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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindeutig beste Einspielung, 5. Dezember 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Messiaen: Turangalila Symphony (Audio CD)
Leider ist der hohe Preis dieser CD absolut gerechtfertigt.
Es handelt sich in jeder Hinsicht um die beste erhältliche Einspielung eines der beliebtesten Werke des 20. Jahrhunderts.
Messiaens Symphonie ist für Klassik-Fans (auch ohne Hang zur Moderne), Filmmusik-Liebhaber und Hippies (man höre sich nur den "Ondes Martenot"-Synthesizer in diesem Werk an!) gleichermaßen geeignet und zu empfehlen.
Ein Muss!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Musik kann so schön sein..., 20. April 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Messiaen: Turangalila Symphony (Audio CD)
Olivier Messiaen (1908 - 1992) zählt zu den bedeutendsten Komponisten der Neuen Musik. Als streng gläubiger Christ komponierte er einige Stücke von höchster Brillanz, die trotz ihrer schreienden Modernität auch Hörer erfreuen können, die mit moderner klassischer Musik weniger anfangen können, darunter das Quatuor pour la Fin du Temps oder auch sämtliche Orgelwerke, die vor einiger Zeit in der Gesamteinspielung von Olivier Latry an der Orgel zu Notre Dame Paris bei der Deutschen Grammophon erschienen sind.

Die Turangalîla Symphonie schrieb Messiaen kurz nach dem Ersten Weltkrieg für das Boston Symphony Orchestra. "Turangalîla" bedeutet wörtlich aus dem Sanskrit übersetzt "Schnelligkeit der Lebenskraft". Damit steht diese rund 80minütige Sinfonie weniger im Rahmen von Messiaens religiös konnotierten Werken. Vielmehr ist sie ein vor Leben, Dynamik und Rhythmik strotzendes Werk, dass sich als eines der wenigen Werke der Neuen Musik bis heute in den Konzertsälen der Welt zu halten vermag. Die vorliegende Aufnahme kann durch und durch die These Pierre Boulez' widerlegen, der diesem Werk Geschmacklosigkeit vorwarf.

Die ungewöhnliche Besetzung des Stückes - großes Orchester, stark erweitertes Schlagwerk, Celesta, Klavier und Ondes Martenot (eine Art Synthesizer) als Soloinstrumente - versetzt den Hörer in ungeahnte Klangkosmen, die teils - vor allem dann, wenn das Schlagzeug alleine mit den Bläsern quasi konzertiert - impressionistisch anmuten.

Auf eine gemäßigte Einleitung folgt der erste, inbrünstige "Gesang der Liebe", die erste Reflexion von Turangalîla und dann der zweite "Liebesgesang". Der am leichtesten zugängliche Satz der Sinfonie ist der fünfte, die "Freude über das Blut der Sterne".

Der intimste Satz ist der sechste, der "Garten des Liebesschlafes", in dem die Streicher fast gänzlich hinter das Schlagwerk und die Bläser zurücktreten, was eine einmalige Atmosphäre erzeugt. Das Soloklavier sowie die Ondes Martenot, bedient von Yvonne und Jeanne Loriod, verleihen dem Ganzen etwas Brüchiges, Fragiles.

Nach der zweiten, aufbrausenden Reflexion über Turangalîla folgt die "Entwicklung der Liebe", die sämtliches bisher aufgetretenes thematisches Material verarbeitet und wundervoll variiert. Ein letztes Mal tritt Turangalîla in Erscheinung, bevor der stürmische, zu großen Teilen sehr freudige Kehraus das Werk beschließt.

Das Orchestre de l'Opera de Bastille unter Myung Whun Chung, den Messiaen selbst, der bei dieser Aufnahme anwesend war, als genial bezeichnet, spielt dieses hochanspruchsvolle Stück so, als täte es nie etwas anderes. Das Schlagwerk spielt glasklar, die Ondes Martenot sowie das Vibraphon schaffen eine wunderbare, beinahe traumtänzerische Stimmung, die unvergesslich bleibt. Überhaupt ist der Klang dieser Aufnahme einwandfrei.

Fazit: Ein sehr gut durchhörbares Stück Neuer Musik, das beweist, dass klassische Musik, die nach 1945 entstand, durchaus ansprechend, tiefsinnig und begeisternd sein kann.
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Messiaen: Turangalila Symphony
Messiaen: Turangalila Symphony von Yvonne Loriod (Audio CD - 1991)
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