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4,4 von 5 Sternen
The Originals - Prokofieff
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TOP 1000 REZENSENTam 22. August 2002
"Alexander Newski" (1938) ist ein grandioses Stück Musik von Prokofiev, das allerdings von einer sehr martialischen Geschichte handelt. Im 13. Jahrhundert war Russland durch die Mongolen erobert worden (Satz 1). Einzig Nowgorod unter Alexander Newski war noch frei. Dieser war ein Held durch einen früheren Sieg gegen die Schweden an der Newa (Satz 2). Die Freiheit wurde nun jedoch durch die bösen deutschen Kreuzritter bedroht (Satz 3). Die Russen müssen die Waffen ergreifen (Satz 4), um bei der ultimativen Schlacht auf dem Eis die Kreuzritter zu besiegen (Satz 5). Es folgt ein bewegender Trauergesang über die Toten auf dem Schlachtfeld (Satz 6). Der letzte Satz feiert den Sieg Alexander Newskis.
Die Musik, ursprünglich Musik zum Film von Eisenstein, ist sehr effektvoll. Bei der Schlacht auf dem Eis kann man sich genau vorstellen, wie sich die feindlichen Heere aufeinander zubewegen und schliesslich abschlachten. Die Musik ist sehr emotional und erinnert durch die Chöre an die grossen russischen Opern. Abbados zügige Interpretation zeichnet sich durch Genauigkeit, Klarheit und Akzentuierung der einzelnen Elemente aus.
"Alexander Newski" ist schliesslich ein Paradebeispiel für stalinistische Propaganda. Die ganzen "Star Wars"-Filme (inkl. der Musik von John Williams), der Kampf zwischen Gut und Böse, finden hier ihr Vorbild.
Die "Skythische Suite" (1915) ist eine modernistische Komposition im Stile von "Le sacre du printemps". Durch Emerson, Lake & Palmer fand die "Skythische Suite" auch den Weg in die Rockmusik. "Leutnant Kijé" (1933) ist eine liebliche, neoklassizistische, auch ein wenig langweilige Komposition. Das Hauptthema wurde von Sting in "Russians" als Hintergrundmelodie verwendet.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juni 2003
Der Name Prokofiev lässt den durchschnittlichen Klassikliebhaber zuerst an „Peter und der Wolf" oder die „klassische Symphonie" denken. Entzückende Musik die sich sofort ins Ohr, ins Blut verströmt. Einfach erfrischende Unterhaltungsmusik auf allerhöchstem Niveau. Der unvorbereitete Hörer muss nach solch schmeichelndem Genuss geschockt vor dieser Aufnahme erstarren! Dies soll der selbe Komponist sein? Der selbe der solch bezaubernd luftigen Töne erschuf?
Der barbarische Sound erschüttert den Raum, ein archaischer Sturm bricht über den Ohren zusammen, heidnische Steppenreiter wirbeln vorüber, Ritterheere zersplittern das Eis unter den Hufen. Dies ist gewalttätige Musik, kraftvoll, von herber Schönheit. Weniger eine lieblich melodiöse Wolke, als eine brodelnde Gewitterfront, drohend voll zuckender Blitze. Im Auge dieses am Rande der Tonalität entlangschlingernden Unwetters, verliert sich der berauschte Hörer und verfällt diesem ekstatischen Taumel.
Es zeugt von der oft unterschätzten Begabung Prokofievs, dass er mit der Musik zu „Alexander Nevsky", ein unabhängig von Eisensteins Klassiker bestehendes Werk erschuf.
Ein absoluter Meilenstein der Filmmusik! Der Freiheitskampf der Russen, die sagenhafte Schlacht gegen den deutschen Ritterorden, ersteht in aller theatralischen Dramatik neu.
Die „Skythische Suite" zählt zu den großen Werken des „style barbare", der Anfang des 20. Jahrhunderts für Furore sorgte. Die mystische Vergangenheit des Reitervolks der Skythen, damals wurden gerade spektakuläre Goldfunde in ihren innerasiatischen Hügelgräbern gemacht, inspirierte ihn zu diesem lebendigen, dynamischen Stück Musik. Ein, wie ich finde zu unrecht, als rein zeitspezifisches Plagiat von Strawinskys „Frühlingsweihe" abgetanes Werk. Es steckt voller eigener Ideen, überschäumend, erfüllt von der jungen Inspiration des Komponisten.
Nach diesen nervenzerrüttenden den Grenzbereich der Tonalität auslotenden Klangeruptionen, sorgt die dagegen friedlich scheinende, melancholische Welt des „Leutnant Kije" für einen beruhigenden Ausklang dieser CD. Die Wogen können sich glätten, der Sturm verschmilzt mit dem Horizont und verstört kann der Mozartfan sich wieder in die sanft schwebenden Wolken der Wienerklassik fallen lassen....
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Juli 2011
Grandiose Musik, optimal dargeboten. Eine bessere Interpretation dieser Werke ist mir nicht bekannt. Wie kommt man an eine Platte aus Vinyl? Die wäre es auf jeden Fall wert, gekauft zu werden. Empfehle zunächst mit Lt. Kije zu beginnen, danach von vorne nach hinten. Prokofieff erreicht mit diesen Stücken aus meiner Sicht höchste kompositorische Genialität, Orchster und Dirigent machen dies erlebbar. Viel ist über Prokofieff geschrieben worden, u.a. daß er nach langen Jahren im Westen eben genau diesem Westen den Rücken gekehrt habe und insbesondere deswegen nach Rußland zurückgekehrt sei, weil er hier im totalitären System eine Chance gesehen habe, der "Größte" zu werden. Seine Stücke (von denen noch mehr aus meiner Sicht die höchste Stufe der Genialität erreicht haben) wurden dann über Jahre und Jahrzehnte vom "Westen" nicht mehr aufgegriffen. Nach Lektüre dieser Musik, des zweiten und dritten Klavierkonzerts und seiner Symphonien kann ich das nur als peinlich bezeichnen. Leute holt Euch seine Musik und hört Euch ein, es lohnt sich.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Februar 2013
sehr gut, interessante Musik, die sogar nichtklassikliebhaber ansprechen kann, da sehr malerisch und eindrucksvoll. auch sehr gut interpretiert von den Musikern
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0 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juni 2013
nach den Rezensionen habe ich mehr erwartet, mir gefallen andere Komponisten besser, vielleicjt gibt es ja noch bessere Werke des Komponisten
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