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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterlich!, 5. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Offenbach: Hoffmanns Erzählungen (Gesamtaufnahme) (franz.) (Audio CD)
Hoffmanns Erzählungen ist für mich eine der schönsten französischen Opern. Offenbach hatte sich bereits als Operettenkomponist einen Namen gemacht, doch er wollte auch die Opernbühne für sich erobern. Dies gelang ihm mit Hoffmanns Erzählungen, einer fantastischen Oper mit wundervoller Musik und einer wahrhaft mitreißenden Handlung.
Die drei Frauenrollen werden von Edita Gruberova gesungen. Sie ist eine der größten Koloratusängerinnen unserer Zeit. Die Partie der Olympia wird mit vokaler Brillianz und klarer Diktion gesungen. Ihre Darstellung der Rolle wirkt herrlich mechanisch und es scheint als würde tatsächlich ein Automat die komplizierte Koloraturarie „Les oiseaux dans la charmille" des ersten Aktes trällern. Die hohen Noten werden wie gewohnt perfekt ausgeführt und die schwierigen Verzierungen werden problemlos bewältigt. Als Olympia macht sie eine wirklich sehr gute Figur. Der schönste und vor allem dramatischste Akt ist der zweite, in dem sich Antonias Stimme und die Stimme ihrer verstorbenen Mutter auf geheimnisvolle Weise zu einem schauerlich schönen Duett vermischen. In diesem großen Duett scheint die Gruberova der Wirklichkeit entflohen zu sein und auch der Zuhörer wird von dieser herrlichen Stimme so sehr in Bann gezogen und mitgerissen, dass man ins Träumen geriet und es scheint als befände man sich mitten in einem Schauermärchen. Gruberova meistert die Rolle der Antonia bravourös. Im zweiten Akt, in dem sie die Giulietta singt, fehlt es ihr ein wenig an Erotik. Sie ist nicht in der Lage, diese Figur glaubhaft darzustellen, da Ihre Darstellung der Rolle für den Charakter der Giulietta etwas zu kühl wirkt. Ich bin der Meinung, dass dieser Akt mit einem Mezzosopran besser besetzt gewesen wäre. Das soll allerdings nicht heißen, dass die Gruberova keine brilliante gesangliche Leistung abliefert. Es leidet einzig und allein ein wenig die Darstellung unter dem etwas kühlen Vortrag ihrer Kurtisane Giulietta.
Placido Domingo singt hier den Hoffmann und genau wie in seiner früheren Aufnahme mit Joan Sutherland lässt er keine Wünsche offen. Seine Stimme ist ideal für den Hoffmann. Er besitzt alle stimmlichen Vorzüge die notwendig sind, um der Figur Leben einzuhauchen. Er hat eine betörend schöne Höhe und eine kraftvolle Mittellage. Seine Stärken liegen außerdem in den dramatischen Passagen dieses Werkes, da er ein begnadeter Darsteller ist. Besonders im dritten Akt kommen alle seine Stärken besonders gut zum Tragen. Er bezaubert sowohl im Duett mit Giulietta, als auch im Finale des dritten Aktes. Eine wahre Idealbesetzung! Claudia Eder macht als Nicklausse eine sehr gute Figur. Sie hat eine sehr dunkle Stimme von breitem Umfang und eine gute Darstellungsgabe. Die hohen Noten gelingen allesamt sehr gut und auch sie scheint wie gemacht für diese Partie. Die Bösewichter werden von Andreas Schmidt (Lindorf), Gabriel Bacquier (Coppelius) und James Morris (Dr. Miracle) gesungen. Sie sind allesamt hervorragende Sänger und brilliante Darsteller. Besonders Gabriel Bacquier überzeugt in seiner Rolle. Seine Stimme ist wie gemacht für die Rolle des Bösewichts Coppelius, der aus Rache an Spalanzani die Puppe Olympia, die erste große Liebe des Hoffmann zerstört. Auch die restlichen Darsteller sind allesamt hervorragend. Besonders fallen noch Kurt Rydl als Luther und Christa Ludwig als die Stimme der Mutter auf. Sie bieten ebenfalls eine Meisterleistung und gestalten ihre doch recht kleinen Rollen bravourös.
Begleitet wird das umwerfende Sängerensemble vom Orchestre National de France unter der Leitung von Seji Ozawa. Er versteht es auf einmalige Weise die Sänger zu unterstützen und er legt eine wahre Meisterleistung ab. Sein Dirigat ist dynamisch, geheimnisvoll und mitreißend. Auch der Chor gestaltet seine Szenen sehr schön und schwungvoll. Besonders im Olympia-Akt überzeugt der Chor durch guten Klang und mitreißende Gestaltung. Diese Einspielung ist für mich die einzige Alternative zur Aufnahme mit Joan Sutherland, die mich völlig überzeugt.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterlich!, 13. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Offenbach: Hoffmanns Erzählungen (Gesamtaufnahme) (franz.) (Audio CD)
Hoffmanns Erzählungen ist für mich eine der schönsten französischen Opern. Offenbach hatte sich bereits als Operettenkomponist einen Namen gemacht, doch er wollte auch die Opernbühne für sich erobern. Dies gelang ihm mit Hoffmanns Erzählungen, einer fantastischen Oper mit wundervoller Musik und einer wahrhaft mitreißenden Handlung.
Die drei Frauenrollen werden von Edita Gruberova gesungen. Sie ist eine der größten Koloratusängerinnen unserer Zeit. Die Partie der Olympia wird mit vokaler Brillianz und klarer Diktion gesungen. Ihre Darstellung der Rolle wirkt herrlich mechanisch und es scheint als würde tatsächlich ein Automat die komplizierte Koloraturarie Les oiseaux dans la charmille" des ersten Aktes trällern. Die hohen Noten werden wie gewohnt perfekt ausgeführt und die schwierigen Verzierungen werden problemlos bewältigt. Als Olympia macht sie eine wirklich sehr gute Figur. Der schönste und vor allem dramatischste Akt ist der zweite, in dem sich Antonias Stimme und die Stimme ihrer verstorbenen Mutter auf geheimnisvolle Weise zu einem schauerlich schönen Duett vermischen. In diesem großen Duett scheint die Gruberova der Wirklichkeit entflohen zu sein und auch der Zuhörer wird von dieser herrlichen Stimme so sehr in Bann gezogen und mitgerissen, dass man ins Träumen geriet und es scheint als befände man sich mitten in einem Schauermärchen. Gruberova meistert die Rolle der Antonia bravourös. Im zweiten Akt, in dem sie die Giulietta singt, fehlt es ihr ein wenig an Erotik. Sie ist nicht in der Lage, diese Figur glaubhaft darzustellen, da Ihre Darstellung der Rolle für den Charakter der Giulietta etwas zu kühl wirkt. Ich bin der Meinung, dass dieser Akt mit einem Mezzosopran besser besetzt gewesen wäre. Das soll allerdings nicht heißen, dass die Gruberova keine brilliante gesangliche Leistung abliefert. Es leidet einzig und allein ein wenig die Darstellung unter dem etwas kühlen Vortrag ihrer Kurtisane Giulietta.

Placido Domingo singt hier den Hoffmann und genau wie in seiner früheren Aufnahme mit Joan Sutherland lässt er keine Wünsche offen. Seine Stimme ist ideal für den Hoffmann. Er besitzt alle stimmlichen Vorzüge die notwendig sind, um der Figur Leben einzuhauchen. Er hat eine betörend schöne Höhe und eine kraftvolle Mittellage. Seine Stärken liegen außerdem in den dramatischen Passagen dieses Werkes, da er ein begnadeter Darsteller ist. Besonders im dritten Akt kommen alle seine Stärken besonders gut zum Tragen. Er bezaubert sowohl im Duett mit Giulietta, als auch im Finale des dritten Aktes. Eine wahre Idealbesetzung! Claudia Eder macht als Nicklausse eine sehr gute Figur. Sie hat eine sehr dunkle Stimme von breitem Umfang und eine gute Darstellungsgabe. Die hohen Noten gelingen allesamt sehr gut und auch sie scheint wie gemacht für diese Partie. Die Bösewichter werden von Andreas Schmidt (Lindorf), Gabriel Bacquier (Coppelius) und James Morris (Dr. Miracle) gesungen. Sie sind allesamt hervorragende Sänger und brilliante Darsteller. Besonders Gabriel Bacquier überzeugt in seiner Rolle. Seine Stimme ist wie gemacht für die Rolle des Bösewichts Coppelius, der aus Rache an Spalanzani die Puppe Olympia, die erste große Liebe des Hoffmann zerstört. Auch die restlichen Darsteller sind allesamt hervorragend. Besonders fallen noch Kurt Rydl als Luther und Christa Ludwig als die Stimme der Mutter auf. Sie bieten ebenfalls eine Meisterleistung und gestalten ihre doch recht kleinen Rollen bravourös.

Begleitet wird das umwerfende Sängerensemble vom Orchestre National de France unter der Leitung von Seji Ozawa. Er versteht es auf einmalige Weise die Sänger zu unterstützen und er legt eine wahre Meisterleistung ab. Sein Dirigat ist dynamisch, geheimnisvoll und mitreißend. Auch der Chor gestaltet seine Szenen sehr schön und schwungvoll. Besonders im Olympia-Akt überzeugt der Chor durch guten Klang und mitreißende Gestaltung. Diese Einspielung ist für mich die einzige Alternative zur Aufnahme mit Joan Sutherland, die mich völlig überzeugt.
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