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The Originals - Bartok (Klavierkonzerte)
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39 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. November 2002
Die 1994 auf CD digitalisierte Aufnahme der 1960/61 eingespielten 3 Klavierkonzerte des modernen Klassikers Bela Bartok überzeugt durch ein Höchstmaß an Authentizität. Der Solist Geza Anda und Ferenc Fricsay - beide ungarischer Abstammung - beeindrucken durch ihr Einfühlvermögen in die bereits beginnend atonale Klangwelt Bartoks ebenso wie in überzeugende Darstellung der von Bartok immer wieder in sein Werk eingeflochtenen volkstümlichen Melodien und Rhythmen. Vielleicht ist es die zeitliche Nähe zu den 1927, 1931 und 1945 entstandenen Werken, die der Bartok`schen Musik so gut gerecht wird:
Bei der Interpretation des ersten Klavierkonzert beeindruckt besonders im zweiten Satz die gekonnte Integration des Klaviers als Teil des orchestralen Schlagzeugs dieser am stärksten antiromantischen Komposition.
Auch im zweiten Klavierkonzert führt Bartok das Klavier als Teil seiner Perkussion-Instrumente des Orchester fort. Die rhythmische Transparenz des Pianisten Geza Anda findet sich in dem schlank und durchsichtig von Ferenc Fricsay geleiteten Radio-Symphonie-Orchester Berlin ebenbürtig wieder.
Das im Todesjahr 1945 vom Komponisten Bartok komponierte 3. Klavierkonzert wird insbesondere im 2. Satz mit einer Innigkeit musiziert, die sich in den oftmals technisch brillanteren Interpretationen der letzten Jahre nicht mehr wiederfindet.
Bemerkenswert ist die technische Brillanz bezüglich Durchsichtigkeit und Dynamik, mit der die Deutsche Grammophon bereits vor 40 Jahren eine gute Balance zwischen Symphonie-Orchester und Konzertflügel tontechnisch meisterte.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Als die beiden Ungarn Geza Anda und Ferenc Fricsay sich 1960 anschickten, das Bartok'sche Werk für Klavier und Orchester auf Platten zu bannen, waren diese Kompositionen weiten Kreisen noch wenig oder gar nicht bekannt. Das sollte sich nach der Veröffentlichung der Aufnahmen schlagartig ändern. Beide Interpeten verschmelzen bei der Interpretation der Konzerte zu einer Einheit, sie bleiben der Brutalität, aber auch den zarteren Passagen der Konzerte nichts schuldig. Man höre nur die Versunkenheit, mit der der langsame Satz des 3. Konzertes dargestellt wird. Keine andere Aufführung wird dem Titel "Adagio religioso" mit solch letzter Konsequenz gerecht.
Bei allen Meriten, die spätere Aufnahmen, etwa mit Andras Schiff, Zoltán Kocsis oder auch Jenö Jando (bemerkenswerterweise alles ungarische Landsleute), haben, bleiben für mich Anda/Fricsay erste Wahl. Der Dirigent hat mit seinem Hausorchester, dem RSO Berlin, dem Solisten eine Vorlage gegeben, die die unbestrittenen Leistungen anderer "Begleiter" in den Schatten stellt. Schade nur, daß die auch eingespielte Rhapsodie für Klavier und Orchester auf der CD keinen Platz mehr gefunden hat.
Eine besonders schöne und wertvolle Veröffentlichung in der Serie "The Originals", klanglich für ihr Alter erstaunlich präsent und mit einem Booklet versehen, das keine Wünsche offen läßt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Béla Bartóks (1881-1945) Klavierkonzerte zählen zu seinen besten Werken und zu den großartigsten Kompositionen des Expressionismus. Zudem gehören sie zu denjenigen Werken des Ungarn, die auch für Laien leicht zu durchdringen sind. Dabei sind sie halsbrecherisch, für jedes Orchester, jeden Dirigenten und für jeden Klaviervirtuosen eine Herausforderung. Bartók selbst sagte über sein erstes Konzert, dass es "ein wenig schwierig - man könnte sogar sagen, sehr schwierig! - sowohl für das Orchester als auch für das Publikum" sei.

Dieses Werk hat es auch tatsächlich in sich. Erfrischend ist, dass es im krassen Gegensatz zu vielen spätromantischen Konzertungetümen steht, die mehr einer Sinfonie mit obligatem Klavier gleichen. Hier wird wirklich konzertiert vor allem im energiegeladenen Kopfsatz.
Das Adagio ist von herrlicher Schlichtheit. Das Klavier schwebt über dem sehr leise spielenden Orchester. Das Finale zeigt beinahe mustergültig, wie filigran der ungarische Komponist zahlreiche Themenkomplexe zu einem überwältigenden Klangereignis verwebt.

Das zweite Konzert ist das beste des Zyklus'. Im ersten Satz stellt der Tonsetzer Bläser und Klavier stark in Kontrast. Die melodiöse Vielfalt ist leicht zu erschließen und gefällt sogleich.
Von aparter Schönheit ist das tiefsinnige Adagio, das von einem Presto im Pianissimo unterbrochen wird. Das prächtige Finale knüpft an den Kopfsatz an, ist vom Tonfall her aber schlichter.

Sein drittes Klavierkonzert, das Bartók für seine Frau schrieb, konnte er wegen seines Todes nicht mehr vollenden. Es wurde nach seinem Ableben zu Ende orchestriert. Der Eingangssatz ist gemessen und feierlich, zeichnet sich durch feine Klangnuancen und gewiefte Effekte aus.
Wieder ist das Adagio unendlich zart und pittoresk. Aufbrausend und ungestüm zeigt sich der dritte Satz, dessen reichhaltiger Kern entrückt.

Das Radio Symphonie Orchester Berlin, das jedwede technische Hürde brillant meistert, der sehr differenziert dirigierende Ferenc Fricsay und der Ausnahmepianist Géza Anda zelebrieren zusammen mit dem geneigten Hörer ein Fest der Musik. Die beiden Ungarn erfassen die ungarischen Elemente, die sich in melancholischen, schwermütigen Episoden offenbaren, welche an Franz Liszt - Bartóks großes Vorbild - erinnern, perfekt, spielen harmonisch zusammen. Anda scheut keine noch so große technische Herausforderung, spielt sogar recht flott. Auf jeden Fall ist die Darbietung transparent und mitreißend. Die Tonqualität ist für das Alter der Aufnahmen - 1959 und 1960 - herausragend gut.

Fazit: Hervorragende Klavierkonzerte in packender Referenzeinspielung!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Diese Einspielung der drei Klavierkonzerte von Bela Bartok ist und bleibt genial. Anda und Fricsay schrieben gewissermaßen Musikgeschichte, denn auf diesem Tonträger wird ungeheuer diszipliniert und genau, aber zugleich auch leidenschaftlich und temperamentvoll musiziert. Und auch wenn es mittlerweile zum Beispiel auch hervorragende Aufnahmen unter der Leitung von Pierre Boulez gibt, sollte man diese Interpretation nicht aus den Augen verlieren.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Januar 2011
liebe ich diese Aufnahme sehr - nicht zuletzt weil sie auch noch einigermaßen klingt.
Natürlich beieindruckt die Schiff/Ivan Fischer Aufnahme der Teldec klanglich ungemein - und auch interpretatorisch ist Schiff ein mehr als beeindruckender Bartok Spieler.

Lipatti zeigt gerade in dem 2. Satz des dritten Bartokschen Klavierkonzertes das man nicht zwingend Ungar sein muss um Bartoksche Musik zu durchleuchten und mit "Leben" zu füllen. Leben habe ich hier mal ganz bewusst in Anführungsstriche gesetzt, weil wie ich finde dieses Werk ein Diesseits und Jenseits der Todesschwelle behandelt.
Vielleicht ist es gerade die sich eindeutig abzeichnende Todesnähe durch Leukämie Bartoks sowohl als auch Lipattis die aus dieser Interpretation mehr als nur eine musikalische Umsetzung werden lässt. Die Fragile Zerbrechlichkeit eine eigentlich wundervollen Melodik wird hier und auch bei Anda überdeutlich hörbar. Aber auch das versöhnliche nach zurückblickende - auf das bereits geleistete ist hier nur diesen beiden wundervollen Aufnahmen zu eigen.

Danke
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