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4.0 von 5 Sternen Star Star - 2009 Remaster
Eins vorab: die neuen 2009er Stones-Remasters klingen wirklich etwas differenzierter als die '94er Auflage (mit der ich auch schon gut leben konnte) - erstaunlich, was aus den Bändern noch alles rauszuholen ist. Auf der anderen Seite sind die Songs nun noch stärker komprimiert als bisher, was okay sein mag beim Autofahren oder im Fitnessstudio, aber zu Lasten...
Veröffentlicht am 19. Mai 2009 von Toby Tambourine

versus
7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Beutelschneiderei
Ich kann die vorangegangenen positiven Bewertungen in keiner Weise nachvollziehen. Ich habe die frühere, von Bob Ludwig remasterte Version dagegen gehört und stelle so gut wie keine Unterschiede fest, die für die Neuauflage sprechen. Und so schlecht ist meine Anlage nicht, daß mir da viel entgehen könnte ;-)
Hinzu kommt, daß die alte...
Veröffentlicht am 1. Januar 2010 von Heartware


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Star Star - 2009 Remaster, 19. Mai 2009
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Goats Head Soup (Audio CD)
Eins vorab: die neuen 2009er Stones-Remasters klingen wirklich etwas differenzierter als die '94er Auflage (mit der ich auch schon gut leben konnte) - erstaunlich, was aus den Bändern noch alles rauszuholen ist. Auf der anderen Seite sind die Songs nun noch stärker komprimiert als bisher, was okay sein mag beim Autofahren oder im Fitnessstudio, aber zu Lasten der Dynamik geht. Geschmackssache. Bei dieser Ausgabe fällt Star Star auf, das mir von den US-Bändern übernommen zu sein scheint. Ich hatte immer von einer für die US-LP zensierten Version gelesen, und der "John Wayne" in der Zeile "I'm makin' bets that you gonn' get John Wayne before he dies" wurde leicht, vor allem aber wurde die Zeile "I bet you keep your pu**y clean" deutlich hörbar verfremdet (was den Fokus natürlich umso mehr auf diese Zeile lenkt) - CD-Premiere!

Ihr Status als Steuerflüchtlinge hatte die Stones '71 für die Aufnahmen zu "Exile on Main St" nach Frankreich geführt und Ende '72 für "Goat's Head Soup", das letzte von Jimmy Miller produzierte Stones-Album (und das letzte für lange Zeit, auf dem die Bläsersätze eine feste Größe waren), nach Jamaika. Auf den Vorwurf hin, die Qualität der Stones-Songs ließe langsam nach, räumte Keith später ein, es sei auch schwer, gute Songs zu schreiben, wenn der Songschreibepartner (anders als in den Sechzigern) den größten Teil des Jahres in einem anderen Land verbringe.

Jahrelang empfand ich den Sound des Albums als etwas muffig und manche Songs als leicht unfertig; mit der Zeit hat "Goat's Head Soup" bei mir aber einen Reifeprozess durchlaufen und ist gewachsen. Exemplarisch dafür steht Keiths sehr persönliches Coming down again, das ich früher eher langatmig fand, wenig Text und viel Leerlauf; mittlerweile finde ich es sehr atmosphärisch und genieße jede Sekunde, besonders Bobby Keys' Saxophon-Passagen.

Winter ist eine weitere atmosphärische Stones-Ballade, die sich mit der Zeit so richtig entfaltet. Das abgefahrene, leicht psychedelisch anmutende Can you hear the Music hätte ich mir auch gut auf "Their Satanic Majesties" vorstellen können.

War Sympathy for the Devil beunruhigend und bedrohlich und haben sich Mick und Keith Ende der Sechziger wirklich für Okkultismus interessiert, wirkt Dancing with Mr. D. eher wie eine Pose, wie ein müder, etwas statischer Abklatsch davon; mehr als ein billiger Gruselschocker mit Glam-Rock-Schick ist trotz Schreien aus dem Hintergrund nicht dabei herausgekommen. (Funktionierte live besser.) Vielleicht brauchten die Stones eine Erklärung für den Albumtitel; "Ziegenbockkopf-Suppe" (auf dem beigefügten widerlichen Foto entsprechend illustriert) soll irgendwas mit einem auf Jamaika praktizierten Voodoo-Ritual zu tun haben.

100 Years ago besteht aus zwei Teilen und hat Feuer, auch wenn der Song fertig ist, bevor er richtig gar ist; Mick Taylor bekommt hier, wie auf dem ganzen Album, erfreulich viel Spielraum. Mick Jagger scheint sich die Zeile "don't you think it's sometimes wise not to grow old" Jahrzehnte später zum Lebensmotto erkoren zu haben.

Angie, eine der erfolgreichsten Stones-Singles (UK Nr. 2, US Nr. 1) liebe ich, seit ich es zuerst im Radio hörte. Ich kann verstehen, wenn Leute es kitschig finden; ich würde es wohlwollend als "Edelkitsch" bezeichnen - vielleicht, weil Mick Jagger mir das Gefühl gibt, dass er hier zur Abwechslung mal mit echtem Gefühl über eine reale Person singt (ob es Angela Bowie war, sei dahingestellt). Lenny Kravitz stellte ganz richtig fest, dass Mick weder vorher noch nachher mit solcher Intonation gesungen hat. Bei genauem Hinhören hört man ihn auf dem linken Kanal im Hintergrund zu Keiths Akustikgitarre mitsingen. (Seit "Stripped" spielen die Stones live eine um eine Dreiviertelminute gestraffte Fassung.)

Die B-Seite von Angie, Silver Train, soll wohl daran erinnern, dass die Stones auch Bluesrock können, viel passiert nicht; diesmal hätten sie aus den drei Akkorden etwas mehr rausholen können. Johnny Winter hat's besser gemacht. Hide your Love klingt ein wenig, als hätten die Stones ein Jagger-Piano-Demo nachträglich mit Bandbegleitung unterlegt; ich mag den rumpelnden Charme.

Die andere Single war Heartbreaker, das (trotz des etwas pseudo-sozialkritischen Textes) nicht zuletzt dank Billy Prestons Tastenarbeit (der auf diesem Album ebenfalls viel Spielraum bekommt, ebenso wie Nicky Hopkins am Piano) eine düstere Atmosphäre erzeugt. Auf Bootlegs aus den Siebzigern klingt es aufregender als auf dem Album; heutige Liveversionen sind zu zahm (s. z.B. "Four Flicks"-DVD.)

Den Gute-Laune-Boogie Star Star, mit seinem über den Stereokanal gezogenen Chuck Berry-Intro und dem augenzwinkernden Text über Groupies, werde ich immer lieben. Der nötige Humor, das Lied unter seinem Originaltitel Starfucker zu veröffentlichen, fehlte damals der Plattenfirma ebenso wie den Sendern, es im Radio zu spielen. Jagger kommentierte den Text später, das sei eben das, was er erlebe, und darüber könne er auch genauso gut schreiben.

Through the lonely Nights, ein Outtake aus diesen Sessions, erschien ein Jahr später als B-Seite von It's only Rock'n'Roll und ist mittlerweile auf "Rarities 1971-2003" zu finden.

An der Covergestaltung fand ich immer schade, dass die Stones meinten, Mick Jaggers Gesicht als alleiniges Aushängeschild verwenden zu müssen; immerhin ist Keith (samt seinem restaurierungsbedürftigen Gebiss) auf der Rückseite (so wie später nochmal auf "TATTOO YOU") und die Band in der Mitte des Klappcovers abgebildet. Es lohnt sich, dem Album etwas Zeit zum Kennenlernen zu geben. Laut Bill Wyman (in "Rolling with the Stones") soll es sogar das viertbestverkaufte im Stones-Katalog sein! Mir persönlich gefällt es besser als "Exile on Main Street", auch wenn ich damit wohl ziemlich allein stehe.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das abwechslungsreichste Stones-Album, 29. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Goats Head Soup (Audio CD)
Im allgemeinen wird dieses Album als der "Beginn der musikalischen Abstiegs der Stones" gesehen. Warum dies so ist, habe ich allerdings nie verstanden. "Goats Head Soup" ist meiner Meinung nach das musikalisch abwechslungsreichste Album der Stones und begeistert mich nachwievor. Zu den einzelnen Nummern

1) Dancing with Mr. D: naja, diese Nummer ist zugegebeneremaßen recht schwach. Irgendwie düfte man da das Thema von "Sympathy for the Devil" nochmals aufgegriffen haben, wobei aber Melodie und Text banal und langweilig sind.

2) 100 years ago: Fantastische Nummer! Die Nummer steigert sich allmählich von einem behäbigen "Mary and I, we would sit upon a gate - Just gazin' at some dragon in the sky" zu einem "You're gonna kiss and say good-bye, oh Lord, I warn you" unterlegt von Taylors Gitarrenspiel und förmlich gepfaucht von Jagger.

3) Coming down again: Richards ist diesmal dran und überrascht mit "richtigem", einfühlsamen Gesang. Ich mag die Stimmung des Songs und die recht einfache, aber schön getragene Melodie

4) Doo Doo Heartbreaker: gut strukturierter, von Bläsern getragene Rocksong von Jagger perfekt rübergebracht. Fetzt!

5) Angie: immer schon ein "umstrittener" Stones-Song. Den Hardcore-Fans ist er zu schmalzig. Diejenigen, die "Angie" mögen, mögen oft nicht die typische Stonesmusik - ich finde, daß der Song einfach eine nette, melodiöse Pop-Nummer hat

6) Silver Train: sticht nicht hervor und stört nicht

7)Hide your love: Ich glaube auf dieser Nummer spiele Jagger selbst Piano - ebenfalls unter der Rubrik: sticht nicht hervor und stört nicht

8) Winter: ich denke ich bin einer der wenigen Stones-Fans der Winter zu seinen Favorites zählt....jedenfalls kenne ich kaum einen Song mit einer solch dichten, eigenen Atmosphäre. Das Gitarrenspiel ist einzigartig und ich finde ihn absolut nicht kitschig. "Winter" lebt ebenfalls von Taylors Gitarrenspiel und Jaggers etwas melancholischem Gesang

9)Can you hear the music: klingt irgendwie psychodelisch mit seltsamen Flöten. Ich nehme stark an, daß beim Abmischen der Nummer nicht nur reine Kreativität im Spiel war.

10) Star Star: ein Klassiker, der wohl die Formel "Sex&Drugs&RockŽn Roll" perfekt wiedergibt. Der Song ist simpel aufgebaut, aber er lebt von Jaggers vollmundigem "Yeah! You're a star fucker, star fucker, star fucker, star fucker, star

Yeah, a star fucker, star fucker, star fucker...." - halt ein Klassiker!

Alles in allem 4 Sterne, weil das Album auch einige Schwächen hat. Wer aber eine abwechslungsreiche Stones-Platte haben will, ist mit "Goats Head Soup" gut beraten.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu oft und zu viel kritisiert!, 28. Januar 2011
Von 
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Scheiblingkirchen, Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Goats Head Soup (Audio CD)
Wenigstens für meinen Geschmack wurde und wird GOATS HEAD SOUP gar ein bisschen streng begutachtet - auch von bekennenden Stones-Freunden!

Logisch: EXILE... hatte ein großes Vakuum hinterlassen, das beim besten Willen nicht mit einem Schlag auszufüllen war. Und dennoch beinhaltet GHS genügend Lässigkeit und (ich glaube BEWUSSTE) Abgebrühtheit, um die ewige Forderung nach einem 2. EXILE... gleich im darauffolgenden Jahr verstummen zu lassen (auch, wenn das damals nicht ganz so geklappt hat).

Es sind doch wirklich ein paar hübsche Songs auf der Platte. Und ich meine damit keineswegs etwa "Angie", das meist ohnehin nur Oberflächen-Stones-Fans als "Superhit" bezeichnen (von den Verkaufszahlen der Single mal abgesehen).
Und was bitteschön ist so schlecht an "Dancing With Mister D", dem ungezwungenen spielfreudigen Eröffnungstrack, oder was ist mit "Doo Doo Doo (Heartbreaker)", das mit einem herzerfrischenden Gitarrenpart, der an frühe Computerspielmelodien erinnert, eröffnet wird?
Oder: "100 Years Ago" - eigentlich ein Ohrwurm zum Immerwiederhören. Oder: "Hide Your Love" und "Winter", die, wenn sie auf EXILE... erschienen wären, heutzutage wohl auch Kultstatus besäßen.
Oder: der Skandalsong "Star Star", der ja eigentlich mit "Starf*****" betitelt worden war? Ein schmutziger Stones-Rocker vom Feinsten!
Da ist z.B. die vielgelobtge Zugabe der aktuellen EXILE-Deluxe-Version um einiges schwächer ausgefallen, wie ich finde!

Mag sein, dass Keith ausgelaugt und müde und nicht so richtig bei der Sache war. (Wie viele Interpretationen der Album-Cover-Rückseite, wo er u.a. wie [Zitat] "ein abgebranntes Streichholz" wirkt, sind da nicht schon angestellt worden...). Aber da waren ja noch die beiden Micks (Jagger und Taylor), Charlie, Bill, Bobby Keys und Billy Preston!
Musikalisch kann man den Stones auf GHS - so finde ich - jedenfalls nichts vorwerfen.

Ja, es ist kein Überdrüber-Mörderalbum. Aber nach 4 so starken Vorgängerwerken war es wohl höchste Zeit, um einmal durchzuschnaufen. (Oder, wie es ein anderer Rezensent sinngemäß so schön formuliert hat: "Sie kamen musikalisch wieder auf die Erde zurück...").
Gleichzeitig halte ich GHS mindestens für ebenbürtig mit seinem Nachfolger IT'S ONLY ROCK & ROLL oder auch dem oft etwas zu sehr gehypten SOME GIRLS (1978).

Meine Empfehlung jedenfalls: Wenn man noch nicht alle Studioalben der Rolling Stones besitzen sollte, ist es klüger sich z.B. GHS zuzulegen, bevor man zu einer der vielen eher unnötigen Hit-Collections greift!

Fazit: GHS ist lässig und es besteht eben nicht nur aus "Angie", das ich - wie schon erwähnt - keineswegs herausragend finde (überhaupt wird oft viel zu viel Wind um einzelne Songs auf den Scheiben gemacht!). Es wirkt insgesamt ein bisschen wie eine gewollte kleine Verschaufpause, die als Gesamtkonzept zum Mehrfachhören und Mitsummen einlädt! GHS ist näher dran an EXILE... als sonst irgendein Stones-Album (abgesehen von STICKY FINGERS vielleicht).

Meine Bewertung deshalb: 3-4 Sterne, wobei ich - um meinen positiven Standpunkt gegenüber dem Album zu verdeutlichen - hier zur positiveren Bewertung tendiere!
Für Fans sowieso ein Muss! Für Leute mit lückenhaften Stones-Sammlungen wohl auch eine lohnende Investition. Hören Sie mal rein!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitze, 13. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Goats Head Soup (Audio CD)
"Goats Head Soup" zählt für mich zu den besten Scheiben, die die Stones je veröffentlicht haben. Und dies liegt nicht nur an der Superballade "Angie", sondern vor allem am kompakten Gesamteindruck, den die LP hinterläßt. Vor allem die provokante Anspielung auf den Hollywood-Schauspieler Steve McQueen in "Star Star" verdient Bestnoten. Mein persönlicher Lieblingstitel: "Winter". Melancholisch mit Streichern unterlegt ein absoluter Gänsehauttitel.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als ihr Ruf, 17. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Goats Head Soup (Audio CD)
Goats Head Soup ist meiner Meinung nach eine Platte, die in Bezug auf die Beurteilung durch die Kritiker dem ultimativem Stones Klassiker und Goats Vorgänger "Exile on Main Street" ähnelt: Von den Kritikern verrissen ist die Platte viel besser als ihr Ruf. Und das nicht nur aufgrund von "Angie" oder Starfucker, sorry "Star Star". "Doo Doo Doo" ist genial, allein schon durch Jaggers wütenden Gesang, "Hide your love" groovt ohne Ende und hat ebenso wie "Winter" einen wunderschönen Klavierpart. "Silver Train" geht ins Ohr und läßt einen lange nicht los. "Star Star" hätte Chuck Berry nicht besser hinbekommen, der Song verursacht bei mir immer wieder Mitgröhl- und Tanzorgien. Tja, und "Angie" ist einer der größten und neben "Satisfaction" einer der bedeutsamsten Titel der Stones, da eine neue Käuferschicht die Stones entdeckte. Nur bei "Dancing with Mr.D" und "Can you hear the music" scheinen etwas zuviel Drogen im Spiel gewesen zu, da diese Titel im Vergleich zu den anderen stark abfallen.
Insgesamt jedoch ist "Goats Head Soup" ein vorzügliches Album, das man zwar nicht auf eine Stufe mit den Klassikern aus den Jahren 68-72 stellen sollte, aber weit besser als viele nachfolgende Werke ist. Ein qualitativ ähnlich gutes Album haben die Jungs erst wieder 1978 mit "Some Girls" vorgelegt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Masterplan - wozu auch?, 4. September 2012
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Die Ziegenkopfsuppe war gar kein schlechtes Album, aber von einer Band die hintereinander 4 Meisterwerke rausgehauen hatte, hatten sich die Kritiker halt damals mehr erwartet. Bei genauerem Hinhören bemerkt man aber dann schon wie großartig - und vor allem soundmäßig dicht, diese Scheibe ist.

Auffällig hier - viele der tracks klingen irgendwie nach (allerdings guten) Überbleibsel der vorangegangen Alben. ,Dancing with Mr. D.` hätte auch von Sticky Fingers sein können, das räudige Blues ,Hide Your Love` wäre auf Exile gut aufgehoben gewesen, genauso wie das country-infizierte ,100 Years Ago` (das im Übrigen am Ende ganz höllisch groovt).

Ein Riesenerfolg wurde die Scheibe (No.1 in US u. UK) vor allem wohl dank des Überhits ,Angie`. Das ist zwar sicher mittlerweile abgenutzt, gehört aber immer noch zu den zartesten Stones Songs ever. Die zweite - eigentlich fast bessere Schnulze hier - ,Coming Down` überrascht mit einem Jagger/Richards Duett und das gab's in dieser Form ja nicht gerade oft bei den Steinen.

Der Abräumer dieser Scheibe ist aber ,Heartbreaker`, das ohne Billy Preston's Clavinett Hook natürlich nie so überzeugend ausgefallen wäre und Mick Taylor's Wah Wah Gitarre ist wohl genauso wichtig für einen der schwärzesten track den die Band je eingespielt hat.
,Star Star` wird wohl auf ewig Keif's berühmtester track sein - vor allen wg. der vielleicht eindeutigsten Chuck Berry Referenz aller Stones songs. Eigenartig ist nur, dass er die lead vocals damals nicht selbst sang.

Das schönste aber an ,Goats Head Soup` ist wie kompakt die Band hier klingt - so als ob Taylor eh schon seit 10 Jahren dabei gewesen wäre, wodurch selbst durschnittliche Kompositionen wie ,Silver Train` einen unglaublichen Drive und eine tolle Dynamik entwickeln . Gerade diese Platte legte die Messlatte für Taylor's späteren Ersatz Ron Wood sehr hoch - herrlich Taylor's Slide Parts auf dieser LP.

Und natürlich muss man auch Jimmy Miller wieder hervorheben; egal ob er diesem song nun Bläser hinzufügte, oder bei jenem geschmackvolle Streicher - Miller machte damals eigentlich alles soo richtig und holte aus allen songs das Maximum heraus.

Also - auch wenn ,Goats Head Soup` eine gemischt Angelegenheit sein mag - Spass macht die Scheibe immer noch und einen wirklichen Masterplan für ein ganzes Album hatten die Stones wohl ohnehin nie, wozu auch? Wenn am Ende dann solch` schöne Songsammlungen entstanden....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Teure Steine, 18. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Goats Head Soup [Shm-CD] (Audio CD)
Wer die ab "Sticky Fingers" (1971) erschienenen Alben der Rolling Stones in bestmöglicher Soundqualität hören will, der muss richtig tief in die Kasse greifen. Die von Universal Music seit einiger Zeit veröffentlichten SHM-SACDs erscheinen nur in Japan und sind daher hierzulande leider nur zu teuren Importpreisen erhältlich.
Dank der DSD-Transfers von den originalen Masterbändern lassen sich die altbekannten Stones-Alben jetzt ganz neu erleben. Der Mehrgewinn an Transparenz, Dynamik und auch räumlicher Breite gegenüber den "normalen" CD-Versionen ist unüberhörbar bis spektakulär. Meine anfängliche Skepsis ob der zu berappenden Investitionssumme für diese SHM-SACDs ist nachhaltiger Begeisterung gewichen!

Diese SHM-SACD-Reihe umfasst aktuell alle Studio- und Live-Alben der Rolling Stones von "Sticky Fingers" bis "Dirty Work", weitere Alben werden wohl noch (hoffentlich!) folgen.

Obacht: diese SHM-SACDs sind keine Hybrid-Scheiben und daher nur auf einem SACD-Player abspielbar.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rolling-Stones-Klassiker, 20. September 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Goats Head Soup (Audio CD)
Dieses um 1973 erschienene Album der Stones war zweifellos ein ganz großer Wurf. "Angie" hat sich längst als evergreen erwiesen, die legendäre Aufnahme "Starfucker", welches das excessive Leben des damaligen Hollywod-Stars Steve MacQueen persifliert, mußte wegen der deftigen Formulierungen des englischen Textes im deutschen Album in "StarStar" umbenannt werden. Höre ich heute diese alte Aufnahme - Mick singt zunächst verhalten, steigert sich aber Strophe um Strophe, während die Band immer mehr Rock pur spielt - möchte ich noch immer irgendwas Verrücktes tun: Fenster einschmeissen, im Dreieck tanzen und "starfucker" mitbrüllen....
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stones auf dem Höhepunkt und filigran wie selten, 11. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Goats Head Soup (Audio CD)
Auch wenn das Album 1973 von den Kritiken verhalten aufgenommen wurde - Goats Head Soup gehört zum Besten, was man unter der Rubrik "Rock" bekommen kann; Balladen, Provokation und schwarze Andeutungen, Gesellschaftskritik, Selbsthinterfragung und erstklassiger Rock.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterschätzt: Das Finale der 5jährigen Top-Phase der Stones, 16. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Goats Head Soup (Audio CD)
Immer wieder zu Unrecht kritisiert markiert Goats Head Soup das Ende der 5jährigen Top-Phase der Rolling Stones. Eigentlich waren die Stones nur zwischen 1968 (Beggars Banquet) und eben 1973 richtig klasse. Und Goats Head Soup ist der mega-dekadente Endpunkt dieser Phase. Irgendwie lahmarschig, irgendwie dunkel, irgendwie überheblich. Und gerade deswegen echt funny. Mit ein paar der besten Stones-Songs schlechthin: Heartbreaker, Winter oder Coming-Down-Again-Keith! Sozusagen die posthume Zugabe auf dem Altamont Speedway.
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Goats Head Soup
Goats Head Soup von The Rolling Stones (Audio CD - 1995)
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