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Kundenrezensionen

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am 11. Juni 2011
Musste es wirklich diese doch recht teure SHM-SACD-Version sein, um STICKY FINGERS 40 Jahre nach der Erstveröffentlichung endlich einmal in voller Dynamik genießen zu können? Es gibt doch genug Beispiele von "normalen" CD-Produktionen, bei denen man beim Mastern oder Remastern auf die übliche Kompression verzichtet hat, um die ursprüngliche dynamische Bandbreite der Aufnahmen zu erhalten! Nun denn, dieses neue SACD-Remaster klingt jedenfalls vom Eröffnungsriff von "Brown Sugar" bis zum letzten Takt von "Moonlight Mile" so dynamisch und transparent wie nie zuvor, wenn auch nicht ganz mit der räumlichen Tiefe wie einige der 2002 veröffentlichten Stones-SACDs wie Beggar'S Banquet oder Let It Bleed. Für einen Referenzstatus reicht es dennoch allemal aus. Übrigens kein Multichannel, sondern lediglich SACD-Stereo.
Anders als das von amazon abgebildete Coverfoto suggeriert, muss man auf den kultigen Reißverschluss verzichten, dafür steckt die SHM-SACD in einem ansprechend gestalteten mehrfach aufklappbaren und bebilderten Klappcover, so dass man weder auf den Andy Warhol-Slip, noch auf eine Replik der Rückseite des originalen LP-Covers verzichten muss.
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am 11. April 2008
es gibt natürlich kein "bestes" rolling-stones-album, aber dieses ist sehr nahe dran. ich muss mir immer was zu essen machen, wenn ich es höre, so unendlich hungrig klingen diese songs. ein album als beschreibung trotziger lebensgier. leben in zeiten des todes. anders als auf "exile" verlieren sie sich hier nicht in einem zugegeben verführerisch-bösen sound, sondern schaffen eine immer wieder faszinierende einheit von klang, song und interpretation. das swingt und knallt und heult und platzt beinahe vor dringlichkeit. und gerade die nicht-hits, wie "sway" oder "i got the blues" oder "can't you hear me knocking?" haben eine hinterhältige qualität, die einen auch dann noch unvermittelt in den hintern beißt, wenn "brown sugar" sich bereits bis zur gemütlichkeit abgenutzt hat.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. April 2007
Ich bin kein Stones-Fan und werde auch keiner mehr. Aber mit diesem Album und dem ebenfalls fantastischen "Exile On Main Street" setzten die ehemals britischen Blues-Rocker Maßstäbe:

Mit "Sway", "Brown Sugar" und "Can't You Hear Me Knocking" wird die Sparte Blues-Rock bedient, dass es eine Freude ist. Krachende Riffs, pumpender Bass und ein energischer Sänger lassen keinen Zweifel aufkommen, in welche Richtung dieses Album marschiert. Keith Richards bedient die Rhythmusgitarre so vorbildlich, dass bestimmt 10 Jahre lang alle Gitarristen dieser Welt versuchten, solche Grooves aufzubauen.

Auch die Sparte "traditioneller Blues" wird angemessen bedient: "Sister Morphine" bleibt ein vorbildlicher Song mit feiner Instrumentierung und "You Gotta Move" ist ein gelungener Zwitter zwischen Hymne und Slow-Blues. Und mit "Dead Flowers" wird sogar die Sparte Country-Rock auf hohem Niveau bedient.

Amerikanischer und urwüchsiger haben die Stones wohl nie geklungen. Und zeitloser auch nicht.
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am 31. Dezember 1999
Eigentlich würde ich mich ja nicht unbedingt als eingefleischten Stones Fan bezeichnen, doch diese Platte ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Dieser rauhe ungeschliffenen Sound ist doch eine wohltuende Abwechslung zum all dem überproduzierten und ahlglatten Pop Zeugs das man heutzutage häufig aufgetischt bekommt. Die Lockerheit mit der Keith Richards seiner verstimmten Gitarre unvergessene Riffs wie z. B. das von Brown Sugar entlockt sucht immernoch ihresgleichen, und außerdem ist die Platte ein Dokument der relativ kurzen Phase in der Mick Tayler der Band angehörte und diese über einen adäquaten Leadgitarristen verfügte. Und die Kombination von Charlie Wattts einzigartig dezenten und spartanisch hölzernen Schlagzeugspiel, der satten Rhytmusarbeit von Richards und den filligranen Soloeinlagen von Tayler und schließlich der charakteristischen Stimme von Mick Jagger machen diese Album zu einem Höhpunkt der Rockgeschichte, mit Klassikern wie Wild Horses und Dead Flowers. Schade nur, daß die CD Hülle nicht über den schönen Reißverschluß der LP Verpackung verfügt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 1000 REZENSENTam 29. September 2015
Am 23.04.1971 erschien "Sticky Fingers", das neunte in Großbritanien erschienene Studioalbum der Rolling Stones. Es wurde von Jimmy Miller (u.a. Motörhead) produziert. Es wurde eingespielt von Mick Jagger (Vocals, Guitar, Percussion), Keith Richards (Guitars, Vocals), Mick Taylor (Guitars), Bill Wyman (Bass, Piano) und Charlie Watts (Drums, Percussion). Ausserdem waren wieder viele Gäste an der Platte beteiligt.
Alle Songs stammen von Mick Jagger und Keith Richards. Der Text von `Sister morphine` kommt in wesentlichen Teilen von Marianne Faithfull.

Der Opener `Brown sugar` geht gleich zur Sache und ist eines ihrer bekanntesten Stücke. `Sway` ist deutlich langsamer, aber ziemlich heavy. `Wild horses` ist ein langsamer, melancholischer Titel, einer meiner liebsten. `Can’t you hear me knocking` ist mit einer Laufzeit von über 7 Minuten das längste Stück der Platte. Hier gibt es ein tolles Saxophonsolo und ein geiles Gitarrensolo von Mick Taylor. Das Cover von Fred McDowell `You gotta move` ist typischer Delta Blues. `Bitch` ist wieder recht rockig und der Hörer vernimmt Bläser. `I got the blues` ist tatsächlich ein waschechter Blues. Ein ganz besonderer Titel ist `Sister morphine`. Wir hören einen traurigen Text, Akustik- und Slidegitarren. `Dead flowers` ist Countryrock und kommt locker daher. `Moonlight mile` ist eine schöne Ballade mit Streichern.

Ich bin nicht so der grosse Rolling Stones-Fan. "Sticky Fingers" ist aber ein ausgesprochen starkes Album. Diese Mischung aus Rock, Blues und Country ist sehr gelungen. Es sind einige highlights auf dieser Platte verewigt (u.a. `Brown sugar`, `Wild horses`, `Sister morphine` und die Ballade `Moonlight mile`). Daher sind hier 5 Sterne zu vertreten. Viele Fans behaupten, dass es nach dem ebenfalls starken Nachfolger "Exile on Main Street" (1972) mit den Stones abwärts ging.
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am 23. August 2004
Von den Stones Fans hochgelobt, das klassische Album Sticky Fingers. Die 60er haben außer Brian Jones alle in der Band überlebt. Die Scheibe ist ausgefüllt mit Texten im Drogenjargon, und beschreibt im Grunde den Lebensstil der 5 Herren. Es geht um Nutten (Bitch), Heroin (Brown sugar) und die unvermeidlichen Verluste (Sister morphine, Sway, Wilde horses), die ein solches Leben mit sich bringt. Ist es nicht schön, daß sie (für die meisten von uns) diese Lebensart stellvertretend voll ausschöpften? Die Stücke zeugen von einer (aus dem Abstand angenehmen) Gruseligkeit, die Sex, drugs & Rock'n'Roll erzeugen. Eine dekandente Haltung & Zynismus in einem Stück wie "Dead flowers" werden gepflegt und zelebriert:...and I won't forget to lay dead flowers on your grave. Nein, es ist nicht die Cabrio-Hymne, sondern einfach gehässig. Die Leute, die diese Scheibe auflegen, nachdem sie die inzwischen durch solide Arbeit erschwingliche Harley in ihrer Garage geparkt haben, können noch einmal das Gefühl des harten Rockers und der guten alten Zeiten aufleben lassen... oder ist es doch nicht so schlecht, daß man Montag morgens malochen muß, anstatt den nächsten Dealer aufzusuchen, weil der Stoff aus ist? Musikalisch sind die Stones hier auf ihrem Höhepunkt, was besonders Mick Taylor zu verdanken ist. Sein Gitarrenspiel prägt den Sound des Albums und sein Abgang wenige Jahre später war ein echter Verlust. Auch er konnte diesen "Lifestile" nicht mithalten, und zog die Konsequenzen. Der einzige Stone, der ging und so überlebte. Aber die Scheibe ist klasse, und sie hört sich auch ohne Koks gut an.
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"Sticky Fingers" ist sicher einer DER Höhepunkte in der Karriere der Stones. Wahrscheinlich ist die Scheibe genau so gut wie "Exile On Main Street" selbst.

Selbst beim schlechtesten Willen lässt sich kein wirklich schwacher Song ausmachen.

Meiner Meinung nach sind fast ausschließlich überragende Tracks auf "Sticky Fingers" zu finden, die sogar nicht eingefleischten Stones-Fans ein Begriff sind. Ich möchte da beispielsweise nur "Brown Sugar", "Wild Horses", "Sister Morphine" oder "Can't You Hear Me Knocking" erwähnen.

Weiters absolut klasse sind "Sway" (bin erst nach mehrmaligem Hören draufgekommen, WAS für ein KLASSEsong das ist!), "You Gotta Move" (ein exzellenter Schwarzer-Sklaven-Blues; wenn ich das so nennen darf... Man kann sich direkt vorstellen, wie das die Sklaven bei der Feldarbeit, unter der drückenden Mittagshitze gesungen haben, ohne, dass ich diese dunkle Epoche auch nur in irgendeiner Weise glorrifizieren möchte oder so!!).

Ebenfalls sehr nett anzuhören ist natürlich "Bitch", das auch live nicht selten zum Besten gegeben wird. "Dead Flowers" schließlich ist auch so eine Nummer, in die man sich binnen kürzester Zeit schwer verlieben kann.

Einzig "I Got The Blues" und "Moonlight Mile" finde ich persönlich nicht ganz so toll, wobei in einem Atemzug gesagt werden muss, dass das wirklich keine schlechten Songs sind.

Insgesamt habe ich selten ein ebenso starkes Album wie "Sticky Fingers" gesehen.

Wie Stones-Fans wissen, sind auf der Platte erstmals (bei mehreren Stücken) die Bläser-Arrangements (mit Bobby Keys und Co) zu hören (wenngleich "Live With Me" auf dem Vorgänger "Let It Bleed" bereits mit Bobby Keys eingespielt wurde.)

Auch das berühmte Emblem, der Zungenmund, ist zum ersten Mal (im Booklet) zu sehen.

Fazit: Unbedingt kaufen!!!

Ein Meilenstein der Rock-Geschichte. Auch für Nicht-Stones-Fans absolut empfehlenswert!!

---------------------ANHANG für Interessierte--------------------------

Abschließend möchte ich noch mit einer Bewertung der einzelnen Songs einen kurzen subjektiven Überblick geben. Die Bewertung erfolgt im Sinne der bewährten amazon-Skala (1-5 Sterne).

1. BROWN SUGAR +++++
Der unermessliche Output jener Tage lässt es zu, dass eins der größten Alben aller Zeiten von einem der größten Rock-Songs aller Zeiten eröffnet wird. "Brown Sugar" ist unbeschwert, lässig und andererseits dennoch ungemein kraftvoll. Der Song groovt, packt, schnaubt, stampft und bringt mühelos die Zimmerwände zum Erbeben. Besonders hervorhebenswert aber ist Bobby Keys grandioses Sax-Solo nach dem 2. Refrain, das in dieser Form bis dato (auf einen Rock-Song bezogen) unerreicht sein dürfte.
Kein Wunder, dass Keith nach Charlies kurzem Tom-Tom-Outro gen Songende begeistert lacht (was man tatsächlich auch hören kann).
Neben "Satisfaction" oder "Jumping Jack Flash" einer der ganz, ganz großen Stones-Klassiker, der obligatorisch auf Live-Setlisten vorzufinden ist.

2. SWAY +++++
Einer der vermeintlichen Nicht-Hit-Songs auf STICKY FINGERS. Wenn er einen jedoch erst einmal gepackt hat, dann kommt man davon nicht mehr los. Ein Biest von einem Stones-Song!
Charlies Drums krachen bedrohlich auf den Hörer ein, während Mick Jagger, gesanglich voll auf der Höhe, einen seiner schönsten Texte zum Besten gibt. Zur Krönung des Ganzen lässt Gitarrengott Mick Taylor gen Songende sein Genie kräftig aufblitzen. Für sich fast schon ein mystisch guter Track, der im Laufe der Zeit zu einem meiner persönlichen Lieblinge avanciert ist.
"Sway" wurde im Zuge der Biggest-Bang-Tour auch live ein paar Mal gespielt, allerdings ein bisschen schlampig, sodass es die Qualitäten des Studiooriginals nie erreichen konnte... WELTKLASSE!

3. WILD HORSES +++++
Neben "Brown Sugar" vermutlich der zweitprominenteste Vetreter auf der Scheibe. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um den besten Stones-Softer ever. Selten hat ein M. Jagger so natürlich-verletzlich geklungen wie hier. Die klanglich reinere STRIPPED-Variante, die dem Song 1996 eine Frischzellenkur verpasste, macht fast noch mehr Freude, aber auch das Original hat bis heute nichts an seiner Schönheit eingebüßt. Immer wieder schön - WOW!

4 CAN'T YOU HEAR ME KNOCKING +++++
Nur zum Mitzählen: Das ist bereits der vierte Hochkaräter in Folge! Gehört wohl zum erweiterten Klassiker-Kreis unter den sehr beliebten Stones-Songs. Wiederum ist es ein virtuoser Mick Taylor, der hier meisterhafte Arbeit leistet. Die Übergänge sind fabelhaft, der Track steigert sich unwiderstehlich, bis nach zweieinhalb Minuten in einen improvisierten (?) Soloteil übergegangen wird, der mich - im Gegensatz zu manch anderen ausufernden Solo-Experimente anderer Rock-Veteranen - ehrlich noch nie gelangweilt hat. Auch Bobby Keys kann hier wieder glänzen. Ist übrigens ein toller Live-Song - man höre z.B. die Version auf der 2. CD von LIVE LICKS!

5. YOU GOTTA MOVE ++++
Ein sehr klassischer Blues, der - wenigstens entfernt - an schwitzende, hart arbeitende Baumwollpflücker erinnert, die in sengender Hitze schuften und sich dabei zugleich die Seele aus dem Leib singen. Trotz - oder gerade wegen - seiner eher spärlichen instrumentalen Inszenierung, funktioniert dieser Song wunderbar. Zudem unterstreicht er in gewisser Weise den Wagemut der damaligen Steine, die hier unbeeindruckt und abgebrüht ihren Idolen huldigen... HUT AB!
Hiervon gibt's mittlerweile schon mehrere Live-Versionen, die bekannteste ist wohl jene auf der erweiterten GET YER YA YA's OUT!-Ausgabe zu finden...

6. BITCH +++++
Ein bitterböser Stones-Rocker vom Feinsten, der ebenfalls längst Kult-Status unter Fans besitzt. Zischt ab wie eine Rakete und ist zugleich ein durch und durch treibender wie auch lässiger Rock-Song. Die Bläser leisten hier abermals Top-Arbeit, ebenso die Rhythmus-Sektion - auch Herrn Taylors Handschrift ist hierauf unschwer zu erkennen. Bitte unbedingt auch die Live-Version auf der (leider immer noch inoffiziellen) Bootleg ATLANTIC CITY 89 (Track Nr. 2 auf CD 1) anhören... Wunderbar!

7. I GOT THE BLUES +++
Eine schöne, gelungene Coverversion von Blues-Idol und Legende Robert Johnson. Ein recht atmosphärisches Stück, das mit tollen Bläserparts aufwartet und Mick gesanglich so einiges abverlangt. Insgesamt für mich aber kein Highlight auf STICKY FINGERS... (Und ja, ich weiß, dass das jetzt "Jammern" auf schwindelerrend hohem Niveau ist, liebe andere Fans ;))

8. SISTER MORPHINE ++++
Ist der Track jetzt gemeinsam mit Marinne Faithful oder gar von ihr (alleine) geschrieben worden? Zahlreiche Mythen ranken sich um die Entstehungsgeschichte dieses Songs, der zweifelsfrei auch zum erweiterten Klassiker-Kreis unter Stones-Songs gezählt werden darf. Wurscht. Das hier ist ein wunderbar unheimlicher, düsterer Totenbettgesang über Abhängigkeit. Keith' Akustikgitarre liefert eine traurig-schwere Grundstimmung, ehe dunkle Keyboardeinstreuungen und Mick Taylors unheivollschwangere Riffs den Beklemmungswert gewaltig nach oben dröhnen. Charlie bebt sich in den Song und wuselt sich kantig, aber ungemein groovig hindurch...
Ein weiteres gelungenes Beispiel für das grandiose Zusammenspiel der Steine in ihrer wohl größten Schaffensphase...

9. DEAD FLOWERS ++++
Ein wirklich gelungener Pop-Song mit ästhetischem Country-Touch, der unwiderstehlich dahinrollt und oft von Neuem gehört werden will. Hiervon gibt's übrigens eine ganz großartige Cover-Version von Townes van Zandt, die u.a. auf dem Soundtrack zu THE BIG LEBOWSKI zu hören ist! Auf STRIPPED kann man sich wiederum eine gefällige Live-Inszenierung (der Steine) anhören... Wirklich schön und nett - im allerpositivsten Sinne dieses häufig missinterpretierten Wortes!

10. MOONLIGHT MILE +++
Ein sehr atmosphärisches Stück, das das Album gelungen abschließt und deshalb auch nicht deplatziert wirkt, obwohl es stilistisch ein wenig anders ist, als die 9 vorangegangenen Albenbrüder. Hier hört man fernöstliche Klänge heraus und lässt sich dankbar wieder "erden", nachdem man eine Dreiviertelstunde lang auf höchsten Höhen glückselig dahingeschwebt ist. Wäre wohl nie und nimmer ein ernstzunehmender Live-Song und zählt offengesagt auch nicht unbedingt zu meinen persönlichen Favoriten. An dieser Stelle passt der Song jedoch ganz gut...

Endresümee/Schlusswort: STICKY FINGERS ist ohne jeden Zweifel ein echter Stones-Klassiker, der auch Jahrzehnte später noch problemlos funktioniert.
Das Album präsentiert die Band auf der Höhe ihres Schaffens und glänzt zudem mit einem erdigen, warmen, teils auch knarrigen Klangbild, das - wie ich finde - wie kein anderes zu den darauf enthaltenen Songs sowie zum Sound der Rolling Stones im Allgemeinen passt.
Wer nach den beiden großartigen Vorgängern (BEGGARS BANQUET, LET IT BLEED) keine Steigerung erwarten würde, sollte sich auf etwas gefasst machen. Eine bessere Stones-Platte gibt's eigentlich nicht, nur das darauffolgende EXILE halte ich für ebenbürtig.

STICKY FINGERS ist werdenden Fans und Neueinsteigern unbedingt als Erstkauf zu empfehlen. In Wahrheit darf es keiner ordentlich geführten Rock-Audiothek fernbleiben. Das Album ist nicht nur ein Klassiker der größten Rock 'n Roll-Band unserer Zeit, es ist vielmehr ein Klassiker der Rock-Geschichte im Allgemeinen!

Eigentlich ein 7-STERNE-WERK!
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am 16. Juni 2015
über die original sticky fingers platte gibt es nichts mehr zu sagen, es ist die beste der Stones und praktisch jeder titel ist ein Klassiker

die oft und bis heute live gespielt werden. vergesst den blöden reißverschluß und hört euch die musik an. die Bonus cd beginnt mit einer rohen Version von Brown Sugar, auf der Eric Clapton mitspielt, allerdings ohne besondere Akzente zu setzen. Aber absolut hörenswert. Mick hat das Stück geschrieben, inklusive Riff, auch wenn Keith Richard meint, er habe ihm das beigebracht. Wild Horses mit akustischen Gitarren übertrifft noch das Original, die sowieso schon beste Ballade der Stones klingt hier noch einfühlsamer und intensiver. Nie klang Jagger waidwunder und verletztlicher - zum Gänsehautkriegen. Can`t You Hear Me Knocking dagegen kann sich mit der Plattenversion bei weitem nicht messen. Das Riff ist noch unvollständig, Jagger sucht nach einem Text, Mick Taylor hat sein berühmtes Solo noch nicht gefunden, das Zusammenspiel klappt noch nicht wirklich. Kaum zu glauben, daß daraus eine der musikalisch besten Nummern der Stones werden wird. Bitch hört sich wie eine Live-Aufnahme an, rauh und wild - ein Genuß. Bei Dead Flowers fehlt die Subtilität, viel zu viel Lärm, uninspiriert. Die Konzert Mitschnitte aus dem Roundhouse zeigen, welche tolle Live-Band die Stones damals waren. Besser sind sie später nie mehr geworden. Nur der Robert Johnson Klassiker Love in Vain ist enttäuschend. Jagger ist nicht wirklich bei der Sache und Mick Taylor verzichtet auf die für diesen Titel unentbehrliche Slide- Gitarre. 1969 klang das viel besser, sogar beim Konzert im Hyde Park und erst Recht bei der folgende Amerika Tour. Der absolute Höhepunkt dafür ist Midnight Rambler, hier kocht und brodelt die Musik, die Gitarren klingen roh und dreckig, Jagger bellt den dionysischen Text, Bill und Charlie treiben das Ganze voran. Die beste Version. Der Preis für die 2CD Version ist günstig, ein Kauf absolut empfehlenswert. Die Preise der anderen Super Deluxe Boxen sind im Grunde Wucher und nicht nachvollziehbar. Hier schaufelt sich die Musikindustrie ihr eigenes Grab zu, in dem sie eh schon liegt. Aber vorher wird noch mal ordentlich abgesahnt, weil man damit rechnet, daß der wahre Fan sich alles kauft.Man sollte ihnen den Spaß verderben. (Man kann alles auf You Tube hören) Schade ist allerdings um Live at Leeds, daß der Super Box beiliegt. Zusammen mit Get Yer YA Ya`s Out ist es das beste Live Dokument, das es von den Stones gibt. Kein Vergleich zu den späteren, viel schwächeren Live-Alben.
Für diese 2CD Box gibt es eine klare Kaufempfehlung. Bessere Rockmusik ist schwer zu finden.
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TOP 500 REZENSENTam 29. Januar 2010
Was dieses Album so groß macht, ist dass hier einfach alles auf wunderbare Weise zusammenkommt. Der schwarz groovende Pubrock von ,Brown Sugar' und ,Bitch', die wunderbaren Folk Balladen à la ,Wild Horses', der country rock von ,Dead Flowers', der vertrackte Funkrock von ,Can't You Hear Me Knockin', die berührende Blues Ballade ,I Got The Blues' oder der extrem dreckige Blues von ,You Gotta Move'. Und trotz dieser vielen Stilschlenker wurde es so ein homogenes großartiges Album, auf dem kein Ton zuviel oder zu wenig gespielt wird.

Das wichtigste aber - das songwriting ist hier durchgehend auf so hohem Niveau wie wohl auf keiner anderen Stones Platte - zumindest der 70er Jahre. Und dargebracht ist das ganze so authentisch, dass man bei jedem track merkt - die spielten diese songs nicht - sie lebten Sie. Am deutlichsten tritt das vielleicht bei ,You Gotta Move' zu Tage, denn nie wieder vorher oder nachher, performte eine weisse Band den Blues so authentisch (und wohl auch nie wieder so stark unterhaltungschemikalisch beeinflusst).

Dass man hier auch noch die für den jeweiligen song hundertprozentig passenden Gastmusiker hinzunahm, tut sein Übriges für die Nachhaltigkeit dieser Platte. Ry Cooder an der Slide Gitarre (neben Mick Taylor) ist hier ebenso perfekt gewählt wie Billy Preston, der bei ,I Got The Blues' wohl seinen größten Stones Moment hat. Und Bobby Keys Saxophone auf ,Can't You Hear Me Knockin' passt auch wie die Faust auf's Auge.

Eine Platte für die Ewigkeit, die sich - genauso wie Pink Floyd's DSOTM, einfach nicht abnutzen will - selbst wenn man ,Brown Sugar' vielleicht schon nicht mehr hören kann, aber auch das ist eigentlich immer noch großartig.
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am 12. Juni 2007
"Sticky Fingers" steht schon immer im Schatten von "Exile on Main Street" und "Let it bleed", dem Nachfolge- und Vorgängeralbum. Doch für mich persönlich ist "Sticky Fingers" das beste der vier legendären LPs der großen Stones-Phase (68-72).

Die Songs auf dem Album sind einfach klasse. Sie bewegen sich wie eigentlich immer zu dieser Zeit zwischen melodiösem Blues-Rock, trockenem Countrysound und schlichtem Rock 'n' Roll. Diese perfekte Mixtur macht die CD nicht nur für Rolling Stones-Fans zu einem echten Highlight der Musikgeschichte. Ebenfalls können die Rolling Stones sich auf der Scheibe, die auch zum ersten Mal das Zungenlogo abbildet, wieder mit einem zweiten Gitarristen, nämlich Mick Taylor, präsentieren. Auf "Let it bleed" war meistens lediglich Keith Richards alleine zu hören.

Der einstige Skandalsong "Brown Sugar", noch heute auf so gut wie jedem Stones-Konzert zu hören, ist wohl auch der bekannteste der Platte, zumal er die Spitze der amerikanischen Singlecharts erreichte. Durch seinen tollen Rock-Sound ist er längst Legende geworden, und fester Bestandteil einer Stones-Liveshow. Doch er ist nicht das einzige Highlight, denn schon mit "Sway" legen die Fünf einen eher ruhigeren, aber nicht minder rockigen Song gleich hinterher. Auch das längste Stück des Albums, "Can't you hear me knocking", sowie "bitch" mit den einzigartigen Bläsersoli sind einfach perfekte Rocksongs, ungekünstelt und nicht zu dick aufgetragen, wie sie so nur die Rolling Stones hinbekommen. Mit "You gotta move", das irgendwie nicht so ganz zu den anderen Songs passt, fühlt man sich gleich an einen amerikanischen Highway versetzt. Ebenso verhält es sich mit "Dead Flowers", einer ruhigen Nummer, die nicht zum singen verleitet, und doch durch seine Gelassenheit wirklich Spaß macht.
Echte Höhepunkte der Scheibe sind aber auch die "ruhigen" Songs. "Wild horses" ist ein wunderschönes Lied zum Mitsingen, Abschlusssong "Moonlight Mile" besitzt einen einzigartigen asiatischen Stil. "Sister Morphine", meine Lieblingsnummer, erzählt eindrucksvoll die Geschichte von einem sterbenden Junkie. Das Stück hinterlässt einen wirklich bleibenden Eindruck bei wohl jedem Hörer. Außerdem spiegelt es das ganze Album wieder: Wenn man es einmal verinnerlicht hat bekommt man es nicht mehr raus. Nie mehr. Und das ist gut so

Oftmals wird "Sticky Fingers" in der Liste der persönlichen Lieblingsalben der Stones von 68-72 als letztes genannt, da nur wenige Stücke auf der Platte eine wirkliche Einheit bilden, und so mancher Song erst eine Weile braucht bis man sich in ihn reingehört hat. Doch wartet "Sticky Fingers" für mich mit den besten Einzelsongs auf, in die man sich wirklich verlieben kann. Außerdem ist die Platte viel besser für Neueinsteiger gedacht, die bisher noch kein Stones-Album besitzen. Die modernen Rocksongs sind oftmals viel besser zu hören als die des staubigen "Exile on Main Street" oder die simplen Stücke von "Let it bleed".
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