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5.0 von 5 Sternen wunderbar, 26. November 2003
Rezension bezieht sich auf: The Originals - A.Berg/I.Stravisnsky:Violinkonzerte (Audio CD)
Zugegeben, atonale Musik war bis jetzt wirklich nicht meine ganz große Vorliebe, was vorwiegend damit zusammenhängen mag, daß ich mich damit kaum beschäftigte. Wem es wie mir ähnlich geht, und wer Zugang zu modernerer Musik sucht, dem empfehle ich diese vorliegende CD sehr.
Das Violinkonzert von Alban Berg ist ein absolutes Spätwerk von ihm. Die "Regeln" der 12-Ton Musik werden zwar strikt eingehalten, aber trotzdem gibt es im Werk viele tonale Reminiszenzen bis hin zum Zitat eines Bachchorals im Schlußsatz und macht es wirklich einfach, sich darin einzufühlen. Und bei genauem Hinhören, bemerkt man, daß ein Berg mit seiner Musik doch Ähnliches sagte, wie ein Brahms oder wie ein anderer Romantiker und daß es sich in allem um ein sehr lyrisches Werk handelt, wenngleich auch die Tonsprache eine andere sein mag. Perlman macht mit Ozawa eine wunderschöne Aufnahme. Perlmans überragende technischen Möglichkeiten geben ihm den Freiraum alles auszumusizieren und sich ganz auf das Gestalten der Musik zu konzentrieren. Mit seinem satten und schönen Klang gelingt ihm das ganz wunderbar.
Als Konstrastprogramm gibt es dann Strawinsky, welcher mit seinen motorischen Themen etwas unaufhaltsam Vorwärtsdrängendes hat, vor allem in der Toccata und im Capriccio (vor allem die Steigerung gegen Schluß). Nicht nur die Umstände der Aufnahme sitzung (siehe Beiheft), auch das Resultat ist außergewöhnlich. Als quasi Zugabe gibt es dann schließlich noch die absurd schwierige Tzigane von Ravel. Es handelt sich dabei um eine Konzertrhapsodie, mit (wie so oft) langsamer Einleitung (unter Vorbehalten), und stürmischen Finale. Von der Solo-Introduktion bis zum Schluß stellt Perlman seine ganze Meisterschaft und Souveränität auf der Geige glänzend unter Beweis stellt. Ich kann die CD ohne Einschränkungen weiterempfehlen.
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