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Kundenrezensionen

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am 9. November 2011
1. Outside erschien im September 1995 und sollte ursprünglich als Konzeptalbum-Reihe die letzten Jahre des letzten Milliums begleiten. Auf dem Album widmet sich Bowie dem sehr schwierigen Thema "Art-Crime" und schuf für das Album gleich mehrere Charaktere, die zwischen den einzelnen Tracks eine in einer nahen düsteren Zukunft angesiedelten Geschichte erzählen.

Ich muss gestehen, dass ich den Sinn der Story auch nach mehrmaligem Hören nicht ganz verstehe. Dennoch hinterlassen die kurzen Monologe wegen Ihrer Instrumentierung und Stimmverzerrung einen sehr nachhaltigen, teils verstörenden Eindruck. Diese Tracks wurden übrigens vom Produzenten Brian Eno eingespielt, der bereits in den 70ern die brillianten DB-Alben "Low" und "Heroes" sowie teilweise "Lodger" produzierte.

Inspiration für das Album fand Bowie sicherlich zu einem großen Teil bei Scott Walker, der fast zeitgleich das Album "Tilt" veröffentlichte und eindrucksvoll belegte, was eine extreme, hermetisch abgeschlossene Pop-Platte sein kann. Outside geht zwar nicht ganz so weit, ist aber ebenfalls vom Mainstream-Pop Lichtjahre entfernt. Künstlerisch kommt bei Outside Bowies Faszination für Außenseiter und Verrückte zur Geltung. Bowie beschäftigte sich zeitgleich zum Album besonder intensiv mit der Malerei, besuchte in Österreich auch eine Anstalt für Psychisch Kranke und war kurzzeitig auch von der Kunst eines Hermann Nietsch sehr angetan. Die Atmosphäre des Albums findet man vielleicht auch auf dem 1998 erschienenen Film, "Strange Days".

Aber zur Musik selbst: Outside ist, wie ich finde, DBs schwierigstes Album. Ich würde die Musik als Avantgarde-Pop bezeichnen, wobei das Wort Pop recht klein geschrieben ist...der einzige, recht eingängige Titel ist "Strangers when we meet", der zumindest einen gewissen Optimismus ausstrahlt. Alle anderen Tracks strahlen eine teilweise verstörende, teilweise brutale oder völlig orientierungslose Atmosphäre aus.

Einige Highlights:

1) Leon takes us outside/Outside (Der Song behandelt die Verschmelzung von Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart. Der Refrain "ItŽs happening now" ist allerdings alles andere als buddhistische Leichtigkeit ;-)
2) The Motel: für mich vertonter Pop-Existenzialismus. Jedes Mal, wenn ich diesen Song höre, denke ich an Jean-Paul Satre und sein Stück "Geschlossene Gesellschaft" (There is no hell like the old hell.."
3) I am deranged: interessant hier, dass dieser Track als Intro für den Film "Lost Highway" (Kunstfilm von David Lynch) verwendet wurde. Die Musik begleitet übrigens ein Auto, das über eine endlose Straße in die Dunkelheit eintaucht
4) Thru these Archtects Eyes: fantastischer, gehetzter Song mit einer schrägen absteigenden Melodielinie, einem harten Rythmus und einem verstörenden Gesang - beim Zuhören denke ich immer an grellen, nächtlichen Verkehr, an eine seltsame Mischung aus Starre und Geschwindigkeit..
5) Strangers when we meet: wie gesagt der "positivste" Track des Albums, wenn er auch nicht ganz zum Rest des Albums passt
6) Hello Spaceboy: diese Nummer wurde als Pet Shop Boys/David Bowie-Kooperation als Single veröffentlicht und war auch ein kleiner Charterfolg. Die Version auf Outside ist aber wesentlich härter und mir persönlich gefällt die Pet Shops Boys-Version besser.

Interessant vielleicht noch, dass Bowie aus "Outside" zunächst "The Hearts Filthy Lesson" veröffentlichte - einen extrem interessanten, aber VÖLLIG UNKOMMERZIELLEN Track. Auch braucht man für das Video recht starke Nerven. Es ist ein Mischung aus Kunst, dem griechischen Minotaurus, viel Blut und archaischen Elementen.

Das Album ist wie gesagt Bowies vielleicht schwierigstes Werk, ist aber brilliant, wenn man sich die Mühe macht es wirklich zu hören. 5 Sterne!
Mutig auch, dass Bowie (gemeinsam mit den Nine Inch Nails) mit diesem recht sperrigen Werk nach der Veröffentlichung auf Tournee ging und doch einige Songs performte (aufgelockert mit teilweise wenig bekannten, älteren Songs). Ich selbst war 1996 bei einem Outside-Konzert in Wien und war begeistert.

PS: Aus dem Plänen dem Outside 1. weitere Alben folgen zu lassen, wurde übrigens dann doch nichts. Bowie ging zwar seinen experimentellen Weg weiter. Sein nächstes Album "Earthling" war aber doch schon wesentlich eingängiger.
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am 10. Februar 2012
Ich habe "1.Outside" erst vor einem Jahr kennengelernt, als ich - und nicht zuletzt durch dieses Album - wieder zu einem sehr großen Bowie-Fan geworden bin. Es gehört auf jeden Fall zu meinen Top 3 von Bowie.

"1.Outside" wird oft als "Industrial"-Album mit Drum&Bass und Jungle-Einschlägen bezeichnet und dafür kritisiert. Ich hatte vorher überhaupt nicht einmal eine Ahnung von diesen Musikrichtungen, konnte das Album daher diesbezüglich "vorurteilsfrei" anhören und finde den Sound hinreißend. Außerdem lässt es sich musikalisch sowieso nicht auf diese Musikstile reduzieren, es ist noch so viel mehr drinnen... z.B. jazzige Elemente, gigantische Klavierparts des genialen Mike Garson, geradezu opernhafte Gesangseinlagen in "A Small Plot Of Land" - all das wird zu etwas ganz Eigenem, Besonderen verquickt. Die Musik ist einfach spannend und abenteuerlich. Angenehm ist sie an manchen Stellen nicht, dafür aber ungeheuer faszinierend. Man muss sich wirklich voll auf die Musik einlassen und kann sie nicht einfach so nebenher hören, also sind entweder (gute) Kopfhörer oder eine entsprechende Lautstärke wichtig!

Ich finde im Gegensatz zu anderen Rezensenten, dass die "Songs" sehr wohl auch für sich alleine gut stehen können. Meine Favoriten auf dem Album sind das wunderschöne, getragene und sich immer mehr steigernde "The Motel" (allerdings klingt Bowies schöne klangvolle Stimme in der Albumversion merkwürdig "flach", darum gefallen mir Liveversionen des Stückes fast noch besser), das großartige "A Small Plot Of Land" und der geradezu hypnotische Song "I'm Deranged". Aber ebenso eindrucksvoll sind "The Hearts Filthy Lesson" mit Mike Garsons einzigartigem Pianospiel, das sich wie ein roter Faden durch das ganze Album zieht, "The Voyeur Of Utter Destruction (as Beauty)" und der Titeltrack "Outside". Eigentlich müsste ich alle Stücke des Albums aufzählen, denn es gibt einfach keine Schwachstellen. Ich höre sogar die oft gescholtenen Segues gerne, in denen Bowie mit verfremdeter Stimme die einzelnen Charaktere vorstellt und wiederum ganz eigene Stimmungen kreiert.

Stimmung ist überhaupt das Um und Auf des Albums, ein echte "Handlung" lässt sich aus dem Dargebotenen beim besten Willen nicht zusammenfügen, und darum habe ich auch noch nie versucht, die nicht vorhandene "Story" nachzuvollziehen. Bowie selbst spricht von "loose ends".

Ein anderer Kritikpunkt lautet oft, das Album wäre mit 76 Minuten Spielzeit zu lang... finde ich auch nicht, im Gegenteil, es endet mir sogar ein wenig zu abrupt und der melodische Schlusssong "Strangers When We Meet" will so gar nicht zum Rest des Albums passen, wirkt aber nach all den Gruseligkeiten eingermaßen versöhnlich und harmonisch.

Fazit: ein echtes Meisterwerk, das wesentlich mehr Beachtung verdient hätte, sowohl innerhalb des Bowie-Kataloges als auch allgemein.
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am 18. Oktober 2003
Ein Konzeptalbum, wie ich es seit den 70ern nicht mehr gesehen habe. Aus den vielen Puzzlestücken, die die einzelnen Songs erzählen, ergibt sich ein Gesamtbild - eine Geschichte über einen Mordfall. Das Booklet hilft beim Entschlüsseln der Zusammenhänge, u.a. mit Photos der abstrusen Figuren, die allesamt Bowie sind...
Und die Musik ist atemberaubend, dynamisch, voller Energie. Eine düstere Synthese von Rock, Jazz und EBM.
Bowies ursprüngliche Idee war es, bis zum Jahr 2000 5 Alben herauszubringen und die Geschichte fortzusetzen (deshalb auch die "1" vor Outside). Leider wurde diese Idee aber auch genauso schnell wieder verworfen.
Andererseits wäre es auch schwer geworden, auf diesem Niveau eine Fortsetzung zu machen.
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am 8. Dezember 2014
Nach der Band-Phase, einem meiner Meinung nach eher schwachen eher schwachen Album ("Black Tie White Noise") und dem in Deutschland eher unbekannten "Buddha of Suburbia" war dies wieder ein Album, wo Meister-Bowie all Register seines Könnens schöpft, überrascht, Geschichten erzählt und begeistert.

Beim ersten Hören war ich nahezu entsetzt... Und dann passierte es: Ich bekam einen Song ("Hello Spaceboy" - altes Thema des Meisters, aber dieser SONG!) nicht mehr aus dem Ohr und traute mich nach und nach das Album mit "neuem Ohr" zu hören. Die Begeisterung ist bis heute geblieben. Nicht jedem zu empfehlen (schon gar nicht als Einstieg in Bowies weitreichendes musikalisches Schaffen), aber Outside ist einer meiner heimlich Lieblinge geworden und geblieben.
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TOP 500 REZENSENTam 30. April 2006
... dass Bowie (nach so viel

Mittelmäßigem) wieder so ein klasse Album herausbringt!

Kompliment, Herr Jones.

Da sind zum einen Songs wie "The Hearts Filthy Leson" - langsamer und etwas

schwerer zugänglich, doch durchaus hörenswert.

Zum anderen sind Songs wie "Hello Spaceboy", "No Controll", "I Have Not

Been To Oxfort Town" oder "Strangers When We Meet" ziemlich catchy und

spätestens beim 3. Mal hat man sie im Ohr.

Ein Konzeptalbum, wo ich weniger auf den Text höre (Mord), man möge mir

verzeihen ;), sondern auf die Stimmung - und die ist großartig.

Schöne Melodien, gut interpretiert und gut produziert.

Solche Werke wünsch man sich vom 'Thin White Duke'.
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am 27. Dezember 2003
Kaum zu verstehen, warum dieses Album nicht sofort ein riesiger Erfolg wurde - das kann nur am schwierigen Thema "Art Crime" liegen. Jedoch, David Bowie fängt es auf excellente Weise ein.
"Outside" ist ein MEISTERWERK: einzigartiges Konzept, die Spannung, die unterschiedlichen Stimmungen, die tolle Musik und Songtexte (zwischendurch von David Bowie auf elektrisierende Art gesprochene Texte! Gänsehaut!).
Besonders hervorstechend sind "The Heart`s Filthy Lesson", "The Motel", "Hallo Spaceboy", "I`ve Not Been To Oxford Town", "Baby Grace", "Segue" (alle), "Wishful Beginnings", "Strangers When We Meet", "Thru These Architects Eyes".
Jammerschade, dass es bis dato keine Fortsetzung von "Outside" gibt!!!
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am 3. Oktober 2013
Ein düsteres, musikalisch hochinteressantes Konzeptalbum in Zusammenarbeit mit Eno. Oft unterschätzt, doch eigentlich ein Meisterwerk! Enthält I'm Deranged vom Lost Highway Soundtrack.
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am 10. März 2014
no, not Scary Monsters. This is, maybe, just maybe, his best ever - if you like the rather off-beat efforts on his earlier albums, rather than the hits, which I do, in most cases: Time, The Bewlay Brothers, Sweet Thing, etc. The ones he could never release as singles but were superb, outstanding tracks. This is an album full of non hits (well, maybe just a couple of small ones, nothing to write home about).

I think he was given very bad press after Let's Dance - not to say he didn't deserve it for his milking of the cow period, but Tin Machine was definitely a step in the right direction and after that - well. Outside and thereafter are all five to seven stars but, reduced to American standards, just the five...
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am 17. September 2003
Fassungslos hörte ich diese CD, das künstlerische Spektrum läßt auf diesem Longplayer keine Fragen offen.
Großartig und ergiebig. Auch das booklet ist äußerst mustergültig.
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am 22. November 2002
sagenhaft, was uns der thin white duke nach dem tin-machine-experiment und seiner gefloppten "black tie - white noise"-scheibe hier anbietet! ein weiteres mal vollzieht das chamäleon der rockmusik einen richtungswechsel um wenigstens hundertachtzig grad: später wird er das technoide "seven years in tibet" wegen des riesenerfolges in hongkong noch einmal in der chinesischen mandarin-sprache aufnehmen; ein grosser wurf, viele jüngere fans werden durch diese scheibe erstmals auf ihn aufmerksam werden. davy forever!
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