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3,9 von 5 Sternen
Black and Blue
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am 13. Februar 2005
Obwohl BLACK AND BLUE nur 8 Titel enthält, war die stilistische Vielfalt bei den Stones selten grösser. Los geht s mit Disco-Funk("Hot Stuff"), ein für die Stones bis zu diesem Zeitpunkt ungewöhnliches Stück, mit dem ich zugegebenermassen einige Anlaufschwierigkeiten hatte. Weiter geht es dann mit einem Riff-Rocker ("Hand Of Fate") in typischer Stones-Manier; übrigens ist das letzte Stück ("Crazy Mama") stilistisch der gleichen Kategorie zuzuordnen. Dann bekommen wir es mit einem Reggae zu tun ("Cherry Oh Baby"), der besser rüberkommt, als man es Ihnen vielleicht zugetraut hätte. Das vierte Stück, das seinerzeit den Abschluss der A-Seite der LP bildete, ist eine herzergreifende Ballade von traumhafter Schönheit, zu der auch der Studiomusiker Harvey Mandel mit seiner Gitarre entscheidend beiträgt ("Memory Motel").
Dann darf sich der Hörer auf Funk-Rock freuen("Hey Negrita"), eine Nummer, die die Stones seinerzeit auch in Ihrem Liveprogramm hatten. Die folgende Piano-Jazz-Nummer ("Melody") ist für einen Rolling Stones-Fan natürlich gewöhnungsbedürftig, wenn er sie nicht gleich ganz ablehnt. Ich kann diesem Stück, das unter Mitarbeit von Billy Preston ( nicht nur im Studio, sondern auch bei Live-Tourneen immer mal wieder gefragt) entstand, jedenfalls einen gewissen Reiz abgewinnen. Dann bliebe noch die zweite Ballade des Albums ("Fool To Cry"), das seinerzeit als Single ausgekoppelt wurde und auf der Mick Jagger meines Wissens zum ersten Mal mit Kopfstimme sang.

Mit Ausnahme des Rock-Meilensteins STICKY FINGERS habe ich kein 70er-Jahre Stones-Album mehr gehört als dieses, übrigens das erste mit Gittarist Ronnie Wood. Wer also ein gutes, abwechslungsreiches und innovatives Stones-Album sucht, ist mit BLACK AND BLUE sicherlich gut beraten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Oktober 2012
"Black and blue" - der Name ist Programm, aber auch zweideutig: zum Einen orientierten sich die STones bei diesem Album tatsächlich mehr an "schwarzer" Musik, die damals populärer war als jemals zuvor (Funk, Soul, Blues), und deren Stilarten die Stones ja bereits seit Beginn ihrer Karriere pflegten ("Black and Blue" also als Ausdruck für die Musikstile, die die Band hier pflegt; denn tatsächlich geht es hier sehr bluesig und "schwarz" zu); zum Anderen heißt "Black and Blue" aber auch: "(jmdn.) grün und blau (schlagen"; also ein Ausdruck von Aggressivität. (Versteckte) Provokationen dieser Art liebten die STones ja immer (vor allem mit Anspielungen gegen Frauen).

Vorgänger- Alben waren "Goat's head soup" und "It's only Rock and Roll"; und es ist vllt. etwas fraglich, ob dieses ALbum die Klasse der beiden Vorgänger erreicht; und es ist ja auch eines der etwas weniger bekannten Alben der Band.
Immerhin war auch dieses ALbum in den USA wieder wochenlang auf Nr. 1; in GB immerhin noch auf Nr. 2. Auch dieses Album hat seine hörenswerten Passagen.

Gemäß dem Zeitgeist sind die Songs hier wieder sehr lang; die gerade einmal 8 Songs sind zwischen 4 und über 7 Minuten lang. Es ist erstaunlich, dass die Songs dennoch - zumindest bei den ersten Malen Hören - nicht langweilen. Die Scheibe hat nur 8 Songs; bemerkenswert ist hier, dass es vor allem erst "auf Seite 2" hier richtig los geht; die ersten Songs sind relativ lahm.

Der Opener "Hot stuff" ist stark am damals noch sehr populären Funk orientiert. Etwas blass;
"Hand of fate" ist schon etwas besser, wenn auch noch nicht der große Bringer;
"Cherry oh baby" ist der einzige nicht aus der Feder der Stones stammende Song. Ein Reggaesong; wirkt hier etwas albern (gibt bessere Stones- Reggae- Songs);
"Memory Motel", eine hymnisch wirkende, etwas eigentümliche Ballade, mit wechselndem Gesang von Jagger und Richards. Besserer Song dieser Scheibe; aber auch nicht so besonders;
Mit "HEy Negrita" versuchen die Stones sich wieder im Funk- Genre (ein Stil, den man nie richtig beherrscht hat, und zum Glück später aufgegeben);
"Melody": Anleihen sehr alter Musikstilrichtungen (Jugend und Wurzeln der Stones), wie klassischem Blues, aber auch Jazz (erstaunlich, wie die Stones selbst das beherrschen!; Piano- Stück, mit starkem Bläsereinsatz und Gitarreneinsatz, das durch seine ständigen Wiederholungen beeindruckt; ähnliche Songs kennt man vlllt. von den beatles (und Anderen); wirkt hier etwas deplaziert; für mich aber eines der besten Stücke hier; zu anderen Zeiten hätte das Stück sicherlich mehr Popularität gehabt;
"Fool to cry" ist das bekannteste und vllt. beste STück dieser Scheibe;
"Crazy Mama" ist ebenfalls sehr bekannt, und wieder eines der besseren Stücke hier, das die Band auch sehr oft live gespielt hat.

FAZIT: auch mit diesem ALbum bewiesen die STones mal wieder ihre Klasse, und dass sie noch voll im Trend sein konnten, und mit ihren Songs ihre Zeit prägen konnten. Abgenutzt war man hier noch lange nicht. - Trotz der weiterhin bestehenden starken Drogenprobleme von Keith Richards. Auch die 70er Jahre sind ohne die Rolling Stones undenkbar gewesen.
Wer die Stones, "schwarze" Musik und den Sound der 70er liebt, wird auch dieses ALbum wieder lieben!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2010
Black and Blue ist eines der meist geschmähten Rolling Stones-Alben überhaupt. Irgendwo auf der vermeintlichen Durststrecke zwischen Exile On Main St. und dem viel gepriesenen Some Girls spuckt die Band diesen 41-Minuten-Jam aus Funk, Rock und noch mehr Reggae aus, und selbst hartgesottene Anhänger rümpfen die Nase. Dabei war selten so viel attitüdefreie, beiläufige Lässigkeit wie auf dieser Platte.

Nach dem plötzlichen Ausstieg Mick Taylors Ende '74 hatte man die bereits angesetzten Aufnahmen für Black and Blue zu Auditions umfunktioniert, während derer die verbliebenen Bandmitglieder mit einer ganzen Reihe potentieller neuer Gitarristen die Zusammenarbeit probten. Das hierbei entstandene - erstaunlich flüssige - Album transportiert den (mutmaßlichen) Vibe dieser zusammengewürfelten Sessions. Im Gegensatz zu seinen teils aufwendig arrangierten Vorgängern Goats Head Soup und It's Only Rock 'n' Roll hat Black and Blue über weite Strecken nicht mehr als Jam-Charakter: Instrumentierung und Lyrics sind spärlich, Gesang ist manchmal mehr intuitive Einlassung, Exklamation oder Lautmalerei als getextete Narration, und die Mehrzahl der Stücke ('Hot Stuff', 'Cherry Oh Baby', 'Hey Negrita', 'Melody', 'Fool To Cry') sind eher ausgedehnte Grooves, fortlaufende Repetitionen und Variationen des einen Motivs, als voll ausgearbeitete, gebaute Songs. Aber genau hierin liegt der unprätentiöse Charme des Albums.

Vielleicht konnte der "Flirt" der Band mit Funk und Reggae ('Hot Stuff', 'Cherry Oh Baby', 'Hey Negrita'), Philly-Soul ('Fool To Cry') und Jazz ('Melody') nur in diesem losen Setting so gut geraten. Anders als manch stilistischer Ausflug auf dem ähnlich ungeliebten, ungleich dichter produzierten Undercover, klingt er nie ambitiös oder kalkulierend, sondern herrlich zurückgelehnt, spielerischen Instinkten nachgehend und so organisch, als wäre die Band auf jenen Terrains so naturwüchsig zuhause wie im staubig-spröden Rock à la Exile ('Hand Of Fate', 'Crazy Mama').

Und fast beiläufig schenkt man uns dann noch 'Memory Motel' - neben dem ebenfalls aus den Black and Blue-Sessions stammenden 'Worried About You' die vielleicht schönste Rolling Stones-Ballade der zweiten Reihe.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Nach Mick Taylors Kündigung nutzten die Rolling Stones die Aufnahmen zu diesem (fast ausschließlich in München aufgenommenen) Album Ende '74 bis Frühling '75 als Vorspieltermine u.a. für die Ersatzkandidaten Ron Wood, Wayne Perkins und Harvey Mandel, der durch Alben wie Canned Heats "Future Blues" und John Mayalls "Back to the Roots" in mein Gesichtsfeld rückte. Nachdem Rod Stewart die Faces verlassen hatte, war auch Ron Wood frei, um auf dem Cover von "Black and Blue" gleich als Bandneuzugang vorgestellt zu werden. Keith hat später gescherzt, diese Entscheidung habe mit Rons britischer Staatsangehörigkeit zu tun gehabt, und er mag als Persönlichkeit gut zu den Stones und vom Stil her gut zu Keith passen; die Musikalität und elegante Virtuosität eines Mick Taylor konnte er nicht ersetzen.

Hot Stuff und Hey Negrita (basierend auf einem Riff von Ron Wood) fallen in die Kategorie "Ich hab' nicht viel Geld, Mädel, aber lass die Hüften kreisen und tanz für mich!" Zum Tanzen gut, für viel mehr nicht - aber toll!

Vorläufiger Tiefpunkt nicht nur auf diesem Album, sondern in der ganzen Karriere der Stones ist für mich der kinderliedartige, flügellahme Reggae Cherry oh Baby, der dem ohnehin schon nicht aufregenden Original nichts Neues abringt, einer der wenigen Songs überhaupt, die ich bisweilen überspringe; da haben die Stones mit Ain't too proud to beg oder (Just my) Imagination in den 70ern weitaus überzeugender gecovert.

Das sacharinsüße Fool to cry - ausgerechnet die Singleauskopplung!- sollte wohl in die Erfolgskerbe von Angie hauen; Macho Mick kann aber als im Falsett singender Softie, der sich beim Weinen nach einer laaangen, harten Nacht im Büro von seiner Tochter auf dem Schoß trösten läßt, nicht wirklich überzeugen. Der Legende nach soll Keith bei dem Song auf der Bühne regelmäßig eingeschlafen sein; eine gesunde Reaktion.

Viel überzeugender ist für mich Melody Motel, der Höhepunkt auf dem Album, in dem Jagger von der Liebe unterwegs singt, und wie immer in seinen besten Songs scheint die Protagonistin nicht ganz frei erfunden zu sein.

In Melody und Crazy Mama ist Jagger der Jäger, in Hand of Fate der Outlaw auf der Flucht (wie Dylan in Romance in Durango auf "Desire"); die kontrollierte Stimmung läßt den Song nie ganz abheben, aber auch nicht langweilig werden. Crazy Mama ist ziemlich viel heiße Luft, das Duett mit Billy Preston im angejazzten Melody groovt launig.

Crazy Mama (halbe Minute), Fool to cry (ganze Minute) und Hot Stuff (zwei Minuten) erschienen über die Jahre (auf "Sucking in the 70s", "Jump back" oder "Forty Licks") als leicht bis stark gestraffte Edits, was vor allem Hot Stuff gut getan hat, das dadurch kompakter wurde. Anders als auf LP und den beiden CDs von '86 bzw. '95 erreicht Hot Stuff auf dem Remaster von 2009 erst nach drei Minuten das Lautstärkeniveau des Restalbums.

Als Stones-Platte mit der kleinsten Songanzahl (8) kam "Black and Blue" dank längerer Songs doch auf normale LP-Länge; trotz der genannten Mängel strahlt sie eine luftige Sorglosigkeit und Unbekümmertheit aus, die mich die Platte immer wieder gern auflegen läßt, besonders wenn mir sommerlich ist.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. April 2003
This often overlooked album in the Stones' oeuvre shines with good to great songs and contains some brilliant reggae. It kicks off with the funky Hot Stuff, followed by the passionate Hand Of Fate which is vintage Stones. Cherry O Baby is a lovely slice of reggae with intriguing organ lines and brilliant vocalizing, while the road epic Memory Motel is a moving story song. Hey Negrita is a wailing bluesy number and Melody soulfully ambles along with lovely guitar, sax, piano and Mick's falsetto voice. Fool To Cry starts as a gentle ballad but gets pretty raucous eventually, while Crazy Mama is the Stones at their rocking best, a powerful conclusion to this great album. It may not be amongst the Rolling Stones' top ten albums, but Black And Blue contains some strong songs with great melodies and playing throughout and no dud tracks. Rediscovering it was a great pleasure.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juni 2006
diese platte ist mittlerweile 30 jahre alt, und vieles was die stones gemacht haben hat sich inzwischen soweit abgeschliffen, dass man es kaum noch hören mag. oft bleiben wirklich nur die hits -- it's only rock 'n' roll oder emotional rescue -- und der rest versinkt. auf dieser platte -- die einfach nur zu kurz ist -- wenn man schon etwas kritisieren will -- ist das niveau irgendwie durchwachsener. hot stuff ist um eine spur lebendiger in der live version auf love you live, und man hätte es inzwischen als bonus track auf die cd packen können, vielleicht auch noch ein oder zwei andere tracks aus der entstehungszeit dieser platte. slave würde ganz gut dazu passen, oder fiji jim -- es gibt da etliche songs, die man nur von bootlegs kennt. insgesamt präsentieren sich die stones hier als piraten auf irgendeiner insel, und es ist wahr -- sie bewohnen irgendeinen imaginären ort zwischen england und amerika, vielleicht in einer karibik der phantasie. die songs passen alle dazu und melody ist natürlich wirklich der beste song auf dieser platte, einer der besten songs der stones, vielleicht der beste überhaupt. wie gesagt, das ding war immer schon und ist immer noch um circa drei oder vier songs zu kurz -- war schon als lp zu kurz, als cd erst recht -- man muss sich eben selber etwas zurecht kopieren, um die stimmung von black & blue fortzusetzen und zu verlängern. zb slave von tattoo you und vielleicht noch die eine oder andere nummer von rarities. oder man akzeptiert es einfach wie es ist, als das für einen kurzen moment gelungenste, was die stones zu bieten hatten. ein album ohne schwächen.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Dezember 2003
Selten klangen die Stones so abwechslungsreich wie auf diesem Album von '76. Vom grandiosen funky Einstieg mit 'Hot Stuff' bis zum eher "traditionell" klingenden Abschluss-Rocker 'Crazy Mama' wird hier sehr viel geboten. Reggae ('Cherry, Oh Baby'), grosse, aber nicht (zu) kitschige Balladen ('Memory Motel', 'Fool To Cry'), ein Stück das nach Bar-Jazz klingt und schlichtweg als genial zu bezeichnen ist (Melody) sowie die sehr mitreissenden 'Hey Negrita' (wiederum sehr funky) und 'Hand Of Fate' (durch die Live-Fassung auf der neuen Four-Flicks-DVD erkennt man erst die Klasse dieses Songs).
Fazit: Diese Platte enthält wirklich keinen einzigen Ausfall, funktioniert hervorragend als "Ganzes" und ist mit Sicherheit eines der besten "späten" Stones-Alben.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. August 2008
nun gut, dieses album platzt vielleicht nicht vor künstlerischer dringlichkeit. aber es ist eines der stones-alben, die ich am häufigsten auflege. es hat eine lässige, sympathische, ein bisschen schlampige athmosphäre. die aufnahmen dienten gleichzeitig als auditions-termine für mögliche neue gitarristen, und das hört man. die stimmung ist lässig, sessionartig, und die kandidaten (harvey mandel, wayne perkins, ronnie wood) geben ihr bestes. außerdem ist dieses album der bis damals offenste flirt der stones mit der schwarzen musik, und erstaunlicherweise steht ihnen dieser flirt gut zu gesicht.

die tracks - vom herrlich lässig funkenden "hot stuff" bis zum ebenso lässig rollenden retro-rock 'n' roll "crazy mama" - sind vielleicht nicht weltbewegend, aber charmant und mitreißend. zwei nummern stechen für mich heraus: das herrliche, wehmütige, von pianos angetriebene mick/keith-duett "memory motel" und der wunderbar intensive, stark von billy preston geprägte jazz-soul-song "melody".

ein swingendes, feines, wenn auch keineswegs von genialität infiziertes album.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. April 2009
Ein ungewöhnliches und vielleicht gerade deshalb sehr gelungenes Album der Stones. Songs wie Memory Motel, Crazy Mama, Hand of Fate, Hot Stuff und Fool to Cry gehören zum Besten, was die Stones in der zweiten Hälfte der 70er herausgebracht haben. Und auch wenn Melody, Cherry oh Baby und Hey Negrita dagegen abfallen, so sind sie immer noch um Klassen besser, als das, was sich der gemeine Stones-Fan heute etwa beim Hören von "Bigger Bang" antun muß. Deshalb :klare Kaufempfehlung !
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8 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juni 2001
"Black And Blue" von 1976 ist trotz glänzender Produktion und Harvey Mandel`s Gitarrenarbeit ein absoluter Tiefpunkt im Oeuvre der Stones. Noch schlechter und uninspirierter waren sie eigentlich nur auf der im folgenden Jahr erschienenen "Love You Live". Daß es das Einstiegsalbum von Ron Wood war, merkt man auch nicht. Die Stücke sind ziemlich ideenlos zusammengestellt, hier spiegelt sich die dekadente Welt der Rockdinosaurier Mitte der Siebziger wieder, als versucht wurde, die eigene Substanzlosigkeit und Vollgefressenheit mit musikalischer Ausschlachtung der sog. Dritten Welt zu verdecken. "Cherry Oh Baby" ist mit das grauenhafteste Resultat in dieser Richtung, "Hand Of Fate", "Crazy Mama" und "Hey Negrita" kommen als Rocknummern über bloßen Übungsstandard nicht heraus, und das ach so funky "Hot Stuff" reizt eher zum gähnen. "Memory Motel" ist das einzige wirkliche Highlight, eine großartige Ballade, und, zugegeben, "Fool To Cry" hat auch Gänsehautqualitäten. Mit "Melody" einer ruhigeren Nummer mit Barroom-Feeling, kann ich dagegen eher weniger anfangen, auch wenn Jagger hier extrem gut bei Stimme ist. Das Problem an dieser Platte ist, das die Stones es hier einfach nicht mehr nötig hatten und wohl hauptsächlich aus vertraglichen Gründen etwas auf den Markt werfen mußten. Und bei den produktionstechnischen Möglichkeiten, mit denen sie alles aufmotzen können, fällt Scheiße eben besonders gut auf.
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