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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Messiaens letztes Orchesterwerk, 2. Oktober 2007
Von 
O. Kraft (Salzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Olivier Messiaen - Éclairs sur L'Au-Dela (Audio CD)
Messiaen ist ohne Zweifel einer der wichtigsten Komponisten der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er ist unverkennbar in seiner Sprache und dennoch ist jedes Werk einzigartig. Die Éclairs sind sein letztes großes Werk, uraufgeführt nach seinem Tod. Wie so oft bei ihm ist auch dieses ein religiöses Werk, er verwendet biblische Bilder als Inspiration, er greift auf indische Rhythmen zurück, er lässt unzählige Vogelstimmen erklingen. Das riesige Orchester (es gibt allein z.B. 10 Querflöten) wird nur ganz selten in voller Größe eingesetzt, vielmehr verwendet er es, um aus einem großen Pool aus Farben für jeden Satz eine eigenständige Farbpalette auszusuchen.

Die Aufnahme ist wundervoll und kann jedem, der Messiaens Musik mag, nur wärmstens empfohlen werden. Es ist eine Art Abschiedswerk, zutiefst berührend; und wer nie "Le Christ, lumière du Paradis" gehört hat (das letzte Stück), dem fehlt eine Erfahrung dessen, wie innerer Frieden und Zuversicht einen musikalischen Ausdruck finden können.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Demeurer dans l'Amour, 17. Oktober 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Olivier Messiaen - Éclairs sur L'Au-Dela (Audio CD)
Nach seiner epochalen Oper "St. François d'Assise" glaubte sich Olivier Messiaen (1908-1992) ausgeschrieben zu haben. Nach zwei kleineren Orchesterwerken komponierte er schließlich die "Éclairs sur l'Au-Delá..." (dt. Streiflichter über das Jenseits), sein letztes großes Orchesterwerk. Dem Hörer übermittelt er in diesem herrlichen Werk einige Bilder seiner Vorstellungen vom Jenseits. Interessant an diesem Stück ist insbesondere, dass der gewaltige Orchesterapparat hier nicht teils übermannend eingesetzt wird - wie beispielsweise in seiner monumentalen "Turangalîla Sinfonie" -, sondern oft beinahe kammermusikalisch, transparent und differenziert.

Das merkt man gleich am ersten Satz, der von der Erscheinung des glorreichen Christus kündet: Messiaen setzt hier bloß das Blech, das an Einkehr und Ruhe gemahnt. Wie in vielen anderen Werken stellt der Franzose auch in dieser Komposition eindrucksvoll Vogelstimmen dar, und zwar gleich zweimal.
Der Komponist wechselt gekonnt zwischen getragenen und schnellen Momenten, zwischen wuchtigen und filigranen. Als besonders erlesen erweist sich das Stück "Demeurer dans l'Amour", dessen intime Melodik uns den zutiefst religiösen Messiaen vor Augen führt. Immerhin basieren sämtliche Satztitel auf Bibelzitaten.
Unerbittlich lässt der französische Tonsetzer im sechsten Teil - und damit im Zentrum der Komposition - die sieben Posaunen der Apokalypse erschallen, nur um gleich im darauf folgenden Teil Hoffnung zu spenden mit der Vertonung der Bibelstelle "Et Dieu essuiera toute Larme de leurs Yeux..." (dt. Und Gott trocknet alle Tränen eurer Augen...), die zwar kurz, aber extrem innig und anhaltend ist.
Nach einer Verherrlichung der göttlichen Schöpfung und weiteren Vogelgesängen kommt das Stück endgültig zur Ruhe, wenn Messiaen die "Wege des Unsichtbaren" ergründet und Christus als "das Licht des Paradieses" verklärt. Nach den vielfältigen Aspekten dieses bewegenden Zyklus' findet der Hörer zu innerer Besinnung und Meditation.

Der Koreaner Myung Whun Chung gilt nicht ohne Grund neben Pierre Boulez als einer der führenden Interpreten der Musik Olivier Messiaens. Zusammen mit seinem Orchestre de l'Opéra de Bastille vollbringt er auch hier eine wahre Meisterleistung. Das ist bei der Schwierigkeit der Partitur freilich keine Selbstverständlichkeit. Aber die Orchesterleistung ist tadellos. Chungs Dirigat verleiht dem Werk die nötige Transparenz - hervorragende Aufnahmequalität - und Tiefsinnigkeit. Das Gesamtergebnis ist differenziert, farbig nuanciert, kontrastreich und spannend sowie scharf akzentuiert, so dass das gut einstündige Werk an keiner Stelle langatmig erscheint. Messiaens Abschied von der Welt wird damit zu einem unvergesslichen Elementarereignis.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So schön kann sterben sein, 2. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Olivier Messiaen - Éclairs sur L'Au-Dela (Audio CD)
Kennengelernt hab ich das Stück im Konzerthaus und diese Aufnahme muss sich weder hinter der gehörten Interpretation noch hinter der akustisch-technischen Leistung verstecken.
Schon der erste Ton, der erste Takt geht unter die Haut; man fühlt, dass sich Messiean bei seinem letzten Werk viele Gedanken gemacht hat, und genau das hört man in vorliegender Aufnahme.
Man meint der Geist Messieans flatter dir ganze Zeit über den Musikern.
Manchmal weiß man zwar nicht, ob die Welt untergeht oder man schon im Jenseits ist, aber die versöhnlichen Töne zwischendurch, die wunderbar spannend und verdammt differenziert dargeboten werden, lassen einen in generell andere Sphären entführen:
man wünscht sich eine Dolby Suround Anlage...!
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