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40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pianistische Extraklasse und interpretatorische Sorgfalt
An kaum einem Klavierwerk der klassisch-romantischen Epoche haben sich die Gemüter so erhitzt wie an der so genannten "Hammerklaviersonate", der Klaviersonate in B-Dur, op. 106 von Beethoven. Diese größte, ja gewaltigste aller Sonaten steht in ihren technisch-pianistischen und interpretatorischen Ansprüchen so nahe an der Grenze zum Unspielbaren, dass...
Veröffentlicht am 18. Juni 2006 von P. Scheid

versus
12 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das geht besser
Pollini hat eine sehr große Zahl wirklich leidenschaftlicher Anhänger, vor allem wenn es um Beethovens Klaviersonaten geht. Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Sicher, die Einspielungen auch auf dieser Doppel-CD sind alle von sehr hoher Qualität. Aber es geht eben besser.
Bei der Hammerklaviersonate ist die Einspielung von Emil Gilels der Aufnahme...
Veröffentlicht am 11. Januar 2004 von Matthias Ulmer


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40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pianistische Extraklasse und interpretatorische Sorgfalt, 18. Juni 2006
Von 
P. Scheid "patscheid4" (Saarbrücken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Beethoven (Audio CD)
An kaum einem Klavierwerk der klassisch-romantischen Epoche haben sich die Gemüter so erhitzt wie an der so genannten "Hammerklaviersonate", der Klaviersonate in B-Dur, op. 106 von Beethoven. Diese größte, ja gewaltigste aller Sonaten steht in ihren technisch-pianistischen und interpretatorischen Ansprüchen so nahe an der Grenze zum Unspielbaren, dass kein geringerer als Nietzsche gemeint hat, nur eine Orchestrierung könne das Werk retten. Besonders an Beethovens extrem raschen Tempo- bzw. Metronomangaben scheiden sich seit jeher die Geister. Selbst bedeutende Beethoven-Interpreten vernachlässigen die Angaben schlichtweg. Daniel Barenboim spielt den ersten Satz in mehr als 13 Minuten, obwohl er bei Beachtung der Tempoangaben kaum neun Minuten dauern dürfte. Dabei hat Artur Schnabel bereits 1935 demonstriert, dass die von Beethoven vorgeschriebenen Tempi nicht nur MÖGLICH sondern auch SINNVOLL sind. Und damit sind wir bei Maurizio Pollini und der vorliegenden Aufnahme. Er spielt den Kopfsatz der Hammerklaviersonate zwar nicht ganz so schnell wie Schnabel, aber seine Intention ist die gleiche. Der erste Satz muss ein energiegeladenes Stürmen sein. Und genau so fasst Pollini ihn auch auf. Der von anderen Rezensenten über Pollini gestellte Emil Gilels spielt um zwei Minuten (!!!) langsamer und verwandelt den Satz dank seiner unvergleichlichen Anschlagkunst in einen wohlklingenden, mächtigen Klangstrom, er lässt sich von der Fülle verborgener Schönheiten zu einem allzu harmonischen Spiel verleiten. Dies wiederum verleitet manche Hörer dazu, auch die bessere Interpretation zu vermuten. Aber durch reines Harmonisieren kann man sich keinen Zugang zur Hammerklaviersonate verschaffen. Ein Blick in die Noten verrät uns, dass Beethoven nicht nur sehr rasches Tempo verlangt, sondern auch immerhin acht Ritardando-Vorschriften in den ersten Satz komponiert hat. Pollini setzt diese Vorschriften absolut schlüssig um, indem er klar macht, dass eine Verlangsamung nicht automatisch eine Beruhigung zum Andante bedeutet, sondern, dass ein Ritardando immer noch relativ rasch wirken kann, wenn man von einem extrem raschen Grundtempo ausgeht. Damit bleibt das Prinzip stürmisch, hinreißender Bewegtheit hinter jeder ausdrucksvollen Verlangsamung spürbar. Pollini entreißt den Satz damit jeder weihevollen, harmonisierenden Altersweisheit und vermittelt den Eindruck schlanker Vitalität, so, wie es in den Noten gefordert wird.

Dass Pollini neben dieser interpretatorischen Sorgfalt eine perfekte Technik besitzt, wurde für mich kaum je so deutlich wie in der abschließenden Fuge der Hammerklaviersonate. Obwohl ich diesen vierten Satz schon von einem guten Dutzend verschiedener Pianisten gehört hatte, konnte ich zur Fuge nie einen Zugang finden. Zu kompliziert, fast schon wirr erschien mir dieser Satz, überladen mit scheppernden Forte- oder Fortissimo-Trillern. Erst als ich Pollini gehört hatte, wurde mir das Wunderwerk dieses Satzes klar. Pollini schafft es, mit seiner unglaublichen motorischen Agilität, ein rasches Tempo mit absoluter Klarheit zu verbinden, den Trillern jedes unangenehme Klirren zu nehmen und einen wunderbaren, gewaltigen, beinahe Bachschen Melodienfluss zu erzeugen.

Auch Pollinis Interpretationen der übrigen Sonaten stehen auf sehr hohem Niveau. Dabei spielt es übrigens nicht die geringste Rolle, ob eine Variation des 2. Satzes von op. 111 sich nun mehr oder weniger nach Ragtime anhört, wie manche Zeitgenossen nicht müde werden zu betonen. Besagte Variation möglichst jazzig zu spielen, ist eine Modeerscheinung des 20. Jahrhunderts und kann deshalb kein Kriterium für die Bewertung einer Beethoven-Interpretation sein. Insbesondere Pianisten, die glauben, jeder Interpretation etwas ganz besonderes mitgeben zu müssen, neigen immer wieder zu solchen stilistischen Verirrungen und leider bleiben sie - wie auch im Falle von Ivo Pogorelich - den Beweis echter künstlerischer Reife meist schuldig und begnügen sich mit zur Schau gestellter Exzentrizität. Ein Blick in die Noten zeigt auch hier die künstlerische Überlegenheit von Pollini. Er ist auf exzentrische Mätzchen eben nicht angewiesen. Man höre stattdessen die wunderbare Melodieführung, die Tiefe und die leuchtende Lyrik in der E-Dur-Sonate oder im Adagio von op. 106. Oder den furiosen Ingrimm im ersten Satz von op. 111. Das spielt kein sog. Beethoven-Spezialist besser. Sicher, Arrau spielt das Arioso der c-moll-Sonate wohl noch ausgeglichener, Wilhelm Kempff bringt die endlosen Trillerketten desselben Satzes noch etherischer zum Klingen. Das ändert aber nichts am großartigen Gesamteindruck der vorliegenden Aufnahme. Vergessen wir darüber hinaus nicht, dass Pollini zum Zeitpunkt der Aufnahmen (1976/77) erst Mitte Dreißig war. Es dürfte schwer sein, heute einen Pianisten dieses Alters zu finden, der die späten Beethoven-Sonaten hinsichtlich interpretatorischer Reife und Sorgfalt sowie technischer Perfektion ähnlich souverän bewältigt wie Maurizio Pollini. Auch dies ist ein Indiz für Pollinis Extraklasse.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Klassiker, 15. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Beethoven (Audio CD)
In dieser Einspielung der 5 letzten Sonaten Beethovens gelingt es Maurizio Pollini auf beeindruckende Art und Weise alles das in seinem Spiel zu vereinen, was diese Sonaten auszeichnet.
Sowohl das energische und virtuose Element, wie es beispielsweise im Anfangssatz der Hammerklaviersonate oder auch der düsteren c-moll Sonate dringend erforderlich ist, wird heruasgesetllt. Beide werden in einem beachtlichen Tempo dargeboten und geraten Pollini dennoch nicht zügellos, da er es schafft, die Strukturen zusammen zu halten.
Andererseits gelingt es Pollini aber auch, die lyrische und sangliche Komponente hervorzuheben und gerade in den langsamen Sätzen die innere Spannung aufrecht zu erhalten.
Für das Plattenregal auf jeden Fall eine Bereicherung.
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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Klassiker, 30. November 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Beethoven (Audio CD)
Diese Zusammenstellung der letzten Klaviersonaten von Beethoven mit dem genialen Pianisten Pollini ist eine der schönsten Klaviereinspielungen, die in meiner Sammlung zu finden sind.
Die grandiose Interpretation Pollinis zeigt die weit in die Zukunft reichende musikalische Originalität Beethovens in jedem einzelnen Stück dieser wundervollen Zusammenstellung von Aufnahmen aus den Jahren 1976 und 1977.
Im letzten Satz der letzten Sonate, der c-moll opus 111, geschieht plötzlich, bei 6 min 30 sek, etwas völlig Überraschendes: Scott Joplin (1867, also 40 Jahre nach Beethovens Tod geboren) erscheint für zwei Minuten wie ein Geist aus Beethovens Zukunft und sein Maple Leaf Rag schwingt im Hintergrund mit ! Scott Joplin hatte im Alter von ca. 13 Jahren in Texarkana einen deutschen Klavierlehrer, der das unzweifelhaft vorhandene klassische Talent des jungen Scott förderte. Sollte dort eine Verbindung zu suchen sein ? Oder ist es eine Rückkopplung Pollinis in diesem Variationsfinalsatz von Beethovens letzter Sonate auf Einflüsse, die Beethovens Musik auf den jungen Joplin hatte ?
Gleichgültig wie auch immer, hier ist ein Stück Musikgeschichte festgehalten, das faszinierender kaum sein könnte!
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5.0 von 5 Sternen Referenzaufnahme, 2. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Beethoven (Audio CD)
Pollini besticht durch sein brilliantes Spiel. Insbesondere seine Interpretation der Klaviersonate Nr. 29 ("Große Sonate für das Hammerklavier") ist unerreicht.
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12 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das geht besser, 11. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Beethoven (Audio CD)
Pollini hat eine sehr große Zahl wirklich leidenschaftlicher Anhänger, vor allem wenn es um Beethovens Klaviersonaten geht. Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Sicher, die Einspielungen auch auf dieser Doppel-CD sind alle von sehr hoher Qualität. Aber es geht eben besser.
Bei der Hammerklaviersonate ist die Einspielung von Emil Gilels der Aufnahme von Pollini deutlich überlegen. Sie ist harmonischer, in den langsamen Passagen tiefer empfunden und besser ausgearbeitet. Bei Gilels atmet die Musik durchgängig.
Auch bei dem zweiten Großwerk dieser Veröffentlichung, Beethovens letzter Sonate, ist die Aufnahme von Pogorelich klar überlegen. Die so wichtige Rhythmik ist mechanischer, die Übergänge sind fließender, die Triller präziser. Und die Anklänge zum Ragtime sind um vieles überwältigender als bei Pollini.
Pollini arbeitet bei beiden Sonaten einzelne Teile sehr gut heraus. Aber dann zerbricht die Spannung immer wieder, das Werk zerfällt. Die Übergänge sind abgehackt, wie zusammengeschnitten. Es ist, als ob Pollini beim Übergang in andere Tempi Luft holen würde, bevor er in die Tasten greift. Dadurch entstehen kleinste Unterbrechungen, die unharmonisch wirken. In den schnellen Passagen wirkt Pollini bei dieser Aufnahme zusätzlich manchmal etwas schlampig.
Zugegeben, die Unterschiede sind minimal. Aber auf diesem absolut höchsten Niveau sind sie trotzdem hörbar und störend. Es geht eben noch besser.
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The Originals - Beethoven
The Originals - Beethoven von Maurizio Pollini (Audio CD - 1997)
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