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am 10. Juli 2005
Hier ist es also endlich: "Awaken the Guardian", das beste Prog-Metal-Album überhaupt in frisch remasterter Form. Über die Musik noch große Worte zu verlieren, hieße, offene Eulen in Athen einzurennen. Fates Warning waren die Pioniere des Progressive Metal, verschmolzen Einflüsse von Black Sabbath, Rush und Iron Maiden zu harten, epischen und komplexen Sound-Landschaften voller lyrischer Ideen und erreichten auf dem dritten und letzten Werk mit Sänger John Arch die Formvollendung ihres Stils. Die wortspielerischen Texte waren philosophisch und eskapistisch zugleich, und Archs einzigartige Gesangsakrobatik mit ihren unzähligen orientalischen Schnörkeln war reine Zauberei. Viele haben seitdem versucht, diesen Gesang zu kopieren. Ohne Erfolg. Arch ist ein Meister der ungewöhnlichen Melodiebögen und gehört in die 'Hall of Fame' der besten Rock-Stimmen aller Zeiten.
Auf CD 1 findet man das gute Stück. Hat sich die Überarbeitung gelohnt? Auf jeden Fall - auch, wenn man keine Wunder erwarten sollte. Das Aufnahme-Budget war damals im Jahre 1986 nicht sehr groß und der Mix war etwas matschig. Diese grundlegenden Probleme kann der Remaster nicht aus der Welt schaffen, doch Brad Vance hat sich alle Mühe gegeben, das Beste aus der Scheibe rauszuholen. John Archs Vocals sind glasklar und die Gitarren etwas druckvoller, doch die größte Verbesserung ist beim Drum-Sound zu verzeichnen. Zwar ist die Snare noch immer nicht das Gelbe vom Ei, dafür haben aber die Toms und die Bass-Drum deutlich mehr Wums, während manche Becken- und Hihat-Schläge, die man 20 Jahre lang nicht wahrnehmen konnte, plötzlich an der Oberfläche auftauchen. Alle Akustik-Gitarren-Parts klingen außerdem so differenziert, als wären sie vor einer Woche aufgenommen worden, und der Gesamt-Sound ist transparenter und räumlicher und hat mehr Fleisch. Wie gesagt: Wunder sollte man nicht erwarten. Für eine dreiviertelstündige Gänsehaut hat es bei mir aber gereicht. Ganz klar: Dies ist die definitive Version dieses unsterblichen Klassikers.
CD 2 bietet drei Demo-Versionen und sechs Live-Tracks. Die Demos klingen naturgemäß etwas rumpelig, sind aber interessant, da Archs Phrasierungen und Texte hier stellenweise von den endgültigen Versionen abweichen. Die Live Tracks haben dann leider nur Bootleg-Qualität, aber auch hier sticht Arch hervor. Seine Power ist unglaublich. Aggressiver und schwitzender :-) als im Studio, aber technisch wie gewohnt auf höchstem Niveau kaut sich der Mann durch die Songs, als wollte er den Metal vorm Aussterben retten.
CD 3 ist in Wirklichkeit eine DVD und enthält einen Mitschnitt eines Konzerts in Long Island aus dem Jahre 1986. Bild und Ton kommen leider über Bootleg-Qualität nicht hinaus. Da es sich aber um die einzigen Video-Aufnahmen der Arch-Ära zu handeln scheint, läßt sich prima darüber hinwegsehen. Es ist ein historisches Dokument für alle, die die frühen Fates Warning und das Powerpaket John Arch noch nie in Aktion erlebt haben.
Alles in allem ein (auch farblich) prächtig aufgemachtes Paket, das der Prog-Metal-Fan einfach haben muß, wenn er sich für die Ursprünge seiner Musik interessiert. Wie schreibt Mike Portnoy (Dream Theater) in den beigefügten Linernotes so schön? "Awaken the Guardian" gehört in eine Reihe mit "Master of Puppets", "Operation: Mindcrime" und "Reign in Blood". Recht hat er. Zeit zum Niederknien, denn sowas kommt nicht wieder!
Anspieltips: The Sorceress, Guardian, Prelude to Ruin
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TOP 500 REZENSENTam 3. September 2011
Ich gebe es gerne zu: FATES WARNING sind Ende der 80er völlig an mir vorbei gegangen - wenn ich auch damals durchaus schon Metal hörte und mir der Name der Band irgendwie geläufig war habe ich sie nie bewusst gehört... und auch das allseits gefeierte Album AWAKEN THE GUARDIAN habe ich für mich erst viel später, ungefähr 2005, entdeckt.
Ehrlich gesagt geschah dies aus genervter Neugier: es ging mir nämlich wirklich auf den Geist, allseits zu hören und zu lesen, was für ein Meilenstein AWAKEN THE GUARDIAN doch sei, gerade das Rock Hard hat ja einen Redakteur in den geschätzen Reihen, welcher nicht müde wird, dieses Werk mit den höchsten Lobpreisungen zu überhäufen... irgendwann wollte ich dann doch mal herausfinden, was all der Hype soll.

Nun, nach der Vorrede zum Thema: AWAKEN THE GUARDIAN ist definitiv ein unbequemes Album, für das man sich Zeit nehmen muss und das man auf sich wirken lassen sollte. Auf Anhieb fand ich es ehrlich gesagt einfach sperrig und auch etwas anstrengend. Sicherlich, vergleiche mit Dream Theater waren wohl unvermeidbar, aber auch die freilich stlistisch anders gelagerten Rush oder Devin Townsend fielen mir spontan ein, genauso wie die jüngsten Outputs von Iron Maiden hier eine gewisse Richtschnur sein könnten. Irgendwie fehlte mir der rote Faden, und auf Anhieb erschloss sich mir das Album, welches mich von der Stimmung (nicht von der Musik her!) manchmal irgendwie an das im Folgejahr erschiene, um Welten eingängigere "Seventh Son..." von Maiden erinnerte, trotz vieler schöner Passagen nicht. Allerdings: es wuchs mit jedem Durchlauf, und nach und nach erkannte ich, dass hier tatsächlich ein Kleinod vorliegt.

AWAKEN THE GUARDIAN macht es dem Hörer folglich nicht leicht - wer "Fire-Desire"- Lyrics und möglichst eingängige Mitsing-Refrains möchte ist mit diesem Album definitiv falsch beraten. FATES WARNING schrieben hier nicht eine möglichst gefällige Metal-Platte mit den Grundkomponenten "Schneller Opener", "Hymnischer Midtempo-Song", "Ballade" und "Epische Abschlussnummer", sondern ein wirklich individuelles, originelles und eigenständiges Werk, welches auch nach 25 Jahren noch innovativ klingt. Dies ist Musik, mit der man sich auseinandersetzen muss, der man Zeit geben muss, die man schlichweg wirken lassen muss. Allerdings: dann ist AWAKEN THE GUARDIAN auch ein Album, welches mitreißen und den Hörer richtig verzaubern kann.

Ich schreibe im letzten Satz ganz bewusst "kann": AWAKEN THE GUARDIAN ist, maches wir uns nichts vor, sicherlich nichts für jedermann - und das meine ich absolut nicht wertend. Es ist unbequemen Alben nunmal zu eigen, ziemlich zu polarisieren, und ich kennen durchaus Freunde progressiven Metals, die dieses Album für ziemlich überbewertet und nur historisch betrachtet für relevant halten. Ich denke, dies liegt in der Natur der Sache - während sich auf eingängigere Kompositionen die meisten Hörer irgendwie einigen können wird progressives Material immer auf Beifall und Ablehnung stoßen. AWAKEN THE GUARDIAN ist hier ein gutes Beispiel: mich hat das Album nach einiger Zeit ziemlich begeistert, aber ich denke es muss jedem klar sein, dass er wenn er sich dieses Album kauft nicht einen Kauf auf "Nummer Sicher" tätigt, sondern eben etwas erwirbt, was man regelrecht entdecken und kennenlernen muss... genau so ein Abenteuer ist dieses Album, einfach echte Kunst.
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am 9. August 2005
Gerade trudelte das 3er Digipack bei mir ein und ich musste gleich die DVD mit dem Live-Video von 1986 einlegen. Damals hätte ich mein letztes Hemd gegeben um Fates Warning live zu sehen (was mir in späteren Jahren öfter vergönnt sein sollte).
Um es kurz zu machen: Ich habe Bands gehört die härter waren, ich habe Bands gehört die technischer waren, ich habe Bands gehört die aggressiver waren, ich habe Bands gehört die primitiver waren, aber ich HABE NIE WIEDER AUCH NUR EINE BAND GEHÖRT, DIE AN FATES WARNING IN DEN SPÄTEN 80IGERN HERANGEKOMMEN WÄRE. Die Jungens waren ihrer Zeit damals um Jahre voraus und haben die Grenzen des Rock ausgelotet und neu definiert. Der Grund dafür ist einfach und heisst "Emotion" gekoppelt mit "Individualismus". Bei Fates hatte und habe ich stets dass Gefühl, dass diese Musik ein Teil von mir selber ist, welcher verborgen in mir durch das geniale Duo Arch/Matheos nach aussen transportiert wird. Man kann diese Schaffensphase der Band wirklich nur 2-fach bewerten: Entweder man liebt sie, oder sie stösst bei einem auf Befremden und Unverständnis.
Zurück zur DVD: der Konzertmitschnitt wirkt technisch wie eine Aufzeichnung von einer Schülerband, der Sound macht die Songs fast unidentifizierbar und das Bild hat z.T. Aussetzer. Trotzdem ist es für alle FATES/ARCH-Jünger ein wichtiges historisches Dokument, das in keiner Sammlung fehlen sollte.
Schön auch, dass sich Mike Portnoy in den Liner-Notes als großer FATES-Fan outet (er ist übrigends auf dem Livevideo unter den Zuschauern zu sehen) und treffend bemerkt: "Very often Fans and Critics credit Dream Theater for creating a whole new genre of Progressive Metal music in the late 80's/early 90's.....but the thruth is Fates Warning were doing it Years before us."
Das Pack ist liebevoll aufgemacht und daher zum fast 20-jährigem Jubiläum von "Awaken" für alle FATES-Fans ein Pflichtkauf.
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am 4. März 2013
Wer sich selber schon einmal an Reviews versucht hat weiß, dass es leicht und schwer zu verfassende gibt. Es gibt aber auch beinahe unmöglich zu schreibende und seit Wochen quäle ich mich mit der seit Jahren unangefochtenen Nummer Eins meiner Alltime-Top 100 herum. Mir wollte einfach nichts einfallen.
Ich könnte es mir einfach machen und nur äußern, dass „Awaken The Guardian“ die Krone der musikalischen Schöpfung ist, die Essenz von allem, wofür ich seit 1986 lebe. Das wäre aber immer noch zu wenig Huldigung für ein Werk von einer solch epochal-magischen Ausstrahlung, dass selbst in 200 Jahren noch eine handvoll Auserwählter die Klasse der acht Kompositionen entdecken und bedingungslos lieben werden, während der Großteil ihrer Zeitgenossen lieber dem nächstbesten Trend hinterhechelt (zu spät, er ist schneller).
„I search alone, dark the night – Deep the blackest forest – Down the Devil’s Hopyard – On my way to Salem I lit a fire.“ sind die ersten gesungenen Worte eines Monuments namens “The Sorceress” und Sänger John Arch trifft damit direkt und ohne Umwege ins Herz. Mit seiner hohen Stimme ist er zwar ein typischer “love/hate”-Vertreter seiner Zunft, seine grandiosen, unkonventionellen Melodielinien und die mythischen, schwer verständlichen Texte sind aber etwas ganz Besonderes und formen erst aus einem gigantischen Album ein sprachlos machendes. Ich gebe es gerne und unumwunden zu – viele Lyrics meiner Faves kenne ich auswendig, „Awaken The Guardian“ kann ich aber immer noch nur sehr sporadisch mitsingen, bei der Textsicherheit hapert es einfach auch nach 20 Jahren. Ein typisches Mitsingalbum ist „Awaken The Guardian“ aber selbstverständlich auch nicht und wird es auch nie sein. Und das ist gut so.
Wer dieses Review liest und das Album nicht kennt wird Schwierigkeiten haben nachzuvollziehen, warum gerade ATG hier die Spitzenposition innehat, wer dieses Jahrhundertkunstwerk aber kennt und gar besitzt wird es hoffentlich nachfühlen können. Man höre nur die ersten Sekunden von „Guardian“, den Beginn von „Exodus“ oder verfalle dem „Prelude To Ruin“. Musik war einfach nie emotionaler, nie nachhaltiger, nie tiefgreifender, nie leidenschaftlicher, nie epischer, nie mystischer, nie trauriger, nie entrückter, nie genialer, nie vollkommener, ja, schlicht und ergreifend nie besser.
Danke Jim, John, Frank, Joe und Steve für etliche Stunden Flucht aus dem Alltag.
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am 27. Juni 2005
Wow, wer kennt es nicht, das Gefühl wenn man vorm CD Regal seines Vertrauensdealers steht und ein dermaßen geil aufgemachtes Teil in Händen halt, dass es einem sofort die Schweißperlen auf die Stirn drückt! Kennt man gelle. Zuletzt passiert, beim Re-release einer der besten, schönsten und perfektesten Heavy Metal Scheiben aller Zeiten:
FATES WARNING „Awaken The Guardian": ein Meilenstein, ein Muss, ein heiliges Stück Musik über dessen Qualitäten ich mich hier nicht weiter auslassen muss, da es (hoffentlich) eh jeder einzelne Leser sein Eigen nennt und obendrein Kollege Werner bereits ein treffendes Classic aus tiefstem Herzen verfasst hat, dem aber schon gar nix mehr hinzuzufügen ist.
All jenen, die diesen Meilenstein des US (Prog) Metal noch nicht besitzen, oder die wie ich „nur" die Vinyl Edition im Hause haben, sei nun allerdings schleunigst geraten in den nächsten Laden zu stürmen um das Heiligtum zu verhaften oder sich dieses fette Teil postwendend zu ordern. Verpackt wurde dieses Kleinod aus dem Jahre 1986 in ein superfettes, optisch herrliches Dreifach Digibook, in remastertem Sound, inkl. einer Bonus CD mit Demos und live Versionen, sowie der DVD eines legendären Gigs in Long Island, NY am 28.12.1986 (natürlich mit John Arch am Mikro...lechz!). Obergeil, auch wenn die live Fraktion klang- und bildtechnisch natürlich nicht heutigen Standards entspricht und in keinster Weise über Bootleg Qualität hinauskommt: Dieses Teil ist unwiderstehlich!!!!
Verfeinert wird der oberüppig geile Dreierpack übrigens durch ehrlich verneigende Worte von Mike Portnoy und so bleibt mir nur zu sagen:
!!! BUY OR DIE !!!
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am 15. Juni 2005
in der Neuauflage - schickes Digipack.
Das eigentliche Werk remastered und seit den 80-ern ohnedies nicht antastbar, Prog-Metal der fernab von Frickelei begeistert und eine Stimme die wohl einzigartig ist. Ein episches Meisterwerk!!!
Gelungen auch die Extras - eine CD mit Demo- und Liveversionen und das Sahnehäubchen auf Disc 3 - eine Live-DVD, aufgezeichnet im Jahre 1986 - soundmäßig werden Leute mit symphoniker-gestählten Ohren eher leicht in die Knie gehen, ein starkes Zeitdokument ist es allemal.
Pflichtkauf - auch für wahnsinnige wie mich, die sich damit neben der LP und der "regulären" CD auch in Besitz dieser Speciel Ed befinden...
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am 10. Juni 2003
Hard'n'Heavy-Fans sind in der Bewertung ihrer Lieblingsbands oftmals sehr absolut und ab und zu auch ungerecht. Ich nehme mich da selbst nicht aus, den Satz „Die ersten drei Alben der Band XY waren klasse, aber danach haben sie nur noch Kommerzkrempel produziert!" hat man auch von mir schon das eine oder andere Mal gehört...
Für eine Band wie Fates Warning, die in der Szene einen Ruf wie Donnerhall genießt, gilt dies in besonderem Maße. Für viele Fans der ersten Stunde stellt der dritte Longplayer „Awaken The Guardian" bis heute den unübertroffenen Höhepunkt des Schaffens von Jim Matheos & Co. dar. Und der Ruf ist nicht unberechtigt: Als das Album 1986 erschien, revolutionierte es die gesamte Szene und begründete das Genre, das seitdem unter dem schwammigen Begriff „Progressive Metal" zusammen gefaßt wird. Aus heutiger Sicht betrachtet stellt das Album jedoch „nur" einen ersten Höhepunkt dar, dem noch einige folgen sollten. Wie immer man „Awaken The Guardian" beurteilt, so ist dieser letzte Longplayer mit John Arch am Mikrofon auf jeden Fall eine Zäsur, denn an dem hohen, sirenenhaften Gesang des als äußerst exzentrisch verschrieenen (und wenn man den damaligen Presseberichten glauben darf, auch aus diesem Grunde gefeuerten) Frontmans schieden sich schon immer die Geister. Ein Vergleich mit seinem Nachfolger Ray Alder ist kaum möglich, da sich die Stimmen doch sehr stark voneinander unterscheiden. Mir persönlich gefällt Alders Gesang besser, aber das ist keine qualitative Wertung, sondern reine Geschmackssache. Und über den kann man bekanntlicherweise trefflich streiten... „Awaken The Guardian" nimmt aufgrund des exzellenten Songmaterials und des technischen Könnens der Musiker nicht nur unter allen Heavy-Metal-Veröffentlichungen, sondern allgemein im Bereich der gesamten U-Musik der letzten zwanzig Jahre unbestritten einen Topstatus ein. Frei nach Schwanitz: „Musik - was man hören muss". Dieses Album gehört dazu!!!
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am 18. Juni 2003
Diese Platte kann man hassen, heiß und innig lieben oder einfach langweilig finden, auf keinen Fall wird sie einen kalt lassen. Ich gehöre zu den Leuten, die sie lieben - warum, ist allerdings nicht ganz einfach in Worte zu fassen.
Fates Warning waren eine der ersten Bands, die das Untergenre Progressive Metal geprägt haben. Ihr erstes Werk "Night on Bröcken" war noch ein relativ langweiliger Iron Maiden-Abklatsch, mit "The Spectre Within" wurde es dann schon sehr interessant, und auf "Awaken the Guardian" brachten Fates Warning 1986 ihren Stil zur Perfektion. Der Sound ist immer noch sehr vom traditionellen Heavy Metal geprägt: zwei schwer verzerrte Gitarren und ein Sänger von der Sorte, die gerne als Kastraten bezeichnet wird, bestimmen die Klanglandschaft.
In Sachen Songwriting beschreiten Fates Warning allerdings Pfade, die damals sehr unüblich waren und die bisher kaum jemand so richtig nachmachen konnte. Die gängigen Strukturen von Strophe, Refrain und Solo lösen sich auf und werden ersetzt durch fließende Übergänge, weltentrückte Zwischenteile und epische Finale. Die Stücke sind zwar bei den ersten Durchläufen sperrig, die Melodien fressen sich allerdings nach mehrmaligem Hören um so fester in den Gehörgängen fest, auch wenn sie schwer zu greifen und fast unmöglich zu singen sind. Im Lauf der Zeit offenbaren sich dann immer weitere Details und Zusammenhänge, die man zu Anfang überhört.
Was die Scheibe wirklich aus der Menge von ausgetüftelten Progressive-Metal-Alben hervorhebt, ist die emotionale Tiefe. Die Stücke strahlen eine verträumte Melancholie aus, eine gequälte Schönheit, eine traurige Hoffnung. Wer sich auf die Musik einläßt, kann die fantastischen Welten sehen, die Sänger John Arch mit verschlüsselten Worten malt und die das Plattencover sehr schön umsetzt.
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am 7. Juni 2015
Da gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen, Perfektion von Anfang bis zum Ende, es gibt einfach keine Ausfälle.
Im Gegenteil, Gänsehaut pur :)

Neueinsteiger können das Album z.B bei Spotify streamen & sich mal reinhören :)

PS: Freu mich auf die Awaken The Guradian Special Show + Original Line Up, aufn KiT 2016 :)
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TOP 1000 REZENSENTam 18. August 2006
Eigendlich ist es nicht zu verstehen, dass Fates Warning bis heute nicht den großen Durchbruch geschafft haben. Wenn man sich mal Dream Theater ansieht, welche schon seit Jahren die großen Hallen füllen, merkt man schnell, dass diese sehr von Queensryche und eben den frühen Fates Warning beeinflusst waren/sind. Die "Awaken" ist die 3. Platte dieser tollen Ausnahmeband rund um den Gitarristen Jim Matheos aus dem Jahr 1986. Hier ist die Gruppe noch sehr dem Heavy Metal verschrieben, deutlich mehr als heute, aber in einer einzigartigen Art und Weise. Es ist, als wenn die Yes der 70er auf Iron Maiden treffen und beschliessen, von beiden Gruppen das Beste zu nehmen und eine neue Musik, ja fast schon zu erschaffen. Ich kenne kaum eine Gruppe oder Interpreten, die bzw. der so viele Breaks in die Musik einbaut wie Fates Warning. Kaum hat man sich an einen Rythmus gewohnt, gibt es schon das nächste Break. Man kann kaum noch folgen und das Ganze eben mit einer ordentlichen Härte. Und dann dieser Ausnahmesänger John Arch. Dieser Mann singt genial. Mehr kann man dazu nicht sagen. Man muss es gehört haben. Übrigens, sehr zu empfehlen ist auch die Solo-Platte von John Arch "A Twist Of Fate". Zurück zu der "Awaken". Hier sind 8 tolle songs vorhanden, da fällt es schwer, einige heraus zu stellen. Ich entscheide mich für Fata morgana, Guardian und Exodus. Es könnten aber auch die anderen 5 songs hier stehen. Verbeugt Euch vor Fates Warning und 5 Sterne für dieses Kunstwerk, was sonst!
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