Kundenrezensionen


20 Rezensionen
5 Sterne:
 (9)
4 Sterne:
 (5)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie sind immer noch klasse!
Dieses Album zeigt zum einen, dass es die Stones immer noch drauf haben und selbst nach mehr als dreißig Jahren im Musikgeschäft noch gelungene Alben produzieren, zum anderen wird deutlich, dass die Stones und ihre Musik nach wie vor angesagt sind. Der Erfolg von "Bridges To Babylon" ist unübersehbar. Ich selbst war auch überrascht von der...
Am 5. Dezember 1999 veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anyway you look at it
Ich hatte mich 1997 auf "Bridges to Babylon" gefreut, aber war ich auch begeistert? Teils, teils - und diese Ambivalenz kennzeichnet bis heute mein Verhältnis zu diesem Album. Wohl aus der Angst heraus, mit den Bands und Trends der Zeit mithalten zu müssen, hatten sich Mick und Keith darauf geeinigt, dem neuen Album klangtechnisch einen moderneren Anstrich zu...
Veröffentlicht am 13. Juni 2011 von Toby Tambourine


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie sind immer noch klasse!, 5. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bridges to Babylon (Audio CD)
Dieses Album zeigt zum einen, dass es die Stones immer noch drauf haben und selbst nach mehr als dreißig Jahren im Musikgeschäft noch gelungene Alben produzieren, zum anderen wird deutlich, dass die Stones und ihre Musik nach wie vor angesagt sind. Der Erfolg von "Bridges To Babylon" ist unübersehbar. Ich selbst war auch überrascht von der Klasse dieser CD und auch davon, dass nach "Voodoo Lounge" schon wieder etwas von den Stones auf den Markt kommt. Werden die denn nicht älter? Hört man sich diese CD an, hat man nicht den Eindruck. Die Stones zeigen sich auf dieser CD von ihrer besten Seite, auch wenn nicht jeder Titel ein Hit ist. Mit "Flip The Switch" legen die Stones gleich mit Tempo los. Schon das nächste Stück, der softe Hit "Anybody Seen My Baby", läßt die Vielseitigkeit dieses abwechslungsreichen Albums erkennen. Äußerst gelungen finde ich auch die Stücke, in denen Keith Richards den Ton angibt (z.B. "You Don't Have To Mean It"). Langsame Stücke wechseln sich mit typischen, schnelleren Rocksongs ab, dazwischen noch mal die rauchige Stimme von Keith Richards. Insgesamt ist es ein richtig gutes Stones-Album, das es zwar nicht mit Meilensteinen wie "Exile On Main Street" aufnehmen kann, aber seit langem eines der besten ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas zwiespältig, aber gut, 13. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bridges to Babylon (Audio CD)
So kurz nach dem grandiosen Voodoo-Lounge-Album noch einen Volltreffer zu landen, wäre eigentlich fast nicht zu glauben gewesen. Nach den Presseveröffentlichungen hatten Mick und Keith eigentlich auch Solomaterial zusammengetragen und wollten je ein eigenes Album produzieren. Genau so klingt diese Stones-Scheibe. Während auf den früheren Platten immer das Produkt aus der Jagger/Richards-Zusammenarbeit herauskam, ist es hier so, daß man jedem Titel deutlich anhört, wer von den beiden ihn geschrieben hat. Jaggers Experimente mit diversen Stilrichtungen sind ebenso deutlich auszumachen wie Richards konservative R&B-Riffs. Beides zusammen ergibt die guten Stones-Hits. Nichtsdestotrotz ist es eine gute CD geworden, mit Highlights und schwachen Seiten. Anybody Seen My Baby als Single auszukoppeln, na ja, Geschmack ist bekanntlich verschieden. Out Of Control und Saint Of Me haben erst live zu leben begonnen, dann aber richtig. Might As Well Get Juiced hätte man dann doch besser zu den Outtakes genommen. Keith ist diesmal nicht nur mit sagenhaften 3 Titeln als Sänger vertreten, die sind auch noch alle richtig gut. You Don't Have To Mean It - Klasse, Keith, wolltest Du nicht schon immer mal ein Reggae-Album machen? Ich warte drauf. Thief In The Night kommt auch erst live so richtig zur Geltung und How Can I Stop zeigt gut, welche romantische Seite die rauhe Schale von Keith hat. Fazit: Es ist sicher nicht die beste Stones-Platte, aber es lohnt sich trotzdem, sie zu kaufen, weil sie gut ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beste Scheibe!, 27. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Bridges to Babylon (Audio CD)
Späte Rezension aber... Die Scheibe klingt auch heute noch hervorragend. Warum hat man immer was zu meckern? Nun die Geschmäcker sind verschieden, doch schaffen es die Rollings... prima Songs zu schreiben und geile Videos dazu zu drehen, allem voran das super coole Saint of me. Jeder Song hat seine eigene Marke und Melodie. Heutzutage klingen sie nicht mehr zu sehr auf Pott sondern mehr nach Musik, Pop hin oder her, ob alt oder jung. Solange sie noch so gute Musik machen hoffe ich das es sie noch lange gibt. Punkt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anyway you look at it, 13. Juni 2011
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Bridges to Babylon (Audio CD)
Ich hatte mich 1997 auf "Bridges to Babylon" gefreut, aber war ich auch begeistert? Teils, teils - und diese Ambivalenz kennzeichnet bis heute mein Verhältnis zu diesem Album. Wohl aus der Angst heraus, mit den Bands und Trends der Zeit mithalten zu müssen, hatten sich Mick und Keith darauf geeinigt, dem neuen Album klangtechnisch einen moderneren Anstrich zu geben, was zur Folge hatte, dass neben zwanzig Gastmusikern gleich sechs Produzenten(teams) engagiert wurden, so viele wie auf keinem anderen Stones-Album. Im Ergebnis klingt das Album dann auch so experimentierfreudig wie keins ihrer anderen; dafür fehlt ihm aber auch der rote Faden, selbst wenn man bei jedem Song ihre typische Handschrift heraushört.

Die Songs lassen sich in drei Gruppen unterteilen: Zum einen sind da mit Too tight, Gunface, Low Down und Flip the Switch die zu erwartenden Stones-Kracher vertreten, die allerdings bei allem Feuer (und immer flacher werdenden Songtexten) nicht verhehlen können, dass hier viel heiße Luft produziert wird. Out of Control ist musikalisch der interessanteste Rocker; leider fehlt der Produktion das gewisse Etwas, und der Song konnte erst live auf "No Security" überzeugen.

Dann sind da die Songs, die ich immer als Jagger-Solo-Songs, nur eben mit der Band umgesetzt, empfand: die Singles Anybody seen my Baby und Saint of me waren kein Ersatz für Brown Sugar o.Ä., schleichen sich aber nach mehrmaligem Hören genussvoll ins Ohr. Already over me (eine Art "Angie '97") begeisterte mich beim ersten Hören so, dass ich den Song am selben Tag auf Gitarre lernte, und das kommt nur alle Jubeljahre vor. In eine ähnliche Kerbe schlägt Always suffering; bei beiden Songs hat man - wie bei allen guten Jagger-Balladen (Memory Motel, Out of Tears, Hang on to me tonight) - das Gefühl, es geht um eine real existierende Frau (seine?).

Das von den Dust Brothers produzierte, bluesig-pumpende Might as well get juiced war der am modernsten klingende Song hier; nach einem Mehr an Experimentierfreude war mir nicht, und den Rolling Stones ging es offenbar auch so.

Schließlich kommt Keith mit gleich drei Songs zum Zuge, und die stellen für mich den größten Schwachpunkt dar: You don't have to mean it war für mich immer ein harm- und zahnloser Alle-meine-Entchen-Gute-Laune-Reggae, nur noch unterboten von Cherry oh Baby (auf "Black and Blue"), und sowas will ich von Keith einfach nicht hören.

Die beiden letzten Albumtitel, Thief in the Night und How can I stop, gehen auch nach Jahren einfach nicht an mich, obwohl ich mir noch so Mühe gebe, sie atmosphärisch zu finden; Thief in the Night war live auf "No Security" einfach besser (wenn auch immer noch nicht gerade gut), und How can I stop langweilt mich einfach am Albumende trotz Jazz-Saxophons und Steel Drums etc. Da hat Keith mit Sleep tonight oder Losing my Touch schon bessere Albumschlüsse hingekriegt.

Die B-Seite von Saint of me, Anyway you look at it, schaffte es leider nicht auf diese Platte (später aber auf "Rarities 1971-2003"), vielleicht weil es nicht spektakulär genug war; dafür aber war es wirklich atmosphärisch.

Experimentierfreude an sich ist ja löblich, zeitigt allerdings nicht immer zwangsläufig auch starke Ergebnisse. Auf dem für B.B. Kings Album "Deuces wild" eingespielten Paying the Cost to the Boss bewiesen die Stones, dass sie den Blues immer noch konnten und es nicht nötig hatten, sich aktuellen Trends anzubiedern, eine Erkenntnis, die sie acht Jahre später auf "A Bigger Bang" konsequent umsetzten.

Ich habe später meine Original-CD durch den Japan-Import (mit einer Live-Version von Angie, aufgenommen am 6.3.'95 in Tokio) ersetzt und kann deshalb keine Angaben über eine eventuelle Klangverbesserung durch das Remaster von 2009 machen; dies ist klanglich jedenfalls mit der Japan-Pressung identisch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos, 6. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Bridges to Babylon (Audio CD)
Bin - zugebenermaßen - sehr spät auf diese CD gestoßen, genau genommen durch das Buch "LIFE" von Keith Richards (nebenbei gesagt: sehr lesenswert, nicht nur für Stones Fans).
Ich finde die CD rundum gelungen, die Songs sind echte "Stones-Handarbeit", man erkennt ganz deutlich Richards und Jaggers Handschrift, die Symbiose aus beiden macht es dann. Ein ganz wichtiges Kriterium guter Musik ist für mich, dass sie auch nach mehrmaligem hören nicht langweilig wird und dieses erfüllt "Bridges to Babylon" m. E. allemal, im Gegenteil: Es erschließen sich nach und nach immer mehr interessante Details. Ein zeitloser Klassiker, davon gibt es wahrlich nicht viele, schon gar nicht in Zeiten von "Deutschland sucht den Superstar"...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Album der Moderne, 25. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bridges to Babylon (Audio CD)
Es gibt tatsächlich Fans der Stones, die permantes Auf-Tournee-Gehen und altes Material vortragen ganz ok finden, aber es noch viel anziehender finden, wenn die Stones neues Material erarbeiten! Leider ist die Frequenz neuer Studioalben letzthin arg gedehnt, aber es besteht ja noch Hoffnung.

Ein Glanzbeispiel, was dabei herauskommt, wenn die Stones ins Studio gehen, und ein modernes, hochwertiges Album erstellen, stellt Bridges To Babylon dar, das immerhin auch schon von 1997 ist. Ein überragendes Album, besondere Kaufempfehlung gilt der Erstausgabe mit dem dekorierten, transparenten Slipcase. Bei Nachpressungen ist das silberfarbene, ornamentale Dekor direkt auf das Booklet gedruckt. Die Erstausgabe hat dagegen ein bedrucktes Slipcase, das erst darunter das Löwenbild freigibt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Sammlerstück, 14. Juli 2014
Das ist ein Sammlerstück für Stones Fans , denke ich, da ich die Musik schon auf CD und Vinyl habe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Stones, 1. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bridges to Babylon (Audio CD)
Eine gute, aber sicher nicht die best Scheibe der Stones. Musik, die seit Jahrzehnten alle Zuhörer oder auch Zuschauer bei Konzerten schätzen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Stones sind nach Jahren noch gut, 19. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bridges to Babylon (Audio CD)
Habe die CD für meinen Vater gekauft, der fand sie bei mir klasse. Eine Musik für das Leben bleibt .
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Toller Sound auf einer "interessanten" Platte - 3einhalb STERNE!, 4. Januar 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bridges to Babylon (Audio CD)
"Bridges to Babylon" war wohl eher aufgrund der Tatsache, dass Jagger und Co immer noch Musik machen, ein Erfolg, als wegen der tollen Songs auf der Platte.

Ehrlicherweise muss ich aber gestehen, dass ich "Bridges to Babylon", trotz mehrmaligen Anhörens, nach wie vor interessant finde.

"Flip The Switch", "Low Down", "Already Over Me", "Gunface", "You Don't Have To Mean It", "Out Of Control" (das live um einiges besser klingt), "Saint Of Me" sowie "Always Suffering" und "Too Tight" sind besser als sämtliche Stones-Songs aus den 80ern (zumindest besser als speziell jene aus den Mittachtzigern - mit einigen wenigen Ausnahmen).

Die 3 Sterne tendieren eher nach oben als nach unten.

Eigentlich wären 3enhalb Sterne das richtige "Bewertungsmaß" für "Bridges to Babylon".

Da sich meine Meinung gegebüber dem Album grundsätzlich nicht geändert hat, ich aber noch einiges loswerden möchte, füge ich anbei noch einiges hinzu (es sei mir bitte gestattet):

Das "Hauptproblem" (obwohl ich BtB ja generell eher positiv gegenüberstehe) des Albums ist, dass Sound, Produktion und der Stil der Stones (ich nenn's jetzt mal so) irgendwie nicht authentisch zueinander finden wollen. Trotz eigentlich guter (oder wenigstens passabler) Einzelkompositionen (mit ein paar unrühmlichen Ausnahmen, aber dazu später) kann die Scheibe nie einen wirklichen Albumcharakter entwickeln - BtB haftet so ein wenig ein undankbarer "Stückwerkgeist" an, den selbst die Highlights auf der Platte kaum vertreiben können...

Zuerst zum Sound: So kräftig, klar und "tight" haben die Steine bis dato auf einem Studiowerk noch nie geklungen, außer vielleicht am letzterschienenen "A Bigger Bang", das ebenfalls sehr "üppig" klingt. Man war offenbar sehr bemüht, ein kräftiges Lebenszeichen zu setzen und sich dem Zeitgeist "anzupassen".
Allerdings differiert der Sound ein wenig mit dem typischen "Stones-Stil". "Flip The Switch" z.B. ist im Grunde ein "perfekter" Eröffnungstrack, um dieses Stones-2000-Projekt ambitioniert in Gang zu bringen. Aber ist das wirklich ein Charlie Watts, der da auf seine Drums hämmert? Kennt man die Live-Version des Songs (zu hören auf "No Security"), so muss sich einem diese Frage fast unweigerlich stellen! Die nämlich kommt höchstens mit halb so viel Elan daher und macht aus diesem hierauf sehr guten Song ein eher unnötiges "Mauerblümchen" im Live-Set. (Auch Bass und Gitarre kommen dabei nie so schnittig-prägnant wie im Studio zur Geltung, es fehlt offenkundig das gewisse Etwas).
Ähnliches gilt im Grunde auch für die anderen Tracks auf BtB. Natürlich: Auch hier bestätigen Ausnahmen (wieder einmal) die Regel.

Wirklich "schöne", mehr oder minder zeitlose Songs, sind auf BtB nur wenige zu finden. "Already Over Me" und "Always Suffering" sind vielleicht die zwei authentischsten Nummern auf dem Album. Hier passen Produktion, Feeling und Interpretation praktisch perfekt zusammen.
Das zuvor schon angesprochene "Flip The Switch" hingegen besticht in erster Linie durch den "monumentalen" Sound - und klingt auch sehr gut - dennoch ist es nicht wirklich "Stones"-Like... Selbes gilt meines Erachtens für "Low Down" und "Gunface", die ich beide ebenfalls sehr mag, aber höchstens stellenweise authentisch klingen. "Gunface" würde überhaupt besser auf ein Mick-Jagger-Solo-Album passen, wie ich finde. Ach ja: "Saint Of Me" übrigens auch - obwohl ich auch das sehr gefällig finde (die "stonere" Version hiervon ist ebenfalls live auf "No Security" zu hören!).
"Anybody Seen My Baby?", das ja unabsichtlich geklaut wurde (ich nehm das mal an), klingt ebenfalls mehr nach Sir Jagger als nach The Rolling Stones und ist insgesamt eher eine der schwächeren Songs auf der Platte.
"Out Of Control" hat viel Potenzial, klingt aber lieblos produziert und scheitert somit an mangelnder Atmosphäre. Auf "No Security" übrigens ist es live dargeboten ein echtes Highlight (unbedingt anhören)! Der umgekehrte Fall zu "Flip The Switch" quasi...
"Might As Well Get Juiced" klingt insgesamt mehr nach Soundexperiment als nach Stones-Song und gefällt mir offengestanden generell nicht so besonders gut...
"Too Tight" macht in vorhandener Version Spaß, weil die Gitarren unwiderstehlich "knurren" und Charlies typischer Rhythmuspart herauszuhören ist. Kompositorisch ist es allerdings kein Glanzstück. Macht nichts, ich mag's trotzdem...

Und nun wären wir schon bei Mr. Richards Beiträgen zu BtB angelangt. Was soll ich da groß sagen? Gut, "You Don't Have To Mean It" finde ich eigentlich ganz gut - es ist, wie ich meine, zumindest der stärkste Beitrag Keith' auf dieser Scheibe.
"Thief In The Night" und "How Can I Stop", die das Album schließen sind letztendlich enttäuschend. Da waren "The Worst" und "Thru & Thru" am dirketen Vorgänger (dem grandiosen "Voodoo Lounge", das für mich letztlich um ein Vielfaches authentischer und somit auch "schöner", "echter" und besser ist als BtB) um Klassen besser!!
Zwar ist "How Can I Stop" eine ganz "nette" Schnulze für Zwischendurch, aber es glänzt weder durch besonderen Einfallsreichtum, noch durch besondere atmosphärische Größe. Und Leute: Dieser Mann hat neben zuvor erwähnten Gustostückerl immerhin u.a. auch Songs wie "Happy", "You Got The Silver", "Before They Make Me Run" oder "Slipping Away" geschrieben. Da darf man dann gerechterweise auch die Erwartungshaltung dementsprechend hoch legen!

Fazit: Was bleibt? Lustigerweise war BtB (ich glaube sogar) mein allererstes Studioalbum der Stones! Ich muss damals um die 12 oder 13 Jahre alt gewesen sein (1997/98?) und dachte, dass Rolling-Stones-Alben immer so DICK und ÜPPIG klingen... Natürlich hatte ich keine Ahnung. Die Scheibe aber gefiel mir, soweit ich mich entsinnen kann, recht gut.
Nachdem ich meine Stones-Sammlung schließlich nach und nach komplettiert habe (heute ist bis auf "Undercover" eigentlich alles da, plus unzähligen Live-CDs etc. natürlich), hat sich meine Grundeinstellung dazu (auch zu damals schon) interessanterweise kaum bis unwesentlich verändert. Obwohl ich heute logischerweise einen viel innigeren und vermeintlich "objektiveren" (eigentlich ist es ja ein subjektiverer) Zugang zu BtB habe, weil ich eben nun wesentlich besser über das Gesamtwerk der Steine Bescheid weiß und Zusammenhänge vermutlich besser deuten und "verstehen" kann, ist es für mich nach wie vor ein "interessantes" Album mit "üppigem" Sound, das manchmal nahezu begeistern kann (wenn man in Stimmung ist), während es dann wieder wochenlang unbeachtet im CD-Regal vor sich hinverstaubt...

Worauf ich mit folgender (sentimentaler) Jugendgeschichte hinaus wollte: Ich glaube, dass man Musik - nachdem man sie über die Ohren eingefangen hat - in erster Linie mit dem Herzen wahrnimmt, ganz unabhängig vom Alter (da spielen dann nur mehr das Erfahrungsspektrum und sogenannte "Hörgewohnheiten" eine wesentliche Rolle). Und dieser Herzenszugang hat sich über die Jahre hinweg offensichtlich unwesentlich verändert...

Resümee: Nein, besser als "Voodoo Lounge" ist "Bridges To Babylon" nicht! Es liegt für mich (als treuer Stones-Fan) in etwa (insgesamt gesehen) auf einem Level mit "Steel Wheels" oder auch "A Bigger Bang". Obwohl ich an dieser Stelle gestehen muss, dass ich letztgenanntes Album noch weniger höre als BtB.
"Bridges To Babylon" ist ein einmaliges Stones-Album: wenig authentisch, aber Kompositionen betreffend passabel bis gut und darüber hinaus soundtechnisch eine WUCHT (im wahrsten Sinne des Wortes). Leider passt die jew. Produktion (also die Abmischung oder das "Feeling"/Atmosphäre) aber nicht immer 100%ig zu den Songs, weshalb ich die Scheibe mit exakt 3EINHALB STERNEN nach wie vor für gerecht bewertet halte!

Fans sollten sich die Platte eigentlich nicht entgehen lassen. Ironischerweise ist das Album zugleich auch gerade für diejenigen geeignet, die die Stones eher nicht so sehr mögen (eben aufgrund der eher untypischen "Machart")...

***/****
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Bridges to Babylon
Bridges to Babylon von The Rolling Stones (Audio CD - 1997)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen