer zunächst einmal alle die gleichen Startchancen haben. Verbessern lassen sich diese nur durch Abgrenzung gegenüber Mitbewerbern, z.B. durch "bessere" Solisten, Chöre, Ensembles oder - andere Interpretationsansätze. So liegt der Verdacht nahe, dass sich Harnoncourt gegenüber Richter, seit den späten 50er Jahren "der" deutsche Bachinterpret schlechthin, ein eigenes, besonders markantes Profil verschaffen wollte, und so "erfand" er die historisierende Aufführungspraxis. Durch die Rückkehr zum intendierten "Originalklang" der Barockmusik erweisen sich aber alle Harnoncourts, Gardiners, Herreweghes, Koopmans und wie sie alle heißen mögen als die eigentlichen Romantiker. Die Romantik lehnt bekanntlich alles Moderne bzw. Zeitgenössische ab und sucht die eigentlichen Ursprünge in der Welt der Vergangenheit - auch in der Musik. So weit so gut. Niemand wird den Historikern und Archäologen unter den Bach-Interpreten die Suche nach dem Klangbild vergangener Jahrhunderte zum Vorwurf machen - De gustibus non est disputandum! Was allerdings überhaupt nicht akzeptabel sein kann, ist die Mutation einer individuellen Geschmacksfrage in ein musiktheoretisches Grundsatzurteil, das instrumentalisiert wird, um Mitbewerber zu diskreditieren und die eigenen Geschäftsinteressen zu verbergen. Ihm gehen alle auf den Leim, die z.B. die Bachinterpretation Richters als völlig "veraltet" und "überholt" abstempeln, obwohl sie von ihr am stärksten berührt werden. Ehrlich gesagt war es vor allem dieser Widerspruch, der vor einigen Monaten Anlass war, mich intensiver mit der Musik Karl Richters zu beschäftigen. Vorher kannte ich eigentlich nur die neueren ("romantischen") Bach-Interpretationen der historisierenden Aufführungspraxis. Ich habe alle Kantaten, Messen, Passionen und viele Instrumentalwerke Bachs gehört und mit dem erinnerten oder nochmals gehörten Klangbild der Musik-Archäologen verglichen, und meine ganz persönliche Entscheidung steht fest. Ich wüsste, welche Musik ich auf die bekannte Insel mitnehmen würde, wenn ich mich zu entscheiden hätte. Die Johannes-Passion in der Einspielung unter Karl Richter gehört jedenfalls dazu.
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Obwohl ich Karl Richter enorm mag, kann ich diese Aufnahme der Johannespassion nicht wirklich empfehlen. Die positiven Seiten zuerst: Der Anfangschoral „Herr, unser Herrscher“ ist phantastisch interpretiert und wirklich bewegend. Es ist unglaublich, wie der Geist der Passion des Johannesevangeliums, das eben die Passion als Erhöhung darstellt im Gegensatz zur Matthäuspassion (wo Jesus vor allem als Leidender gezeigt wird, der verraten und von den Aposteln verlassen wird usw.) in diesem Choral und vor allem in dieser Interpretation eingefangen wird. Auch sind die Arien des zweiten Teils sehr schön gesungen, vor allem die von Evelyn Lear (Sopran). Die anderen Solisten sind ebenfalls hervorragend.
Allerdings sind bei der Johannespassion von Bach die Choräle entscheidend. Karl Richter hat für diese Aufnahmen sein Münchner-Bach-Chor gewählt, also ein Chor aus Erwachsenen und für den Geist und die Stimmung dieses Oratoriums ist ein Kinderchor geeigneter. Deshalb halte ich die Aufnahmen von Ramin (Berlin Classics - natürlich in nicht besonders guter Qualität wegen des Alters) und vor allem von Hans-Joachim Rotzsch (RCA) mit dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester besser insgesamt gesehen. Karl Richters Version wirkt irgendwann zu schwerfällig und ermüdend. Gerade das, was bei seiner Matthäuspassion so gut gelingt, das Leidend-Majestätische, Schwergewichtige, ist hier fehl am Platz. Diese Aufnahme ist von 1964, also noch vor der besten Zeit Richters.
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am 15. Mai 2012
Ja, es ist eine sehr schöne Musik, die Interpreten dieser "historischen" Aufnahme sind mir sehr vertraut und ich höre sie immer wieder gern, der Chor singt die Chorsätze und Choräle mit großer Intensität
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am 14. April 2014
Die Aufnahme, die ich vorher als Schallplatte hatte, ist für mich eine der Besten Aufnahmen der Johannes-Passion und gefällt mit sehr. Lieferung und Verpackung waren tadellos.
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am 21. Mai 2014
Zufrieden, aber habe lange warten müssen. Buch ok. Ich finde es überflüssig mehr zu schreiben. Leider aber so ist es..
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