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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das komplette 1998er "A Pleasant Shade of Gray"-Video als Bonus-DVD, 19. Oktober 2006
Wie findet man die richtigen Worte für ein im wahrsten Sinne des Wortes "unbeschreiblich" gutes Album? Fates Warnings Progressive Metal hat 1997 mit "A Pleasant Shade of Gray" einen Höhepunkt darin gefunden, so extravagant zu sein, dass man das, was man da hört, mangels Referenzen mit puren Worten nicht beschreiben kann. Nach "Inside Out" (1994) bestand die Gefahr, mit einem weiteren Album, das keine großen neuen Akzente setzen würde in einen kreativen Stillstand auf hohem Niveau zu geraten. Das Gegenteil ist passiert - Jim Matheos, der kreative Kopf der Band, hat ein eng zusammenhängendes Konzeptalbum verfasst und entflieht dabei nahezu allen Klischees einer "Rockoper", was "A Pleasant Shade of Gray" überhaupt nicht ist. Die 54 Minuten bestehen aus zwölf schlicht Parts I - XII betitelten Tracks und sind überwiegend nicht etwa eine Aneinanderreihung einzelner Songs, in sich mit Strophen und Refrains, sondern ein episches, aufwändig und detailliert zusammengebautes Gesamtkunstwerk, das durch die Herausnahme eines einzelnen Stückes unvollkommen werden würde. "A Pleasant Shade of Gray" erzählt keine Geschichte - zumindest keine konkrete. Es ist eine zuweilen bedrückende und sehr tiefsinnige Reise durch eine bildhafte Welt beklemmender Emotionen und handelt von Vergänglichkeit, Reumut und Trauer - melancholisch, oft düster und mit tiefgehend emotionalen Melodien und vielschichtigen Atmosphären ausgestattet, fesselnd vom ersten bis zum letzten Teil. Die rätselhaft abstrakten Lyrics machen so nachdenklich wie die Musik - die Musik drückt die Emotionen derart prägnant aus, wie es bloße Worte niemals könnten. Fates Warning wandern auf einem Grat zwischen melancholisch zerbrechlichen musikalischen Gebilden und druckvoller, unterkühlter Härte. Einmal liegen Melodie, Harmonie und Rhythmus lediglich in überlegt dosiert, Ton für Ton wiedergegebenen Clean-Guitar-Akkorden voller Spannung, die nur in ganz ausgewählten Momenten vollständig aufgelöst wird. Wie ganz zu Beginn - jeder einzelne Ton hat seine Daseinsberechtigung, wie ein Steinchen im Mosaik. Dem gegenüber stehen düster harte Heavy-Passagen, die durch prägnante Breaks etwas monumentales, dramatisches haben, wie in Teil III ("Rain falling, hours crawling...") und in Teil V ("Murdered in Munich...") mit den eindringlich, beinahe hypnotisch interpretierten Vocals "Let nothing bleed into nothing..." - eines von mehreren gesungenen und instrumentalen Motiven, die sich wie ein roter Faden durch das Album ziehen. Deren feinfühlige Variationen bedienen sich auch auf Album 1 nach dem Weggang von Frank Aresti (2. Gitarre) und Joe DiBiase (Bass) und damit dem ersten Album mit Joey Vera am Bass einer instrumentalen Perfektion, wie man sie von Fates Warning kannte, aber in einer entfesselnden Freiheit jenseits der Grenzen, wie sie ein kompakter Song stets setzt. Und ein alter Bekannter verleiht mit seinem Mitwirken "A Pleasant Shade of Gray" noch einen entscheidenden, magischen Touch: Kevin Moore (Ex-Dream-Theater) spielt Synthesizer und Klavier und ist zudem für die zahlreichen Samples und Sounds verantwortlich, welche die Atmosphären exzellent unterstützen. Hier wird deutlich, warum sich die Wege von Dream Theater und Kevin Moore trennten - und es wird klar, dass es eine richtige Entscheidung war. Moore setzt wie einst auf Dream Theaters "Images and Words" und "Awake" neue Glanzpunkte des Keyboards im Progressive Metal. Für ihn und für Fates Warning ist "A Pleasant Shade of Gray" ein Höhepunkt darin, immer wieder stilistisch einzig- und neuartig zu sein, ohne sich an bestehenden Trends zu orientieren. Seine oft melancholisch anmutenden, ruhigen bis virtuosen Klaviermelodien ergänzen sich mit Jim Matheos' Gitarren zu rhythmisch höchst anspruchsvollen Prog-Metal-Kunstwerken in ausgedehnten Instrumentalpassagen - atemberaubende, rhythmisch außergewöhnlich angelegte Solo-Duette (Ende von Part IV) und filigrane, energiegeladene Drives (Part XI) - die niemals zum Selbstzweck verkommen, sondern in der emotionalen Reise von "A Pleasant Shade of Gray" einen wohl ausgesuchten Start- und Zielpunkt haben. Mehr als bloße Randfiguren sind Joey Veras bestechend tighter Bass - unendlich wichtig für die düsteren Stimmungen und daher in mehreren Solospots auch mal im Vordergrund - und das perfektionierte Spiel des Detail-Künstlers Mark Zonder am Schlagzeug, der mitunter Zählzeiten im 16tel-Bereich akzentuiert, die andere Drummer gar nicht kennen. Als Krönung des Ganzen darf man den Gesang Ray Alders bezeichnen, der mit seiner unvergleichlichen emotionalen Intensität die Seele berührt. Und das nicht erst, wenn er bei heavy Passagen richtig aus sich raus geht, sondern schon bei seinem ersten Einsatz, wenn alles andere punktuell in den Hintergrund tritt, und nur ein ostinater Synthesizer-Ton ihn begleitet: "So where do we begin and what else can we say?/When the lines are all drawn what should we do today?" - der Gänsehaut erregende Beginn eines musikalischen Spannungsbogens, der kaum enden will. Diese beinahe-a-capella-Passage taucht zwei Mal wieder auf. Das erste Mal am Ende von Part VI, dem einzigen großen Einschnitt innerhalb des Albums, direkt folgend auf einem Höhepunkt intensiv dichter, elegisch expressiver Atmosphären. Und das zweite Mal erstrahlt diese Passage am Ende noch einmal, in gänzlich gewandeltem Ausdruck, und leitet einen Schluss ein, der nicht nur in den Lyrics das Ende der Trostlosigkeit andeutet - nicht durch Fröhlichkeit und überschwänglichen Optimismus, sondern durch die vorsichtige Andeutung eines Akzeptierens:

"Close our eyes awhile
as morning shadows play
and listen to the rain
wash the long night away
face to face we'll awake
to see another day
and with hope in our hearts
embrace this shade of gray
this pleasant shade of gray"

Auf der Bonus-DVD gibt es das komplette Album am Stück live gespielt - zuvor nur 1998 auf VHS als "A Pleasant Shade of Gray" erschienen, aber schon lange nicht mehr zu kaufen. Der Mitschnitt entstand auf der 1997er Tour in verschiedenen Orten in Deutschland und den USA. Zwischendurch werden Video-Sequenzen eingestreut, die mit der Symbolik des Konzeptalbums spielen - alles passend in Grautönen gehalten. Die Bildqualität der Live-Performance ist durchschnittlich und wirkt nur beinahe-professionell - der Ton ist jedoch ebenso überragend wie die Performance selbst. Fates Warning beweisen, dass "A Pleasant Shade of Gray" keines dieser Alben ist, die ihre Wirkung allein durch zahlreiche Studio-Nachbearbeitungen erhält, sondern dass es wahrlich die musikalische Genialität ist, die beim Zuhören fesselt. Die Live-Version ist mindestens genau so hypnotisierend wie die Studiofassung. Nur wenige Variationen gibt es, u.a. dadurch bedingt, dass Kevin Moore nicht mit auf Tor ging und ein gewisser Ed Roth Keyboards spielt. Unglaublich tight sitzt jeder Lauf und jedes Break; und Ray Alder singt kompromisslos göttlich - ein absolutes Highlight.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Embrace this Shade of Gray, 11. Dezember 2006
Es fällt schwer, diese Rezension zu schreiben, während ich das Album höre.

Nur ein paar Worte zur Studioversion, zu der mein Vorredner ja praktisch schon alles gesagt hat. A Pleasant Shade of Gray gehört zu meinen absoluten Top 5 Alben. Ich kenne kaum ein Album, das eine solche Intensität vermittelt. Jedes erdenkliche Adjektiv zu der Musik liegt irgendwo zwischen "wunderbar" und "göttlich". Nur um das mal gesagt zu haben. Meine Rezension gilt nämlich eigentlich der Bonus DVD.

Auf jene habe ich mich nämlich besonders gefreut, als ich erfahren habe, dass Fates Warning einen Re-Release des Albums plant. Schließlich hatte ich das Studio-Album bereits und war auch zu dem Zeitpunkt schon begeistert. Leider muss ich gestehen, dass sich meine Begeisterung nach Erhalt dieser Ausgabe in Grenzen hielt. Zugegeben - Die Soundqualität der Live-Aufnahmen ist sehr gut und auch die des Video-Materials ist akzeptabel. Allerdings verstehe ich unter einer Live-Aufnahme auch eine leichte Veränderung des eigentlichen Sounds, was bei dieser Scheibe VIEL zu kurz kam. Tatsächlich bemerke ich nur eine handvoll mal wirklich grobe Variationen und das ist mir bei einem 55 Minuten Stück schlicht zu wenig. Die Studioversion ist bei dieser Live-Version ansonsten fast 1:1 nachgespielt, wodurch den Musikern natürlich auch Respekt gebührt. Trotzdem hätte ich gern etwas anderes gehabt als die Studio-Version mit Bildern.

Das Bildmaterial ist okay. Allerdings wird es auf die Dauer ziemlich eintönig, wenn man ewig fast nichts anderes sieht als Ray Alder, wie er sich die Seele aus dem Leibe singt. Für mich zumindest. An manchen Stellen hätte ich mir auch andere Bilder gewünscht. Ein Beispiel ist der geniale Part 8, mit dem überragenden Duett aus Akustik-Gitarre/E-Gitarre und Klavier (Synthesizer). Praktisch alles, was man da sieht, ist entweder das zugegebenermaßen beeindruckende Gitarrespiel von Jim Matheos/Joey Vera oder das ewig monotone Headbangen des Keyboarders Ed Roth, zu dem bei allem Überfluss auch noch ein eher nervender Zeitlupeneffekt hinzugefügt wurde.

Die zum Live Material hinzugefügten Konzeptaufnahmen sind passend und reflektieren die Stimmung sehr gut. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Ausgabe sehr wohl für jeden zu empfehlen ist, der noch keine Studioausgabe von A Pleasant Shade of Gray sein Eigen nennen kann. Für den Preis lohnt sich der Kauf alle male. Für die anderen glücklichen ApSoG-Besitzer, die mal in den Genuss einer Live-Version kommen wollen, empfehle ich da lieber die Still Life. Die Live Aufnahme gefällt mir dort wesentlich besser, und außerdem gibt es noch einige andere Fates Warning Songs dazu. Dann gibts zwar kein Video, aber, wie gesagt, was solls.
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5.0 von 5 Sternen Wie gewohnt..., 30. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...Blitzlieferung von Amazon. Ich hab mir diesen Re-Release nur wegen der Live-DVD geholt - und die lohnt sich!
Die DVD kann bild- und tontechnisch natürlich nicht mit modernen "HD+X.1 Superdupersound"-Produktionen mithalten, klingt aber trotzdem satt und rund. Das Bild ist "zeitgenösisch" in DVD-Qualität und ok.
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5.0 von 5 Sternen Prog Meisterwerk, 2. April 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Intensives, tief greifendes Hörerlebnis von den Prog-Göttern. Bei Fates Warning kann es zwangsweise nur eine Empfehlung geben: Kaufen und Genießen!
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5.0 von 5 Sternen Gut Aufgenomme, meines Erachtens das beste Werk von FW, 9. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Guter Klang, meines Erachtens das beste Werk von FW ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ...
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeit zum Hören sollte man mitbringen....., 20. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: A Pleasant Shade of Gray (Audio CD)
... denn tatsächlich wirkt dieses geniale Album erst nach mehrmaliger Anhörung. Dann aber sollte es beim "offenen" Musikfreund wahre Begeisterungsstürme wecken. Wenn auch ziemlich unterschiedlich zum (meines Wissens) Vorgänger "Inside Out", ist Fates Warning ein Album gelungen, daß zwar schwer zu typisieren ist, aber unbedingt sowohl rhytmisch (?), melodisch und instrumental perfekt vom Intro bis zum Schluß durchläuft. Wer eingängige, nachdenklich stimmende Songs mit jeder Menge ausgefeilter, aber nicht störender, musikalischer Genialität mag, für den ist dieses Album Pflicht! Achtung! Nichts für Anhänger des excessiven Headbangens und Stage Divings.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste (Prog-) Rock Album aller Zeiten !!!, 17. November 2010
Von 
C. Ludwig "Velvet" (Rockfunksoulhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Man muß zu diesem Meisterwerk gar keine Romane schreiben, sondern kann es ganz einfach in einem Wort zusammenfassen: Perfektion !
Diese herrscht durchweg auf dem gesamten Album.

Was sich auf 'Inside Out' (fantastisches Album, wesentlich besser, als einen manche 'Fans' weismachen wollen) schon zwischen den Zeilen angedeutet hat, wird hier, 3 Jahre später, in absoluter Konsequenz fortgesetzt.
Keines der vielen Alben, die ich bisher in meinem Leben gehört habe, hat mehr Atmosphäre. Kevin Moore, der seit 1994 immer mal wieder ausgeholfen hat, passte perfekt zu der Truppe, die ja leider 2004 ihr bisher letztes Werk veröffentlichte.

Überschlagzeuger Mark Zonder ist bekanntlich nach 'FWX' (2004) ausgestiegen, demzufolge war die 'Live in Athens' (2005) vom Drumming betrachtet (ausgeholfen hatte Nick D'Virgilio, zweifelsohne ein guter Mann, aber verglichen mit Zonder ein Niemand !!) eine absolute Enttäuschung.
So wie nur wenige Schlazgeuger 'The Black Page' von Frank Zappa spielen können, so sind auch nicht viele fähig, FATES WARNING live zu intonieren...

'A pleasant Shade of Gray' verlangt euch sicherlich einige Durchläufe ab, danach werdet ihr dieses Album aber nie mehr vergessen.

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A Pleasant Shade of Gray
A Pleasant Shade of Gray von Fates Warning (Audio CD - 1997)
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