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Kundenrezensionen

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am 30. Juli 2002
Die hier vorliegende CD ist Horowitz pur. Ein Musterbeispiel seines unverwechselbaren Stils. Alleine am Klang seines auf ihn abgestimmten Klavieres und seiner brillanten Bässe, erkennt man dass es sich hier um Horowitz handelt. Beeindruckend sind v.a. Horowitz' Fähigkeiten den Klang verschwinden zu lassen, hier sei in erster Linie Liszt' Petrarca-Sonett 104 genannt, das hier mit ungeheurem lyrischen Pathos interpretiert wird. Brillant und explodierend virtuos in den lauten Stellen und singend bis träumend zurückziehend in den leisen Stellen, ich habe noch nie eine vergleichbare Auffnahme dieses Stückes gehört.
Wenn wir schon beim Thema singen wären, wäre da noch die Träumerei zu nennen. Dieses wird gerne in Verbindung mit Horowitz gebracht, und das zurecht. Horowitz bringt das Klavier wirklich zum singen. Wunderbar!
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am 22. Dezember 2002
Es gibt viele ausgezeichnete Aufnahmen mit Vladimir Horowitz, aber keine ist so ausdrucksstark und persönlich wie diese. Impulsiv und ungewöhnlich deutlich artikuliert ist die Aufnahme lebendiger als viele andere Aufnahmen des legendären Pianisten. Das Konzert ist das erste und einzige, das Horowitz in Russland gab, nachdem er diesem seinem Heimatland den Rücken gekehrt hatte, gab. Die einzigartige, euphorische Stimmung konnte glücklicherweise auf der CD eingefangen werden, was mehr als genug die Tatsache ausgleicht, daß der 82jährige Horowitz nicht länger über die gleiche technische Brillanz verfügte wie auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Beispielsweise kommen in Horowitz sonst so perfektem Spiel ungewöhnlich viele Fehler vor, was besonders deutlich in der ausdrucksstarken Interpretation der zweiten Etüde von Scriabin zu hören ist. Bedenkt man jedoch die Umstände unter denen das Konzert stattfand, und lässt sich mitreißen von der Musik, unterstreicht dies eher den persönlichen Charakter des Konzerts. Die Aufnahme entspricht mit einem ungewöhnlich hohen Anteil von Publikumsreaktionen dem Konzerterleben und ist von guter Qualität.
Mit einem ausgesuchten und variationsreichen Konzertprogramm bietet die CD ein ungewöhnlich starkes, aber keineswegs pathetisches, Musikerlebnis -ein musikalisches Feuerwerk voll brillanter Interpretation und persönlichem Ausdruck.
Im Umschlag der CD findet der Hörer Hintergrundinformationen zu diesem einzigartigen Konzert. Die Aufnahme kann allen Liebhabern der klassischen Musik empfohlen werden - und ist ein Muss für alle Horowitzverehrer und all jene, die ein historisches und mitreißendes Konzert zu schätzen wissen.
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am 31. August 2004
Die unvergleichliche Live-Atmosphäre dieses Konzertnachmittags ist auf der CD wunderbar festgehalten und fesselt den Hörer auch heute noch. Aus der zeitliche Distanz drängen sich mir jedoch Zweifel auf, ob ich die CD uneingeschränkt empfehlen kann. Der Hörer der vorliegenden Aufnahme muss sich auf ein höchst eigenwilliges Klangerlebnis gefasst machen. Der sehr brillant gestimmte Flügel von Horowitz ist in der hohen Lage extrem obertonreich, neigt in der mittleren Lage zu einem etwas nasalen Ton. Die Bässe donnern metallisch, sind dadurch extrem durchschlagskräftig, aber ohne Fülle und Weichheit. Kein Zweifel: es gibt Klavieraufnahmen mit einem harmonischeren Klang. Allerdings passt die Abstimmung des Flügels zu Horowitz' Anschlag. Seine berühmten Oktaven donnern wie zu seinen besten Zeiten. Das kann man als ungemein dramatisch und intensiv empfinden, aber auch als etwas übertrieben, zumal der Flügel unter derartiger Kraftentfaltung bisweilen mit surrenden Nebengeräuschen reagiert (Schluss der dis-Moll-Etude von Scriabin), die das Klangbild eintrüben. Die Interpretationen von Horowitz galten seit jeher als höchst eigenwillig. Seine Virtuosität entfaltet sich dabei weniger über ein halsbrecherisches Tempo als vielmehr über einen federnden Rhythmus, einen raubtierhaften Zugriff und eine expressive Phrasierung (sehr schön: die beiden Chopin-Mazurkas). Das dynamische Spektrum reicht vom zartesten Pianisssimo bis zum krachenden Fortissimo. Sein Anschlag ist ungemein nuancenreich. Bei Liszt, Rachmaninov und Scriabin führt dies zu einzigartigen Ergebnissen. Das Sonett 104 nach Petrarca von Liszt klingt unter Horowitz' Händen unübertroffen. In der Valse-Caprice Nr.6 aus Soirées de Vienne entfaltet sich Horowitz' Klangsinn unnachahmlich, wobei er das Stück ein Jahr später in Wien noch schöner und auch rhythmisch ausgeglichener gespielt hat. Natürlich passt ein derart individuelles Klavierspiel nicht zu jedem Werk: Mozarts C-Dur Sonate wird schlichtweg verfehlt. Wo Einfachheit zum Ziel führen würde, versteigt sich Horowitz in eine romantische Klangwelt, er verdeckt alle Herbheiten der Sonate unter Zuckerguss. Auch die Träumerei, die er als erste Zugabe spielt, gerät viel zu manieriert. Die dem Stück eigene Süße wird so unangenehm übersteigert. Nach eigenen Aussage hat Horowitz im Alter kaum noch geübt. Das hätte er aber besser tun sollen, denn er patzt überdurchschnittlich oft, muss seine Unsicherheiten bisweilen unter einem Pedalrauschen verstecken. Bei einem 82-Jährigen ist man gerne bereit, derartige Schwächen zu verzeihen, aber man muss nur einmal die Aufnahmen des alten Arrau hören, um zu erkennen, dass bei Horowitz die Schmerzgrenze überschritten ist.
Fazit: Die Aufnahme vermittelt die ungebrochene Faszinationskraft des großen Pianisten, sein ungemein nuancenreiches Spiel, aber auch sein Scheitern an Mozart, seine ins Extreme reichende Differenzierung, die manche Stücke in lauter schöne Einzelheiten zerfallen lässt.
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am 8. Oktober 2006
Es ist einfach schade, dass noch nicht alle erkannt haben, dass es Fehlerlosigkeit nicht ankommt. Horowitz ist im Alter von über 80 Jahren nach über 50 Jahren nach Russland zurückgekehrt und alle waren begeistert. So viel Emotionen sind manchem zu viel. Wer aber weiß, was Kunst im eingentlichen Sinne bedeutet (nämlich Ausdruck von emotionalen Extremsituationen des menschlichen Lebens), der wird diese CD sehr sehr schätzen. Allerdings würde ich gleich den 6er-Pack der DG kaufen. Vielleicht nicht so ästhetisch, aber sind die gleichen Aufnahmen viel günstiger und man hat einfach noch mehr Genuß. Viel Spaß damit!
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am 7. Februar 2009
Habe jahrelang Klavier gespielt und kenne selbstverständlich viele Einspielungen klassischer Musik . Dieses einmalige Konzert von Horowitz stellt eine Besonderheit dar :
1. Durch die herausragende Qualität des Ausdrucks
2. Durch die Auswahl der Stücke und die Lebendigkeit der Live-Aufnahme und Begeisterung
der Zuhörer
3. Durch die gute technische Qualität dieser Live-Aufnahme .
Man kann sich zurücklehen und genießen !
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am 23. Oktober 2010
Ohne Frage ein musikalisch gelungenes Konzert!
Ich empfehle aber auch Leuten, die Vinyl-LPs der CD vorziehen, in diesem Falle doch die CD zu kaufen. Ich habe meine LP (im Erscheinungsjahr 1986 oder im darauffolgenden Jahr gekauft) bei einem renommierten Hifi-Fachhändler mit zwei guten MC-Systemen (Lyra + ortofon Cadenza Red), ordentlich eingemessen, an einem transrotor-Player gehört - bei der Wiedergabe spätestens des letzten Drittels klirrt und zerrt es an allen lauten Stellen, vor allem die Scriabin-Etüde in dis-Moll klirrt unerträglich. Grund: Diese LP-Pressung ist sehr eng, das umfangreiche Programm hätte aus audiophiler Sicht auf eine Doppel-LP gepresst werden müssen, um eine verzerrungsärmere Wiedergabe zu ermöglichen. Aber 1986, also im Zeitalter des noch recht jungen Mediums CD, hat der Hersteller dies vermutlich aus wirtschaftlichen und werbestrategischen Gründen nicht so gemacht.
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am 29. Januar 2003
Ein Konzert, das die Musikwelt erschütterte. Die überragende Präsenz dieses Ausnahmepianisten ist auf dieser CD deutlich zu spüren. Das Publikum ist von seinem Spiel elektrisiert und die Kritiker geraten in Verzückung. "Soirèes de Vienne" im Wiener Walzertackt ist großartig und wird von keinem anderen Pianisten so intensiv interpretiert. Zum träumen!
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am 5. November 2002
Das russische Volk möge uns verzeihen, aber Vladimir Horowitz klingt in unseren Ohren einfach besser zum Spiel des Maestro als Wolodja `Gorowitz'.
Es ist unglaublich wie sich Horowitz jedesmal neu zu dem Pianisten verwandelt, der ihn so berühmt gemacht hat.
Jahrzehntelange Erfahrung und jugendliche Geschmeidigkeit vereinen sich zu seinem unnachahmlichen Spiel. So oft wir uns in die Musik dieser CD vertiefen, vertiefen wir uns auch in die Geschichte von Vladimir Horowitz - immer wieder neu.
Was dort nach 60 Jahren passierte ist tatsächlich spürbar. Es war nicht nur ein Konzert, es war die emotionale Heimkehr eines der größten 'russischen Söhne` - auf jeden Fall für das russische Volk.
Wir waren in Moskau, haben russische Freunde und sind mit einigen russischen Künstlern und Musikern bekannt. Somit haben wir ein Gefühl dafür bekommen, was das russische Publikum liebt.
Es überrascht uns daher nicht, dass einen gerade bei Rachmaninov und Scriabin dieses Gefühl überkommt. Kraftvoll und zu Tränen rührend, das ist es, was die russische Seele bewegt - und ehrlich gesagt auch uns.
Zu subtil wäre es jetzt die einzelnen Beiträge zu beschreiben.
Es ist einfach genial, dieser in allen Wurzeln spürbaren Kunst zu lauschen. Unbeschreiblich schade, dass dieses Genie nicht mehr unter uns lebt. Es ist aber auch wunderbar, dass er mit dieser herrlichen Live-Aufnahme so für uns immer erlebbar bleibt.
Dafür sind wir einfach nur dankbar - Bravo !
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am 8. Mai 2007
Es spielt keine Rolle, was er spielt, der Meister: alles ist durchdrungen von Klang und Ausdruck. Wie beliebig das auch sein mag, wie selbstherrlich er manches Detail beleuchtet, wie selbstverliebt er mit den Strukturen umgeht, man verzeiht es ihm - und geniesst.

Wer hätte nicht gerne diesem Konzert beigewohnt? Der betörenden Kunst von Horowitz zu lauschen ist ein eigentümliches Vergnügen. Heutzutage undenkbar, aber - wie gesagt: wer wäre nicht gerne dabei gewesen? Ein musikalisches Kuriosum. Und ein pianistisches Unikum. Dieser Mann hatte etwas zu sagen, auch wenn er nichtssagend vor sich hin spielte. Die Verbindung zwischen zwei Tönen, das was zwischen zwei Tastendrücken geschieht: hier wird es zum Ereignis.
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am 26. Dezember 2014
Horrowitz der große Romantiker. Seine Konzerte sind immer wieder ein großer Genuß für mich. Die große Emotionalität und Tiefe seiner Musik nehmen den Zuhörer mit auf eine wunderbare Reise.
Der einzige Nachteil der Aufnahme ist ein zu Beginn vorhandenes Hintergrundrauschen und die Huster im Publikum, die bei einer Liveaufnahme leider manchmal etwas stören.
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