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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenzeinspielung von "Gaspard de la nuit", 9. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gaspard de la Nuit / Klaviersonate 6 (Audio CD)
Diese Aufnahme ist eine der ersten Pogorelichs und meiner Meinung nach eine seiner besten. Er stellt hier unter Beweis, daß er, was Ravel und Prokofiev anbelangt, zu den führenden Interpreten gehört. Hervorheben möchte ich dabei vor allem Ravels "Gaspard de la nuit", ein technisch enorm schwieriges Werk, daß nicht nur eine unglaubliche Kontrolle und Fingerfertigkeit verlangt, sondern auch sehr hohe Anforderungen an die Fähigkeit eines Pianisten stellt, unterschiedliche Klangnuancen und -schattierungen zu erzeugen. Pogorelich vollbringt hier wahre Wunderwerke: wie er im ersten Satz die Melodie formt, ohne daß die kaskadenartigen Umspielungen an Klarheit verlieren, und dabei noch im pianissimo genug Reserven zur Ausdifferenzierung hat, begeistert. Auch im zweiten Satz erzeugt Pogorelich mittels einer hohen Anschlagskultur eine beklemmende Stimmung. Im dritten Satz läßt er den Höllenzwerg "Scarbo" nur so über die Klaviatur fetzen, wie er hier etwa bei den extrem schnellen Tonrepetitionen noch die Kontrolle behält und sie musikalisch zu formen vermag, ist phänomenal. Ich siedele daher diesen "Schatzmeister der Nacht" sogar noch über Martha Argerichs Einspielung an, die ich bislang als Referenz betrachtete. Auch bei der Prokofiev-Sonate besticht Pogorelich durch eine klare Spielweise und (hier fraglos geforderte) "Stahlfinger", ohne die lyrischen Abschnitte zu vernachlässigen. Auch wenn der Klang der CD nach heutigen Maßstäben nicht ganz einwandfrei ist, trotzdem eine uneingeschränkte Empfehlung für Liebhaber dieses Repertoires.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klar, bestechend, dennoch verrückt, 8. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Gaspard de la Nuit / Klaviersonate 6 (Audio CD)
In dieser Aufnahme beweist Pogorelich einmal mehr seine Ausnahmestellung unter den Pianisten und beweist, daß er auch abseits des gängigeren Repertoires von chopin, Schumann oder Tschaikowsky zu Hause ist. Ravel's "Gaspard de la nuit" ist an Klarheit, an technischer Überlegenheit und an Spielfreude nicht mehr zu überbiete. Besonders der "Scarbo", der zum Schwersten gehört, was es für Klavier überhaupt gibt, hat in dieser einspielung seinen Meister gefunden.
Das andere hier vorgestellt Werk ist die 6. Sonate von Prokofiev. Diese Sonate entstand zusammen mit den Nr. 7 und 8 und ist dem russischen Titanen des Klavierspiels, Sviatoslav Richter, gewidmet. Pogorelich versteht es,in seiner eigenen Art an dieses Werk heranzugehen. Scheint dieses Werk von vielen Pianisten oftmals gespielt zu werden, nur damit sie beweisen können, wie sehr sie hier auf das Instrument einhämmern können, besticht der Kroate hier durch absolute Transparenz und nicht durch Gewalt. besonders für Leute, die sich das erste mal mit den doch befremdenden letzten Sonaten Prokofiev's beschäftigen wollen, bietet diese Aufnahme den optimalen Einstieg.
Fazit: Vollends belegt wird der Satz, mit dem M. Argerich im Jahre 1980 aus Protest die Jury des Chopin-Wettbewerbs verließ: "Dieser mann ist ein Genie!"
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