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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich..., 12. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Klaviersonaten 1-32. Aufnahmen 1951/1956 (Audio CD)
Kurzkritik: UNGLAUBLICHER Klang für Aufnahmen aus den 50ern - warm, voll, klar - allerdings mit deutlichem Bandrauschen. Und einige vorgeschriebene Wiederholungen fehlen (hatte wohl rein technische Gründe - Laufzeit!! - bei den Original-VINYL-Aufnahmen). -
Diese Beschränkungen vergisst man aber nach wenigen Sekunden: Kempff spielt so voller Poesie und Wärme, so bei aller Lebendigkeit warmherzig, das man immer wieder "verzaubert" wird. Gegensätze herauszuarbeiten oder Höhepunkte noch zu betonene - das ist NICHT Kempffs Stil. Bei ihm klingt Beethoven ein wenig milder, ein wenig weniger "irdisch" als bei allen anderen - und damit ist diese Box eine wunderbare Sammlung einzigartiger Musik, aber sicher NICHT unbedingt die "Standardversion". Dafür kämen z.B. Goode oder Roberts (über marketplace spottbillig!!) in Frage...
- DIESE Box von Kempff erhielt übrigens die rare Rosette (Höchstwertung) im Penguin-Guide.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Daumen hoch für einen bis heute führenden Beethoven Interpreten, 1. Dezember 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Klaviersonaten 1-32. Aufnahmen 1951/1956 (Audio CD)
Die 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens, das "Neue Testament" der Klavierliteratur, enthalten unermessliche, unergründliche Kostbarkeiten. Es ist eine mehr als fordernde Aufgabe, diesen Kosmos homogen und einheitlich vorzutragen. Der legendäre deutsche Pianist Wilhelm Kempff hat die Beethoven Sonaten gleich mehrmals aufgenommen. Die vorliegende Aufnahme stammt aus den Jahren 1951 bis 1956. Die Tonqualität ist freilich nicht einwandfrei, aber zumindest so klar, dass einem unverfälschten Hörgenuss nichts im Wege steht. Im Vergleich zu Kempffs Aufnahme aus den 60ern - ebenfalls bei der DGG - ist die hier besprochene einfacher, naiver - im besten Sinne des Wortes - und frischer. Die spätere Aufnahme hat andere Vorzüge. Obwohl Kempff zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits Mitte/ Ende 50 war, ist sein Zugang zu den Sonaten überraschend unbedarft.

Der Großteil der Klaviersonaten stammt aus der frühen Schaffensphase des Komponisten. Interessanterweise kann er in diesem Genre bereits zu diesem Zeitpunkt voll und ganz zu den großen Vorbildern Haydn und Mozart aufschließen. Hier finden sich schon solche vollkommenen Sonaten wie op. 2,3, op. 10,1, op. 13 "Pathétique", op. 26 oder die berühmte "Mondscheinsonate" op. 27,2.
Den dennoch vorhandenen, jugendlichen Charme erfasst Kempff punktgenau. Durch seine authentische Herangehensweise wird nichts vom Esprit dieser Werke verleugnet. Bereits hier zeigt sich, dass Kempff schnellere Tempi wählt als in seiner späteren Darbietung. Das tut den Stücken sehr gut. Das Ländliche, Idyllische kommt so in der "Pastoralsonate" op. 28 noch mehr zur Geltung und die "Sturmsonate" op. 31,2 spielt Kempff sowieso über jeden Zweifel erhaben.

Ein Virtuos ist Kempff nie gewesen. Dennoch erfasst er den Habitus der beiden virtuosesten Beethoven Sonaten grandios. Die "Waldstein" Sonate op. 53 und die "Appassionata" op. 57 spielt er voller Leidenschaft und Empathie. Sein Anschlag ist zupackend, sein Vortrag singend und lyrisch. Nicht umsonst erhielt Kempff schon zu Lebzeiten den Titel "Poet des Klavierspiels".
Auch die weniger bekannten, "leichten" Sonaten, die auf die "Appassionata" folgen, nimmt er ernst. Gerade diese Werke waren Kempffs erklärte Steckenpferde, die er mit der gleichen Ernsthaftigkeit und Liebe darbietet. Seine Akzente, seine Kontraste machen diese Sonaten zu seinen persönlichsten.

Die sechs letzten, zutiefst menschlichen Sonaten liegen Kempff besonders. Welche Liebe er in op. 90 einfließen lässt, ist wirklich gewaltig. Das wundervolle Adagio aus der "Hammerklaviersonate" op. 106, dieser beste langsame Satz, den Beethoven je für das Klavier geschrieben hat, lässt nachvollziehen, was in Jean Sibelius vorgegangen sein muss, als er seinem langjährigen Freund Kempff attestierte, er habe nicht wie ein Pianist, sondern wie ein Mensch gespielt. Man höre sich nur den letzten Satz von op. 110, der besten aller Klaviersonaten, an! Welche philosophischen Tiefen, welches menschliche Ausdrucksvermögen tut sich hier auf! Und zum Schluss darf man noch genießen, wie gekonnt Kempff auch die jazzartigen Ausbrüche in der Aria von op. 111 vorträgt, mit wie viel Witz, Charme und Esprit.

Fazit: Mehr als ein schnödes Dokument - Kempffs Deutungen einer der wichtigsten Errungenschaft des menschlichen Genies bleiben zeitlos gültig, so zeitlos wie die Musik selbst!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kempff Dokument und Beethoven Referenz, 2. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Klaviersonaten 1-32. Aufnahmen 1951/1956 (Audio CD)
Die Deutsche Grammophon hat zwei Gesamteinspielungen der 32 Beethovensonaten mit Wilhelm Kempff, einem der profiliertesten und am meisten verehrten Pianisten des zwanzigsten Jahrhunderts im Katalog. "Wieder" im Katalog, muss man sagen, denn die Einspielung aus den 1960ern war einige Jahre gestrichen. Zwar waren einzelne Sonaten aus dieser späteren Gelblabel-Gesamteinspielung erhältlich, beispielsweise die ebenfalls auf diesen Seiten rezensierte Grammophon-originals Ausgabe mit einigen der populären Namenssonaten und die letzten sechs op.90, op.101, op.106, op.109, op.110 und op.111 als Doppel-CD in der Reihe 2CD, aber für begeisterte Kempffanhänger war kaum verständlich, warum eine der zweifellos grossartigen Gesamteinspielungen dieser so bekannten und bedeutenden Meisterwerke, die ja dem bekannten Zitat Hans von Bülows folgend, gleichsam das neue Testament der Klavierliteratur darstellen, während Bachs Wohltemperiertes Klavier das Alte Testament sei, nicht mehr erhältlich war.

Und so hat sich die Universal, ehemals unangefochtener Hochpreis-Marktführer im Klassiksegment, eines Besseren besonnen und einen Schatz aus den Archiven zum midprice wieder veröffentlicht. Somit sind wieder beide Gesamteinspielungen aller 32 Beethovensonaten von Kempff erhältlich und so günstig wie nie.

Die hier vorliegende um zehn Jahre ältere Gesamteinspielung aus den 1950er Jahren allerdings ist im direkten Vergleich der beiden empfehlenswerter, denn sie ist die pianistisch lebhaftere und akustisch eindrücklichere Aufnahme(seltsamerweise trotz des Altersnachteils der Aufnahmetechnik- mono statt stereo).
Zweifelsohne können beide Gesamteinspielungen als künstlerisch-pianistisch überragende Dokumente des wunderschönen und selbstverständlichen Beethovenspiels des weltweit verehrten Pianisten genannt werden. Kempff war ein herausragender Beethoveninterpret, warm und tiefempfunden, von berückender lyrischer und individueller Ausdruckskraft sein Spiel- einer der wenigen wirklich epochalen und nachwirkenden Meister in der Beethovensonatendiskographie. Kempffs Beethovensonatenzyklen sind in ihrer musikalisch-interpretatorischen Bedeutung historisch einzuordenen neben Giganten wie Solomon, Schnabel, Backhaus, Arrau und Gilels(und von den zeitgenössischen vielleicht Brendel, Kovacevich und Barenboim).

In dieser vorliegenden Aufnahme aus den 50ern ist der Klang direkter, klarer, intimer, wirkt dadurch authentischer und unvermittelt eindringlicher als in der späteren stereo Einspielung. In beiden Einspielungen entfaltet Kempff sein unnachahmliches, wunderschönes, oft sehr lyrisches und zurecht als aristokratisch charakterisiertes Beethovenspiel. Kempffs Beethoven ist auch hier nie so energisch oder kraftvoll wie beispielsweise bei Backhaus. Sein Spiel ist lyrischer, kantabiler, aber hier ist das eine oder andere mit etwas mehr vitalem Zugriff umgesetzt, als in der späteren Aufnahme, was den Beethovensonaten gut bekommt. Es sind bestechende Interpretationen von unbeschreiblicher Tiefe und zeitloser eigenständiger Grösse und Musikalität.

Nochmal: beide BeethovenSonaten Zyklen, die mit Kempff von der Universal/Deutsche Grammophon erhältlich sind, sind pianistische Sternstunden und uneingeschränkt empfehlenswert.
Wenn man zwischen beiden wählen müsste, würde ich den früheren mono Zyklus bevorzugen- als Kempff Dokument und Beethoven Referenz.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen lohnt sich, 17. Dezember 2006
Von 
T. BERGMANN (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Klaviersonaten 1-32. Aufnahmen 1951/1956 (Audio CD)
Diese mittlere der 3 Gesamtaufnahmen der Klaviersonaten von Beethoven von Wilhelm Kempff ist spitze.
Wilhelm Kempff spielt die Sonaten klar strukturiert und lebendig. Auch die Schönheit seines Spiels und Anschlages kommt den Werken sehr zugute.
Allerdings muss ich gestehen, dass z.B. in op. 57 er etwas mehr Zug hätte reinbringen sollen oder besser gesagt können. Oder in op. 13. Aber auch diese Werke spielt er sehr gut.
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12 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenprodukt!, 2. August 2004
Von 
Matthias Kaiser (Hausach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Klaviersonaten 1-32. Aufnahmen 1951/1956 (Audio CD)
Ich bin ein großer Fan klassischer Musik und habe mir diese Sonatensammlung zulegegt. Wilhelm Kempff gelingt es darauf technisch meisterhaft, die großartigen Kompositionen Beethovens zu interpretieren. Diese Leistung verdient eine besondere Anerkennung vor allem im Angesicht der Tatsache, dass diese Aufnahmen in den fünfziger Jahren gemacht wurden. Ein ganz besonderer Hörgenuss: Die Interpretationen der Mondschein- und der Pastorale-Sonate. Jede einzelne Nummer ist ein Genuss!
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